schwanger m. 40 ungewollt nach 3 Wunschkindern

Archiv des urbia-Forums Ungeplant schwanger.

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Forum: Ungeplant schwanger

Was ist, wenn eine Schwangerschaft überraschend und ungeplant kommt? Hier kannst du fragen, wie andere diese Situation bewältigt haben. Grundsatz-Diskussionen um das Thema Schwangerschafts-Abbruch sind allerdings besser im Forum "Allgemeines" aufgehoben.

Beitrag von lottelie 20.09.06 - 19:03 Uhr

Hallo,
hat hier jemand schon die Erfahrung mit einem Schwangerschaftsabbruch gemacht? Ich habe meine 3 Kinder geplant und auch glücklich bekommen aber nun ist mir das passiert was ich nie wollte - eine ungeplante Schwangerschaft 6. Woche.

Beitrag von xxsummer 20.09.06 - 19:13 Uhr

Hallo Lottelie

Bist du denn schon 100% mit dem Thema für dich durch??

findest du denn überhaupt keine Möglichkeit , ein 4. Kind großzuziehen?

Ich kann dir zu deiner Frage leider keine Antwort geben

Liebe Grüße
Iris:-D

Beitrag von lottelie 20.09.06 - 19:29 Uhr

Hallo, nun mal kurz was zu meiner Situation. Ich habe 1985 eine Tochter zur Welt gebracht (gewünscht und heute 21 Jahre alt), 1989 habe ich meine 2. Tochter (gewünscht und heute 17 Jahre) zur Welt gebracht. 1996 wurde ich Witwe und meine Kinder Halbweisen. 2 Jahre habe ich das alleine durchgezogen. Ich persönlich habe auf sehr vieles verzichtet um den beiden eine glücklich und zufriedene Zeit zu bereiten. Nach 2 Jahren lernte ich den Vater meiner Ende 2000 geborenen Tochter (gewünscht und heute knapp 6 Jahre) kennen und befand ich in einem Neuanfang. Wir waren dann zu fünft und alle so ziemlich glücklich als die Kleinste unser Familienglück gekrönt hat.

Mein Partner ist ein super " Vater" für die Großen geworden und für die Kleine ist er der absolute Papi. Er ( 62) stellt für die Kids absolut kein Problem vom Alter her dar, denn er wirkt viel jünger und ist auch total super. 3 Jahre habe ich mit der Kleinen die Babyjahre genossen ( bei den beiden großen Kids jeweils nur 1/2 Jahr) und danach stellte sich die Frage des Jobs. Er wurde nach 24 Jahren arbeitslos und ich suchte nach Arbeit. Kurzerhand machte ich mich mit einer Cafeteria anf. 2004 selbstständig und er ging notgedrungen vorzeitig mit 60 in Rente um die Kleine zu versorgen und mich in der Cafeteria zu unterstützen. Wir haben alles in das Geschäft gesteckt was wir hatten. Langsam fange ich an kleine Gewinne zu machen aber eine Angestellte kann ich mir überhaupt nicht leisten. Dafür reicht es nicht. Nun diese Situation mit der Schwangerschaft - ich mache mir große Vorwürfe darüber.

Beitrag von xxsummer 21.09.06 - 10:53 Uhr

Hallo Lottelie

Meine Fragen waren absolut nicht böse gemeint.Ich kann dich sehr gut verstehen.
Leider kann ich dir nach wie vor nicht mehr dazu sagen, weil ich selber noch nicht in so einer Situation war.
Ich würde wahrscheinlich genau so denken. Ich wünsche dir noch viele positive Meinungen hier,so daß dir deine Entscheidung etwas leichter fällt.

Ich#liebdrueck dich erstmal ganz #herzlich und wünsch dir viel Kraft

LG Iris

Beitrag von betty22 20.09.06 - 20:20 Uhr

Meinst Du, nur weil es Dir gerade nicht paßt, soll Dein unschuldiges Kind sterben? Hat es denn kein Recht zu Leben? Es ist doch Dein eigenes Fleisch und Blut!#heul
Überleg es Dir gut, ich wünsche Dir das Beste! Betty

Beitrag von lottelie 20.09.06 - 20:32 Uhr

Sterben ?! Leben?! Das ist sehr leicht gesagt. Wie soll das finanziell geschehen? Wir haben keine finanziellen Mittel für eine gesicherte Zukunft dieses Kindes. Bei der Kleinen war ich 32 und musste ab 4. Monat aussetzen mit der Arbeit - Risiko wegen vorzeitiger Kontraktionen. WEr zahlt die Pacht, wer zahlt meine Krankenversicherung ? Diese Fragen und Probleme interessieren keinen. Am Ende soll man an das Leben denken und dieses verläuft dann automatisch als Sozialhilfefall. Meine Kinder sind sehr genügsam und stecken viele unerfüllte Wünsche zurück. Darüber meckert keiner und beschwert sich auch keiner (das hier auch nur nebenbei).

