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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von sonnenkind24 21.09.06 - 13:41 Uhr

Hallo,

hoffe ihr könnt mir helfen. Mein Sohn geht sei drei Wochen in den Kindergarten. Die ersten zwei Wochen war er nachmittags, aber da er so geschrieen hat, haben wir ihn jetzt vormittags rein und es war auch gut so. Er fühlte sich anscheinend nachmittags abgeschoben von mir.
Montag kam er dann das erste mal in den Kindergarten vormittags. Mein Mann brachte ihn um 8uhr hin und ich holte ihn um 11uhr wieder ab. Die Kindergärtnerin meinte, es ist super gelaufen. Er habe kaum geweint und schön gespielt.
Dienstag lief es noch besser. Er weinte nur kurz als mein Mann ihn "ablieferte"
als ich ihn abholte, meinte die erziehung, ich soll ihn morgen erst um 11.30 abholen, wir versuchen es einfach.
Dienstag Nachmittag erfuhr ich, dass ich ( ich war schwanger in der 13.ssw) das baby verloren hatte, das herz hörte auf zu schlagen. Jannik bekam das mit, denn ich musste ihn mitnehmen( habe keinen, der auf ihn aufpassen hätte können).
mittwoch musste ich um 7uhr im kh sein. mein mann fuhr mich hin mit jannik und tim( unser kleinster 41/2 monate). jannik weinte, als ich mich verabschiedete. er wusste ja was los war.
ich weiss, das war falsch, dass er es mitbekam, aber wie schon gesagt, ich habe weder oma noch opa noch sonstwen, aufpassen hätte können, als ich beim FA war.

zu meinem mann sagten sie gestern, es ist wieder super gelaufen, bis auf die letzten 20min. da weinte er etwas.
aber sonst alles sehr gut.
sie holten mich nachmittags aus dem kh ab und jannik war schon etwas komisch, hatte keinen mittagsschlaf gemacht und war quengelig.

heute morgen als mein mann ihn wieder hinbrachte vor der arbeit, weinte er überhaupt nicht, sonder sagte tschüss papa.
und jetzt kommts: vorhin um halb zwölf holte ich ihn ab und die erzieherin meinte, er habe von 8uhr bis jetzt nur gebrüllt und sich kaum beruhigen lassen.
ich frage sie, wieso sie mich nicht angerufen habe, ich wäre sofort gekommen. sie meinte, sie wollten versuchen ihn zu beruhigen. sie fragte mich wie alt er denn genau sei. ich sagte, er wurde am 13. 9. 3 jahre alt. ich solle ihn doch besser erst wieder im januar bringen, dann gehe er vielleicht lieber in den kindergarten. ich dachte ich spinne. nur weil er jetzt einmal richtig geweint hat und sie unfähig waren mich anzurufen, soll ich ihn wieder rausnehmen???
ich sagte, dass jannik es mitbekommen hat, dass ich das baby verloren habe. und die erzieherin sagte, ja dann ist ja alles klar. deshalb ist er auch so heute. angeblich war es gestern acuh schon so. nur sagten sie nix...:-[
ich sagte, ich nehme ihn nicht raus, denn ob jetzt oder januar, das macht kaum unterschied ich kenne jannik. außerdem hat es ihm ja auch gefallen montag und dienstag und mittwoch. nur weil er jetzt total durcheinander ist wegen der sache, sol ich ihn rausnehmen???
wenn ich nachgebe, geht er nie wieder hin.

morgen hole ich ihn wieder um 11uhr ab und ich sagte, sobald er länger als 15 min richtig heftig weint, sollen sie mich gefälligst anrufen.
das schlimme war, jannik war in einem seperaten raum mit einer erzieherin, denn angeblich konnten sie mit den anderen kindern keine spiele machen, weil er so gebrüllt hat. ja menschenskinder, dann hätten sie mich doch anrufen können:-[:-[:-[:-[:-[
ich bin echt sauer. das ist der einzige kindergarten bei uns in der nähe. die erzieherinnen sind auch sehr sehr nett, sie nahmen jannik sofort hoch, aber ich glaube sie sind überfordert mit so vielen kindern und nur zu zweit.

