Wieder Vollzeit arbeiten (11. Std. außer Haus, Kind dann 18 Mon.)

Archiv des urbia-Forums Kleinkind.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um Ihr Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von anakonda1978 21.09.06 - 08:40 Uhr

Guten Morgen Mädels,

ich muss jetzt einfach mal hier nachfragen, weil ich gerade in einer ganz schwierigen Entscheidungsphase stehe:

Mein Chef will mich unbedingt früher wieder zurück haben (geplant war, wenn Maya 2 Jahre alt ist) und würde sich das auch richtig was kosten lassen. Wenn ich normal wieder anfange bin ich nicht einer so guten Verhandlungsposition.
Momentan arbeite ich 2 - 3 Tage die Woche, kann mir die Zeit aber frei einteilen und auch mal von Zuhause aus arbeiten, wenn ich wieder Vollzeit arbeite bin ich von Morgens 08.00 bis Abends 19.00 Uhr unterwegs.

Ich kann meine Tochter gut unterbringen, 2 - 3 Tage bei Oma und Opa (die sie abgöttisch liebt) und den Rest bei einer Bekannten von uns (Tagesmama).

Also alles eigentlich kein Problem...
ABER: ich will mein kleines Mädchen nicht so lange weggeben #heul, andererseits muss ich das 6 Monate später sowieso und mir macht mein Job auch unheimlich viel Spaß... Aber irgendwie komme ich mir jetzt schon wie eine Rabenmama vor :-[

Arbeitet noch jemand so viel mit Kleinkind und kann man sowas irgendwie managen?
Ich will mir einfach mal ein paar außenstehende Meinungen einholen, bevor ich endgültig zu- oder absage...

#danke schon mal :-)

Ramona & Maya 14 Mon.

Beitrag von ca2005 21.09.06 - 08:45 Uhr

Hallöchen,
Meine Tochter ist ein Jahr alt und ich arbeite 3 Tage während der Woche (voll) und meist einen Tag am WE (oder einen halben, je nach dem).
Ich genieße es zu arbeiten, die geistige Forderung und einfach Frau/"Arbeitsmensch" zu sein.ABER ich genieße meine Tochter an meinen freien Tagen sehr und möchte diese nicht missen. Ich bin sehr glücklich mit der Kombination Arbeiten und Freizeit, ich denke nicht an Sie während der Arbeit (im Sinne von Sorgen machen) und das ist ein Zeichen für mich dass es das richtige Pensum an Arbeit ist.
Aber wenn du sagst dir wäre die Arbeit zeitmäßig zu viel, und hättest keine Zeit für deine TOchter, dann würde ich es an deiner Stelle lassen, denn sonst dominiert nur noch das schlechte Gewissen und darunter leidet deine Arbeit (und auch deine Tochter wenn du dann nach ihrer Pfeife tanzt, weil du ein schlechtes Gewissen hast...)
Ich hoffe es ist heraus gekommen was ich meine :-)
lg CA

Beitrag von mausken30 21.09.06 - 08:47 Uhr

Guten Morgen Ramona !

Hmm....schwierig....

Also ICH könnte es mir nicht vorstellen vollzeit arbeiten zu gehen.
Ich bin aber ja auch nicht in der Situation.

Sorry , mit meinem Posting helfe ich dir nicht wirklich - wollte auch nur sagen das ich es verstehen kann wenn man MUSS / WILL aber mir die Entscheidung irre schwer fallen würde.Und ich esmir NICHT vorstellen könnte...
Wie auch immer...

Hoffe du findest eine Lösung die du mit dir und deinem Kind vereinbaren kannst #herzlich

Lieben Gruss

Marina (sinnlosantwort...aber naja)

Beitrag von lady_chainsaw 21.09.06 - 08:57 Uhr

Hallo Ramona,

also ich arbeite Vollzeit (40 Std/Woche) seit Luna 12 Monate alt ist :-)

Sie geht seit dem jeden Tag für 10 Stunden in den Kindergarten - und ich persönlich habe kein schlechtes Gewissen #liebdrueck

Du hast doch eine tolle Betreuung, wie es aussieht #pro, und wie Du schon sagst: in 6 Monaten musst Du eh wieder arbeiten und dann würdest Du jetzt auch noch bessere Bedingungen haben #freu

Du bist keine Rabenmutter - Du sorgst für Dich und Deine Familie, ganz einfach.#blume

