Dammschnitt oder KS?

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von salem511 19.09.06 - 14:12 Uhr

Hallo Mädels,

ich hatte bei der Geburt unseres Großen einen Dammriss vierten Grades.

Nun hat mich meine FÄ letzte Woche "vorgewarnt", dass unsere Nr. 2 sehr wahrscheinlich auch so groß wie ihr Bruder wird (er war 57cm bei 4100g). Da wäre lt. ihrer Aussage ein Dammschnitt wohl unumgänglich, da ein zweiter Riss Probleme machen könnte.

Ich denke nun seit ein paar Tagen darüber nach, ob nicht ein KS besser als ein Dammschnitt wäre. Gut, optimal ist ja keins von beiden, aber ich bin irgendwie skeptisch, wenn vernarbtes Gewebe wieder aufgeschnitten werden soll. Es hat beim ersten damals fünf bis sechs Wochen gedauert, bis ich wieder vernünftig laufen und auf die Toilette konnte, das brauche ich echt nicht noch einmal.

Ich weiß jetzt nicht wirklich, was ich machen soll. Habt Ihr vielleicht Tips?

LG und #danke
Salem

Beitrag von sonnenstrahl1 19.09.06 - 14:16 Uhr

Hallo
Tips habe ich keine aber ich kann aus eigener Erfahrung sagen das ein KS auch nicht ohne ist. Meine Narbe ist wieder etwas aufgegenagen nd es hat lange gedauert bis zu komplett zu waren. Wenn du Vollnarkose nimmst sollte man auch nicht die Schmerzen danach unterschätzen!

LG
JElena

Beitrag von gilmoregirl 19.09.06 - 14:19 Uhr

Hallo Salem!

Mir steht zwar noch die erste Geburt bevor und ich habe definitiv keine Ahnung, wie unangenehm (oder auch nicht) solch ein Dammriss sein könnte (hoffe auch sehr, dass ich nicht in den "Genuss" komme...#schock), aber dennoch denke ich jetzt mal aus Krankenschwester-Sicht, dass bei einem Dammschnitt wesentlich weniger Komplikationen oder Nachteile entstehen können, als bei einem Dammschnitt. Du bist nach einem Dammschnitt doch sicherlich viel fitter und mobiler, als nach einem KS.
Mal abgesehen von den Komplikationen, die ein KS durchaus mit sich bringen könnte (nicht muss).

Ich denke mal, Du solltest abwarten, was Dir die Ärzte noch so sagen.

LG gilmoregirl#blume(35.SSW)

Beitrag von sunny0804 19.09.06 - 14:25 Uhr

Hallo!

Ähm..... was meinst du denn, wie lange es nach einem KS dauert, bis du wieder vernünftig laufen kannst???
Also da sind 5-6- Wochen manchmal nix!

Das Äußere verheilt vielleicht schnell bei einem KS aber mit den Narben, die innenliegend sind, wirste auch lange Spaß mit haben! Stell dir das nicht so einfach vor!

Also wenn ich die Wahl hätte, würde ich jedenfalls spontan entbinden! Du wirst auch die Möglichkeit haben, dich danach direkt um dein Baby zu kümmern, das kannst du nach einem KS erstmal vergessen, denn entweder du hast noch die Narkose in den Beinen, kannst dich nicht bewegen wie du willst oder aber du bist danach erst Mal beschäftigt mit den Schmerzen, die nach einem KS nunmal unumgänglich sind und die die ersten 1-2 Tage auch richtiger Horror sind. Ist ja nun mal ne komplette Bauch OP!

Also, wenn es nicht unbedingt sein muss, dann wünsche ich dir eine Spontangeburt!

Deine Ängste kann ich schon verstehen aber wie gesagt, KS ist auch ziemlich schlimm, ich hatte danach noch ne Infektion an der GM und über 40 Fieber!