was soll ich machen? könnt ihr mir einen rat geben? jannik sagt ja nicht wieso er geweint hat. er sagt nur immer, dass er morgen wieder weint...#heul#kratz
dabei hat es ihm wirklch gefallen, er erzählte was er spielte und freute sich richtig. aber seitdem das mit dem baby ist, will er nicht mehr.

hoffe auf eure hilfe.
bin echt am verzweifeln.

lg mariana mit jannik813.9.03), tim(03.05.06) und #stern

Beitrag von pssst77 21.09.06 - 13:57 Uhr

Hallo Mariana!

Also erstmal kann ich sagen,dass deine Einstellung zu dem Thema völlig richtig ist und ich finde,dass die Erzieherinnen eindeutig überreagieren. Mein sohn ist heute viereinhalb und kam mit 3 Jahren in den Kindergarten und er ist ein Trennungskind,das heißt,die Trennung vn seinem Vater hat er damals mit knapp 1 Jahr hautnah miterleben müßen.
Bei uns im kindergarten ist das motto ganz klar: Jedes Kind braucht minimum 3 Monate eingewöhnungszeit im Kindergarten,das eine aber etwas länger,das andere vielleicht etwas weniger. Mein sohn zumindest hat gut ein dreiviertel Jahr gebraucht,bis er ohne Weinen und ohne andere Komplikationen in den Kindergarten ging. Noch heute haben wir ein bestimmtes Verabschiedungsritual,wenn ich das vergesse,ist das Weinen sofort groß und ich muß kurz umkehren und es "durchziehn" lach.
Lass dich doch bitte nicht von denen unterkriegen,ich würde ganz konsequent sagen,dass Du die Mutter bist und Du wohl am besten weißt,was für dein Kind das beste ist. Sie müßen sich eben die Zeit dann nehmen,den Kleinen an die Kindergartenzeit heranzuführen. In einen extra Raum mit dem Kind finde ich an und für sich nicht verkehrt,denn dann ist erstmal Ruhe und dein Kind hat die Möglichkeit,sich zu beruhigen. Sollte es dann aber nicht beruhigt haben,sehe ich das schon als Pflicht,dass Du darüber informiert wirst.
Auf jeden Fall sprich nochmal mit den Erzieherinnen,sag Ihnen,dass du wegen eines "Rückfalles" sicher nicht aufgeben willst und dass Du es weiter probieren möchtest. Raustun kannst du ihn in 1 bis 2 Monaten sicher immer noch.
Was die andere Sache betrifft,mein aufrichtiges Beileid,dass du dein Baby verloren hast. Wenn Du denkst,dass Dein Sohn deswegen so durcheinander ist,lass ihn doch erstmal eine woche zuhause und Verschnaufpause und seh dann weiter. Vielleicht tut es Euch beiden gut,eine Ruhezeit zu gönnen. Für deinen Sohn,um zu erkennen,dass alles okay ist soweit und für dich,dass Du wieder nach vorne blicken kannst.
Ich hoffe,ich konnte Dir ein bisschen Unterstützung bieten.
Alles,Alles Gute und viel Glück weiterhin.

Sylvia mit Patrick 4,5 und Louis 12 Monate

Beitrag von sonnenkind24 21.09.06 - 14:01 Uhr

Hallo,

vielen vielen DAnk für deine Antwort. Ich werde auch nicht aufgeben und ihn rausnehmen. SEh ich gar nicht ein. Das ist ihr Job. Ich werde es weiter beobachten und sehen was morgen und nächste Woche ist und mir viel Zeit für ihn nehmen. Momentan schläft er zum Glück. Er war total ko als ich ihn abholte, auch kein Wunder, wenn man drei Stunden lang schreien muss#schock:-[

lg Mariana

Beitrag von pssst77 21.09.06 - 14:13 Uhr

Bitte schön,gern geschehen! :-)
Würde mich freuen,wenn du mir mal schreiben würdest,wies denn so weitergeht mit deinem Racker ;-)
prinzessinsh@gmx.net

