nackenfaltenmessung - bin mir nicht sicher

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von waggerle 20.09.06 - 22:18 Uhr

Hallo,

ich war gestern bei meiner FÄ und konnte unseren Wurm wieder sehen. Es ist alles so wie es sein soll. Nun habe ich mir einen Termin zur Nackenfaltenmessung in drei Wochen geben lassen; bin ich mir aber nicht sicher, ob ich diese Untersuchung machen lassen soll oder nicht... Mach ich mir zuviel Gedanken? #gruebel

Hat jemand diese Untersuchung machen lassen? Würdet ihr sie wieder machen?

#danke für eure Tipps und Meinungen

Waggerle (9+3) #blume

Beitrag von cateline 20.09.06 - 22:25 Uhr

Hallo,
für Dich kommt es darauf an ob Du ; ich weiß klingt blöd, mit einem Kind mit Down - syndrom leben kannst und willst oder nicht. Wenn es Dir egal ist brauchst du die Untersuchung nicht machen lassen.
Ich wollte es abklären lassen, da ich lang mit behinderten Kindern gearbeitet habe und weiß was es bedeutet. Ich hätte kein Kind mit Down - syndrom geboren. Nackenfaltentest ist aber auch nicht 100% sicher um ganz sicher zu gehen mußt du eine Fruchtwasserpunktion machen lassen. Ich hoffe ich konnte etwas helfen.

Cateline +#baby 26SSW

Beitrag von charlie76 20.09.06 - 22:27 Uhr

Hallo zu später Stunde,
ich habe die Nackenfaltenmessung vor einem Monat im KH machen lassen. Notwendig ist sie, denke ich zumindest, nicht unbedingt. Ausser, Du hast in Deiner Familie das Risiko auf Trisomie 21. Dann würde ich, um Gewissheit zu haben, diese Messung machen lassen.
Da ich gesetzlich vers. bin, musste ich die Kosten hierfür selber tragen, und habe 172,- Euro gezahlt.
Wäge für Dich einfach ab...das tolle bei der Sache war, das ich den Mini suuuper toll sehen konnte #freu

Dir noch einen schönen abend
Gruß Iris

Beitrag von vicky1233 20.09.06 - 22:27 Uhr

Hallo

Ich habe sie machen lassen, bei mir hat sie nichts gekostet. Aber du solltest auch wissen, das wenn die Nackenfalt in Ordnung ist, das nicht unbedingt heißen muss das alles ok ist, umgekehrt genauso, wenn die Falte dicker ist, kann trotzdem alles ok sein.

Die dicke Nackenfalte könnte nur eventuell ein Zeichen für eine Behinderung etc sein.

Wenn du dir ganz sicher sein willst ist natürlich ne Fruchtwasseruntersuchung genauer, besser usw.

Lg Vicky und Dominik

Beitrag von vtak 20.09.06 - 22:42 Uhr

Hallo,

wir haben es gekoppelt mit der Blutuntersuchung gemacht.

Ich bereue es nicht, ich finde es sogar gut wenn man so einen Test macht.

Ich war danach viel beruhigter, auch wenn das nur eine Wahrscheinlichkeitsrechnung ist.

Gruss

Nicole

Beitrag von sarlessa 20.09.06 - 23:15 Uhr

Hallo Waggerle,

ich bin gerade mit dem dritten Kind schwanger.

Wir haben uns entschieden bei keinem Kind die Nackenfaltenmessung machen zu lassen.
Wir würden auch ein Kind mit Down Syndrom "nehmen". Ist nicht das was wir uns wünschen, aber es hätte ein Recht auf sein Leben.
Und wir hatten bei jedem Kind wieder neu darüber geredet.

mein jetztiger FA sagte: wenn es eh keine Auswirkungen hätte, brauchen wir nicht weiter darüber zu diskutieren.
So gefällt mir das...