Also, ich wünsche dir alles Gute, welche Entscheidung du auch triffst!
LG
sunny

Beitrag von doppelherz 19.09.06 - 14:38 Uhr

Hallo sunny,

bin zwar nicht die Angesprochene, schreib dir aber trotzdem :-) .... Du hast mit vielen Dingen recht, die du in Sachen KS beschreibst, man kann aber nicht ALLE KS-Erlebnisse über einen Kamm scheren. Es kann so oder so ausgehen. Klar, ein KS ist eine Bauch-OP, aber man ist dennoch durchaus in der Lage, sobald die Narkose aus den Beinen heraus ist, sich um sein Kind zu kümmern. Gut, man bewegt sich wie eine 80jährige und kann sicher noch keine 10kg-Säcke durch die Gegend schleppen, aber ruhig und in Maßen klappt fast alles in Sachen Betreuung. Und was das Laufen betrifft, so dauert es sicherlich einige Tage, bis man sich wieder normal schnell bewegen kann, aber von 5-6 Wochen habe ich persönlich noch nie gehört. Das wird wohl eher ein Einzelschicksal sein. Außer du meinst jetzt Bewegung im Sinne von Joggen & Co. Aber zurück zum Thema Betreuung: Ich selbst habe meine Tochter schon am 1. Tag bei mir auf dem Zimmer gehabt und brauchte lediglich Hilfe, wenns ums Wickeln ging. Alles andere hab ich selbst gemacht. Und was die Schmerzen betrifft - also der HORROR war es nicht. Sie waren schlimm, aber unter einer Spontan-Geburt hast du auch schlimme Schmerzen. Aber gut - jede hat ein anderes Schmerzempfinden und was ich locker wegstecke, kann bei anderen sehr schmerzhaft sein. Dennoch: ich denke nicht, dass man aus einem KS eine derartige Schreckensgeschichte machen sollte. Alles hat sein Pro und Kontra und beides ist mit Schmerzen verbunden. Was für einen selbst der persönlich schlimmste Horror ist, sei aber jedem selbst überlassen.

Alles Gute für dich #blume
LG von Simone #sonne + Emely #baby + Krümelchen #ei (fast 11. SSW)

Beitrag von sunny0804 19.09.06 - 14:58 Uhr

Eben, du sagst es schon richtig, man kann nicht alles KS über einen Kamm scheren!

ABER, ich hatte danach eine Infektion und über 40 Fieber, da keiner wusste warum das Fieber auch nach mehreren Antiobiotika runter ging, konnte ich mich 2,5 WOchen NICHT um mein Kind kümmern, da ich vollgedröhnt mit Schmerzmitteln war und eben dieses hohe Fieber mit Hallo´s hatte!
Man kann aber schon logisch sein und sagen, dass ein KS mehrereRisiken birgt, was Komplikationen angeht! Das ist nun mal so und dementsprechend iwurde ich auch so auf meinen KS vorbereitet! Außerdem hat mir der Oberarzt auch erklärt, dass 5 von 10 KS-Damen, also fast jede 2. Probleme mit der Wundheilung und Fieber danach haben wird!

Ich denke,der weiß wovon er redet. Bei mir waren die Schmerzen nach dem KS der HORROR !!! Ich habe eine Narbe, die fast 30cm lang ist, das ist nicht wenig, musste aber sein, da die Kurze eben ziemlich gut gebaut war.

Nun ja, alle KS sind nicht gleich aber die Logik sagt mir, dass bei einem KS mehr passieren kann! Alleine dieser Geburtsschock, den auch meine Kleine hatte! Die Baby´s werden ja nicht durch Wehen auf die Geburt vorbereitet sondern einfach eben schnell aus dem Bauch geholt. Bei einer Geburt, haben sie die Vorbereitung ( auch wenn es für sie anstrengend ist aber so hat´s die Natur nun Mal eingerichtet! )

Na ja,wenn ich es mir jedenfalls aussuchen kann, würde ich n icht noch Mal einen KS haben wollen!
LG
Sunny

Beitrag von doppelherz 19.09.06 - 15:11 Uhr

Tja, da hast du aber wirklich eine verdammt schlechte Erfahrung machen müssen :-( ... da kann frau ja nur von KS abraten. Tut mir sehr leid für dich.

LG nochmal von Simone

Beitrag von doppelherz 19.09.06 - 14:22 Uhr

Hallo Salem,

schwere Entscheidung ... #kratz. Also ich habe Emely via Not-KS entbunden und sooooo schlimm waren die Schmerzen nicht. Okay, es fühlte sich wund an und es zog und ziepte, aber daran stirbt man nicht. Ich bin gleich am 1. Tag wieder aufgestanden und ab dem 2. Tag gings mir wieder ganz gut. Sicher, ich konnte noch keinen Marathon laufen, aber gehen war okay und auch normal auf Toilette war in Ordnung.

Wie es mit einem Dammschnitt ist, weiß ich nicht, würde aber denken, dass es ganz schön schmerzhaft ist in so empfindlichem Gewebe und ich kann mir gut vorstellen, dass es dir tagelang schlecht ging. Ich habe aber schon häufig gehört, dass der Schnitt in Narbengewebe nicht so schlimm sein soll wie in unverletztes und dass es auch besser heilen soll.

