Fliegen in den Urlaub, Druckausgleich beim fliegen...Ohrentropfen ???

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von sobe30 20.09.06 - 08:09 Uhr

Hallo,

brauche euern Rat bzw. Erfahrung !!!

Wir fliegen in zwei Wochen auf die Kanaren und nun mache ich mir Gedanken wie es beim fliegen ist zwecks dem Druckausgleich ( Ohren).
Ich weiß man soll den Kinder was zum trinken geben. Gibt es auch Ohrentropfen welche man den Kindern verabreichen kann ohne bedenken ???
Meine Jungs sind zwei Jahre alt ( 26 Monate ).

Würde mich sehr über eure antworten freuen !!!

Viele Grüße Sobe mit Jonas&Marvin

Beitrag von jessy02 20.09.06 - 09:01 Uhr

Hallo!

Wir waren mit unseren Kindern auch schon auf den Kanaren. Da waren sie 14 Monate und 5 Jahre alt.

Eine befreundete HNO-Ärztin sagte mir auf meine Bedenken bei Start und Landung, dass wir nur Tropfen verabreichen sollen, wenn die Kinder kurz vor der Reise oder während des Fluges erkältet gewesen oder noch sind. Da könnte es dann eventuell beim Druckausgleich Probleme geben, dass die Ohren weh tun könnten. Das muss aber nicht sein.

Unsere Große hat damals Kaugummi bekommen bei Start und Landung. Sie hatte einige Tage zuvor "gelernt", wie man mit Kaugummi Blasen macht und war damit erst mal beschäftigt.
Unser Kleiner hat damals noch aus der Flasche seine Apfelschorle getrunken und war zum Glück auch ziemlich durstig bei Start und Landung.

Es gab bei beiden keine Probleme.

Schönen Urlaub und liebe Grüße
jessy

Beitrag von elke77 20.09.06 - 09:27 Uhr

Wir waren die vergangenen 14 Tage in Griechenland, ebenfalls mit Flug.
Ich habe Anna bei Start und Landung eine Flasche angeboten. Beim ersten Start hat sie sie auch getrunken, bei der Landung schlief sie #gaehn
Beim Rückflug schlief sie anfangs ebenfalls, bei der Landung aber war sie wach - und hat diese ohne Flasche gemeistert #freu
Daumenlutschen oder Schnuller nuckeln geht auch. Tropfen wirklich nur, wenn das Kind Schmerzen hat bzw erkältet ist. Ich hatte Olynth Tropfen dabei.

Wie gesagt, Anna hat die Landung ohne irgendwas mitgemacht.

LG, Elke+Anna #blume

Beitrag von christinamarie 20.09.06 - 10:06 Uhr

Hallo SObe,

meist schaffen das die Kleinen ohne Probleme, das Starten und der Flieger sind spannend genug und lenken von Mißempfindungen ab.
Für den Notfall bitte keine Ohrentropfen, sondern Nasentropfen einpacken. Sie halten die eustachschen Röhren frei, somit "ploppen" die Ohren weniger zu. Gut sind Olynth für Säuglinge.

Ein schönen Flug (versuch 1. Reihe zu bekommen, am meisten Beinfreiheit und Platz für dich und die Kinder...)

LG
Christina

Beitrag von bezzi 20.09.06 - 11:11 Uhr

Ich versuche, das Problem mal medizinisch/physikalisch zu erklären:

Im Innenohr gibt es einen kleinen, mit Luft gefüllten Hohlraum. Dieser Hohlraum ist durch ein "Ventil" und eine Röhre mit der Nase verbunden. Sinkt nun der Umgebungsdruck (Flugzeug steigt) entweicht die Luft ohne weiteres Zutun aus dem Innenohr durch das "Ventil" und die Röhre nach außen in die Nase. Man hört nur ein leises Knacksen.
Steigflug ist also kein Problem.
Steigt aber jetzt der Außendruck wieder (Sinkflug) entsteht im Innenohr relativ gesehen ein Unterdruck. Das "Ventil" lässt die Luft nämlich blöderweise nur in der einen Richting, nämlich Richtung draußen (Steigflug) durch.
Resultat: Das Trommelfell, eine weiche Membran, die das Innenohr von der Außenwelt trennt. wird durch den steigenden Außendruck beim Sinkflug nach innen gebeult. Irgendwann tut das richtig weh, denn auch das weiche Trommelfell ist nicht unbegrenzt dehnbar. Im Extremfall kann es sogar wie ein Bubble-Gum platzen.

Was kann man also tun ?

Ohrentropfen nützen nichts, denn damit ändere ich ja nichts an der Situation, den Druckverhältnissen.
Man müsste irgendwie das "Ventil" dazu bringen, sich zu öffnen und die Luft auch in der anderen Richtung durchzulassen. Wäre es ein Autoventil. würde man kurz auf den kleinen Stift drücken.
So einen "Stift" gibt es auch in unserem Ohr !
Er wird gedrückt, wenn man
a) schluckt
b) gähnt
c) Nase zuhält und fest versucht durch die Nase auszuatmen.

In der Praxis, insbesondere bei kleinen Kindern, würde sich Punkt a) anbieten.
Bonbon, Flasche, Kaugummi (je nach alter des Kindes) sind also die Mittel der Wahl.

Gruß

bezzi



Beitrag von redyamaha 20.09.06 - 11:58 Uhr

Wir waren auch auf den Kanaren mit unserem Kleinen (damals 9 Monate). Er hat 30 Minuten vor Start und Landung Nasentropfen bekommen. Das hatte uns unser Kinderarzt empfohlen. Während Start und Landung hatte er einen Schnuller im Mund. Hat super geklappt. Überhaupt keine Probleme.

Schönen Urlaub

Elke + Fabian (12 Monate + 1 Woche)

Beitrag von mareliru 20.09.06 - 12:49 Uhr

Mein Kleiner ist Vielflieger und ich lasse ihn immer trinken, außer er schläft. Wenn er nicht trinken will, hat er es auch schon mal ohne alles geschafft. Er hatte noch nie Schmerzen beim Fliegen. Nur einmal im ICE auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke von Köln nach Frankfurt, weil ich darauf nicht vorbereitet war und die vielen Tunnel anstrengend bzgl Druckausgleich sind!
Tropfen halte ich persönlich für nicht sinnvoll!
LG Mare + Odin 18 Monate