Beitrag von lottelie 20.09.06 - 20:39 Uhr

Das schlimme an der ganzen Sache ist das ich das ganze Jahr über arbeite. Mo / Fr. halbe Tage (6.00 Uhr - 14.30 Uhr) Die/Mi/Do (6.00 Uhr - 18.00 Uhr) und Samstag/Sonntag (14.30 Uhr - 17.30 Uhr). Mein Partner versorgt die Kleine, bringt sie in den Kiga - kommt dann zu mir und hilft, holt die Kleine beschäftigt sich mit ihr und beide sind dann die letzen 1 1/2 Stunden im Cafe und er hilft weiter. Wir machen 1 Woche im Jahr in einem Kinderhotel Urlaub und darauf freut sich die Kleine unwahrscheinlich - mehr geht nicht - man muß die Existenz aufbauen. Ausgerechnet da, wo wir 7 Tage Jahresurlaub machten - ist es auch passiert.

Beitrag von betty22 20.09.06 - 21:02 Uhr


Ich habe es auf keinen Fall böse gemeint. Gibt es vielleicht einen Kinderhort, wo Du das Baby während der Arbeit lassen könntest?!
Natürlich ist es alles Eure Entscheidung!

Beitrag von lottelie 20.09.06 - 21:17 Uhr

Nehm ich nicht übel - ist schon klar. Aber bei dem Vorschlag mit dem Kinderhort geht es doch schon los. Ich habe die Cafeteria in einem Altenheim und versorge die Leute nebenbei z.B. Wasserkästen, Lebensmittel und so weiter. Die Vorarbeit und die Nacharbeit nach den Öffnungszeiten habe ich ja garnicht genannt - aber diese muß man auch beachten. Das Kind täglich abschieben in einen Hort - Gute Nacht Kuß /manchmal nicht mal das (zu spät) und von Montag bis Sonntag Lösungen finden um es unterzubringen - ist es das was man einem Kind zumuten sollte. In dieser tollen sozialen Zeit in der wir Leben - wo die Menschen - die täglich rackern und Familien gründen / Abstriche machen wo es nur geht. Da wo 3/4 der Kinder in die Armut rutschen, weil man nicht für Arbeit sorgt - sondern für noch mehr Einschränkungen im täglichen Leben. Wir haben einen Fehler gemacht und wir bereuhen diesen ohne Abstriche aber wir kämpfen tägliche ums überleben mit der Cafeteria und haben es nicht leicht.

Beitrag von luna1976 20.09.06 - 21:26 Uhr

Hallo,

leider kann ich Dir keine genauen Angaben zu einem Abbruch geben.

Ich wollte Dir nur mal sagen, daß ich Dich sehr gut verstehen kann. In der heutigen Zeit ist es nicht einfach und Du hast schon viel Lebenserfahrung und so wie es sich anhört, machst du Dir die Entscheidung nicht leicht.

Ich drücke Dir die Daumen, daß Du alles gut überstehst, egal wie Du Dich entscheidest.

Spreche doch einfach mal mit Deinem FA darüber, er kann Dir bestimmt helfen.

Gruß Luna

Beitrag von lottelie 20.09.06 - 21:51 Uhr

Hallo Luna,

danke für deine sachliche Antwort. Es tut gut wenn man nicht ständig einseitig und total falsch verstanden wird. Uns allen fällt diese Entscheidung nicht leicht. Danke #blume

Beitrag von birkae 20.09.06 - 22:15 Uhr

Hallo,

Ehrlich(?), ich würde in deiner Situation den Abbruch auch ernsthaft ins Auge fassen.
Auch wenn ich gerade vor 4 monaten meine zweiten Sohn bekommen habe, kann ich trotzdem jeden verstehen, der sein Kind nicht austragen kann.

Ich wünsche dir viel Kraft für deine/eure Entscheidung.
LG
Birgit

Beitrag von mir 20.09.06 - 22:38 Uhr

Hallo

Der Abbruch ist kein Problem.
Oft so, Narkose Ausschabung fertig.
Ein paar Stunden in der Praxis ruhen dann kannst du nach Hause.

