So schnell wie möglich Beikost?

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von pauli72 20.09.06 - 22:09 Uhr

N'Abend,

ich hoffe, ich zettel jetzt keine böse Diskussion an, aber ich habe eine Frage.

Ich lese hier immer wieder von Fragen zum Beginn der Beikost, z.B. 'möchte mit Beikost beginnen' etc.

Warum möchten so viele so früh mit Beikost beginnen? Ich meine, unabhängig, ob es gesund sein soll oder nicht (ich denke, da scheiden sich die Geister).
Meine Tochter ist nun ver Monate und ich stille voll, sie hat noch nie was andere als Milch aus der Brust bekommen und ich habe schon richtig ein wenig Angst davor, dass ich mal bemerken werde, dass sie nicht mehr richtig satt wird und/oder etwas anderes als MuMi haben möchte.

Das ist nun wirklich nicht als Angriff zu verstehen, aber warum möchten so viele schon so früh wie möglich mit Beikost beginnen, auch wenn womöglich das Kind noch gar nicht daran verlangt?

LG und danke für Eure Antworten
Pauli

Beitrag von lonedies 20.09.06 - 22:18 Uhr

Oh ja, das frage ich mich auch oft! #kratz

Wahrscheinlich, weil sie von ihrer Umwelt (vor allem den älteren Generationen mit ihren abgestaubten Ansichten und der völlig unbegründeten Angst, das Kind könne verhungern und müsse doch - am besten schon mit 8 Wochen - endlich "was richtiges" zu essen bekommen #augen ) ziemlich verunsichert werden.

Liebe Grüße
Claudi + Kilian, dem ich Ende des Monats mal die ersten Löffelchen Beikost anbieten werde.

Beitrag von lilli24670 20.09.06 - 22:57 Uhr

Hallo,

die Frage stelle ich mir auch immer wieder.

Ich wollte eigentlich warten bis Lukas 6 Monate alt ist. Aber da machte mir der junge Mann einen Strich durch die Rechnung.

Er ist jetzt 5 1/2 Monate alt und bekommt seit 3 Wochen Beikost. Und zwar weil er danach verlangte!

Immer, wenn mein Mann und ich beim Essen sitzen macht Lukas einen Riesenaufstand. Spaßhalber hielt ich ihm die Gabel mit meinem Essen hin und er machte den Mund weit auf. Also probierte ich es mit ein paar Löffelchen Brei und er aß es gierig.

Mittlerweile bekommt er mittags und abends Gemüsebrei. Aber die Flasche ist auch nach wie vor sehr wichtig für ihn.

LG Petra mit #baby Lukas

Beitrag von sparrow1967 20.09.06 - 23:01 Uhr

Ich denke, der Weg von der Flasche zur Beikost ist schneller, als der Weg von der Brust zur Beikost.
Viele Flaschenmamis fangen früher an. Die Stillmamas genießen noch die "Bequeme "Art der Fütterung ;-) : Pulli hoch, Brust raus- fertig.

Bei den Flaschenmamas macht es wenig Unterschied, ob sie nun ne Pulle shaken oder n Brei anrühren... das soll kein Angriff sein, sondern ne Feststellung. Vor 15 Jahren war ich auch mal ne Flaschenmama- von daher kenn ich also auch diese Situation.
Heute als Stillmama bin ich fast traurig um jede Mahlzeit, die ersetzt wird- weil Stillen nämlich so schön einfach und bequem, kuschelig und voller Zweisamkeit war....

Auch wenn die Flaschenmamas sagen,dass man beim Pulle geben genauso kuscheln kann..... das gefühl für den Moment, unersetzbar zu sein, das wichtigste fürs Baby - das Gfühl haben Flaschenmamas leider nicht. Von daher oistz der Weg zum Brei auch einfacher.

Meine Meinung.

sparrow

Beitrag von babauzz 20.09.06 - 23:12 Uhr

Oh ja, da magst du recht haben. Ist eine interessante Überlegung.

