Gibts hier Eltern mit hochintelligenten Kids???

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Forum: Kids & Schule

Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von forumforall 21.09.06 - 10:52 Uhr

Bei unserem Sohn 9 Jahre besteht der Verdacht das er evtl. hochintelligent ist.Wir haben nun einen Termin für einen Test.Wer weiss was da so abgeht???Hätte gern ein paar Vorabinfos.

Beitrag von itten 21.09.06 - 11:21 Uhr

Hallo
Ich habe mal einige Fragen.Wieso soll er getestet werden? Habt ihr schon vorher gedacht das er H.inteligent sein könnte? Wer hat den Test empfohlen?
Ich habe auch einige Probleme mit meinen Sohn 9 Jahre. Er ist auch inteligent . Liest zum Beipsiel Physikbücher der 8.Klasse aufwärts und liebt Mathe über alles. Jedoch bin ich am überlegen ob das Gymnasium was für ihn ist. Nach der 4. Klasse muß man ja entscheiden. Bei seine Noten auf dem Zeugnis waren von Note 1 bis 4 alles dabei.
Wegen deiner Fage schau mal hir vorbei :
http://www.eltern.de/forum/postlist.php?Cat=7&Board=hochbegabt
Netti

Beitrag von bongomaus 21.09.06 - 13:15 Uhr

Unsere Tochter ist ziemlich intelligent oder clever, ob das hochintelligent ist weiß ich nicht. Wir haben sie nicht testen lassen.

Die Grundschule war mehr oder minder ein einziger Kampf. Sie wollte nicht hin, langweilte sich oder störte den Unterricht. Wir waren teilweise echt am verzweifeln. Das Zeugniss der 3. und 4. Klasse war durchwachsen, die Noten lagen zwischen 2 und 3.

Mittlerweile ist sie 12 und in der 8.Klasse auf einem bilingualenen (englisch/deutsch) Gymnasium. Der Notendurchschnitt liegt und lag seit der. 5. Klasse bei 1,0.

Sie hat das Glück, daß sie nichts lernen muß, d.h. sie liest Texte oder sieht Aufgabenstellungen und versteht die sofort und hat die Lösungen parat. Bestimmte Stärken z.B. sprachlich oder im naturwissenschaftlichen Bereich gibt es nicht. Alle Fächer sind für sie "gleich" und mal mehr oder weniger interessant.

Trotz täglich 8 Stunden Unterricht ist sie immer noch nicht ausgepowert. Neben der Schule lernt Sie Klavier, geht reiten und spielt Volleyball und hilft ab und an im Tierheim aus.

Manchmal ist uns diese Leichtigkeit mit der sie die Dinge löst unheimlich #kratz. Wir haben zwar auch beide Abi und studiert (Informatik / Chemie) aber wir mußten manchmal ganz schön büffeln #schwitz und ich war oft kurz davor das ganze Studium zu kicken - es war für mich kein Zuckerschlecken.

Sollte sie selber den Wunsch äußern ihren IQ testen zu lassen, lassen wir es machen - ansonsten nein.

Soziale und emotionale Intelligenz sind - für uns als Eltern - weitaus wichtiger als schulische Top-Noten.

Gruß
Heike

Beitrag von help_me 25.09.06 - 22:57 Uhr

Ich weiß nicht mehr weiter...

Müssen wir, weil die Schildkröte einen sicheren Gang hat, die Flügel der Adler beschneiden? Edgar Allan Poe#kratz

Unser Sohn (6. Jahre) hat einen "älteren kurz vor der Rente" Klassenlehrer, der mit der ständigen hohem Anspruchniveau unseres Sohnes nicht klar kommt.

Seinen angestauten Entfaltungsdrang verlagert unser Sohn vorerst auf die körperliche Aktivität "Fußball".

Die Bedürfnisse unseres Kindes, dessen besondere Fähigkeiten, empfindet der Klassenlehrer als störend.

In einem Elterngespräch hat er dies so beantwortet:
"Ich kann auf die ständige Tuchfühlung Ihres Sohnes nicht eingehen, er muss sich anpassen....!"#schock

Nachdem unser Sohn mehrfach lautstark protestiert, weil man ihn mehrfach nicht mehr drannimmt, werden mit Disziplinierungsmaßnahmen, wie "vor die Tür schicken" beantwortet.

Unlust und Frustrationen machen sich breit, werden im Zeugnis mit "unzureichenden Sozialverhalten" beschrieben.

Mitarbeit wird runtergefahren, Störungen landen auf dem Tagespunkt.

