Ist "Selbstbeschäftigung" bei den Kleinen Charaktersache od. Training?

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von buffy1907 21.09.06 - 07:30 Uhr

Hallo Mamas,

bitte die Frage nicht falschverstehen, keinesfalls will ich meinen Sohn abschieben oder so.

Doch ist es so, dass mein Sohn Niko (16 Monate alt) wenn es hochkommt mal 10 Minuten AM TAG für sich alleine spielt. Ansonsten muss ich aktiv teilnehmen oder zumindest zugucken (irgendwas anderes heimlich nebenher machen klappt auch kaum :-[).

Natürlich versuche ich ihn auch in tägliche Dinge (Spülmaschine ausräumen, staubsaugen etc.) so gut wie möglich miteinzubeziehen und das macht ihm einen Riesenspaß.
Aber wenn ich wirklich mal schnell was machen muss (z.B. wenn Besuch kommt) hängt er mir IMMER heulend am Bein. Z.B auch beim Kochen - ich komme regelmäßig total unter Stress. Alles Erklären "das ist heiß", "Mama hat keine Zeit", Mama ist bald fertig" usw. nützt kaum was.

Bisher dachte ich ,okay, das ist einfach Typsache, denn er ist sehr anhänglich und schmusebedürftig, dazu ein recht ängstlicher Typ.

Doch in den letzten Tagen merke ich, dass er Heulen auch gezielt einsetzt, damit ich beim ihm bleibe. Ganz trotzig macht er es, so dass es mich echt nervt und mir gleich auffiel #schmoll
Nun überlege ich, ob ich vielleicht doch irgendwie mit ihn das selbständige Spielen "trainieren" muss.

Wie ist das bei Euch so? Musstet Ihr Euch erst durchsetzen, bis Eure Kleinen begriffen haben, dass es auch mal alleine gehen muss? Oder meint Ihr auch eher, dass man eine Kind nicht dazu zwingen kann und es Veranlagung ist, ob es alleine spielen will#gruebel#gruebel#gruebel

Sorry, schon wieder so lange geworden.


LG, Sandra

Beitrag von lady_chainsaw 21.09.06 - 08:07 Uhr

Hallo Sandra,

ich vertrete die Ansicht, dass es vom Charakter abhängig ist.

Ich war früher ein absolutes Allein-Spiel-Kind #freu, mein jüngerer Bruder dagegen das absolute Gegenteil.

Luna spielt heute mit 3 Jahren auch mal für 10 - 15 Minuten alleine - das sind dann aber Ausnahmesituationen und nicht der tägliche Standard #schwitz

Wenn ich gekocht habe, dann habe ich einfach Luna samt Hochstuhl mit in die Küche genommen oder sie hat den Schrank mit dem Plastikschüsseln ausgeräumt oder ähnliches.

So ist mein Kind und daran werde ich nichts ändern (können).:-p

Gruß

Karen + Luna (3 Jahre)

Beitrag von anakonda1978 21.09.06 - 08:22 Uhr

Hallo Sandra,

ich denke auch, dass das Charaktersache ist.
Meine Maus z.B. spielt schon immer stundenlang alleine (also auch schon mit 10 Wochen) und ich habe das in keinster Weise gefördert.
Sie ist einfach zu beschäftigt mit Erforschen irgendwelcher Dinge, um da noch jemanden einzubeziehen.
Das ist zwar angenehm, aber dafür ist sie beim Spielen mit anderen Kindern total egoistisch, will alles alleine haben und zieht sich irgendwann mit ihrer "Beute" zurück...
Wie gesagt, das hat alles seine Vor- und Nachteile.

LG Ramona & Maya *3.7.2005

Beitrag von ca2005 21.09.06 - 08:31 Uhr

Hallo,
Ich denke auch dass es Charakter Sache ist. Meine Tochter hat von Anfang an alleine gespielt und braucht es auch.- so bspw wenn an einem Tag Familienfeier ist wo sich alle um sie reißen ist sie heilfroh danach 1 Stunde allein in ihrem Zimmer zu sein und für sich zu spielen- sie liebt bspw Bilderbücher...immer wenn es ruhig wird schaut sie sich die an.
Ich lgaube aber auch dass man ab einem gewissen Alter es auch fördern kann, mit bestimmten Beschäftigungsmöglichkeiten oder Spielen.
lg CA

Beitrag von ayshe 21.09.06 - 09:10 Uhr

hallo,

ich glaube es ist zum einen eine charakterfrage und zum anderen eine entwicklungsfrage.


manche kommen eben früh allein gut klar,
andere müssen sich erst stärker der eltern versichern und brauchen sie länger sehr nahe bei sich.
so wie du sagst entweder aktiv oder zumindest sollen die eltern nahe sein und werden ab und zu einbezogen in das spiel.