Liebe Grüße
Sylvia

Beitrag von sonnenkind24 21.09.06 - 14:45 Uhr

Hi

mach ich gerne. hier ist meine: mmd2@freenet.de

ich denke mir auch nur, wenn ich ihn jetzt rausnehme, will er nie wieder rein auch nicht im januar. es ist auch sehr viel trotzverhalten dahinter.

lg mariana

Beitrag von nuckelspucker 21.09.06 - 14:51 Uhr

hallo,

ich würd ihn nicht rausnehmen. wenn er jetzt "damit durch kommt", wird es beim nächsten mal nicht viel anders werden.

hast du die möglichkeit, ihn die nächsten tage und wochen nur wenige stunden am vormittag dort zu lassen?

erklär ihm doch, dass das baby nun im himmel wohnt und von da oben auf ihn aufpasst, wenn er im KIGA spielt (oder sowas), wenn du das kannst (dir gehts ja sicher auch recht schlecht und das merkt er sicher).

alles gute wünscht

claudia

Beitrag von .claudi. 21.09.06 - 15:14 Uhr

Hallo Marina!

Laß dich erstmal #liebdrueck. Du hast die letzten Tage einiges durchmachen müssen. Ich würde deinen Kleinen nicht rausnehmen, "nur" weil er mal einen Tag geweint hat. Vielleicht wäre es eine Lösung ihn morgen nur kurz oder gar nicht im Kiga zu lassen und ihr macht euch dann einen schönen Tag zusammen. Es ist sicherlich für dich momentan alles sehr schwer, aber versuche, daß dein Sohn so wenig wie möglich mitbekommt und vermittel ihm, daß jetzt alles vorbei ist und es dir wieder sehr gut geht, so daß er auch in deiner Abwesenheit sich keine Gedanken macht und weiß, daß es seiner Mama gut geht.

Vielleicht könnt ihr auch am Wochenende alle gemeinsam was schönes Unternehmen (Tierpark etc.), so daß du ein bißchen abgelenkt wirst und auch dein Kleiner eine schöne Zeit mit dir verbringt.

Ich wünsche dir und natürlich deinem Sohn alles alles Gute.

LG Claudia

Beitrag von steiermark 21.09.06 - 19:52 Uhr

Hallo Mariana!

Das mit dem Baby tut mir echt leid.
Deinem Sohn hättest du es sowieso nicht verheimlichen können, daß du furchtbar traurig bist. Er hätte auf jeden Fall gespürt, daß etwas passiert ist. Und oft fühlen sich die Kleinen dann noch schuldig.
Wie wäre es, wenn ihr euch von dem #stern verabschiedet, z.B. ein Bild malen u. im Freien verbrennen, eine Kerze in der Kirche anzünden und ein paar Worte dazu sprechen, ans Familiengrab gehen und ihnen das kleine Zwergerl anvertraut,...
Euer Kleinstes ist gestorben! Es ist nicht einfach ein Gewächs abgegangen, wenn ihr alle durcheinander seid, ist es nur zu gut verständlich, auch wenn du gereizt bist, auf unqualifizierte Aussagen von Kigärtnerinnen ;-)

