wie läuft das bei euch mit den jungen papas?

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Beitrag von mondkuh 20.09.06 - 11:36 Uhr

Hallo,

wollt einfach mal nachfragen wie das bei euch so ist?
Bei uns kracht es derzeit ganz schön oft,einfach weil ich mich vernachässigt fühle und der meinung bin, das er einfach zu wenig an seinem elternteil arbeitet.
ich kümmere mich den ganzen tag um moritz und abends wenn er von arbeit kommt, könnte er doch auch mal sagen,das er malmit ihm spazieren geht oder ihn fürs bettchen fertigmacht. er hat nicht mal ahnung wo sein schlafanzug zu finden ist und wie der abendliche ablauf mt ihm gut funktioniert. ihm fehlt jegliches feingefühl. er spielt zwar mit moritz aber sich mal ausgiebig um ihn kümmern so dass ich ein ruhiges gewissen hätte, das hab ich noch nie erlebt. er meint er geht ja arbeiten und ich solle nicht immer meckern, wenn er schon mal was mit ihm macht. er lässt sich einfach nix erklären,macht alles nach seinem gefühl. wir kommen da einfach nicht auf einen nenner.weiß echt nicht mehr weiter.bin sehr traurig deswegen und möchte das nicht alles auf dem baby austragen.

habt ihr rat?

lg susi

Beitrag von junistern2006 20.09.06 - 11:48 Uhr

Hi.
Erstmal Kopf hoch. Ich glaube solche Phasen gibt es in jeder Eltern-Beziehung mal. Mein Rat wäre: Suche in Ruhe das Gespräch mit ihm und klärt für euch beide, warum gleiche Abläufe wichtig sind und welche Abläufe das sein sollen. Und bitte ihn um mehr Unterstützung.
Aber: Dein Freund muss manche Dinge auch nach seinem Gefühl machen dürfen, denn du tust es wahrscheinlich ja auch. Nur so kann er auch eine stressfreie Beziehung zu Moritz aufbauen.
Viel Erfolg!
LG Inga + Jan (*26.05.2006)

Beitrag von tanteju78 20.09.06 - 11:49 Uhr

Hallo Susi,

<"ich solle nicht immer meckern, wenn er schon mal was mit <ihm macht. er lässt sich einfach nix erklären,macht alles nach <seinem gefühl."

genau das hat mein mann mir auch vorgeworfen! Ich finde ja auch, dass ich das kind nunmal besser kenne, da ich ja den ganzen Tag mit ihm zusammen bin. Daher kann ich nunmal so einige Tipps geben oder ähnliches. ABER ich glaube, sein Vater möchte nunmal selber lernen, wie ER am besten mit unserem Kleinen umgehen kann. Klar gerät auch schonmal was durcheinander oder er macht natürlich auch Dinge anders als ich, aber ER und ICH sind nunmal auch zwei verschiedenen Menschen, und das weiss ja auch unser baby. Kinder stellen sich dann halt einfach immer darauf ein, wer sie garde betreut. Daher ist es wirklich nicht schlimm, wenn Vater etwas anders macht als Mutter.

Und ehrlich gesagt ist es ja sooooo schlimm auch nicht, wenn papa mal vergisst, den kleinen hinter den Ohren zu waschen oder so. Schlieslich ist ja immer noch Mama da, die das am nächsten tag nachholen kann.

LG,
Ju

Beitrag von bine3002 20.09.06 - 11:57 Uhr

Darf ich eine Gegenfrage stellen? Machst Du nicht auch manche Dinge nach Gefühl? Also hast Du nicht erst im Laufe der Kennlernzeit mit deinem Baby ein Gefühl dafür bekommen, warum es gerade schreit? Und brauchtest Du dafür nicht Zeit?

Deinem Mann geht es genauso, nur dass ihm täglich einige Zeit mit dem Kind fehlt und er somit im Vergleich zu dir ein Erfahrungsdefizit hat, das ausgehend von einer 40-Stunden-Woche und einem 12 Wochen alten Baby 480 Stunden beträgt. Diese Stunden fehlen ihm.

Nun könnte man sagen, dann soll er sich das doch erklären lassen, aber mal ehrlich? Lässt Du dich gerne belehren, wenn es um dein Kind geht. Letztendlich ist es doch egal, ob das Kind in der Nacht einen Schlafanzug oder einen Strampler trägt. Als Beispiel, weil mein Mann das gerne verwechselt. Sicher, muss ich dann grinsen, wenn mir mein Baby zum Nachtsillen mit einem Strampelanzug gebracht wird, aber ich sage das dann scherzhaft und gut ist.

Du solltest dich nicht mit ihm darüber streiten. Ihr zieht das Kind gemeinsam groß und ein Mann muss auch das Gefühl bekommen, dass seine Ideen zählen. Wenn er alles so macht, wie Du es meinst, dann ist das sehr einseitig.

Z. B. der abendliche Ablauf: Für dich kann er so gut funktionieren, aber für den Papa kann es einen ganz anderen Weg geben. Und die Babies sind durchaus in der Lage das zu trennen (Mama macht es so, Papa macht es anders.) Erinnerst Du dich vielleicht noch an deine eigene Kindheit, wenn Mama abends mal weg war... Vielleicht gab es nur eine aufgewärmte Suppe zum Abendessen und alles war etwas chaotisch, dafür durfte man bei Papa aber länger aufbleiben oder er hat vor dem Schlafengehen noch drei Geschichten mehr vorgelesen, weil er so herrlich beeinflussbar war ;-)

Verstehst Du? Lass deinen Mann seinen eigenen Draht zu seinem Kind finden. Ihr seid beide wichtig bei der Erziehung, jeder mit seinen eigenen Ideen.

