ICSI Behandlung im Ausland

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Beitrag von dunki 21.09.06 - 09:08 Uhr

Hallo,
in Deutschland werden einem die befruchteten Eizellen ja bereits nach 3 Tagen eingesetzt, im Ausland erst nach 5 Tagen.
Die längere Zeit soll auch die Erfolgsrate erheblich steigern.

Wer von Euch hat Erfahrung mit der ICSI Behandlung im Ausland?
Trägt die KK trotzdem die Hälfte der Kosten?
In welches Land muss man fahren? Lebe in Deutschland.
Grossartig wäre z.B. wenn es auch in den NL ginge.

Grüssies
dunki

Beitrag von silke2007 21.09.06 - 10:05 Uhr

Hallo dunki,

es gibt auch in D Praxen die Blastozystentransfer am Tag 5 durchführen, da müsstest du dich mal schlau machen (da ich selber nicht weiss welche).

Jedoch wird in D die Selektion vorher (Tag 2) vorgenommen, bis zu 3 EZ können weiterkultiviert werden. Im Ausland findet diese Selektion nicht statt.

Ob es in NL Kliniken gibt keine Ahnung, ich kenne viele, die nach Österreich und Tschechien gehen und ob dann die KK die Kosten übernimmt hängt (glaube ich) von der jeweiligen Kasse ab.

Und so schlecht sind die Erfolgsraten der Deutschen auch nicht.


Liebe Grüsse

Beitrag von sprosso 21.09.06 - 11:22 Uhr

Hallo,

seit Montag bin ich selbst in einer KIWU Klinik in Darmstadt in Behandlung, die ICSI mit Blastozystenkultur " anbietet".Fühle mich dort sehr gut betreut, soweit man das nach einem Besuch sagen kann. Nach langem Googeln hab ich dort einfach angerufen und um Infomaterial gebeten. Somit wusste ich noch vor dem erstem Gespräch, was auf uns / mich zukommt.
Bevor ich ins Ausland fahren würde, würde ich mich erst einmal umschauen, ob es so eine Klinik in der Nähe gibt. Schliesslich muss man dort ja dann öfter hin und da steht natürlich auch die Überlegung des Zeitaufwandes, nur allein schon für die Anreise, im Raum.

LG Sprosso

Beitrag von felicat 21.09.06 - 11:36 Uhr

hallo dunki,

wir in Österreich haben lockerere Ansichten als Deutschland, aber wen ihr schon den Schritt ins Ausland wagt, dann würde ich in ein Land gehen, wo noch mehr möglich ist und die Erfolgschancen noch höher sind - zB in die Slowakei.

Meine KiWu Klinik in Wien hat dort eine Zweigniederlassung gegründet - also österreichische Qualität zu niedrigeren Preisen!

Wenn du mehr infos magst, kontaktier mich und ich geb dir die HP-Adresse!

LG Astrid

Beitrag von dunki 21.09.06 - 11:39 Uhr

Hallo Astrid,
habe Dich über VK angemailt.

LG
dunki

Beitrag von samy_71 21.09.06 - 12:24 Uhr

Hallo erstmal#liebdrueck

Zu KiWu-Kliniken in Holland weiß ich leider nix, aber vielleicht hilft dir das hier weiter:

http://www.ivf.at/

muß es aber auch geben. Ich bin durch einen Artikel im "Spiegel" (ist schon länger her) auf diese Kliniken im Ausland aufmerksam geworden. In diesem Artikel hieß es: "Früher gingen die Frauen nach Holland, um abzutreiben -heute, um schwanger zu werden.";-)
Einfach mal googeln und viel Glück!

Beitrag von gabi2211 21.09.06 - 13:21 Uhr

Hallo

wir starten demnächste mit den Hormone für unsere ICSI in Österreich.
Gerne kann ich dir mal genauere Infos geben, wenn du mich über VK anschreibst.
Wir wohnen ca. 300km entfernt, waren einmal zum Info-Gespräch dort, dann haben wir den Behandlungsplan und die Rezepte bekommen und momentan (noch im Vorzyklus mit Pille) und während der Hormonspritzen betreut mich mein Frauenarzt hier vor Ort.
Die Kosten sind relativ gering - also ca. 3.100 EUR incl. Behandlung und Medikamente - und wir bekommen auch 50% von unseren Krankenkassen.

Der Unterschiede zu deutschen Kliniken, die Blastos machen ist, dass im Ausland am Tag 5 eine Embryonenselektion durchgeführt werden darf. D.h. es werden z.B. die besten 2 von 10 tranferiert. Daher kommen die besseren Schwangerschaftsraten. Das ist nämlich in Deutschland verboten. Dort werden nur soviele zu Blastos kultiviert wie auch eingesetzt werden - ob die Blastos gut werden oder nicht kann an Tag 2 aber noch nicht vorherbestimmt werden ...