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Natürlich versuche ich ihn auch in tägliche Dinge (Spülmaschine ausräumen, staubsaugen etc.) so gut wie möglich miteinzubeziehen und das macht ihm einen Riesenspaß.
Aber wenn ich wirklich mal schnell was machen muss (z.B. wenn Besuch kommt) hängt er mir IMMER heulend am Bein. Z.B auch beim Kochen - ich komme regelmäßig total unter Stress. Alles Erklären "das ist heiß", "Mama hat keine Zeit", Mama ist bald fertig" usw. nützt kaum was.
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ja, so ist das ;-)
völlig normal.
besonders, weil er sonst viel mitmachen darf,
müßte er auch einigermaßen damit klarkommen, wenn er mal etwas NICHT darf (interesante entwicklungsinfos im buch "smart love")
aber wichtig wäre es dann, ihm deutlich zu machen, daß DU auch gern mit ihm zusammen etwas machen möchtest, es aber nicht geht, aber ihr gleich danach etwas machen könnt.


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Doch in den letzten Tagen merke ich, dass er Heulen auch gezielt einsetzt, damit ich beim ihm bleibe. Ganz trotzig macht er es, so dass es mich echt nervt und mir gleich auffiel
Nun überlege ich, ob ich vielleicht doch irgendwie mit ihn das selbständige Spielen "trainieren" muss.
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ich denke, er braucht eben noch sehr diesen rückhalt, gerade um 1 jahr kommt die erste lösung.
es ist ihm noch ein großes bedürfnis.


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Wie ist das bei Euch so? Musstet Ihr Euch erst durchsetzen, bis Eure Kleinen begriffen haben, dass es auch mal alleine gehen muss? Oder meint Ihr auch eher, dass man eine Kind nicht dazu zwingen kann und es Veranlagung ist, ob es alleine spielen will
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ein mensch hat eine primäre und eine sekundäre innerliche zufriedenheit.
die primäre wird in den ersten paar jahren gebildet.
deshalb ist es wichtig, soclhe grundsätzlichen bedürfnissse zu erfüllen, umso fester wird das selbstbewußtsein des kindes, umso sicherer fühlt es sich und umso leichter "löst" es sich selber.
zwingt man es mehr zu leisten, als es in der lage ist, wird es wohl nie wirklich zufrieden und das kann sich durauchs später zeiegn.

meine tochter hat sich genauso verhalten wie dein sohn.
ich habe ihr nach möglichkeit meine anwesenheit gegönnt.
wenn es eben nicht ging, habe ich ihr gesagt, daß ich auch lieber mit ihr spielen würde, aber bestimmt gelich komme.

und nun ist sie 29 monate und kann tatsächlich schön spielen.
sie puzzlet auf dem teppich, während ich lese oder so.
ja, ab und zu spricht sie mich auch an,
aber manchaml spielt sie auch in ihrem zimmer.

es hat sich gelohnt ;-)


