Kreditänderung?(etwas länger)

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Forum: Haushalt & Wohnen

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Beitrag von susa12 21.09.06 - 16:51 Uhr

Hallo,
wir haben letztes Jahr eine Eigentumswohnung gekauft.

Finanziert haben wir das über ein Annuitäten-Darlehen, sprich, wir haben den gesamten Kreditbetrag ausgezahlt bekommen, zahlen die ersten 10Jahre die Zinsen der Bank und quasi in einen neuen Bausparvertrag.
Die zweiten 10 Jahre dann nur noch an die Bausparkasse, Laufzeit und Zinsbindung also 20 Jahre.

Wir haben das Geld also quasi schon vor der Zuteilungszeit bekommen, müssen dafür natürlich dann mehr Zinsen zahlen.

Mittlerweile würde ich das nicht mehr so machen, allerdings dachten wir damals, dass das eine gute Sache wäre, die lange Zinsbindung wollten wir wegen der niedrigen Zinssätze.

Ablösen könnten wir die Summe auf einen Schlag erst nach Ablauf der ersten 10 Jahre laut Vertrag, da dann die Bank quasi nichts mehr damit zu tun hat, ab dann übernimmt die Bausparkasse, bzw. wir würden die Restsumme dann auf einmal an die Bausparkasse zurückzahlen dürfen.

Wie ist es denn wohl, wenn wir uns in z.B. aber schon in 5 Jahren ein Haus kaufen wollen würden? Wie würde das dann mit dem Darlehen weiter laufen? Wir würden dann die Wohnung verkaufen, dürften dann ja aber noch nicht den gesamten Restbetrag von dem Erlös bezahlen (Banken wollen ja auch leben).

Und wenn wir dann einen neuen Kredit für das Haus beantragen, müssten dann beide Kredite ja gleichzeitig getilgt werden? Oder kann man das irgendwie zusammenlaufen lassen?
Mhmm, ich weiss nicht, ob das einigermassen verständlich ist.

Gruß
Susa

Beitrag von risala 21.09.06 - 17:16 Uhr

hi!

also, wir arbeiten gerade an einer umschuldung für unser haus.

eine finanzierung (eagl ob bausaprvertrag oder "normale" finanzierung) kannst du immer vorzeitig ablösen - aber du musst dann vorauszahlungszinsen leisten.

wenn die eigentumswohnung verkauft wird, dann fällt auch der finanzierungsgrund weg... auch dann könnt ihr vorzeitig ablösen. ob dann auch vorauszahlungszinsen fällig werden weiss ich aber nicht.

gruß
kim

Beitrag von susa12 21.09.06 - 17:34 Uhr

Danke für Deine Antwort,
mhmm, Vorauszahlungszinsen werden dann bestimmt fällig, ich kann mir nicht vorstellen, dass sich die Banken sowas entgehen lassen.

Weisst Du in etwa, wie hoch die sein können? Einen ungefähren Rahmen? Muss man da mit 5% oder gleich 50% rechnen? Das wäre ja dann schon wichtig, da wir eigentlich dann in der Lage wären, den gesamten Kredit auf einmal abzuzahlen, käme dann natürlich auf die Zinshöhe an.

Danke,
Gruß
Susa

Beitrag von silkstockings 21.09.06 - 20:39 Uhr

Steht in den Kreditverträgen ..

Beitrag von risala 22.09.06 - 09:47 Uhr

hi!

also, wir haben letztes jahr erst gekauft und haben ein deutlich günstigeres angebot bekommen, deshalb hab ich bei uns die genauen zahlen.

über die bank haben wir 60.000€ finanziert. vorauszahlungszinsen bezahlen wird (zinsbindung 10 jahre - 4,25 zinsen) ca. 500€. bei meiner freundin lag der betrag (finanzierungssumme 105000€ vor 7 jahren - ca. 7% zinsen) allerdings bei 9000€....

ihr müsst hier also ganz genau in eure verträge schauen. wenn es soweit ist, einfach ein ablöseangebot der bank anfordern. geht ganz problemlos.

gruß
kim

Beitrag von susa12 22.09.06 - 11:03 Uhr

Mhm, wir haben ja auch erst letztes Jahr gekauft, unsere Summe ist aber auch um die 100.000€ gewesen. Zinssatz bei uns 4,85% eff., da 20 Jahre Zinsbindung, ab dem 11. Jahr dann ca. 4,15% eff. Zins.

