ZDF- Kerner: Erziehungsnotstand in Deutschland

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Beitrag von nana77 20.09.06 - 00:08 Uhr

Hallo,

wollt mal fragen ob einer Kerner schaut bzw. geshaut hat. Find die Runde sehr interessant und teils auch echt lustig.
"Erziehungsnotstand in Deutschland" ist mal ein wirklich gutes Thema. Würde mich interessieren was ihr so denkt. Freu mich über jede Antwort.

Lieben Gruß
Nana

Beitrag von pretty.kitty 20.09.06 - 17:33 Uhr

Ich fand die Diskussion auch sehr interessant und habe sie bis zum Ende geguckt. Dieser strenge Oberlehrer übertreibts ja. Von der Maßnahme gegen Saufen und Kiffen bei den Internatsschülern mal abgesehen - die fand ich super angebracht, da sollte man durchgreifen -: Ist albern, was für nen strengen Erziehungsstil er Eltern empfiehlt. Autorität, rigorores Zurechtbiegen der Kinder, ihre eigenen Wünsche + Persönlichkeit unterdrücken... Ich frag mich, ob es denn so förderlich ist, einem 10-Jährigen das Fernsehgucken fast komplett zu verbieten bzw. ihn darin wie ein Kleinkind zu maßregeln. Und Alkohol im Straßenverkehr ist ja wohl nicht mit Fernsehen vergleichen #augen
Nee, so macht man Kinder zu unselbstbewussten, unterwürfigen Kreaturen und das schadet der Gesellschaft mehr, als es nützt.
Finde auch, trotz der Argumente der Superbenimm-Front, dass man Kindern nicht Manieren bis ins Detail einzubläuen braucht, die wichtigsten Gebote der Höflichkeit genügen. Grotesk, alles da so genau zu nehmen.
Man sollte in den Punkten, auf die es ankommt (Beispiel Alkohol, Ausgehen, Markenwahn), streng sein, was viele Eltern ja leider wahrlich versäumen, um den Kindern ne ordentliche Mentalität beizubringen... aber das Fehlen von militärischem Drill zu Hause seh ich nicht als Problem an, sondern als Fortschritt gegenüber früheren Zeiten.

#paket http://www.geschwisterlos-gluecklich.de.vu
+ http://www.paradies-einzelkind.de.vu
(Sollte Markus Lanz mal besuchen, so wie der die Mundwinkel verzogen hat bei dem Satz: "Es gibt immer mehr Einzelkinder heute.")

Beitrag von nana77 20.09.06 - 21:11 Uhr

Hi,

#danke für dein Statement.
Ich habe es leider nicht ganz zu Ende sehen können aber habe den größten Teil gesehen.

Ich denke auch, dass der Internatsrektor zum Teil sehr steife Ansichten hatte aber vielleicht auch "krasser" rübergekommen ist, als er es eigentlich ist. Seine Ansicht von Macht und Autorität kann ich nur ein Stück weit teilen. Klar hat man Macht über ein Kind aber man muss sie nicht immer ausleben. Zu enge Grenzen schnüren einem Kind die Luft zum Atmen, zu weite Grenzen lassen zuviel Luft. Der gesunde Mittelweg, ein Stück weit Menschenverstand und die Liebe sind doch die essentiellen Zugaben zu einer "guten" Erziehung.

Jedes Kind ist in seiner Individualität anders und daher muss eine Erziehung auch dem angepasst sein. Der Internatsrektor meinte es gebe zu viele Erziehungsstile, hat halt auch den Vorteil, dass individueller auf ein Kind eingegangen werden kann. Klar führt es auch zu Verwirrung bei Eltern, hier ist eine Information für werdende Eltern sehr wichtig. Nicht nur Infos über Ernährung und Pflege sondern die Hilfestellung heraus zu finden, was einem wichtig ist und was man seinem Kind mitgeben will.

Naja, da kann man auch ein Buch drüber schreiben, ich fand jedoch die Runde sehr interessant, trotz dass ich nicht immer konform mit dessen Meinungen gegangen bin.

Achso: Ich bin ein Einzelkind und trotzdem nicht verzogen und sehr glücklich. Auch kann ich mich in Gruppen zurecht finden und hatte nie Probleme gleichaltrige Freunde zu finden ;-)

Lieben Gruß
Nana