Schwanger - krank - zu arm für eine kostenfrei Haushaltshilfe?

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von hiseba 20.09.06 - 11:08 Uhr

Hallo ihr Lieben,

brauche wieder mal Rat:

Eine entfernte Verwandte von mir ist schwanger, hat bereits 2 Kinder (unter 12 Jahren). Sie beziehen ALG 2.

Nun hat ihr der Arzt strikte Bettruhe verschrieben, eine Haushaltshilfe wurde ihr von der Krankenkasse genehmigt.

Bei einem Verdienst der Haushaltshilfe von ca. 620 Euro monatlich fallen jede menge Sozialversicherungsbeiträge und Lohnsteuer an, die sie selbst abführen muss und wohl nirgendwo erstattet bekommen kann.

Wenn sie ihre Haushaltshilfe auf 400 Euro-Basis beschäftigt, fallen ebenso ca. 50 Euro monatlich zusätzlich an, die sie wohl von ihrem Regelsatz bezahlen muss. Da sie ohnehin für die Miete aus eingener Tasche dazubezahlen muss, bleibt ihr kein Cent übrig.

Nun überlegt sie sich, ob sie denn ganz auf Haushaltshife verzichten soll, obwohl sie sie ganz dringend benötigt.

Gibt es evtl. einen anderen Weg, den sie gehen kann? Gibt es vielleicht Ausnahmeregelungen für in dieser Situation befindlichen Frauen/Familien?

Noch dazu hat sie ihren schwerbehinderten Jungen zu betreuen. Sie möchte nach Möglichkeit ihre langjährige Nachbarin, die auch den guten Draht zu den Kids hat, als Haushaltshilfe einstellen und Caritas etc. vermeiden. Ich selbst kann ihr nicht helfen, zu weit wohnen wir auseinander.

Ich denke da auch an die ARGE, würden die evtl. diese Personalkosten übernehmen? Oder soziale/kirchliche Einrichtungen?

Bitte keinen dummen Kommentare.

Besten Dank


Beitrag von rilubi 20.09.06 - 11:19 Uhr

Hallo!

Ich weiß nicht, ob das von Kasse zu Kasse verschieden ist, aber bei meiner Krankenkasse könnte ich mir eine Haushaltshilfe auch selbst suchen und mit der dann z.B. das Geld aushandeln, welches die Kasse zahlt. Bei uns wären das 7,50 Uhr pro Stunde für maximal 8h am Tag.
Die Haushaltshilfe könnte eine Freundin, Bekannte, Nachbarin sein, nur keine Verwandte ersten oder zweiten Grades (Eltern, Geschwister, Schwiegerelten, Großeltern).

Ich würde bei der Kasse nachfragen.

Viel Erfolg!

Beitrag von hiseba 20.09.06 - 11:31 Uhr

Hallo,

ich lese gerade, dass du selbst betroffen warst/bist. Wäre dankbar für jede Weitere Information wegen der ganzen Prozedur.

Kannst du mich über meine Visitenkarte anmailen?

Danke

Beitrag von magnoona 20.09.06 - 11:20 Uhr

Also so ganz genau kenne ich´mich nicht aus, aber es gibt auf jeden Fall Caritas und Diakonie, die weiterhelfen können. Da würde ich schnell anrufen und einen Termin ausmachen. Tel. Nr findest Du im Netz.

Beitrag von hiseba 20.09.06 - 11:30 Uhr

Hallo Rilubi,

ihr wurde wie geschrieben die Kostenübernahme einer Haushaltshilfe genehmigt (von der Krankenkasse). Der Verdienst der Haushaltshilfe wird ja übernommen, das war nicht die Frage.

Nach meinen Recherchen sieht die Sache so aus:

Sobald meine Schwägerin die HH eisntellt, muss sie alle Pflichten eines Arbeitgebers erfüllen.

Somit muss sie die HH anmelden, Beiträge für die Sozialversicherung, sowohl Arbeitnehmer-Anteil, als auch Arbeitgeberanteil und die Lohnsteuer für sie abführen. Aber nicht aus dem Geld, was die Krankenkasse für die HH zahlt, sondern aus eigener Tasche.

Mir ging es um die Übernahme dieser Personalkosten. Wenn sie diese Kosten aus dem Geld, was die Krankenkasse für die HH bezahlt, abzieht und den Rest auszahlt (an ihre Nachbarin), würde sie wohl nicht damit einverstanden sein.

Gar nicht anmelden? Hatte ihr auch mal jemand geraten..

Aber: Ich denke mal, dass sie ihre Haushaltshilfe anmelden MUSS, immerhin muss sie den Namen, die Anschrift etc. von der HH im Antrag an die Krankenkasse nennen. In wie weit diese Daten von der KK weiter gegeben werden, weiß ich nicht. Wenn die KK die Daten an diverse Ämter weiter leitet, wird es zu Problemen kommen . Also geht kein Weg dran vorbei.

Danke

Beitrag von hebigabi 20.09.06 - 15:06 Uhr

Sie soll sich an die ambulanten Pflegedienste wenden oder DRK oder AWO die stellen eine Haushaltshilfe und rechnen diese mit der KK ab und damit hat deine Bekannte dann NICHTS mit bezahlen zu tun.

Außerdem ist eine HH in der SS auch noch zuzahlungsfrei.

LG

Gabi