lg
ayshe

Beitrag von abeille 21.09.06 - 09:59 Uhr

Hi,

also ich weiß nicht, ob es eine Frage des Charakters ist oder so.
Bei meinem Sohn kann ich das schlecht beurteilen.
Zum einen finde ich, dass er schon immer gut alleine auf Entdeckungstour gegangen ist und er sitzt auch mal eine Weile und schaut ein Buch an. Andererseits mache ich mir manchmal Sorgen, ob ich ihm das nicht vielleicht antrainiert habe. Ich bin seit er 8 Wochen alt war wieder berufstätig, weil ich selbständig bin und es mir nicht leisten kann, nicht zu arbeiten (bin der Alleinverdiener im Haushalt, also bitte jetzt nicht mit Rabenmutter oder so kommen). Also war unser Kind immer beim Arbeiten dabei. Am Anfang schlief er im Tuch vor meiner Brust, später lag er auf der Krabbeldecke daneben und hat mit seinem Mobile gespielt. Natürlich habe ich ihn nie stundenlang alleine vor sich hin "mehren" lassen, sondern habe stündlich meine Arbeit niedergeworfen und mit ihm gespielt, gestillt etc.
Mittlerweile (17 Mon.) spielt er ganz gut alleine und erzählt auch viel mit seinen Plüschtieren usw. Normalerweise geht er in die Kita (halbtags), aber gerade ist er krank. Das sind dann wieder Phasen, in denen er kaum mit sich alleine zurecht kommt.
Meine alte Kinderärztin meinte, dass sich Kinder schon sehr früh für eine halbe Stunde alleine beschäftigen können, man das aber kaum merkt, weil man meistens dazu neigt, die Kinder dolle zu bespielen ... Na ja, ich weiß nicht.
Allerdings weiß ich nicht, wie man selbständiges Spielen trainieren soll, das ist doch ein Widerspruch in sich.
Vielleicht, indem Du ihn mit etwas anderem beschäftigst, während Du im selben Raum vielleicht sauber machst, sodass er weiß, dass Du da bist.
Wir machen das auch oft, dass ich unseren Sohn in der Küche an den Tisch setze und ihn mit seinen Wachsstiften malen lasse, während ich den Herd putze und den Boden um ihn herum wische (na ja, ist manchmal nicht gerade sinnvoll, aber lieber etwas geputzt als gar nicht) oder auch beim Kochen.
Da kann ich mit ihm erzählen und singen, während er sich trotzdem beschäftigt.
So richtig helfen konnte ich Dir bestimmt nicht, aber vielleicht probierst Du es ja mal aus.
Liebe Grüße
Gesine mit Paul

Beitrag von danni64 21.09.06 - 10:02 Uhr

Hallo Sandra,

ich meine auch,das ist Charaktersache.

Mein Grosser und auch meine Kleine können super und gerne alleine spielen. Mein Mittlerer konnte das nie.Er hat nicht gespielt,sondern war immer hinter einem her.

Inzwischen spielt er mit deiner kleinen Schwester und das klappt,so habe ich auch ein wenig mehr Ruhe ;-).

LG Danni !!!

Beitrag von danni64 21.09.06 - 10:03 Uhr

mit seiner kleinen Schwester meinte ich natürlich ;-).

Beitrag von kerstinmitlea 21.09.06 - 10:17 Uhr

Huhu,

ich denke es ist ein Teil von beiden! Es gibt Kinder die sind eben sehr verschmust und anhänglich, die wirst Du auch mit Training nicht dazu bringen das sie 4 Stunden am Tag mit sich alleine spielen, andere Kinder sind das gegenteil!

Ich denke wenn man das von anfang an immer mal wieder macht, also sie alleine mit ihrem Spielzeug lässt kann man das evtl. ein wenig fördern. wenn sie aber von anfang an auch gewohnt sind das man beim spielen dabei ist wirds vermutlich schwer.

Lea hat sich auch von anfang an gut allein beschäftigt, da hatte ich sie immer auf ihrem Spielteppich und sie war rundum zufrieden, heute mit 18 Monaten spielt sie echt lange allein, wenn sie dann was möchte kommt sie oder nimmt mich an der Hand und zeigt mir was sie will :)
Sie spielt aber auch liebend gern mit anderen Kindern, klappt auch super. Sie ist aber auch verschmust und fordert dann ihr Streicheleinheiten, ich finde das passt sehr gut und ich kann auch gut was machen!

LG Kerstin&Lea

Beitrag von ayshe 21.09.06 - 10:35 Uhr

hallo,

nur dazu
##wenn sie aber von anfang an auch gewohnt sind das man beim spielen dabei ist wirds vermutlich schwer.
##
also das kann ich zb gar nicht bestätigen.
meine tochter hat es trotzdem einfach gmeacht als sie selber so weit war.
mit anderen kindern zusammen hat sie sich auch schon ewig nicht mehr für mich interessiert.
die sind eben doch die besseren spielpartner ;-)


lg
ayshe

Beitrag von _colle 21.09.06 - 19:58 Uhr

Hallo
Ich denke auch das es der Charakter ist.
Colin war schon ab der Geburt äußerst neugierig und kann bis heute (2 Jahre) vielleicht mal 10 min. ohne mich spielen. Da hilft auch nicht "einen Moment noch" oder so. Er will auch immer alles wissen, das ist zwar schön, aber von früh 8 bis abend 19 Uhr strengt das ungemein an.
Da hilft das beste Spielzeug nicht;-)
Das werden wir wohl noch laange "ertragen" müssen #bla#schwitz ;-)

Lg
Nicole + Colin (der endlich schläft und nicht dauernd fragt)