Gruß

Karen + Luna (3 Jahre)

Beitrag von nico13.8.03 21.09.06 - 08:59 Uhr

Guten Morgen

Also ich kann dir nur sagen wen du ein schlechtes Gewissen hast,mach es nicht.Von 8-19Uhr is ne lange Arbeitszeit.Vieleicht kannste es ja auch mit deinen Chef regeln,das du nicht immer bis 19Uhr arbeitest und dann vieleicht einbischen von der Zeit von zu Haus aus.Ich gehe von 8-16Uhr arbeiten,Nico is dann meist von 7.20Uhr-16.30-17Uhr in Kita.Und das reicht mir vollkommen,habe auch kein schlechtes Gewissen.Ich weiß das Nico in der Kita super aufgehoben is und ihm es dort super gefällt.
Also überdenke die ganze Sache nochmal und setz dich mit deinen Chef in Verbindung!Den es bringt dir und deiner Tochter nichts wen du dich dabei nicht wohl fühlst

By sagt Niki und Kitakind-Nico(13.8.03)

Beitrag von troeli15 21.09.06 - 09:18 Uhr

Guten morgen Ramona,
Du bist mit Sicherheit keine Rabenmutter!! Du machst Dir Gedanken um das Wohl Deiner Tochter und das zeigt doch, wie lieb Du sie hast ;-).
Ich arbeite Vollzeit seit meine Tochter 8 Monate alt ist. Allerdings habe ich sehr flexible Arbeitszeiten und so abeite ich mal 10h, mal aber nur 6h, komme somit schon auf 40h die Woche... Nora ging bis Juli zu einer ganz lieben Tagesmutter und jetzt in die Kita. Außerdem teilen mein Mann und ich uns auf mit Hinbringen oder Abholen, so dass Nora nie länger als 7-8h "fremdbetreut" wird. Unsere Maus liebt ihre Kita und die anderen Kinder, sie juchzt regelrecht auf, wenn wir morgens das Gebäude betreten. Außerdem haben uns die Erzieherinnen gesagt, dass Nora ein wundbar ausgeglichenes Kind ist, so etwas hätten sie selten erlebt und das obwohl wir beiden arbeiten gehen!
Mir geht es mit dieser Situation sehr gut. Ich verbringe meine freie Zeit mit meiner Süßen und kann trotzdem meiner Arbeit nachgehen, die mich erfüllt und mir riesigen Spaß macht! Ich bin viel ausgeglichener dadurch und ich denke das spürt meine Tochter auch.
Du siehst, man kann es auf jeden Fall hinbekommen und braucht auch kein schlechtes Gewissen zu haben, das ist eher das Schädlichste, denn dann fühlst Du Dich schlecht und Deine Tochter sich auch.
Hoffe, ich konnte Dir helfen!
Liebe Grüße, Steffi

Beitrag von rain72 21.09.06 - 09:46 Uhr

Hallo Ramona,
also ich arbeite wieder, seit meine Kleine 8 Monate alt ist. Zwar Teilzeit, aber die an drei Tagen pro Woche, an denen ich dann doch voll arbeite, also von 7:30 bis 18:15 unterwegs bin. die Gedanken von wegen "Rabenmama" solltest Du wirklich ganz schnell abstellen - ich weiß, das ist leicher gesagt als getan. Ich finde nicht, dass Du eine "schlechte Mutter" bist, wenn Du arbeiten gehst - zumal Du ja dafür sorgst, dass Dein Kind in dem Zeitraum bestens versorgt ist. Insofern solltest Du kein schlechtes Gewissen haben - das hat man aber in unserer Gesellschaft als Mama so oder so, wenn Du jetzt noch ein halbes Jahr zu Hause bleibst, werden Dich sicher auch Gewissensbisse plagen. Du siehst, es bleibt ein Dilemma, darum hilft Dir meine Antwort sicherlich auch nicht wirklich weiter.... Wichtig finde ich, dass man soweit selber mit sich im Reinen ist, dass man nicht bei der Arbeit sitzt und ständig denkt: "Was könnte ich jetzt alles Tolles mit meiner Tochter machen...." Wenn Du das Gefühl hast, dass Du in dieser Hinsicht in den nächsten 6 Monaten noch viel verpassen würdest, dann koste lieber die "restliche" Zeit mit Deiner Tochter noch richtig aus....
LG
rain72 mit #sonnenschein (fast 17 Monate) und #ei(15.SSW)
(die total gerne arbeitet, sich aber schon jetzt auf den Mutterschutz bei Nr. 2 freut, weil sie dann mal wieder voll für Nr. 1 da sein kann)

Beitrag von anro 21.09.06 - 10:04 Uhr

Hallo,

ganz ehrlich: 5 Tage in der Woche von 8-19Uhr außer Haus- nein, nicht mit mir.