Ich habe in deiner VK geschaut und dein Mann ist schon 62 Jahre.
Das wäre für mich auch ein Grund zum Abbruch denn man kann doch schon bald davon ausgehen das ihr das Kind nicht zusammen Groß bekommt.
Ich bin der Meinung Kinder sollte man nur bekommen wenn man sie unter normalen Umständen auch groß bekommt.
Alles gute

Beitrag von mm1902 21.09.06 - 01:52 Uhr

Hallo!

``Der Abbruch ist kein Problem.``

Körperlich vielleicht nicht, aber ob man es psychisch so einfach verkraftet...???

#kratz

Beitrag von snow_white 22.09.06 - 17:27 Uhr

Du würdest das Kind abtreiben, weil der Partner 62 ist und sie das Kind voraussichtlich nicht gemeinsam großziehen werden?
Also ehrlich, aber bei Dir piepst doch.

Ich habe btw. einen "alten" Vater, und weißt Du was.... er ist am Babystreß nicht vorzeitig gestorben.

Was glaubst Du... daß jemand mit 70 automatisch ins Gras beißt? Das war zu Neandertalerzeiten vielleicht so.

Deine Meinung ist unter aller Sau, "Abbruch kein Problem", etc.
Das ist Verherrlichung der Umstände.

Und was heißt schon "normale Umstände"? Sind es keine mehr, wenn man eben unvorhergesehen mehr Streß hat und sich umorganisieren muß? Wenn man drei Kinder anständig versorgen kann und das finaziell hinkriegt, dann klappt das mit nem 4. auch.
Muß man halt zurückstecken, so ist das Leben.

Anders sieht es aus, wenn man darauf halt einfach keinen Bock hat... wobei wir beim Thema wären.


Gruß

sw

Beitrag von lottelie 23.09.06 - 11:53 Uhr

1. Piept es bei mir nicht.
2. Kann ich mich nicht entsinnen diese Begründung mit meinem Mann abgegeben zu haben.
3. Hier geht es um ganz andere Probleme

Du solltest dich nicht mit den Antworten der netten Leute hier beschäftigen sondern mit meinen Kommentaren dazu.

Ich glaube mal Du reagierst hier auf eine Antwort Nr. 5. Das hat man mir geantwortet.

Bevor Du hier anfängst unsachlich zu werden, schlaf mal drüber.

Übrigens denke ich mit deiner unqualifizierten Art und Weise bist Du es einfach nicht Wert - nochmals gelesen zu werden.

Beitrag von lottelie 26.09.06 - 22:46 Uhr

Deine "erwachsenen Sprüche" beschäftigen mich ganz schön obwohl ich darüber nicht nachdenken wollte.

Das mit dem Alter sollte doch dahingestellt werden. Dein Vater kann morgen schon nicht mehr am Leben sein und vorher hast Du es auch nicht gesehen, geahnt - oder ... ??? Ich wurde mit 28 Witwe und daher meine schon großen Töchter ( 21 und 17).

Mein Mann war gerade mal 32 Jahre alt und vorher nicht bedrohlich krank.

Also halt dich mit Vorurteilen zurück, denn du wurdest ja offensichtlich mit so einem Schicksalsschlag verschont. Es ist nicht leicht plötzlich ganz alleine in der Welt zu stehen ohne ach und hach, 2 Kinder zu haben die es verstehen müssen. DAs ist knallhart und gute RAtschläge gibt dir jeder GRATIS - nur hilfreiche Taten folgen nicht. Ich habe es erlebt und durchgezogen ohne großspurigen Schwachsinn !!!

Beitrag von antonia64 26.09.06 - 23:02 Uhr

Hallo Lottelie,

lass sie doch, es bringt doch nichts sich damit zu beschäftigen!
Wie weit bist du mit deiner Entscheidungsfindung wenn du dich traust diese hier im Forum preiszugeben?
Manche scheinen ja so eine Langeweile zu haben das sie die Frauen die vor einer so wichtigen Entscheidung stehen mit ihren"guten Ratschlägen" fast ersticken bzw. alles mit einer Mischung aus Naivität, Idealismus und Romantik durchsetzen. Letzlich stehst du da aber das muss ich dir nicht sagen, das weisst du selbst. Es ist genauso wie bei einem Unternehmensberater der einem so tolle Sachen in den Kopf setzt, innovativ und was weiss ich noch,doch wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist hat der schon sein Honorar eingestrichen und das es nicht geklappt hat liegt natürlich nicht an ihm-nach mir die Sintflut!
Alles ist übertragbar und das Fazit ist-verlass dich nicht auf andere sonst bist du verlassen.