An deiner Stelle würd ich mich mal mit einer Hebi zusammen setzen und das Pro/Kontra besprechen.

LG von Simone #sonne + Emely #baby + Krümelchen #ei (fast 11. SSW)

Beitrag von franka.f 19.09.06 - 14:47 Uhr

Hallo Salem,

ich hatte einen Dammschnitt und so gut wie keine Probleme damit. Wenn die Dein Problem kennen, können sie sich darauf einstellen und wissen ja dann, wie sie es machen müssen.

Ich würde wegen einer Angst vor einem Dammschnitt niemals einen Kaiserschnitt bevorzugen.

Meine Freundin hatte übrigens einen Riss, der schlecht verheilt ist, den mußte der FA dann später nochmal aufschneiden und nachnähen. Also vielleicht ist das gar nicht so schlecht, wenn die vernarbte Wunde nochmal aufgeschnitten und "korrigiert" wird. Muß halt ein guter Näher sein.

LG Franka

Beitrag von enti1976 19.09.06 - 15:00 Uhr

Muss ja nicht sein... - eine Bekannte hatte ein Kind mit 5050 g !!! #schock und keinen Riss/Schnitt...

vielleiht geht ja auch alles gut, bzw. wenn es eh schlecht geheilt ist, vielleicht wird es durch ncohmal schneiden und nähen besser???

Also ich hatte noch keinen KS aber einen Bauchschnitt wegen einer Dermoidzyste und das war drei Tage lang purer horror, da hätte ich kein Kind versorgen können und dann noch monatelang, bis es endlich wieder wirklcih okay war. (und jetzt in der SS ist die Narbe überall aufgerissen, juche sieht das übel aus #augen)

LG Irina

Beitrag von saltimbocca 19.09.06 - 15:27 Uhr

Hallo Salem,
ich bin auch hin- und hergerissen! Bei meiner ersten Geburt hatte ich einen Notkaiserschnitt weil sich mein schweres Mädchen nicht gedreht hat. Sie wog knapp unter 4 Kilo, das war eine ziemliche Überraschung weil ich eher zierlich bin.

Jetzt bekomme ich einen Jungen und laut Aussage meines Arztes sind die Jungs sowieso immer schwerer als Mädels und die zweiten Kinder wiegen auch mehr als die ersten. Aber vor allem die schweren Kinder und die ganz leichten werden sehr oft nicht erkannt und bescheren dann bei einer unerwartet komplizierten Geburt ein gewisses Überraschungsmoment! Beim zweiten Kind ist man dann aber schon vorgewarnt.

Ich bin im Moment, auch auf Anraten des Arztes, eher für einen geplanten Kaiserschnitt. Da ist das Risiko einfach überschaubar, ich weiß was auf mich zukommt. Es ist zwar schmerzhaft hinterher weil es ja eine Bauch-OP ist aber im Vergleich mit einem schlimmen Riß ist es bestimmt auch nicht fieser! In jedem Fall aber kalkulierbar. Ich hab ziemlich Angst vor dem Einsatz diverser Hilfsmittel wie Zange oder Saugglocke.

Mir ist das Risiko zu hoch daß bei einer "erzwungenen Spontangeburt" (so formuliert es mein Arzt) doch was passiert, dem Kind oder mir und daher wird es bei uns in zwei Wochen wohl ein Kaiserschnitt sein. Der Arzt meinte auch man soll nicht unterschätzen welche Auswirkung eine erhebliche Verletzung im Vaginalbereich auch später im Alter haben kann.

Ich kann Dir gut nachfühlen daß Du Dir unsicher bist, mir geht es im Grunde auch so. Aber ich denke ich tendiere viel stärker zum geplanten Kaiserschnitt als zu dem Risiko einer Spontangeburt mit großem Kind und KS-Narbe. Auch weil ich mich durchaus auf den Rat meines Arztes verlasse.

Versuch mal zu horchen was Dein Bauchgefühl sagt :)

Liebe Grüße
Saltimbocca (37.SSW)

Beitrag von hebigabi 19.09.06 - 19:36 Uhr

Ich habe schon genügend "Folgekinder" geholt die noch größer als die Ersten waren und wo fast garnichts kaputt war.

Für mich defintiv kein Grund für einen KS.

Der letzte "Dicke" wog übrigens 5020 gr und war 60 cm lang, kam in 2 1/2 Stunden und es hat auch nur einen Dammriss II.Grades gegebn- echt nur Pipifax im vergleich zum KS.

LG

Gabi