Epilepsie! Umschulung?

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von funny_steffi 21.09.06 - 12:45 Uhr

Hallo alle zusammen!

Ich habe Epilepsie und letztens ist es auch in der Öffentlichkeit passiert! *Wie schrecklich* Wurde mit dem Krankenwagen ins KH gebracht, mit allem drum und dran!

Nun gut,....

Ich bin gelernte Bürokauffrau, habe aber nie etwas in meinem Beruf bekommen und war somit immer im Einzelhandel tätig. Da mir das aber nun mit meiner Krankheit zu gefährlich ist, möchte ich gerne ne Umschulung machen.

Was meint Ihr, bekomme ich sowas überhaupt durch die Krankheit genehmigt? Würde ganz gerne zur Arzthelferin umschulen wollen. Der medizinische Bereich interessiert mich schon immer! Wollte eigentllich Krankenschwester damals lernen, aber da ich mit der Epi keine Nachtschicht machen darf hatte sich das Thema auch erledigt.

#danke für Eure Antworten.

Lieben Gruß Steffi

Beitrag von jill33 21.09.06 - 12:57 Uhr

Hallo...

ich finde das wirklich toll, was du dir beruflich für die Zukunft so ausmalst.

Ist die Firma in der du jetzt bist, über deine Epi informiert?

Wie lange hast du die Kranheit denn schon?

Weißt du, ich frage nur deshalb, weil mein Mann auch Epileptiker ist. Er hat ebenfalls einen festen Beruf die auch über seine Krankheit informiert sind, darf auch keine Nachtschicht machen.

Er hatte sich auch mal auf andere Angebote beworben, aber leider aufgrund seiner Krankheit nicht bekommen.

Es wird schwer sein für dich, was anderes zu bekommen.

LG Claudia

Beitrag von funny_steffi 21.09.06 - 13:06 Uhr

Hallo Claudia!

Danke deiner Antwort!

Ich bin im Moment leider arbeitslos! Ich arbeite nun nebenbei in einem Kiosk Getränkemarkt. Aber halt auch immer alleine in der Schicht.

Ich habe diese Krankheit seit 5 Jahren, nehme aber erst seit etwas über einem Jahr Medis,denn vorher waren es nur Gelegenheitsanfälle. Öffentlich habe ich die Epi auch noch nicht gemacht! Es weiß also keiner!!

Ich habe mir halt nur gedacht, dass wenn ich ein Schreiben von meinem Neurologen bekomme, das es besser für mich wäre eine Umschulung zu machen, das mir das Arbeitsamt dann diese genehmigt und finanziert?! Denn im Einzelhandel möchte ich nicht wirklich weiter arbeiten, es kann ja jederzeit wieder ein Anfall auftreten und das möchte ich mir einfach nicht antun.

Ist dein Mann denn anfallsfrei?
Das ist schon traurig das man wegen der Erkrankung keine Chance mehr hat eine neue Anstellung zu bekommen. Das ist auch ein Grund für mich, warum ich das bei Bewerbungsschreiben nicht angebe.

LG Steffi

Beitrag von jill33 21.09.06 - 13:56 Uhr

Ja, aber der Anfall kann überall auftreten ...egal ob im Einzelhandel oder sonst wo.

Sicher vor ihm bist du nirgends.

Tja, und das mit dem angeben, ist so ne Sache. Da gehen die Meinungen auseinander. Zum einen ist es bei meinem Mann in der Firma so, sollte er mal da einen Anfall bekommen, wissen die was sie machen müssen. Wenn das keiner weiß, wird auch oft nicht schnell genug gehandelt.Und grade bei der Krankheit meines Mannes kommt es wirklich auf die schnelligkeit des bewußtwerdens an.

Den letzten Anfall hatte er vor zwei Jahren. Zu Hause!! Gott sei Dank!

Er leidet schon seit 17 jahren unter dieser Krankheit.

Und ich bin einfach dafür, das man die Firmen auch in Kenntnis davon setzen sollte.Außer das man keine Nachtschicht machen sollte, ist man ja sonst nicht eingeschränkt.

Beitrag von letizia06 21.09.06 - 20:23 Uhr

Hallo Steffi,

es ist leider heut zu Tage nicht mehr so einfach eine Umschulung finanziert zu ekommen. Mein Mann ist auch schon seit Kindheit Epileptieker und hat Koch gelernt.
Er hat Anfang 05 probiert eine Umschulung zu bekommen. Er war beim ARGE-Amtsarzt und die Umschulung wurde abgelent.

Er wollte Krankenpfleger werden. Wir haben uns entschlossen die Ausbildung dann selbst zu finanzieren. Er hat sogar einen Ausbildungsplatz bekommen, aer wurde leider in der Proezeit gekündigt, weil sie meinten er würde den praktischen Leistungen nicht gerecht werden. Schriflich stand er auf 2. Er hat sich so in die Ausbildung gehängt. Nun will er noch mal nen neuen Anfang starten und zwar als Heilerziehungspfleger. Hoffen das er damit Glück hat.

Er ist gut mit Medis eingestellt und hatte die letzten 3 Jahre nur einen Anfall.

Wünsche dir viel Glück.

LG