hilfe-sohn hat keinen bock auf soziale kontakte

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von chrissi76 20.09.06 - 20:44 Uhr

huhu , vielleicht kann mir jemand sagen was ich davon zu halten habe....mein 3 1/2 jähriger sohn geht schon seit 6 monaten in den kindi, er geht nicht so gerne , aber ich schaffs immer wieder ihn morgens 3 stunden hinzubringen. ist ja nicht so lange, aber er ist damit immer noch dermassen überfordert , dass er dort anfängt zu schreien-täglich. ausserdem will er nicht mit anderen kindern spielen und sucht sich immer ne ecke für sich. die erzieherin macht mich noch ganz verrückt , dauernd wieder nur negatives über meinen spatz, der zuhause richtig lieb ist. er hat auch sonst kein bedürfnis auf soziale kontakte, ist halt am liebsten daheim. dauernd müssen wir aufpassen dass es ihm nicht zu viel action ist - sonst schreit er auch mal daheim. er ist aber überhaupt nicht aggressiv anderen kindern gegenüber. nun meint die kiga tante ich soll mit ihm eine spieltherapie machen, das sei nicht normal.....etc.... reg mich nun so auf, dachte bislang das ist schon ok, er ist ja erst 3.....was meint ihr dazu????

Beitrag von ximaer 20.09.06 - 20:55 Uhr

Hallo,
muß Dein Sohn denn in den Kindergarten gehen, weil Du arbeitest oder studierst?
Wenn nicht, würde ich ihn erstmal ein halbes Jahr aus dem Kiga raus nehmen.

Grüße
Suse

Beitrag von prinzessin1976 20.09.06 - 21:22 Uhr

Nein, das würde ich als Erzieherin allerdings NICHT machen!!!Denn Kinder sollten so früh wie möglich Kontakte zu anderen Kidnern haben um später in der Schule die sozialen Kompetenzen erreicht zu haben die es für die Schulreife braucht!!!!
Wie soll das Kind denn lernen mit anderen Kindern zu kommunizieren und sich mit ihnen auseinanderzusetzen wenn es noch länger vor den anderen Kindern "beschützt"wird!???????

Beitrag von ximaer 21.09.06 - 00:20 Uhr

Hallo,
dann bist Du genau so eine Erzieherin, der ich mein Kind nicht anvertrauen würde.
Soziale Kontakte zu anderen Kindern: Ja, aber die müssen nicht notgedrungen in der Fremdbetreuung stattfinden.
Jedes Kind ist anders und so ist auch nicht jedes Kind in einem Kindergarten, einer Kita usw. gut aufgehoben.
Und für gar nicht wenige Kinder sind Kindergärten, Kitas eben auch eine zu große Überforderung, Reizüberflutung usw.

Es gibt eben auch Kinder, die erst mit 4 oder 5 Jahren Kindergarten-reif sind - oder auch Kinder, die ganz ohne Kindergarten eingeschult werden und trotzdem wunderbare sozial kompetente Kinder sind.

Suse

Beitrag von prinzessin1976 21.09.06 - 13:37 Uhr

Du hast Recht mit der Aussage dass Kinder voller Fähigkeiten und Kompetenzen stecken!!!!
Allerdings müssen diese Kompetenzen und Fähigkeiten erst entwickelt werden!
Soziale Komeptenzen kann ein Mensch nur erlangen wenn es mit anderen Menschen regelmässigen Kontakt führt!
Das heisst z.B ein Kind kann nicht plötzlich mit 3 jahren in der Lage sein mit anderen Kidnern Konflikte auszutragen wenn es davor kaum mit Kidnern gespielt hat!

Ich stimme Dir auch voll zu dass man mit den sozialen Kontakten nicht erst im Kindergarten beginnen sollte! damit meine ich bereits Babytreffs,Krabelgruppen usw im Säuglingsalter! Vor allem dienen diese Treffs nicht nur den sozialen Kontakten der Babys sodnern auch den Eltern! Frisch gebackene Eltern stoßen auf Gleichgesinnte und können sich austauschen, gegenseitige Hilfestellungen geben und auch dicke lebenslange Fraundschaften schließen!

Auch hast du recht wenn Du meinst jedes Kind ist anders entwickelt! Allerdings denke ich dass ein gesund entwickeltes Kind auf jeden Fall durch einen Kindergartenplatz profitieren wird! Manche Kinder haben starke Abnabelungsprobleme aber die hätte es auch wenn es 1 Jahr älter wäre! Vor allem dann wenn das Kind es nicht gewohnt ist mit anderen Kindern in Kontakt zu sein ist das ja eine ganz neue Situation!