Kommischerweise nicht bei der Mathematiklehrerin, die Zusatzaufgaben einsetzt, unauffälligster Schüler mit Bestnoten.#gruebel

Beim Elternabend vorsichtig "Wie kann ich meinen Sohn zur Mitarbeit motivieren" beim Klassenlehrer angesprochen, endeten im Disaster "den brumm ich mehr Hausaufgaben auf".
Dabei hab ich bewußt vermieden zu sagen, das er unterfordert scheint. Es wurde allgemein festgestellt, das stark unterschiedliche Lernstände in der Klasse vorhanden sind.
z.B. 100 Seiten Arbeitsheft - 30% bei S. 40 - 60% bei 80 - 10 % fertig.#kratz

Schlimme Woche nach dem Elternabend erlebt. Mussten unseren Sohn stark auffangen. Depressionen machen sich breit. Sätze: Hättet Ihr mich doch bloß nicht bekommen, lassen die Alarmglocken schrillen.#schock

Im Privaten Umfeld rät man uns dringend zum Test,
angeblich, weil man eine schriftliche Gesprächsunterlage hat.
Deren Kind hat man dann in Ruhe gelassen.

Hoffnung?#gruebel

Daraufhin mit der Mathematik- und gleichzeitig Klassenlehrerin der 2. Klasse gesprochen, nach der Meinung des Hochstufens gefragt. Sie sieht ehr Probleme, da unsere Tochter sich in der 2. Klasse befindet. Vorsichtig nach Ihrer Meinung bezüglich eines Testes gefragt. Antwort: Sie wissen doch was dabei rauskommt, warum Test? Wir: Damit man eine Gesprächsunterlage hat, falls es schlimmer wird.

Sommerferien, erstmal Schulfrei. #freu

Trotzdem haben wir einen Kinderneuropädiatoren aufgesucht. Nach 1,5 h Diagnostik hat er uns zu einem Kollegin, für ein Testdurchgang nach HAWIK-III vermittelt. Testergebnis: 128 im Durchschnitt, VIQ 132

Ratgeber besorgt http://beratrain.de
"Mit intelligenten Kindern intelligent umgehen"

2. Schuljahr, Hausaufgabenheft in Tagebuch umfunktioniert.
Es gibt noch nicht mal ein Hausaufgabenheft für die Kinder.

Unser Sohn schreibt seine Hausaufgaben rein, wir notieren mit Ihm seine Striche und Rauswürfe oder Streiteren mit Klopperein.

Erste Woche lief relativ ruhig an, endet Do. + Fr. mit Strichen und Rauswurf. Zweite Woche nicht besser. Allerdings mit neuem Elternabend. Ich als Mutter beiß mich, überwinde mich und lobe den Lehrer, das er seine scheinbar längstvergessende Smilies unter den Hausaufgaben wieder macht.

Ende der zweiten, sprich letzten Woche ruft uns der Lehrer zum Elterngespräch für nächste Woche an. Faselt was von Hoch- oder Runterstufen, genaueres erhalten wir im Gespräch. Wir versuchen unseren Sohn aufzufangen, reden, beruhigen in.

Nächste Woche, sprich diese Woche beginnt heute
gleich mit noch nie erreichten 16 Strichen mit Rauswurf.
Unser Sohn ist Komplett aus der Bahn, wir sind alle fix- und fertig. Das Elternlatein am Ende.

Mir ist zum Heulen zu Mute.#heul.Gleichzeitig bin ich als Mutter stinksauer:-[

Wer hat bisher so was ähnliches erlebt? Eine Parallel-Klasse gibt es nicht, runterstufen wäre das Wahnsinn? Hochstufen, dort sitzt meine Tochter (was wir nicht in Erwägung ziehen, aber nicht entgültig ausschließen wollen)
Wäre ein Schulwechsel sinnvoll?

Wenn das so weiter geht, müssen wir aufgrund der Belastung bald eine Familientherapie aufsuchen. Gibt es so etwas.
Wir sind bald fix- und fertig.


Beitrag von graupapagei4 22.09.06 - 08:57 Uhr

Unser Sohn ist auch sehr intelligent, er ist jetzt 6 Jahre alt und besucht die 3.Klasse einer ganz normalen Grundschule. Er ist und bleibt ungetestet, weil eine Zahl uf einem Stück Papier nichts ändern würde.

Bevor man einen Test machen lässt, sollte man überlegen, was das Testergebnis bedeuten würde und was sich dadurch ändern würde.

Ich weiß ja nicht, welche konkreten Probleme Euch zum Test gehen lassen, aber man darf nicht vergessen, dass Hochbegabung nicht als Entschuldigung für alles dienen kann und sollte. Das wird heute gerne vergessen! Ein entsprechendes Testergebnis ist auch kein Problemlöser.

Wohin geht ihr denn zum Test???

Beitrag von forumforall 22.09.06 - 11:52 Uhr

Es geht uns bei diesem Test nicht darum seine IQ Zahl rauszufinden.In der Schule gibts heftige Probleme und auch die Lehrer sind der Meinung das es Langeweile wegen Unterforderrung ist.Es geht uns darum rauszufinden wo wirklich die Ursache liegt um dementsprechenden Problemen entgegenzusteuern.

Beitrag von marion2 22.09.06 - 11:56 Uhr

Hallo,

bei Langeweile wegen Unterforderung helfen für gewöhnlich extra Aufgaben.