Alles Liebe, und baldige erfolgreiche Eingewöhnung wünscht Karin

Beitrag von 004 22.09.06 - 10:23 Uhr

Liebe Mariana!
Das ist eine sehr schwierige Situation für Euch alle! Ich möchte aber trotzdem auf die Sichtweise Deines Sohnes eingehen. Für ihn ist es natürlich ein komplett neuer Tagesablauf, den er bewältigen muß, und das bedeutet unheimlich viel Streß für ein kleines Kind. Er brauch den Rückhalt und das Vertrauen seiner Mama, zu der er eine sehr enge Bindung hat. Er brauch diesen Rückhalt und das Vertrauen, um sich mit der neuen Situation "anzufreunden". Das die ersten Wochen im Kindergarten bei manchen Kindern zu solchen Reaktionen führen, ist ganz normal. Jedoch müssen die Erzieherinnen, wie wenige es doch sind, ganz besonders auf die neuen, vor allen neuen KLEINEN Kinder, eingehen und sich intensiv mit ihnen beschäftigen, damit diese Kinder ebenso Vertrauen zu ihnen fassen können und wissen, woran sie bei den neuen Frauen sind. Aber um Vertrauen lehren zu können, kann es nicht sein, das ein kleines Kind STUNDENLANG weinen muß, weil es heimweh hat. Er versteht ja noch garnicht die ganze Tragweite, warum er jetzt dorthin muß ohne Mama. Vielmehr sollte - aus meiner Sicht - dem Kind die Chance gegeben werden und das Verständnis, dass - sollte mit ihm irgendetwas sein, sei es krank oder einfach ängstlich - er weiß, das die Mama nicht zu lange auf sich warten läßt. Meines Erachtens hat es keinen Sinn, ein Kind Stunde um Stunde weinen und verzweifeln zu lassen, ist doch dann klar, wenn er noch kein Vertrauen oder eine "Beziehung" zu den Erziehern hat, das er sich da auf nichts einläßt. Vor allen Dingen vor dem Hintergrund, dass er vielleicht Angst hat, das Dir während er nicht zu Hause ist, wieder was passiert und Du auf einmal wieder weg mußt/bist. Auf einmal warst Du ganz traurig und dann im Krankenhaus, das hat sich mit der Eingewöhnungszeit im Kiga überschnitten. Verlustängste pur bei Deinem kleinen Mann. Kinder bekommen unwahrscheinlich viel mit, was man garnicht denkt. Es ist aber sehr positiv, dass Dein Sohn Dir durch sein Weinen zu verstehen gegeben hat, dass er weiß, dass es Dir nicht gut geht und er ängstlich ist. Das zeigt, dass ihr eine sehr enge Bindung habt, manch andere Kinder in dem Alter sind da vielleicht nicht so.

Auf jeden Fall solltest Du das Gespräch mit den Erzieherinnen suchen und denen klipp und klar deutlich machen, was Du von Ihnen erwartest, zu erwarten hast und WAS FÜR DEINES KINDES WOHL am besten ist. DU bist die Mama. Es zeugt nicht grade von pädagogischen Fähigkeiten, für einen Dreijährigen das Zeugnis der Unreife auszustellen mit dem Hinweis, man soll mit dem Kiga nochmal 1/2 Jahr warten! So ein Quatsch. Jedes Kind braucht Zeit für neue Situationen im Leben, da muß man doch zusammenarbeiten mit den Eltern.

Vielleicht fängst Du mit der Kigageschichte noch mal ganz von vorne an. Z.B. Du bleibst anfangs wieder dabei, bis er eingespielt ist, und die Stunden würde ich vielleicht von 2 h/Tag im Kiga erst wieder langsam steigern, dann 2 1/2 h u.s.w. Da würde ich mich auch nicht abwimmeln lassen von den Erzieherinnen, schließlich waren die es ja auch, die in eigenem Ermessen versucht haben, auf Dein Kind einzuwirken, ohne die Hintergrundinfos, und vor allem sich nicht mit Dir abgesprochen haben. Es ist nicht nur für das Kind sehr wichtig, Vertrauen in der neuen Situation zu fassen, auch die Eltern, vor allen Dingen wir Mütter, müssen den Erzieherinnen vertrauen!!! Wir müssen wissen, dass es unseren Schätzen in der Zeit im Kiga gut geht, das sich um sie gekümmert wird. Wir werden verrückt, wenn die Möglichkeit bestünde, unser Kind hockt im Kiga allein in einer Ecke und muß schrecklich weinen, weil er sich alleine fühlt. Was muß das Kind da denken? Warum muß ich hier sein? Hat mich die Mama nicht mehr lieb? Oder Ähnliches. Und schon sind die Mißverständnisse da.

Also mein Tip: Nimm Dir die Erzieherinnen zur Brust. Sag Ihnen, was Du erwartest und das sie sich an Absprachen zu halten haben. Die stressige Zeit geht vorbei, umso schneller, wenn alle Beteiligten zusammenarbeiten.

Alles Gute für Dich und Deine Familie!#klee
Karola.

Beitrag von susanni 22.09.06 - 15:19 Uhr

Super Beitrag!