Bin traurig...abgestillt! Richtig?

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von marry_ann 21.09.06 - 20:46 Uhr

Hallo ihr lieben,

bin so traurig.
Habe mich heute schweren Herzens dazu entschieden abzustillen.
Hoffe die Entscheidung war richtig und nicht zu egoistisch.
Wir üben gerade am 2. Baby und ich möchte meinen Körper nicht durch die "Doppelbelastung" stressen.
Hatte in der letzten SS Diabetes und zu Ende Leberprobleme.

Danke fürs zuhören.

Lg Maren & Emma (schlafend, nicht gestillt #schmoll )

Beitrag von ricasa21 21.09.06 - 20:52 Uhr

rechtfertige dich doch nicht #liebdrueck
sondern sei Stolz, dass du es solange geschafft hast #pro


nur ne blöde Studie, die mir so in den Kopf kommt:

Kinder die länger als 5 Monate gestillt werden haben einen höheren IQ. Allerdings sinkt der Wert wieder, wenn sie länger als über ein Jahr gestillt werden #kratz

Wie auch immer. Keiner verurteilt dich :-D

Beitrag von marry_ann 21.09.06 - 20:57 Uhr

Bin halt traurig, weil ichs ja auch schön fand, zum Glück wars nicht mein letztes Baby, so Gott will!

Also mein Trost: Hab 1 Jahr und 5 Tage gestillt, also sinkt der IQ-Wert nicht so stark ;-)

Danke für die prompte Antwort!

LG Maren

Beitrag von uta27 22.09.06 - 08:12 Uhr

Guten morgen!

"Kinder die länger als 5 Monate gestillt werden haben einen höheren IQ. Allerdings sinkt der Wert wieder, wenn sie länger als über ein Jahr gestillt werden "

Dazu hätte ich gerne mal die Studie gelesen!
Ich bitte um Quellennachweis!

Liebe Grüße, Uta

Beitrag von lea1971 21.09.06 - 20:59 Uhr

Hallo Maren,

wie alt ist denn Deine Kleine?
Sie ist ja sicher schon über ein Jahr und ist doch toll, dass Du so lange durchgehalten hast.
Ich habe das gleiche Problem, wir wollen auch ein zweites Kind, aber leider schläft Leonie nur an der Brust ein.
Weiß auch nicht, wie ich ihr das abgewöhnen soll.
Wie wars bei Euch?Hat Emma die Brust denn heute sehr vermisst?

Liebe Grüße
Ellen


Beitrag von marry_ann 21.09.06 - 21:40 Uhr

Hi Ellen,

1 Jahr und 5 Tage.
Ich hab das Abendritual ganz normal eingeleitet mit umziehen, danach Zähne putzen im Bad und dann ins Schlafzimmer. Dort spielen wir im Elternbett noch 15 Minuten und dann eigentlich stillen. Heute aber nur Schlafanzug an,Schnuller in den Mund, gute Nacht und ab ins Bett.
Stell dir vor, nach 20 Minuten war sie einfach eingeschlafen.
Das macht mich noch viel trauriger!
Sie ist sogar ohne kuscheln und so eingeschlafen.
Hätte ich ja nicht gedacht, aber so wars.
Mal sehen, wie es morgen früh aussieht! Habe vor dann kurz aufzustehen, wenn sie wach ist, ne Milch warm zu machen und die ihr dann zu geben.
Hoffe, dass das klappt.

Hab jetzt allerdings auch etwas Schmerzen in der Brust. Ist ja Milch drin.
Werd ich wohl gleich ausstreichen müssen...

Liebe Grüße Maren

Beitrag von stern1974 21.09.06 - 21:00 Uhr

Hi,

ich habe meinen Sohn vor ca. 7 Wo. auch komplett abgestillt. ich konnte es kaum erwarten denn ich konnte einfach nicht mehr. ich wollte auch nicht. als ich abgestillt habe und z.b. jetzt ins bett bringe kuscheln wir zwar aber er wird nicht gestillt und ich wünsche es mir manchmal. es war ein so schönes ritual. es war schön zu sehen, wie er an der brust entspannt und in den schlaf sinkt. das fehlt mir jetzt immer noch und wünsche es mir aber ich mache es halt nicht.

es gibt natürlich auch momente wo ich froh bin, weil ich weiss er ist nicht von mir abhängig. kann abends essen gehen ohne zu überlegen wie schläft er jetzt an?

es ist normal solche gefühle zu haben aber irgendwann müssen wir loslassen und das ist wohl der erst schritt.

lg
stern

Beitrag von sindy1979 21.09.06 - 21:04 Uhr

Hallo,

Kopf hoch der Grund ist doch völlig ok. Ich hatte noch weiter gestillt, als ich schon schwanger war und dann bekam ich nen Darmpilz, sodass es mir sehr schlecht ging. Da hat mein Körper dann entschieden zu Gunsten der Schwangerschaft das Stillen einzu stellen und die Milch war weg. Am Anfang war ich auch traurig, aber nach ein paar Tagen fand ichs ok und war recht froh darüber.