Da kommst du (wenn überhaupt) nur dazu deine Kleine aus dem Bett zu holen und abends wieder ins Bett zu stecken!

DU verpasst so viel mit ihr, und sie mit DIR!

Auch wenn sie in guten Händen ist, ein klares Nein von meiner Seite.

Am Ende sagt sie noch zu ihrer Oma Mama.

Wie sieht es denn bei deinem Mann aus. Arbeitet der auch so viel oder würde er sich dann mehr um die Tochter kümmern? Dann sehe die Sache für mich schon ein bisschen anders aus.

LG Anro mit Tobias 13,5 Monate alt

Beitrag von anakonda1978 21.09.06 - 10:15 Uhr

Hallo Anro,

ihr Papa arbeitet bei seinen Eltern im Büro (das Büro liegt im Haus seiner Eltern) und dort ist Maya auch untergebracht. Sie ist also bei Oma, Opa & Papa (wobei der nicht den ganzen Tag Zeit für sie hat).

So gesehen ist sie auf jeden Fall schon bei einem Elternteil...
(Übrigens danke für die gedankliche Anregung, so habe ich das noch gar nicht gesehen ;-) )

LG

Beitrag von su_root 21.09.06 - 10:38 Uhr

Hallo,

Kinder + Arbeiten ist immer ein schwieriges Thema.
Da hat jeder eine andere Meinung und jeder hat Recht.
Du musst die Entscheidung treffen, mit der Du leben kannst.

Ich bin alleinerziehend und habe, als meine Tochter 12 mon war, wieder voll gearbeitet. Allerdings 5,5 an der Arbeit und
2 h abends zuhaus. das ging in meinem Job.
jetzt habe ich auf 6 h gekürzt und komme aber mit dem Geld vorn und hinten nicht hin... Tja, was haben wir denn jetzt davon? auch nix. ich bin unzufrieden, weil die Kohle fehlt.
Also, muss ich nächstes Jahr wieder voll ran.
Aber ich werde versuchen ein paar h von zuhause arbeiten.
ich mag nicht den ganzen tag auf sie verzichten.
Mütter brauchen flexible Arbeitszeiten und das sollte auch ein
AG wissen und akzeptieren.

Und ich habe in einer aktuellen Studie gelesen, das sich Mütter, die arbeiten, in der Zeit, in der sie zur Verfügung stehen, intensiver mit ihren Kindern beschäftigen, als Mütter,
die nur zuhaus sind.
(hausmamas bitte jez net eskalieren....)

gruss root

Beitrag von jajale 21.09.06 - 10:47 Uhr

Hallo Ramona,

Ich arbeite Vollzeit seit Emanuel 8 Monate alt ist. Ich bin von 6:45 -17:00 unterwegs. Mein Mann bringt Emanuel Morgens in den Kinderarten und ich hole ihn Nachmittags ab.
Anfangs hatte ich auch ein schlechtes Gewissen, aber es geht ihm sehr gut im Kiga und ich gehe gerne arbeiten.

Ich wuerde das Angebot annehmen, vor allem wenn Dein Chef Dir mehr bezahlt. Jede Trennung vom Kind ist schwer, da machen die 6 Monate keinen Unterschied mehr. Ausserdem ist sie ja bestens aufgehoben.

Viel Glueck,
Jajale und Emanuel (21 Monate)

Beitrag von mareliru 21.09.06 - 11:44 Uhr

Dein Posting liest sich, als hättest Du Dich schon für die Arbeit entschieden.
Dann mache Dir das Leben nicht schwer mit schlechtem Gewissen, das hilft Deiner Tochter nicht.

Ich persönlich würde es nicht machen. Ich arbeite z.Zt. 6 h pro Tag, finde das zuviel und werde bald reduzieren. 4 h während mein Sohn bei einer Tagesmutter ist und 2 h während seines Nachmittagsschlafes. Ich habe schon das Gefühl, dass ich nur zum Anziehen, Baden, Essen und in den Schlaf begleiten da bin. Da bleiben pro Tag 1-2 h für Unternehmungen und Entspannungszeit.
Allerdings gehen die Leute in Frankreich viel früher wieder ganztags arbeiten, da funktioniert das auch, ebenso wie in den neuen Bundesländern früher. Jeder das ihre.