Wünsch dir Kraft!

#herzlich Antonia

Beitrag von mm1902 21.09.06 - 02:13 Uhr

Hallo!

Diese Entscheidung kann dir niemand auf der Welt abnehmen...!

Ich kann mir vorstellen, wie schwer es für dich sein muss!

Was sagt denn dein Mann dazu?
Könnten er und deine großen Kinder dich nicht (noch mehr) unterstützen?
Besteht die Möglichkeit, dass er das Geschäft alleine führt, falls du gesundheitliche Probleme in der SS bekämst?

Erwäge eine Abtreibung nur, wenn du dir 100% sicher bist...
Du kannst es nie mehr rückgängig machen und bereust es evtl. dein Leben lang...

Nur wenn du absolut zu deiner Entscheidung stehen kannst, würde ich den Schritt gehen...!

Ich hatte nach meinen 3 Jungs auch mit dem Thema 'Kinder' abgeschlossen, bis ich ungeplant schwanger wurde...!
Das war ein Riesenschock für mich und ich habe sehr lange mit mir 'gehadert'...!
Die gesamte SS über ging es mir psychisch gar nicht gut, aber einen Abbruch hätte ich nicht über's Herz gebracht.
Heute bin ich überglücklich, dass ich meine Tochter habe!!!!!!

Wende dich doch an deinen Frauenarzt bzw. eine Beratungsstelle, um dir über deine Entscheidung klar zu werden.

Ich wünsche dir, egal wie du dich entscheidest, alles Gute!!!

LG
M.

Beitrag von lottelie 21.09.06 - 20:40 Uhr

Hallo,

danke für die Zeilen. Mein Mann ist helfendes Familienmitglied in der Cafeteria. Er sorgt für Getränke, erledigt größere Einkäufe und hilft beim Geschirr.

Er kann mich nicht vertreten.Frühstücksangebot (Salate, belegte Brötchen ...) Mittagsangebot (kochen für Handwerker und einige Servicebewohner) Nachmittagsangebot (Kaffee, Kuchen,Eisbecher, Ausschank ...)
Familienfeiern, Geburtstage, kalte Platten und was sonst noch anfällt. Es reicht aber gerade so um alle Nebenkosten zu decken und ein bissl übrig zu behalten. Die Menschen halten ihr Geld viel mehr zusammen. Nachmittags hat man manchmal das Cafe voll, dann mal wieder 2-3 Tage 3 - 4 Kunden. Da muß man ganz schön jonglieren.

Trotzdem danke für die Hinweise

Beitrag von nachdenk 21.09.06 - 09:54 Uhr

Hallo,

in deiner Situation würde ich auch über einen Abbruch nachdenken. Immerhin hast du schon eine erwachsene Tochter, deine Kleine ist aus dem gröbsten raus.

Ihr seid ja auch nicht mehr die Jüngsten! Da kann noch viel mehr auf euch zu kommen. Ihr solltet euch wirklich in alle Richtungen sachlich beraten lassen. Ist ja doch ne enorme Verantwortung die du trägst.

Ich wünsche dir auf jeden Fall, dass du die richtige Entscheidung triffst.

Lieben Gruß

Beitrag von luise.kenning 21.09.06 - 15:24 Uhr

hallo,

ach so, wenn man schon ein großes kind hat, dann kann man ruhig abtreiben????

Wie bist Du denn drauf?

Luise

Beitrag von lottelie 21.09.06 - 20:30 Uhr

Hast Du dich verirrt ???

Wer hat gesagt wegen einem großen Kind kann man abtreiben.

Beitrag von luise.kenning 21.09.06 - 21:08 Uhr

Hallo,

ich schrieb auf den Beitrag von "nachdenk" (anonym), die geschrieben hat:

"in deiner Situation würde ich auch über einen Abbruch nachdenken. Immerhin hast du schon eine erwachsene Tochter"


das klingt so, als ob sie tatsächlich meint, wenn man ein erwachsenes kind hat, man ruhig abtreiben kann...

der meinung bin ich nicht. für mich ist eine abtreibung eben kein normales verhütungsmittel


Luise

Beitrag von nachdenk 23.09.06 - 16:02 Uhr

Da steht lediglich, dass ich mir in ihrer Situation genau überlegen würde, ob ich noch ein Kind bekomme. Wenn meine Kinder erwachsen sind, werde ich hoffentlich Oma - dann möchte ich kein eigenes Kind mehr.

Aber da du ja ein Abtreibungsgegner zu sein scheinst, ist das sowieso egal.

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