Ich sehe der ersten Beikost auch mit einem lachenden und einem tränenden Auge entgegen, weil ich es sehr genieße, meinen Kleinen zu stillen...

#hicks

Beitrag von sparrow1967 20.09.06 - 23:30 Uhr

Die erste Beikost war für mich...ehrlich gesagt...deprimierend ;-). Schön zu sehen, wie Moritz neugierig das Essen genoß..und gleichzeitig: ich bin ab jetzt ersetzbar. Mag vielleicht ein wenig...hm...Egoismus oder Besitzanspruch zu lesen sein... aber es ist für mich ein erstes Abnabeln gewesen. Bei den beiden Großen habe ich es nicht so empfunden ( beides Flaschenkinder).

Andererseits konnte ich mit der Einführung endlich mal ohne Druck ausgiebig zum Frisör gehen ;-).

Aber wir stillen auch noch heute, wenn Moritz mag- und es ist einfach zu schön zu sehen, wie schnell er laut lachend angekrabbelt kommt, wenn ich sage: Moritz? Mamaham?

sparrow

Beitrag von ramona2405 21.09.06 - 06:54 Uhr

HI,

ich denke schon dass es einen Unterschied macht ob man ne Flasche anrührt oder ob man nen Brei macht. Ich sehe da einen großen zeitlichen Unterschied geschweige denn von der Zeit wo man füttern würde. Da ist eine Flasche um einiges leichter.

Und ich denke man sollte hier nicht alle Flaschenmamas über einen Kamm scheren.....

Achso und es gibt Babys die brauchen auch schon nach dem 4. Monat was. Meine Tochter z.B. benötigt einfach noch das extra auf Grund ihres Gewichtes. Und ich bin froh dass sie endlich wieder über der leichten Linie weg kommt und in die mittlere Linie sich schiebt (ich meine das U-Heft). Sie hat halt nicht mehr Milch getrunken aber wenn sie doch zusätzlich ihren Mittagsbrei ist finde ich das i.O.

LG Ramona

Beitrag von ximaer 21.09.06 - 09:11 Uhr

>>> Und ich bin froh dass sie endlich wieder über der leichten Linie weg kommt und in die mittlere Linie sich schiebt (ich meine das U-Heft). <<<
Warum? War Dein Kind antriebsschwach, matt und teilnahmslos?

Grüße
Suse

Beitrag von ankaija 21.09.06 - 09:36 Uhr

Hi Suse

Manche verstehen eben nicht, das es eigentlich garnicht nur immer nach dem Gewicht geht, sondern eben nach dem Wohlbefinden des Kindes.

Später wird dann gesagt: WIESO IST MEIN KIND JETZT ZU DICK ! #schock

LG von Annett

Beitrag von ramona2405 21.09.06 - 09:48 Uhr

Hi,

Aylin war sehr schlapp was aber auf das gewicht zurück zu führen war. Sie hat Dinge nicht mehr gemacht die sie vorher gerne machte. Sie hatte irgenwie keine Kraft mehr, frag mich nicht warum. Sie hat wie immer ihre Milch bekommen hat diese aber manches Mal verweigert so dass ich dann vor kurzem zum KiA bin und er meinte man sollte LANGSAM mit Beikost mittags beginnen. Seitdem geht es ihr wesentlich besser

Beitrag von odin1981 20.09.06 - 23:10 Uhr

Hallo!

Wahrscheinlich ist es auch oft der Druck von außen.
Außerdem steht ja auf den Gläschen "ab 4. Monat", wobei ich 2 Kinder kenne, die sowas schon mit 3 Monaten bekommen haben #kratz Viele denken sich wohl, daß, wenn das Kind interessiert schaut, das dann auch haben möchte. Ich habe 6 Monate voll gestillt (zur Empörung meiner Mitmenschen #schock), und dann erst langsam angefangen Gemüse zu geben. 2 Monate später Abendbrei. Ich stille immer noch, und und es gibt Tage wo Fiona nur Mumi möchte. Warum sollte ich sie dann zu etwas anderen zwingen? Außerdem ist Mumi in dem ersten 1/2 Jahr das Beste für das Kind.