LG

Hella

Beitrag von thiui 20.09.06 - 23:54 Uhr

ich habe die nackenfalten messung machen lassen.

sollte es grund geben, zu vermuten, dass mein kind behindert ist, moechte ich das gerne so frueh wie moeglich wissen, damit ich mich vor der geburt schon darauf einstellen kann.

mein mann ist mit 2 behindeten onkels gross geworden und es verlangt wesentlich mehr zeit und ganz andere resourcen das leben eines behinderten menschen sicher und gluecklich zu gestalten, als das eines gesunden menschen.

ich glaube nicht, das es fuer mich in irgendeiner weise hilfreich waere, den zustand meines kindes erst nach der geburt zu erfahren, sondern waere in meinen augen eher hinderlich, da man sich innerlich auf ein leben mit einem gesunden "normalen" kind eingestellt hat und voellig ueberrumpelt und auch ueberwaeltigt ist, wenn das kind dann doch vielleicht behindert ist.


lg, siiri!

Beitrag von litz 21.09.06 - 07:40 Uhr

guten morgen,

also wir haben keine machen lassen, ganz einfach aus dem grund das die messung nicht wirklich was aussagt.

lieben gruß :-)

litz + wurm

Beitrag von s_a_m 21.09.06 - 07:57 Uhr

Ich persönlich habe den Eindruck, es kommt hier sehr darauf an, was sich die einzelne von dieser Untersuchung verspricht. Es ist KEINE diagnostische Untersuchung, sondern nur eine Wahrscheinlichkeitsrechnung. Man muss also mit dem Ergebnis gucken, ob einem das genügt oder ob man größtmögliche Sicherheit will. Dann müsste man weiterführende Untersuchungen (z.B. Amniozentese) in Anspruch nehmen, die teils nicht risikolos sind.

Ich persönlich bin nicht so ein großer Freund der Nackentransparenzmessung bzw. des First-Trimester-Screenings (Combined Test / Bluttest + Nackentransparenzmessung).

Diese Untersuchung(en) werden sehr häufig deshalb gemacht, weil man sich davon eine gewisse Sicherheit verspricht. Im Grund möchte man danach hören: "Alles ok mit Ihrem Kind." Das ist so aber nicht möglich. Man bekommt nur zu hören, mit welcher Wahrscheinlichkeit bestimmte Dinge vermutlich ok sind beim Kind. Keine Diagnose, kein Ausschluss einer Diagnose, keine Garantie für irgendetwas.

Viel zu oft für meinen Geschmack gehen Schwangere die Nackentransparenzmessung bzw. das First-Trimester-Screening mit dem Gedanken an, dass ja "nur mal schnell geguckt wird, dass es dem Baby auch gut geht" und man ja außerdem so schönes Baby-TV geboten bekommt.

Und viele stehen dann plötzlich tief verunsichert da durch vermeintlich schlechte Ergebnisse, lassen nach bangen Tagen oder sogar Wochen des Wartens weitere Untersuchungen machen (auch oft mit viel Angst) und nach weiteren stressreichen Wochen, in denen sich manche werdende Mami die Freude an der Schwangerschaft und die Vorfreude auf das Baby ziemlich verleidet durch die Angst, stellt sich die ganze Aufregung in vielen Fällen als falscher Alarm heraus. Viele schwören sich dann, diese Untersuchung in einer Folgeschwangerschaft nicht nochmal machen zu lassen, denn sie haben letztlich nur viel Geld für Sorge, Verunsicherung und Stress bezahlt ;-)

Es gibt auch die Fälle, in denen die Werte auffällig sind, aus diesem Grund weitere Untersuchungen in Anspruch genommen werden und sich dadurch nach einigen Tagen oder auch erst Wochen herausstellt, dass das Kind eine körperliche Fehlbildung (z.B. einen Herzfehler) oder eine chromosomal bedingte Behinderung hat (z.B. eine Form der Trisomie). Diese Diagnosen sind jedoch erst durch Folgeuntersuchungen und nicht (!) durch die Nackentransparenzmessung bzw. das First-Trimester-Screening möglich. Deren Werte können lediglich Anlass für die Entscheidung der werdenden Mutter zu weiteren Untersuchungen mit hoher diagnostischer Sicherheit sein, diese Verfahren jedoch nicht ersetzen.