Beitrag von bine3002 20.09.06 - 12:02 Uhr

Und wenn Du das Bedürfnis hast, nach einem langen Tag mit Moritz mal etwas Zeit für dich zu haben, dann solltest Du das sagen und deinem Mann seinen Sohn einfach in die Hand drücken. Schreib die wichtigsten Dinge auf, z. B. wo sich die abgekochten Fläschchen befinden oder wie er die Milch aufwärmen muss, leg Windeln raus und die Dinge, die er nicht weiß und dann gehst Du einfach. "Bin in 3 Stunden wieder da. Viel Spaß!" Nimm dein Handy mit und wenn was ist, wird er sich melden. Umbringen wird er das Kind sicher nicht, es wird maximal etwas verwahrlost aussehen, wenn Du wieder kommst, aber er wird um eine Erfahrung reicher sein.

Beitrag von sissy1981 20.09.06 - 12:06 Uhr

Er ist Vater und soll das auch bitte sein. Er soll nicht alles so machen wie du er SOLL nach seinem Gefühl gehen. Vater sein heißt auch Gegenpart zu Mutter sein. In der Regel bedeutet das der wildere, (leider meist auch später spannendere) Part zu sein. Also lass ihn mit seinem Sohn umgehen und ihn erleben wie es seine Vaterintuition es verlangt. Wie lernst denn du als Mutter? Genauso! Lass ihn Vater sein.

Mein Mann und ich sind der Auffassung wir arbeiten beide von morgens bis abends, d.H. Feierabend haben er und ich erst dann wenn die Kinder im Bett sind. Aber nicht jeder hält das durch - in eurem Fall muss sich auch dein Mann erstmal dran gewöhnen - du kennst dein Kind seit der SS bei ihm is das nicht so einfach. Wenn er erstmal ne halbe Stunde für sich brauch is das doch auch ok lass ihm das. EIn Kind - gerade das erste ist eine imense Umstellung - und das kann leicht mal zur Überforderung führen.

Bleib einfach mal ein bisserl lockerer, Familie und Familienleben muss sich auch erstmal entwickeln.

LG sissy

Beitrag von maikie78 20.09.06 - 12:13 Uhr


Hallo !
Lass ihn einfach mal machen!:-)

Er hat seinen Sohn lieb, also wird er sich alle Mühe geben. Das er nicht weiss, wo die Anziehsachen sind... mein Mann findet noch nicht mals seine eigenen! Beziehe ihn Abends mit ein, wenn es länger dauert.. egal.. schicke beide doch zusammen in die Badewanne.
Ich habe gemerkt, dass es wichtig ist , die Beziehung zwischen Vater und Kind zu fördern, erst dann haben sie auch das Selbstbewustsein, sich selbstständig um die Kleinen zu kümmern.

LG Mareike

Beitrag von erdwuermchen 20.09.06 - 12:27 Uhr

Hallo

mensch, waum so grimmig?

ich hab von anfang an gesagt, es gibt dinge die sind nur für die jungs. meine zwei männer gehen zum beispiel zusammen in die badewanne und wenn der kleine danach mal nichtso gut drauf ist, gibts mamas brust hinterher. genauso lasse ich die wickelkommodenspielchen, die mein mann macht sein, ich mach andere. und ich räum regelmäßig die kölamotten von peer auf und sag dann meinem mann wo was liegt. und das klappt super.

und wenn ich nicht mehr kann, wenn mein mann von arbeit kommt, dann drück ich ihm sein sohn in die hand, da gibts keine gnade, dafür versuch ich ihn nachts nicht zu wecken. jeder muss seine opfer bringen.

am wochenende ist papazeit, da seh ich den wickeltisch sehr selten. und die jungs verbringen genug zeit um ihren eigenen weg zu finden.

also, lass sie machen und sag ihm was du möchtest.

lg
jay

Beitrag von pialogo 20.09.06 - 12:42 Uhr

hi susi,
ich hatte genau den gleichen streit bei meinem ersten kind. bei meinem 2.sohn benji (jetzt 5 wochen alt) setze ich mich darueber nicht mehr auseinander. ich denke auch , wie meine vorrednerinnen, dass man hier nur mit toleranz weiterkommt.
wie jemand schon sagte, es ist nunmal der gegenpart, der papa, aber der ist ebenso wichtig wie die mama und macht dinge nunmal anders. das wird dem moritz nicht schaden.
wenn's dich aergert, gehe einfach weit weg in einen anderen raum, sodass du das nicht mitbekommst. lass ihn einfach machen, schenk deinem mann das vertrauen.
liebe gruesse von pia mit eddie (*01.03.05) und benjamin (*13.08.06)
:-)

Beitrag von twokid83 20.09.06 - 13:22 Uhr

Hi Susi,

also wenn deiner net mal weiß wo der Schlafanzug vom Kind ist würd ich ihm doof nen Lageplan auf die Schranktür kleben und über das Bett vom Kind den Ablauf des Abendrituals.

Das einzige was mich bei meinen "jungen" Papa ankotzt, ist das ich nachts zu 80% die einzige bin die aufsteht um den Kleinen die Flasche zu machen, weil mein Kerl eben zu 80% immer das Gemaule meines Sohnes verpennt (obwohl er bei uns im Zimmer steht) oder erst dann aufwacht, wenn ich fertig bin. Mir hat er netterweiße gesagt das ich ihn doch dann wecken soll, was mir ja sehr viel bringt im Halbschlaf ihn auch noch zu wecken, dann Flasche zu machen und wenn ich zurück bin wieder nen schlafenden Mann vor zu finden (ist schon passiert)
Mehr als reden kannst du nicht oder du schreibst ihn einen Brief


Lg Jule