Gruß Bianca + Fiona, die friedlich schläft

Beitrag von sparrow1967 20.09.06 - 23:12 Uhr

boahhh...hat deine Fiona Haare !!! Wahnsinn...kann sie Moritz mal n paar abgeben ? ;-) #freu


sparrow

Beitrag von odin1981 21.09.06 - 00:44 Uhr

Ok "schnipp schnapp" ;-)
Ne sie sträubt sich. Das Bild war übrigens, als sie 4 Monate alt war. Habe gerade neue Bilder eingestellt.

Beitrag von cldsndr 21.09.06 - 08:40 Uhr

Hallo Pauli,

es mag durchaus ab und zu auch eher die Mutter als das Kind "Beikostreif" sein, aber ich würde das nicht so einfach pauschalisieren. Beikost einführen nur weil es so auf den Gläschen steht finde ich auch nicht so toll.

Bevor Liam zur Welt kam war für mich klar: 6 Monate voll Stillen....nur als der Wurm da war klappte es mit dem Stillen hinten und vorne nicht...--> modifizierte "Klarheit": OK, dann gibt es halt bis 26 Wochen Pre-Milch. Supervorsatz, aber leider nicht mit meinem Kleinen "Kampftrinker" abgesprochen. Jetzt ist der Kleine 25 Wochen und bekommt mittags, sowie abends Brei. Sollte er noch ein Geschwisterchen bekommen wird das natürlich 26 Wochen voll gestillt.....:-p

Ich schätze, daß es bei Flaschenkindern wirklich so ist, daß die Kleinen früher Beikost bekommen. Ich vermute ein Grund ist, daß die Mütter ja sehen wieviel die Kleinen "mampfen" (bei uns bis zu 330 ml Mittags). Wenn das Baby dann eine Stunde später wieder nach Essen verlangt und dabei auch noch wütend schreit wenn Mama ihr Essen nicht teilt, ist die Flaschenmama "natürlich" schneller bereit das Baby beikostreif zu nennen als die Stillmama, die halt "nur" weiß, daß das Baby quengelig ist und alle Stunde kommt.

Naja, am Ende kennt (hoffentlich) jede Mama ihr Kind am Besten und tut das, was für ihr Baby richtig ist.

Gruß
Claudia

Beitrag von kirsten007 21.09.06 - 09:13 Uhr

Hallo,

ich denke, dass viele Mütter sich einfach zu sehr von der Umwelt beeinflussen lassen. Ich habe auch 6,5 Monate voll gestillt und fand es auch immer komisch, wenn ich Mütter mit kleinen Babys gesehen habe, die ihren Kindern Gläschen gegeben haben.

Vielleicht ist es auch Beuqmlichkeit und der Wunsch, dass die Kinder dann besser und länger schlafen, weil sie ja erst mal "richtig" satt sind?! Keine Ahnung.

Ich erinnere mich jedenfalls noch sehr gut daran, dass ich total stolz war, dass mein kleines "Specki-Baby" ausschließlich durch MEINE Milch SO geworden ist :-) und ich habe mich trotz blöder Komentare - meistens von anderen Müttern- nicht vom Stillen abbringen lassen.

Lieben Gruß
Kirsten

Beitrag von moonerl 21.09.06 - 10:03 Uhr

Hallo,

ganz einfach:

weil viele beim 1. Kind nichts erwarten könnnen.

Alles soll früh sein: früh essen, früh sitzen, krabbeln, laufen ...

Ist nur leider ein Fehler, die 1. sollte man eigentlich richtig genießen, denn bei jedem weiteren Kind hat man garnicht mehr die Zeit dazu.

Grüßle :-)

Beitrag von susinanne 21.09.06 - 11:01 Uhr

#augen
#gaehn