Ihr müsst also "nur" 500€ Vorfälligkeitsentschädigung zahlen? Das ist ja absolut zu verschmerzen. Ich hab gestern nochmal den Vertrag und die AGB durchgewälzt, da steht zwar, dass die halt dazu berechtigt sind in den ersten 10 Jahren aber nicht die Höhe.
Das machen die wohl dann individuell....?

Würden aber auch auf keinen Fall vor Ablauf der 2 Jahre verkaufen wollen, wegen der Steuern. Und bis dahin kann man ja noch sparen.

Danke für Deine Antworten
Gruß
Susa

Beitrag von risala 22.09.06 - 14:36 Uhr

hi!

es gibt da keine pauschale...

die vorfälligkeitszinsen werden immer zu dem termin berechnet zu dem abgelöst werden soll.

gruß
kim

Beitrag von spider99999 21.09.06 - 22:36 Uhr

Hallo Susa,
es wird dann eine sogenannte Vorfälligkeitsentschädigung fällig und das kann ganz schon teuer werden, bei uns waren
es € 12.000, aber wir waren froh, die Wohnung verkauft zu
haben. Man kann sich das ja dann ausrechnen lassen und evtl.
auch mit der Bank sprechen, wenn man die neue Finanzierung
fürs' Haus dann auch über diese Bank laufen läßt. LG Kim

Beitrag von susa12 21.09.06 - 23:45 Uhr

Hallo Kim,
danke für Deine Antwort.

Darf ich fragen, wie hoch der restliche Betrag gewesen wäre, der noch zu tilgen gewesen wäre? 12.000€ ist ja ganz schön happig!
Andererseits würde ich diese Summe und wahrscheinlich auch noch mehr darüberhinaus als Zinsen für den Zeitraum zahlen müssen.
Du kannst mich auch gerne über meine frisch angelegte VK anschreiben ;-).

Gruß
Susa

Beitrag von kawie2106 22.09.06 - 10:19 Uhr

Hallo Susa,

wenn es so ist, dann würde ich auf jeden Fall mit der Finanzierung des Hauses zu der gleichen Bank gehen.
Wenn die nämlich sehen, das ihr weiter Kunden bleibt und sich nur das Objekt ändert, kann es sein, das sie von solchen "Entschädigungszahlungen" absehen.

lg Katrin

Beitrag von susa12 22.09.06 - 11:05 Uhr

Ich denke auch, allerdings würde sich dann die Kredithöhe doch beträchtlich ändern. Andererseits kann das der Bank ja auch nur Recht sein, kriegen dann noch mehr Zinsen von uns...#schock

Werd wohl einfach mal fragen, denke ich.

Danke
Gruß
Susa

Beitrag von jsteinba 22.09.06 - 12:32 Uhr

Der Meinung war ich auch... hahaha . Die Bank leider nicht. Die haben auf die volle Zahlung der Vorfälligkeitsentschädigung bestanden, auch wenn wie das neue Haus bei ihnen finanziert haben.
Nunja zuerst einmal Pech für uns... aber dann auch für sie. Somit haben wir das Haus bei einer anderen Bank finanziert.

Beitrag von susa12 22.09.06 - 17:21 Uhr

Kommt vielleicht auf die jeweilige Bank an. Bislang war der Service sehr gut. Ich denke, wir werden einfach mal auf doof fragen. Würde ja auch erst in frühestens 2-3Jahren der Fall sein.
Aber interessant zu wissen, wie Banken das wohl handhaben.

Wenn die das genauso machen würden, würde ich auch zu einer anderen Bank gehen und dann auch alles, inkl. Girokonto und Aktiendepot und LV mitnehmen. Ist zwar nicht viel aber Banken müssen auch sehen, dass sie überleben. Gerade, wenn es sich um kleinere Filialen handelt, denke ich.