LG Mare

Beitrag von littleknirps 21.09.06 - 13:16 Uhr

das muß jeder für sich entscheiden.

Ich kann dir nur sagen, warum ich es nicht machen würde: Du hast so definitiv 5 Tage nichts von deinem Kind und bist evtl am Wochenende auch ausgepowert, bw is da ja auch noch der Haushalt.

Die erste Zeit mit Kind ist so wichtig und so schön, öchtest du darauf wrklich verzichten, wenn du es nicht wirklich mußt.

Ich geh auch wieder arbeiten. Bin aber um 14.00 wieder zu Hause und verbring dann die Zeit mit meinem Kind.

Lg

Tanja

Beitrag von beebo 21.09.06 - 19:21 Uhr

Es haben ja schon viele ihre Meinung geschrieben, ich will Dir aber trotzdem noch erzählen, wie das bei mir war. Ich arbeite wieder seit meine Tochter 6 Monate alt ist. Ich haben einen sehr anspruchsvollen Job und leite den Vertriebsinnendienst eines nicht ganz kleinen Unternehmens. Mein Chef wollte natülich, dass ich wieder Vollzeit arbeite und es gab keine Diskussion. Ich habe aber dann trotzdem einen Teilzeitantrag gestellt und den dann wie durch ein Wunder genehmigt bekommen. Jetzt arbeite ich 65 %, bin super glücklich, dass ich die Nachmittage mit meiner Tochter verbringen kann. Ich bin sehr flexibel, d.h., wenn Nachmittags Termine sind, dann gehe ich eben Nachmittags ins Büro. Hin und wieder arbeite ich auch den ganzen Tag, wenn z.B. Seminare oder ganztägige Meetings oder Projekte anstehen.
Owohl ich "Karriere" gemacht habe, ein sehr gutes Gehalt beziehe und wahnsinnig gerne arbeite, würde ich trotzdem nicht den ganzen Tag auf meine Tochter verzichten wollen. Die Nachmittage mit ihr sind so wertvoll. Wir gehen in die Krabbelgruppe, treffen uns mit anderen Mamas und Babies, demnächst gehts in den Musikgarten. All das könnte ich nicht machen, wenn ich voll arbeiten würde.

Überlege es Dir gut. Du bist natürlich trotzdem die beste Mama für Dein Kind und die "Fremdbetreuung" schadet Deinem Kind ganz bestimmt nicht. Aber die Zeit, wo sie klein sind, geht so schnell vorbei.
Vllt. bekommst Du ja die Möglichkeit Teilzeit zu arbeiten. Es geht nämlich, auch in den richtig guten Jobs, wenn man es nur richtig organisiert!


Beitrag von jujpod 21.09.06 - 22:35 Uhr

Hallo Ramona,

im Endeffekt muss es jeder selbst wissen. Aber eine Rabenmutter bist du sicher nicht, wenn du wieder arbeiten gehtst.

Wir arbeiten beide Vollzeit, seit sie 3 Monate alt ist. Was mir auffällt:
- wir sind strenger bei den Arbeitszeiten (Überstunden (fast) nur zuhause, nur wenn nicht anders geht an der Uni)
- die Zeit mit der Maus ist heilig (abends von 6-8, Wochenenden), da geht nix ohne den Zwerg
- wenn ich an der Uni bin, bin ich deutlich effektiver als "vorm Kind". Man weiss ja, dass man nicht mehr endlos Zeit hat, also macht weniger Mumpitz (auf Urbia surfen zum Beispiel, mache ich jetzt während der Arbeitszeit gar nicht mehr)

Hm. Kannst du nicht ein *bischen* weniger arbeiten, so zur "Eingewöhnung"? So 36h erst, und dann später, wenn du das alles im Griff hast, vielleicht mehr?

Wenn der "es sich auch was kosten lassen" kann, dann kann er dir ja auch eine Teilzeit (80% oder sogar 90%) anbieten, so dass du tagsüber was vom Zwerg hast? Sag ihm, das fördert die Motivation und erst recht die Effektivitaet.

Alles Gute,

Julia