LG Marion

Beitrag von graupapagei4 22.09.06 - 13:45 Uhr

Siehst Du das ist sowas , was ich nicht verstehe. Wenn die Lehrer der Meinung sind, dass es Langeweile wegen Unterforderung ist, dann könnten sie doch einfach gegensteuern z.B. durch Binnendifferenzierung oder das Kind am Unterricht einer höheren Klasse teilnehmen lassen.

Wo ist die Langeweilegrenze - bei den magischen 130 oder vielleicht schon bei 125?

Was machst Du , wenn das Kind nicht hb ist, sondern nur überdurchschnittlich begabt - was machen die Lehrer?

Bei uns wurde die Langeweile durch einen Sprung gelöst - Test war dazu nicht nötig. Und jetzt haben wir eine Lehrerin , die ausgezeichnet Binnendifferenzierung macht!

Beitrag von tipse66 22.09.06 - 16:14 Uhr

hallo,
mein sohn wurde von der grundschule (1.klasse) zum test angemeldet. beim test war nur eine psychologin und mein sohn, dauerte ungefähr eine stunde.
der test ist für 7-16jährige. da war zum beispiel:
-mit plättchen vorgegebene bilder nachlegen
-fehler auf bilder erkennen
-begriffe ,die etwas miteinenader zu tun haben zuordnen (z.b. wasser-dampf, milch-kuh usw)
-rechnen

das testergenbis war in der hinsicht wichtig, dass man nur mit einem bestimmten IQ auf die kinderakademie darf. dort werden diese kinder einmal wöchentlich in versch. arbeitsgruppen gefördert. z.b. chinesisch, japanisch, mathe, philosophie u.ä. die kinder können sich das selbst aussuchen und sind dann "unter ihres gleichen" denn manchmal ecken sie durch ihre hochbegabung bei ihren mitschülern an.

lg petra


Beitrag von marion2 23.09.06 - 15:30 Uhr

Hallo,

inwieweit sind solche Tests eigentlich aussagefähig?

Wenn ich meinen Sohn dort hin bringen würde, käme wahrscheinlich heraus, dass er unbedingt eine Sonderschule (wenn überhaupt) besuchen müsste. Wenn der Bengel keine Lust hat, dann macht er nix. Besonders dann, wenn alle anderen Kinder über den Spielplatz toben.

LG Marion

Beitrag von phil1196 24.09.06 - 14:04 Uhr

Hallo,
wir haben unseren Sohn 2x testen lassen. Das erste Mal mit 6 Jahren. Hier ging es um eine evtl. verfrühte Einschulung. Das nächste Mal in der 3. Klasse. Es gibt verschiedene Testmethoden. Ihr solltet Euch einen Psychologen aussuchen, der den Test nach ... Verfahren (genaue Bez. habe ich leider vergessen) auswählt. Dieser Test geht über mehrere Stunden (spricht Tage als Sitzungen). Nur mit diesem Test kann ein genauer bsp.weise IQ-Wert ausgewertet werden.
Unser Sohn gehört zu den Hochbegabten. Wir haben ihn dennoch nicht eine Klasse springen lassen oder gar verfrüht einschulen lassen. Ihm fliegt alles zu; er hat genug Zeit für seine Freunde und Hobbys.
Im kommenden Jahr wechselt er aufs Gymnasium und wir sind sehr zufrieden, dass wir alles "beim Alten" gelassen haben.
vlg babs#sonne

Beitrag von pupsismum 24.09.06 - 15:41 Uhr

Unser Sohn wurde auch mit 9 Jahren getestet und zwar mit dem K-ABC, da kannste hier mal schauen...

http://www.testzentrale.de/?mod=detail&id=150

Und ich bin erstaunt, dass manche doch so vehement gegen einen IQ-Test sind. Also meine Gefühle für mein Kind haben sich dadurch nicht verändert, weder bin ich nun stolzer auf ihn, noch wäre ich enttäuscht oder ähnliches gewesen. Ich fand es insofern hilfreich, weil man als Eltern hinterher halt noch genauer wußte in welchen Bereichen seine Stärken und wo seine Schwächen liegen und entsprechend darauf eingehen kann.

Das Gymnasium, dass unser Sohn besucht, bietet z.B. auch eine Hochbegabtenförderung an, dort kann man sein Kind allerdings nur anmelden, wenn man den IQ durch einen Test nachweisen kann, find ich auch okay.

Hm, na ja, ich find das halt nicht so dramatisch, wichtig ist halt, dass man nicht vergißt, egal welcher IQ dabei raus kommt, dass es das selbe Kind wie vorher ist #freu und nur weil es vielleicht überdurchschnittlich intelligent oder sogar hochbegabt ist, dennoch nicht aus den Augen verliert, dass auch diese Kinder deswegen nicht unbedingt in allen Bereichen kleine "Riesenhirne" sind, sondern sich ihre herausragende Intelligenz manchmal auch auf Teilbereiche beschränkt.

Na ja, letztlich wollen wir doch eh alle nur das Beste für unsere Kids, oder ;-)

LG#blume
pupsismum