Ich bin dagegen zu warten bis ein Kind 5 jahre alt ist um es in den KIGA gehen zu lassen denn das heisst nur soviel wie es hat nur ein Jahr Zeit um die erwartete Schulreife zu erlangen! bei einem Kidn dass 5 jahre lang gar nicht oder nur selten mit anderen Kindern gespielt hat ist dass so gut wie unmöglich!!!!!
Wenn ein Kind im Sommer erst 3 geworden ist und es die Möglichkeit hat bis Winter zu warten bis es einen Platz bekommt ist es super! Aber viel länger zu warten kann "Entwicklungstechnisch" nach hinten losgehen denn nicht alle Eltern fördern ihre Kinder und versuchen ihnen das zu geben was sie brauchen! Sitzen stattdessen bis zu ihrem 3. LJ die Hälfte ihrer Wachzeiten vor der Glotze!!!!

Sehr traurig aber leider die Wahrheit!

Was die Reizüberflutung angeht stimme ich auch zu! Deshalb brauchen die Kinder Zeit! Diese Zeit versuchen wir in "meinem" Kindergarten zu geben! Die meisten Kleinen brauchen etwa 1/2 bis zu 1 Jahr bis sie sich tatsächlich an ALLES gewöhnt haben und sie (so wie Du es wohl nennen würdest ;-)) "Kindergartenreif" sind. Bis dahin brauchen sie sehr viel Geduld und "Begleitung"
Dazu muss ich aber sagen dass ein Kind dass mit 4 jahren in den Kindergarten kommt in etwa gleichlang braucht wenn es nicht bereits vorher schon soziale Kontakte knüpfen konnte!!!!!!!!!

Aber wann die Eltern ihre Kinder ermöglcihen soziale Kontakte zu knüpfen ist ihnen im Endeffekt selbst überlassen!

Mein Sohn und ich sind zur Babymassage gewesen (da war er erst etwa 3 Monate alt). Dort habe ich 2 super liebe Frauen mit Söhnen kennengelernt und wir sind noch Heute sehr eng befreundet und auch unsere Kinder spielen sehr oft und gerne miteinander! Wir haben auch nebenher später dann einige Krabbelgruppen und Spielgruppen besucht in denen mein Schatzi kleine Spielfreunde gefunden hat! Dann war er in der Krippe und jetzt Im Kindergarten!!!! Zur Zeit gehen wir neben dem Kindergarten auch noch Turnen!

Ich würde meinem Kind NIE etwas zumuten woraus er Schaden ziehen könnte oder er zu stark überfordert werden würde! Dass er Halbtags in einer krippe war hat ihn zu einem sehr sozialen, mitfühlenden jedoch auch aufgeweckten Jungen gemacht! Dass macht mich sehr glücklich und stolz!

Bei der Eingewöhnung im Kidnergarten hat er bisher nicht eine Träne vergossen weil er ein gesundes Urvertrauen hat und es liebt mit Kidnern zusammenzusein!

Wenn ein Kind trotz häufiger Kontakte mit anderen Kidnern Probleme hat sich mit anderen Kindern einzulassen so sollte es intensiv beobachtet werden aus diesen Beobachtungen weitere Schritte planen!!!!


Aber im Grunde, wie gesagt, Stimme ich Dir zu!!!!!!;-)#freu




Beitrag von prinzessin1976 20.09.06 - 21:30 Uhr

Also ich würde mal um ein Elterngespräch bitten und evtl. mit den Erzieherinnen gemeinsam an einem Strang ziehen!

Ich frage mich die ganze Zeit ob Dein Sohn überhaupt Kontakt zu anderen Kidnern hatte und wenn ja wie häufig!???????

Also eigentlich ist es sinnvoll von Anfang an in Krabbeltreffs oder Miniclubs zu gehen um dem Kind Möglichkeiten zu geben soziale Bindungen und Entwicklungen zu machen!
Wenn dies geschehen ist und das Kind tatsächlich keinerlei Anstalten macht sich mit Gleichaltrigen auseinanderzusetzen so wäre es viell. sinnvoll ihn mal im Kindergraten von einer Psychologin beobachten zu lassen!? Frag doch einfahc im Kindergarten mal nach welche Möglcihkeiten ihr habt?!
Evtl. kann auch eine Ergotherapie sinnvoll sein ?
Ich würde ganz klar nochmla mit dem Personla vom Kiga sprechen!
Wenn Du Dich nicht ernst genommen fühlst spreche die Leitung an und frage um Rat!!!!!! Ist es ein guter Kindergarten so werden sie auf Deine Ängste und sorgen eingehen!!!!

Beitrag von .claudi. 20.09.06 - 22:16 Uhr

Hallo!

Ich glaub, die "Kiga-Tante" :-) hat es nur nett und lieb gemeint. Eine Spieltherapie ist ja nichts negatives, sondern im Gegenteil! Sie verhilft deinem Sohn Spaß beim Umgang mit anderen Kindern zu bekommen.

