2-jaehiges Kind noch fuettern?

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von nity 21.09.06 - 08:22 Uhr

Hallo

Ich habe eine Freundin, die Ihre 2-jaehrige Tochter noch fuettert. Ich sprach sie darauf an, und sie meinte, ihre Tochter koenne schon alleine essen, aber sie esse nicht genug, darum fuettere sie sie.

Ich sagte ihr, dass ich bei meinen Kindern klare Grenzen aufzeige: wer jetzt (Spielraum ca. halbe Stunde) nicht isst, muss halt bis zur naechsten Mahlzeit warten. Allerdings essen meine Kinder relativ gut (d.h. wenn sie Hunger haben essen sie auch).

Was meint ihr dazu? Es gibt natuerlich schon Zeiten, da essen Kinder (besonders wenn sie um die 2 Jahre alt sind) sehr wenig...Ist Fuettern doch eine Notwendigkeit?

Gruss
Nita

Beitrag von .claudi. 21.09.06 - 08:48 Uhr

Hallo Nita!

Ich kenne das. Meine Tochter war auch in dem Alter eine ganz schlechte Esserin und ich war froh, über jeden Löffel den sie gegessen hat. Oft war es bei uns so, daß wenn ich meinen Teller leer hatte, meine Tochter auch nicht mehr essen wollte. Ich habe dann entweder sehr langsam gegessen oder wenn ich aufgegessen hatte, meine Tochter gefüttert (mehr so spielerisch - hier kommt ein Flugzeug geflogen, bitte Mund aufmachen, damit es landen kann...). Auch wenn sie selber gegessen hat und öfters was vom Löffel gefallen ist, hat sie einfach die Lust und Geduld verloren.

Ich habe es auch probiert, meiner Tochter Grenzen zu setzen, das war ihr aber egal, es hat ihr nichts ausgemacht tagelang und wochenlang nur sehr wenig zu essen. Sie hat dann halt gerade mal soviel gegessen, daß sie keinen Hunger mehr verspührt hat. Habe damals mit dem Kinderarzt gesprochen, der meinte, ein Kind verhungert nicht, aber da sie eh dünn ist, soll ich zu ruhig (zu)füttern. Es kommt im Laufe der Zeit, daß ein Kind nur noch selber essen will und da es dann gewohnt ist, größere Mengen zu essen wird es das wohl auch beibehalten. So war es auch wirklich. Irgendwann wollte meine Tochter absolut nicht mehr (zu)gefüttert werden und hat beim selber Essen aber die gleichen Mengen wie zuvor gegessen.

Essen soll Kinder auch Spaß machen und wenn es Anfangs nicht so gut klappt, kann ich mir schon vorstellen, daß die Kinder auf Dauer die Freude am Essen verlieren.

LG Claudia

Beitrag von 400 06.10.06 - 08:02 Uhr

Hi,

ja klasse, so hat es meine Mama auch gemacht. Das Ende vom Lied: Übergewicht, das ich bis heute mit mir herumschleppe udn dei Unfähigkeit, Reste auch mal liegenzulassen.

Außerdem muß man Kindern doch nicht jeden Pups abnehmen, nur weil es einem zu lange dauert.

Gruß Suzy

Beitrag von ayshe 21.09.06 - 09:28 Uhr

ich frage mich nur gerade,
ob die kleine gefüttert werden WILL
oder ob die mutter es einfach macht.

meine tochter sagt auch manchmal, daß ich helfen soll, meint damit im grunde gefüttert werden, weil sie manchmal nicht so viel lust hat, besonders, wenn der hunger groß ist und das essen etwas schwierig aufzupieken,
also wenn sie sich selber nicht schnell genug, die richtige menge in den mund stopfen kann ;-)

das finde ich okay.
aber es beeinflußt letztlich nicht die eßmenge, sondern nur die zeit.


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Ich sagte ihr, dass ich bei meinen Kindern klare Grenzen aufzeige: wer jetzt (Spielraum ca. halbe Stunde) nicht isst, muss halt bis zur naechsten Mahlzeit warten.
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ich finde, mit grenze hat das nichts zutun,
denn du forderst den kindern das verhalten und sie vorassicht ab,
wie sie einem erwachsenen angemessen wäre, aber ein kind eher überfordern.
essen sie dann aus angst, nichts zu bekommen, womöglich auch schon, obwohl noch kein hunger da ist #kratz


also so ein druckmittel habe ich nie eingesetzt.
wenn sie nicht wollte, aber meinetwegen kurze zeit später,
konnte sie entweder kalt essen oder einen joghurt oder so.

und irgendwie "eingerissen" oder sonstwas ist es nicht, hat sich eher sehr positiv ausgewirkt.

lg
ayshe

Beitrag von nity 21.09.06 - 10:49 Uhr

Natuerlich will sie nicht gefuettert werden (sie ist ja schon 2, will selbstaendig sein), aber da sie wenig ist, hilft ihr die Mutter halt. Es ist vermutlich schwierig genau zu wissen, ob das Kind jetzt wirklich nicht hungrig ist oder einfach nicht genuegend isst...