Lieben Gruß und meld dich einfach wenn ich dir helfen kann

Gabi

Beitrag von hasenzottel 21.09.06 - 13:50 Uhr

Hallo Gabi,

bei welcher KK bist du? Hast du da einen speziellen Antrag stellen müssen? Von den angegebenen 3.100 Euro müsst ihr nur die Hälfte bezahlen oder ist dies ber. die Hälfte. Habt ihr es auch schon in Deutschland versucht? Danke für die Info.
MFG hasenzottel

Beitrag von gabi2211 21.09.06 - 13:59 Uhr

Hallo :-)

wir mußte "nur" eine Bestätigung der Klinik vorlegen, dass sie nach dt. Embryonenschutzgesetz vorgehen. Ob sie das machen oder nicht kann ja niemand feststellen.... ;-)
EUR 3.100 EUR sind die Gesamtkosten ! Wir zahlen also nur ca. 1.600 EUR ... super, oder ?
Wir haben es niemals in Deutschland versucht. Wir hatten uns 2 Kliniken in D angesehen und haben beschlosse NICHTS zu machen, weil wir uns nicht wohlfühlten und das Gefühl hatten abkassiert zu werden. Die Klinik in Ö haben wir durch Zufall gefunden. Im Urlaub haben wir uns diese angeschaut und waren seeeehr positiv überrascht. Wir fühlten uns sofort wohl. Es ist keine Massenabfertigung, die Ärzte und Schwestern sind supernett und nehmen sich Zeit, alle Fragen zu beantworten.

Dies wird auch unsere einzigste ICSI bleiben, denn wenn es nicht klappt bemühen wir uns, ein Kind zu adoptieren ...

Lieben Gruß ... und meld dich ruhig wenn du Fragen hast

Gabi

Beitrag von hasenzottel 24.09.06 - 21:17 Uhr

Hallo,

danke für deine Antwort. Ich wollte aber noch Fragen in welchen Ort/Stadt ihr geht? 1600 Euro ist ja ok, wenn auch viel Geld aber ist es in D nicht genauso teuer? Ist es in Ö so, dass die Zellteilung länger ausserhalb stattfindet? Sind damit die Chancen höher? Wie lange dauert es nach der Punktion bis der Transfer stattfindet? Darf ich fragen an was es bei euch liegt?

MFG Angela die überlegt wie es weitergeht?#kratz

Beitrag von finnya 21.09.06 - 21:43 Uhr

"Der Unterschiede zu deutschen Kliniken, die Blastos machen ist, dass im Ausland am Tag 5 eine Embryonenselektion durchgeführt werden darf. D.h. es werden z.B. die besten 2 von 10 tranferiert. Daher kommen die besseren Schwangerschaftsraten. Das ist nämlich in Deutschland verboten. Dort werden nur soviele zu Blastos kultiviert wie auch eingesetzt werden - ob die Blastos gut werden oder nicht kann an Tag 2 aber noch nicht vorherbestimmt werden ... "


Das hat auch einen guten Grund. Denn was da geschaffen wird ist LEBEN. Auch nach 2 Tagen schon lebt da was, auch wenn es bloß ein Zellhaufen ist!!
In Deutschland wird das so gut es geht geschützt, damit die kleinen Lebewesen nicht unnötig weggeschmissen werden.
Ganz schön krass wie locker ihr damit umgeht.

Beitrag von gabi2211 22.09.06 - 08:57 Uhr

Ich gehe damit absolut NICHT locker um ...

Natürlich hast du recht - es ist bereits LEBEN sobald die Eizelle befruchtet ist. ABER, ich finde es wenig sinnvoll, dass man in Deutschland befruchtete Eizellen eingesetzt bekommt, bei denen schon im Vorfeld klar ist, dass sie sich nicht weiterentwickeln werden.
Genau das wird in Ö ausgeschlossen.
Es ist auch so, dass die besten Blastos eingesetzt werden, die anderen werden nicht weggeworfen sondern eingefroren ... und somit kann man einen neuen Versuch wagen, wenn es nicht geklappt hat.
Nur die Eizellen, die sich definitiv NICHT weiterentwickelt haben werden verworfen ...

Beitrag von jule39 21.09.06 - 14:41 Uhr

hallo dunki,ich bin auch deutsche,wohne aber seit 4 wochen in österreich.durch zufall habe ich im tv neulich einen bericht gesehen,da war die rede vom zentrum für reproduktionsmedizin dr.zech in bregenz(gleich hinter der grenze bei lindau)ich habe da einen termin in 8 wochen und habe seither nur positives gelesen und gehört....viel erfolg und grüße aus vorarlberg,jule