Erfahrungsaustausch Probleme mit den eigenen Eltern.

Archiv des urbia-Forums Familienleben.

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von lillifee111 21.09.06 - 12:10 Uhr

Ich stehe mit beiden Beinen im Leben, habe einen guten Job, aber meine Eltern machen mit von Zeit zu Zeit das Leben zur Hölle. Ich konnte bisher die ganze Situation nich in Worte fassen um was es sich handelt, aber seit ich das Buch "Emotionale Erpressung" gelesen habe, würde ich schon sagen daß es in diese Richtung geht. Wenn ich jetzt im Nachhinein reflektiere, machen das Meine Eltern, besonders meine Mutter seit meiner Kindheit. Zur Zeit bin ich an einem Punkt angelangt wo ich einfach nicht mehr weiter weiß, Ich möchte die Erlebnisse meiner Kindheit und den Umgang mit meinen Eltern (kein Mißbrauch) gerne aufarbeiten, da es mich immer wieder einholt, dazu würde ich mir professionell Hilfe holen. Aber wo setzte ich an. Ich möchte mit meinem Hausarzt nicht darüber sprechen, da ich ihn noch nicht so lange kenne.
Wie finde ich einen geeigneten Terapeuten ?
Kann ich das auch selbst zahlen, ohne meine Krankenkasse ?
Meine Hemmschwelle ist einfach zu groß um zum Hausarzt zu gehen und eine Überweißung zu holen.

Danke für eure Antworten.

Beitrag von alpenbaby711 21.09.06 - 12:36 Uhr

Hi du!

Also ich kann dir eine Therapie nur empfehlen. Hab nämlich auch eine gemacht. Eigentlicher Grund war was anderes, doch dann hab ich die ganzen Jahre mit meinen Eltern mit aufgearbeitet und es tat mir wirklich gut. Ich hab heute zwar seit etwas über 3 Jahren keinen Kontakt mehr, doch selbst wenn ich wieder Gehässigkeiten von denen zugetragen bekomme lach ich meistens nur noch darüber.
Auf Krankenversichertenkarte kannst du 5 Stunden so bekommen als Therapie und wenn du weitere brauchst dann musst du einen ANtrag bei deiner Krankenkasse auf eine Therapie stellen. Sind 25 Stunden soweit ich das noch weiß. Waren es jedenfalls bei mir.
Liebe Grüße Ela

PS. Falls du noch Fragen hast melde dich

Beitrag von arwen111 21.09.06 - 13:41 Uhr

Schließe mich dem Rat an. Ich hab auch ne Therapie hinter mir.Der Hintergrund war auch ein anderer,aber eben auch ordentlich Probleme mit den Eltern.Haben da soviel klären können,daß das Verhältnis wunderbar ist.

Beitrag von lillifee111 21.09.06 - 13:56 Uhr

An welchen Arzt wendet man sich da ? an eine
Psychoterapeuten ? Entschuldigung, daß ich mich so blöde anstelle.

Beitrag von alpenbaby711 21.09.06 - 19:12 Uhr

Hi du!

Also blöd stellste dich ganz sicher net an. Blöd sind nur die, die sich net trauen zu fragen, grins.
Du gehst ins Branchenverzeichnis und schaust einfach mal Psychotherapeuten an. Ist aber was anderes als Psychiater also net verwechseln.

Gruß Ela

Beitrag von susa12 21.09.06 - 23:57 Uhr

In der Regel dauert es aber sehr lange bis Du einen freien Platz bekommst. Meist gibt es Wartelisten. Musste für eine Freundin mal rumtelefonieren und alle hatten eine Warteliste von über 6 Monaten. Je eher Du Dich da eintragen lässt, umso besser. Und dann muss natürlich auch noch die Chemie stimmen.

Wenn Du das gar nicht über einen Arzt laufen lassen willst, kann man die Stunden auch selber zahlen, ich glaube, das kostet um die 75€/h, bin mir da aber nicht sicher.

Andererseits haben die Anderen schon Recht, Du kannst entweder Deinen Hausarzt dazu befragen oder Dich auch einfach mal direkt an Deine KK wenden und die dort mal fragen, wie das ablaufen kann.

Gruß

Beitrag von herzensschoene 22.09.06 - 00:12 Uhr

hallo,

ja ja , psychotherapeut oder psychiater. ich will dir mal schnell den unterschied erklären. ich arbeite in der psychiatrie.

ein psychotherapeut hat psychologie studiert und hinterher eine langjährig ausbildung zum psychotherapeuten gemacht. er kann die behandlung nicht direkt mit der krankenkasse abrechnen und brauch eine ausführliche überweisung von deinem hausarzt.

ein psychiater hat medizin studiert, nach dem studium eine facharztausbildung zum psychiater gemacht und währenddessen oder danach eine ausbildung zum psychotherapeut.
er brauch im grunde genommen gar keine überweisung. du kannst praktisch auch die 10 euro bei ihm bezahlen und er schreibt dir alle überweisungen im quartal aus. und glaube mir, das ist gängige praxis. für die schwester in einer psychiatriepraxis ist es normales geschäft überweisungen zu jedem facharzt auszustellen. und wenn du mal zu deinem hausarzt willst kannst du dir auch für ihn beim psychiater eine überweisung holen.

ob du dich für eine psychiater oder einen psychotherapeuten entscheidest ist egal.
es gibt bei beiden gute und schlechte. du hast auf jeden fall fünf anfangsstunden in denen du deinen therapeuten und er dich kennen lernen kannst. danach entscheiden beide! ob sie miteinander können. wenn du ein ungutes gefühl hast gehst du zum nächsten. das mit den wartezeiten stimmt leider.
ich hoffe ich konnte dir helfen.

liebe grüße maren

Beitrag von aggie69 21.09.06 - 12:46 Uhr

Du brauchst doch Deinem Hausarzt nicht erklären, warum Du eine Therapie machen willst. Geh zur Schwester, zahl Deine 10 Euro und laß Dir eine Überweisung ausschreiben. Ich würde mich da auf gar keine Diskussion einlassen!
Wenn Du Dir eine Überweisung zum Gyn oder Augenarzt holst, erklärst Du doch auch nicht lang und breit wieso Du da hin willst.

Beitrag von ginger_girl 21.09.06 - 16:07 Uhr

Hallo,

Du kannst zu irgendweinem Arzt gehen und Dir eine Überweisung holen. Ich habe das auch schon gemacht und die Therapie hat mir einfach irrsinnig gut getan. Ich kann Dir dazu nur raten! Ich hatte auch immer Schiss, wegen der Überweisung und so. Aber geh einfach zu irgendeinem Arzt, den Du nicht kennst und den Du nie wieder sehen wirst. Erzähl ihm eine Geschichte. Dass es Dir wirklich schlecht geht und so - denn das ist ja wohl auch so, wenn Du eine Therapie machen willst - und dann schreibt er Dir eine Überweisung und er darf gar nicht mit anderen darüber sprechen.
Nur Mut. Es bringt so wahnsinnig viel!