Grenzen aufzeigen hat m.E. nichts mit Druck und Angst zu tun. Meine Kinder werden nicht zum essen gezwungen aber sie lernen, dass es zu bestimmten Tageszeiten essen gibt (5 Mahlzeiten am Tag). Wir fahren damit gut; verteidigen moechte ich unseren Stil nicht, jeder macht halt so wie er es fuer richtig haltet...

Beitrag von ayshe 21.09.06 - 12:08 Uhr

naja, deshalb frage ich ja,
meine tochter ist 29 monate, aber läßt sich eben gern "helfen",
wenn es ihr nicht schnell genug geht,

ist also etwas ganz anderes.



nein, dann würde ich das kind nicht füttern, sondern auf jeden fall selber essen lassen!
normalerweise ißt doch ein kind so viel wie es braucht.

aber wie soll denn das kind je lernen,
sein eigenes hunger-/sattgefühl zu spüren und danach richtig zu handeln, wenn es evtl. dauernd ÜBER das sattsein gefüttert wird, weil die mutter will, daß es mehr ißt.

grundsätzlich gibt es kinder, die wenig esssen,
war ich selber.
ich brauche auch heute nicht so viel wie manch anderer.


naja, jedenfalls hätte ich bedenken, daß das mädchen so keine eigene steuerung lernt.


lg
ayshe

Beitrag von dominosteine 22.09.06 - 21:12 Uhr

Laß sie das kind doch füttern!

Kinder werden so schnell groß, da kann man die kurze kleinkindzeit ruhig genießen.

mein kleiner ist 20 monate alt und ich fütter ihn- na und?!

mal ißt er allein und mal mach ich das, jedem das seine!

Beitrag von sonnilein 23.09.06 - 12:38 Uhr

mit 2 jahren noch füttern... ich denke, wenn sie allein essen kann, dann macht es nix, wenn man zum beispiel den rest noch füttert.

ich bin momentan als au pair in frankreich und teilweise immernoch überrascht, was die franzosen alles anders machen als die deutschen. hier wird selbst der 5jährige noch gefüttert, wenn er nicht essen will. gut, die franzosen sind eh bissl hinterher glaub ich (die tragen beide mit 3 und 5 Jahren noch ne windel nachts). die sind hier der meinung, ein kind sollte nicht ohne genug gegessen zu haben aufstehen bzw schlafen gehen. die schlafen ja dann auch nicht wirklich und kriechen kurz danach wieder raus, weil sie hunger haben. ich würd ein kind auch nicht hungern lassen. bei mir essen die beiden ganz gut allein. aber wenn mama da ist, ist das anders. Ich denke, kinder holen sich so auch ein bisschen zuneigung. warum also nicht füttern? (auch, wenn ich ein 5 jähriges Kind, das sich noch füttern lässt, als sehr unselbständig bezeichnen würde...)

gruss sonni

Beitrag von meckikopf 23.09.06 - 19:15 Uhr

Also ich würde ein 5(!!!)jähriges NICHT MEHR füttern - auch in F als aupair nicht! Ganz einfach, weil ich finde, dass man da alt und groß genug ist, alleine zu essen - und das können bereits 2jährige schon sehr gut - sogar schon mit der GABEL - und da muss man das Babysein und Babybleiben nicht auch noch zusätzlich fördern.

OK, wenn ein 2jähriges z.B. (sehr) müde ist, aber trotzdem noch Hunger hat, dann ja, aber auch nur den Rest, wie es eine meiner Vorschreiberinnen vorschlägt, aber sicherlich nicht mehr den ganzen Teller und auch NUR DANN!

LG

Beitrag von marion2 27.09.06 - 10:49 Uhr

Hallo,

ein Kind, dass sich mit 5 von Mama füttern lässt ist einfach nur zu faul zum selber essen. *lach*

Schlimm find ich das nicht.

LG Marion