Was ist nur los mit mir?!

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Forum: Gesundheit & Medizin

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Beitrag von matjeshering 21.09.06 - 12:32 Uhr

Hallo!

Ich muss heute mal mein Problem hier auf den Tisch bringen, den ich verzweifel bald an mir selbst.

Seit ca. 3 Wochen ist es so, dass ich mich teilweise nicht mehr selbst erkenne.

Jeden Tag wache ich auf und wünschte es wäre schon Abend, am liebsten würde ich mir die Bettdecke über den Kopf ziehen und so tun, als wäre ich nicht da. Ich wache auf, habe Nacken-Kopfschmerzen, nehm dann hier schon 2 Paracetamol ein (500er).

Quäle mich ins Kinderzimmer zu meinen Mäusen, nehme sie aus dem Bett und wieder der Wunsch danach, dass es schon abends wäre und sie ins Bett gehen könnten. Ich versuche mit ihnen zu albern, sie fröhlich in den Tag starten zu lassen, aber es gelingt mir seltenst!#heul

Nach dem Frühstück (nur die Beiden essen, Hunger hab ich morgens schon lange nicht mehr), spiele die Beiden normalerweise. Zur Zeit plagen sie die Zähne, deshalb quengeln sie viel. Ich kann mich nicht hochraffen, mit den Beiden irgendwas zu machen. Ich sitz dann am Boden und könnt einfach nur Löcher in die Erde starren, hab zu nix Lust!

Wenn die Zwei schlafen, geh ich duschen und mach mir nen Kaffee. Nicht mal das hilft mir hinweg über diese endlosscheinende Unmotiviertheit.

Den lieben langen Tag, fühl ich mich schlapp, bin desinteressiert an allem. Das Einzige was ich mache, ist Kochen, Küchen aufräumen, Wäsche waschen und natürlich alles, was mit den zwei Mäusen zu tun hat und gemacht werden MUSS.

Gestern waren wir nachmittags spazieren, als wir heimkamen, wurde mir schwindelig, ich musste mich setzen. Ich schob es darauf, dass ich nicht viel getrunken hatte tagsüber. Aber irgendwie wurde es den ganzen Abend lang nicht wirklich besser. Ehrlich gesagt, fühlte ich mich hundeelendig.

Fast jeden Tag, könnte ich heulen... ich fühle mich dann durch eine normale Alltagssituation am Limit (so wie das i-Tüpfelchen ist das dann). Ich bin genervt wie nur noch was vom Gequengle der Beiden. Mein Mann nimmt sie mir zwar ab, aber irgendwie bleiben sie doch immer an mir hängen.

Wenn sie dann im Bett sind die Mäuse, könnte ich wieder losheulen, weil ich mich als schlechte Mutter fühle, weil ich ihnen wegen meiner momentanen Verfassung einfach nicht das geben kann, was sie verdienen. Aufmerksamkeit, mit ihnen spielen etc.

Mein Mann sagt immer, eine Auszeit würde uns gut tun. Tja, das mag wohl stimmen, aber woher nehmen? Meine Eltern wohnen 600km entfernt. Seine Eltern zwar nur 100km, aber haben ihr eigenes Säcklein z.Z. zu tragen (Schwiepa hat Krebs im Endstadium). Freunde haben wir nur mit Kindern und wem kommt man schon recht, wenn es um das Aufpassen von Zwillingen geht.

Ich war von den 14 Tagen genau 3 Tage ohne Kinder.

Naja, jedenfalls fühle ich mich schrecklich mies, ich könnte nur noch heulen, bin schlechtgelaunt und gesundheitlich auch angeschlagen (Nacken-Kopfschmerzen tägl.).

Was braut sich da zusammen?! Ich will wieder so sein wie vor ein paar Wochen! HILFE

matjeshering, verwirrt und hilflos

Beitrag von matjeshering 21.09.06 - 12:35 Uhr

''Ich war von den 14 Tagen genau 3 Tage ohne Kinder.''


14 Monate meinte ich natürlich #augen

Beitrag von eineve 21.09.06 - 12:51 Uhr

hab gestern ein interessantes buch gefunden

homöopathie - selbstbehandlung - hilfe im notfall

da kommen einige seiten zusammen die deiner schilderung entsprechen. vielleicht hilft dir eine derartige eigeninitiative.

du bist erschöpft. da braut sich nicht mehr viel - da hat sich schon gebraut.

klar - könnt jetzt ne liste schreiben was du "sollst" nur - du allein weisst wie du was umsetzten kannst.

Beitrag von katzeleonie 21.09.06 - 13:46 Uhr

Och Du Arme. #liebdrueck

Hört sich nach ziemlichen Depressionen oder Burnt-Out an finde ich. Genau so haben meine Depressionen angefangen. Lustlos, müde, Kreuz und Nackenschmerzen. Ständig entnervt, keinen Hunger hatte 4 Kilo abgenommen, konnte an nichts richtig teilnehmen, immer unkonzentriert.

Laß es nicht lange anstehen, ab zum Doc für eine Überweisung zum Neurologen.

Alles Liebe
leonie

Beitrag von stehvieh 21.09.06 - 18:39 Uhr

...und ein Bluttest mit Blick auf die Schilddrüsenwerte wäre auch nicht verkehrt - eine Unterfunktion kann sich auch so äußern #;-).

LG
Steffi

Beitrag von lulu2003 22.09.06 - 00:55 Uhr

Hallo,

als ich las wie du dich fühlst kam es mir vor du schreibst von mir. Ich habe schon das Gefühl ich bin ernsthaft krank weil ich auch jeden morgen mit Kopf-und Nackenschmerzen aufstehe. Ich habe allerdings nur ein Kind. Mit Zweien stelle ich es mir noch schwieriger vor. Schwindel habe ich auch öfter und frage mich woher er kommt. Trinke auch zuwenig und schiebe es oft darauf. Meine Familie wohnt 530km entfernt, Schwiegereltern direkt eine Strasse weiter doch sie nehmen unseren Junior mal tagsüber für eine kurze Zeit und auch nur max. 1 im Monat. Also habe ich in der Hinsicht auch keine Entlastung. Zeit für mich oder mal ne richtige Ruhepause? Was ist das?
Ich denke wir sind einfach ausgelaugt und brauchen wirklich eine Pause. Aber ohne das Kind? Im ersten Moment traumhaft aber dann fehlt er mir schon bei dem Gedanken daran. Manchmal denke ich es will es gar nicht anders, dann will ich ganz schnell allein auf eine einsame Insel. Gaaaanz lange. ;-)
Du bist nicht allein, auch wenn dir damit nicht wirklich geholfen ist.

Lieben Gruß
Sandra