Dann gibt es diejenigen werdenden Mütter, die gute, unauffällige Werte bei Nackentransparenzmessung und First-Trimester-Screening bescheinigt bekommen, durch die Ergebnisse beruhigt sind, keine diagnostischen Untersuchungen machen lassen und ein Regelkind bekommen.

Bei anderen kommen ähnlich tolle Ergebnisse dabei heraus, die Beruhigung verschaffen und die Entscheidung gegen diagnostische Untersuchungen bestärken, aber ihr Kind ist kein Regelkind. Zwei Beispiele sind Eric und Louis:

Die Nackentransparenz von Eric, dem Sohn einer Freundin, war vorbildlich im Normbereich, ebenso wie die Blutwerte seiner Mama. Im August 2004 kam der kleine Fratz #liebe mit Freier Trisomie 21, einer der vier Formen von Down-Syndrom, zur Welt ( http://www.ericmagnus.de / bis zum 19.09.06 schon mehr als 14.200 Mal besucht #blume). Ähnlich lief es bei Louis #sonne , der im März 2006 geboren wurde und im First-Trimester-Screening ebenfalls unauffällige Werte hatte (http://www.louisgrossewelt.de). Soviel zur Zuverlässigkeit dieser Untersuchung(en)... Sicherheit und Aussagekraft ist einfach was anderes, denn Eric und Louis sind nicht die großen Ausnahmen.
Wer größtmögliche Sicherheit über bestimmte körperliche Besonderheiten möchte, sollte sich meiner Meinung nach besser für den Feinultraschall entscheiden, wer größtmögliche Sicherheit bezüglich bestimmter Chromosomenbesonderheiten will, muss sich wohl oder übel in den Bauch pieksen lassen und die damit verbundenen Risiken (u.a. eventuell das einer Fehlgeburt) in Kauf nehmen. Auch weil es ohne eine anständige Diagnose, deren individuelle Tragweite es dann abzuwägen gilt, nicht erlaubt ist, eine Schwangerschaft abzubrechen (http://www.regenbogenzeiten.de/abbruch.html). Diese Entscheidung könnte dann auf einen zukommen, wenn man diagnostische Untersuchungen in Anspruch nimmt. Ob man sich zutraut, es psychisch unbeschadet zu überstehen, sich gegebenenfalls für den Tod des eigenen Kindes zu entscheiden, sollte man bei seinen Überlegungen zur Untersuchungswahl nicht außeracht lassen. Wenn ich mal den kleinen Louis (s.o.) zitieren darf ;-) : „Mami meint, dass ich in der Schwangerschaft alles gut versteckt habe, um sicher zu gehen, dass ich ja bleiben darf und zu den beiden gehören wollte (man weiß ja nie, was sonst geschehen wäre). Entscheidungen kann man erst dann aufrichtig treffen, wenn man in der Situation ist. Mami sagt, sie ist unendlich dankbar, dass sie in der Schwangerschaft nicht vor die Entscheidung gestellt wurde, ob sie mich haben will, oder nicht. Die Chancen hätten wohl schlecht gestanden, denn 9 von 10 Kindern werden wohl getötet, wenn das Down-Syndrom in der SS erkannt wird.“

Ein Schwangerschaftsabbruch ist erst nach einer richtigen Diagnose erlaubt und eine solche bekommt man weder bei der Blutuntersuchung noch bei der Nackentransparenzmessung und auch nicht bei der Kombination aus beidem (= First-Trimester-Screening), sondern insbesondere was Chromosomenbesonderheiten angeht eben nur eine statistische Wahrscheinlichkeitsangabe. Sonst nichts, denn Chromosomen sind nunmal schlicht und einfach nicht im Ultraschall zu sehen und im Blut der Mutter sind sie (noch) nicht nachweisbar bzw. untersuchbar.