#liebdrueck Sindy+Samuel+Levi

Beitrag von muttiistdiebeste2 21.09.06 - 22:17 Uhr

Hallo Maren,

ich bin auch in der 25. SSW schwanger und stille noch. Da ich selbst schon in der Ausbildung zur Stillberaterin war vor der SS möchte ich dir noch kurz etwas Mut machen doch weiter zustillen. Das Stillen in der SS ist ohne Weiteres möglich so weit nicht andere Erkankungen der Mutter vorliegen. Da du ja im Moment anscheinend keine gesundheitlichen Probleme hast, ist es nicht notwendig abzustillen. Die SS Diabetes liegt ja schon länger zurück. Es gibt auch keinen Zusammenhang zwischen SS Diabetes und Stillen.

So weit ich weiss, spricht also nichts dagegen weiterzustillen, es sei denn, du möchtest es selbst nicht mehr. Das klingt in deinem Posting aber anders. Sprich noch mal mit deinem Frauenarzt und deiner Hebamme darüber, es ist bestimmt noch nicht zu spät. Die oben genannte Studie stimmt übrigens tatsächlich: gestillte Kinder haben einen höheren IQ und das bleibt auch bei Langzeitstillkindern so (das oben gesagte ist Quatsch). Der hohe Anteil essentieller Fettsäuren in der Muttermilch wirkt nämlich besonders positiv auf die Entwicklung des Gehirns.

lg Ellen

Beitrag von yippih 21.09.06 - 22:43 Uhr

Hallo Maren!

Unsere Kleine heißt übrigens auch Emma #freu!

Seit Sonntagmorgen stille ich sie nicht mehr #schmoll. Ich hatte mir vorgenommen, sie bis November abgestillt zu haben, da wir im Februar unser zweites Kind erwarten und ich nicht wollte, dass es wegen der Brust eventuell zu Rivalitäten kommt. Emma liebt(e) meine Brust heiß und innig. Ich habe sie auch lange voll gestillt, an manchen Tagen sogar noch, als sie 11 Monate alt war, weil sie einfach keine Lust hatte zu essen.
Nach den ersten Wochen der SS hat sich das langsam geändert. Sie fing an besser zu essen, hing aber trotzdem noch sehr viel an der Brust - mittlerweile konnte sie sich ja auch selbst bedienen (sofern ich es zuließ :-)). Mit Voranschreiten der SS habe ich aber gemerkt, dass die Milch immer mehr zurück ging und es war schließlich eher nur noch ein Nuckeln als tatsächlich Nahrungsaufnahme - so wenig Milch war nur noch da. Aber sie wollte ohne Ende an der Brust hängen. In den frühen Morgenstunden manchmal 1-2 Stunden lang. Durch die SS waren die Brustwarzen empfindlicher geworden und ich konnte es plötzlich zum Teil einfach nicht mehr lange ertragen sie an der Brust zu haben. Ich habe es schließlich meist nur noch ihr zuliebe getan. (Es sei denn sie hatte sich weh getan oder war nachts mit Zahnweh aufgewacht, dann hat es mir wie früh überhaupt nichts ausgemacht). Es war schon komisch, so eine plötzliche Abneigung gegen das Stillen entwickelt zu haben - ich habe es vorher sehr gerne getan. Auf jeden Fall gab mir das die nötige Willenskraft, die Stillzeiten auf die Zeiten vor dem Mittagsschlaf und zum abendlichen Schlafengehen zu beschränken. Dann fing meine linke Brust an ein wenig weh zu tun und ich habe fortan nur noch mit rechts gestillt. Sonntagmorgen ging es der Kleinen dann nicht gut und sie hing mit kurzen Unterbrechung bestimmt 1 1/2 Stunden an der Brust, mit dem Erfolg, dass auch die Brust plötzlich weh tat. Wie ein blauer Fleck. Ich vermute mal, dass die Milchgänge stark gereizt waren, da sie gesaugt hat, aber nichts kam. Auf jeden Fall konnte ich dann nicht mehr und habe sie "abgedockt" und ihr erzählt, dass sie nicht zu weinen braucht und auch ohne Brust wieder einschlafen kann. Ich erzählte ihr dann, was sie alles Schönes in ihren Träumen erleben kann. Und schwupps war sie eingeschlafen #kratz. Mittags und abends wollte sie wieder an die Brust und ich habe ihr gesagt, dass es mir weh tut und dass sie da jetzt nicht dran kann. Und ich habe ihr wieder erzählt, was sie alles in ihren Träumen erleben kann. Sie hat meine Brust gestreichelt, ihr ein Küßchen gegeben und ist zu meinen Erzählungen ohne Weinen wunderbar eingeschlafen! Seitdem habe ich es jeden Tag so gemacht und es klappt super.
Ich hatte imme große Sorgen, dass es schwierig würde sie abzustillen, weil sie so auf meine Brust fixiert war und ich wollte ihr immer die Zeit geben, die sie braucht, und jetzt hat es so etwas von problemlos aufgehört #freu. Klar letztlich war ich der Auslöser, weil es mir Schmerzen bereitet habe. Aber dadurch konnte ich das Aufhören ihr gegenüber auch glaubhaft vertreten und sie hat es akzeptiert. Früher hat sie fast gar nicht gekuschelt, dafür macht sie das jetzt mehr #freu. Auch wenn ich ein bißchen traurig, ums Stillen bin, so haben wir etwas Neues dazu gewonnen #freu.