Ich finde es sehr traurig, wenn dein Sohn allein im Kiga in der Ecke sitzt oder lieber allein daheim spielt, als mit anderen Kindern rumzutoben und Freude daran zu haben. Ich glaube nicht, daß es besser wird, wenn du ihn aus dem Kiga rausnimmst und er dann daheim (allein) ist und sich immer mehr vom Umfeld zurückzieht.

Dein Sohn würde wahrscheinlich auch viel Spaß an einer Spieltherapie haben, da sich ja dort intensiv mit ihm beschäftigt wird und er im Mittelpunkt steht. Sowas liebt doch jedes Kind und wenn es ihm dann noch hilft, Freude am Kiga und gemeinsamen spielen mit Freunden zu haben, um so besser! #freu

LG Claudia

Beitrag von bambolina 20.09.06 - 23:24 Uhr

Meine Tochter ist erst zwei und kann gar nicht ohne andere Kinder :-) in deren Gegenwart kann sie sogar stundenlang ihre Mama vergessen, es sei denn sie kriegt Hunger oder Durst #hicks

Was mich oft wundert, sobald manche Eltern "Therapie" hören heißt es oft mein Kind ist doch nicht blöd, hat es doch nicht nötig, ect.
Als ich für meinen Sohn Ergotherapie durchsetzte ist mein Mann Kopf gestanden :-) inzwischen ist der sich dem Sinn der Sache bewußt geworden

Soziale Kontakte sind wichtig, auch wenn dein Sohn "erst" 3,5 Jahre alt ist. Schnell kannst du dir einen Einzelänger groß ziehen (ich weiß wovon ich rede :-(), ausserdem lernen Kinder von anderen am meisten.
Ich finde es toll von der "KiGa-Tante", dass sie sich Sorgen macht und sich bemüht eurem Sohn zu helfen - was ist daran schlecht? Verstehe dich nicht ganz, dass du dich darüber ärgerst. Versuch es doch mal mit solch einer Therapie, schaden tuts auf keinen Fall, nur helfen.

lg bambolina

Beitrag von anja1968bonn 21.09.06 - 08:10 Uhr

Ich denke auch, die Erzieherin hat es ja nur nett gemeint. So problematisch finde ich es nicht, wenn ein Kind gern zu Hause ist und vielleicht auch gern für sich spielt, aber offensichtlich ist Dein Sohn ja unglücklich im Kindergarten. Vielleicht kannst Du ihn in einem ruhigen Moment ja auch fragen, was er da nicht mag - bei meinem kommen da manchmal ganz erstaunlich klare Antworten raus ...

Vielleicht kannst Du ja auch mal ein KiGa-Kind nachmittags einladen, und die zwei lernen sich in für Dein Kind vertrauter Umgebung finden

Mein Sohn ist auch nicht der, der viel Action mag, und ist eher schüchtern, aber er geht gern in den Kindergarten und hat mit der Zeit in eine Gruppe von Jungs gefunden, in der er gern und regelmäßig spielt, er liebt seine Erzieherin und fühlt sich in seiner "Bärengruppe" einfach wohl

Wenn Du ihn rausnimmst, müsstest Du selbst dafür sorgen, dass er unter Kinder kommt, und das finde ich bei einem Kind, dass von sich aus da zurückhaltend ist, nicht leicht.

LG

Anja

Beitrag von jonagabi 21.09.06 - 09:44 Uhr

ähnliche probleme hatte mein sohn auch im kindergarten. er geht zwar gerne hin, aber er darf im moment nur zwei stunden, da er danach immer ein wenig ausgeflippt ist. die kondergärtnerinnen haben mir dann auch einen von außenseiter und entwicklungsverzögert erzählt. ich habe mir daraufhin einen integrativen kindergarten angesehen und denke, dass dieser viel geeigneter ist für meinen sohn. ich melde ihn jetzt dort an.
außerdem stehe ich auf der wartelist vom spz(sozialpädagogisches zentrum). dort wird ein kind komplett durchgecheckt und wenn irgendwas nicht stimmt, kann man die nötigen maßnahmen ergreifen. ich sehe das so: entweder ist alles in ordnung und ich habe es dann schwarz auf weiß und kann es notfalls jedem um die ohren hauen oder es stimmt wirklich was nicht und dann muss was getan werden.

vielleicht passt der kindergarten auch nicht zu ihm. Im integrativen haben sie viel mehr rückzugsmöglichkeiten für die kinder und sie auch nicht so stur, jedes kind in ein schema pressen zu wollen.
schau dich doch noch mal um. vielleicht gibt es bei euch ja auch noch alternativen.

gabi