HILFE - ich "verblöde"! Fernstudium?

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von kadootje 20.09.06 - 11:55 Uhr

Zu meiner Situation:
Habe eine Ausbildung zur Bauzeichnerin. Habe dann mehrere Jahre in unterschiedlichen Architektur- und Planungsbüros gearbeitet. Vor 6 Jahren hatte ich allerdings das erste mal das Gefühl zu „verblöden“. Mir reichte meine Arbeit nicht mehr aus. Ich habe dann eine Weiterbildung (4 Jahre Abendschule) zum staatl. gepr. Bautechniker Hochbau gemacht und vor 2 Jahren auch ganz gut abgeschlossen. In dem Büro in dem ich arbeite „braucht man aber keine Bautechniker“. Ich bewerbe mich also schon seit über 2 Jahren auf alle möglichen Stellenangeboten mit entspr. Qualifikation. Zudem habe ich auch schon in sämtlichen Jobforen Stellengesuche aufgegeben und Initiativbewerbungen ohne Ende verschickt. Aber wer stellt schon gern eine Mutter in einem Bauberuf ein? Und da mein Abschluss ja nun auch schon wieder 2 Jahre her ist, wird es natürlich immer schwieriger etwas zu finden…
So, jetzt arbeite ich also immer noch als Bauzeichner und habe immer noch das Gefühl zu „verblöden“. Dieses „Malen nach Zahlen“ geht mir tierisch auf die Nerven. Gut, hin und wieder kriege ich mal eine Ausschreibung oder „darf“ Details entwickeln aber doch eher selten - obwohl ich meine Sache gut mache.
Mir fehlt jetzt eine Perspektive. Habe schon an ein Fernstudium gedacht – Facility Management oder so. Wer hat da Erfahrungen gemacht? Ist das machbar neben Beruf (Fulltime) und Familie?

Michelle

Beitrag von meileinstein 20.09.06 - 12:31 Uhr

Ich denke, das kann man nicht pauschal beantworten. Ich habe vor zwei Jahren neben Halbtagsjob und drei Kindern ein Studium an der Fernuni Hagen begonnen: Kulturwissenschaften, Teilzeitstudium, 20 Semesterwochenstunden. Nach einem Semester habe ich mich bereits entschieden, wieder aufzuhören, weil wirklich jede freie Minute dem Studium geopfert werden musste (Teilzeitstudium, 20 SWS). Die Kinder mit dem Papa das komplette Wochenende wegschicken, damit ich in Ruhe lernen kann, war mir auf Dauer zu viel. Das ganze hätte acht Jahre gedauert, da sind die Kinder groß.

Aber ich wollte das auch "nur für mich" machen, ohne konkrete berufliche Perspektive. Vielleicht bist du anders motiviert. Fang es an, dann musst du dir später keine Vorwürfe machen.