Alles, was bei der Nackentransparenzmessung bzw. beim First-Trimester-Screening herausgefunden wird, müsste im Grunde durch weitere Untersuchungen auf seine Richtigkeit hin überprüft werden. Und – wie die Beispiele von Eric und Louis zeigen – eben eigentlich auch, wenn die Werte unauffällig sind. Denn es sind halt nur Wahrscheinlichkeiten und keine Diagnosen oder Ausschlüsse von möglichen Diagnosen ;-)

Mehr dazu kann man z.B. hier nachlesen: http://www.regenbogenzeiten.de/nt.html

Meinungen / Erfahrungen von werdenden Müttern:

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=complete&bid=2&tid=538703

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=complete&bid=2&tid=572487

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=complete&bid=2&id=354982

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=complete&bid=2&id=310137

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=complete&bid=2&id=361028

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=complete&bid=2&id=355941

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=complete&bid=2&id=312786

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=complete&bid=2&id=331476

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=complete&bid=2&id=393019


Auf meiner Website (erreichbar über meine Visitenkarte / Klick auf den Nicknamen s_a_m) habe ich u.a. ausführliche Texte zum Thema Pränataldiagnostik zusammengestellt. Eingegangen wird unter anderem auf einige der gängigsten derzeit möglichen Untersuchungen (Was wird gemacht? Was sind die Vorteile, wo liegen Risiken? Welche Konsequenzen könnten sich durch das Ergebnis ergeben?), die Untersuchungszeitpunkte sowie auf die Erkennbarkeit verschiedener Formen von Behinderung und Fehlbildungen. Die Texte sind auch für medizinische Laien gut verständlich; schwierige Begriffe werden z.B. erläutert. Die Texte geben nicht meine persönliche Meinung wieder, sondern es sind Sachinfos, die allgemeine Informationen bieten, nach denen man selbst entscheiden kann, was für einen persönlich sinnvoll und langfristig tragfähig erscheint.

Liebe Grüße
Sabine (Mail- & Homepage-Kontakt über die Visitenkarte)

Beitrag von karta03 21.09.06 - 12:20 Uhr

Hallo,

ich hatte auch am Dienstag einen Termin beim FA. Sie fragte auch ob ich die Messung machen wolle und wenn sollte ich innerhalb einer Woche einen Termin machen. Ich habe mich dagegen entschieden, da es wie hier schon oft gesagt worden ist, keine Garantie gibt. Wohlmöglich wird man nur verunsichert und nimmt dann Folgeuntersuchungen in Kauf, die nicht gerade ungefährlich sind. Ich mach in der 16 SSW den Triple Test, der sagt wenigstens etwas aus. Und dann sollte man noch die Kosten die weit über 100€ betragen bedenken.
Aber letztendlich muss ja jeder selbst entscheiden.
Weiterhin alles Gute und falls du dich für den Test entscheidest, berichte doch mal wieder.

L.G Janine 12+0

Beitrag von s_a_m 21.09.06 - 18:26 Uhr

Hallo Janine!

Also wenn du die Nackentransparenzmessung nicht machen möchtest wegen den unsicheren Ergebnissen und dem möglicherweise auf dich zukommenden Stress, überleg dir das mit dem Triple-test vielleicht besser nochmal. Der ist nicht ein bisschen besser, oft sogar noch schlimmer ;-) http://www.regenbogenzeiten.de/triple.html

Wenn du ein Ergebnis ohne Wahrscheinlichkeit willst, musst du dir bei einer Amniozentese in den Bauch piecken lassen und die Risiken eingehen, die dieser Eingriff beinhaltet. Alles andere ist ein zusammengefasst "Kann-sein-kann-nicht-sein".

Liebe Grüße
Sabine