Du brauchst Dir sicher keine Vorwürde zu machen. Stillen ist immer eine Zweierbeziehung, zu der Beide bereit sein müssen. Hättest Du weiter gestillt, würdest Du in der SS vielleicht Angst haben und Dein Kind würde es beim Stillen sicher spüren, dass macht Euch dann auch nicht glücklich. Abgesehen davon, hast Du Deine Kleine ja auch lange gestillt. Es ist sicherlich auch ein erstes Stück los lassen. Unsere Stöpsel werden halt älter. Wahrscheinlich leidest Du mehr unter dem Abstillen, als Emma. Mach Dir keinen Kopf und genieß die Kleine - noch habt Ihr Euch für Euch alleine ;-).

#liebdrueck,

Katrin & Emma (*10.06.05) & Stöpsel inside (20.SSW)

Beitrag von marry_ann 21.09.06 - 23:13 Uhr

Hi Kartin,

danke für deine liebe Antwort, mir sind fast die Tränen gekommen bei den letzten Worten!
Das macht mich aber auch etwas wehmütig, aber du hast recht, das Abstillen ist nur die Wegbereitung für etwas neues.
Mein Mann meinte gerade: still sie doch wenigstens noch, wenn sie danach verlangt. Weiß aber nicht, ob das das richtige ist. Ehrlich gesagt wär es mir lieber, wenn er sagen würde "find ich gut, dass du abstillst". So hätte ich ja doch wieder ne Ausrede weiter zu stillen...
Och Mensch, warum unterstützt der mich nur so gut dabei?

Hoffe, dass ich das aushalten kann.
Mal schauen wies morgen früh läuft.

Ich wünsche dir eine wunderschöne Schwangerschaft und eine tolle Geburt.

Maren

Beitrag von yippih 21.09.06 - 23:49 Uhr

Hallo noch mal #blume!

Mach es so, wie es Dir am leichtesten fällt. Ich glaube, ein Mann kann einfach nicht verstehen, was es für ein Frau bedeutet zu stillen geschweige denn damit aufzuhören. Das ist eine so besondere Beziehung, wie sie ein Mann nicht erleben und daher auch nicht wirklich nachvollziehen kann. Erst trägt man das Kind 9 Monate im Bauch und dann lebt es monatelang weiter nur von der Muttermilch. Und dann kommt die Zeit, in der man immer mehr anfangen muss loszulassen und das ist immer schwer. Andererseits aber auch schön, weil unsere Kleinen immer selbständiger werden. Sie sind nicht mehr nur von uns abhängig. Das gibt ihnen die Möglichkeit Neues zu probieren und die Welt weiterzuentdecken und wir können uns daran freuen, wie sie das tun.

Fällt es der Kleinen denn schwer nicht mehr gestillt zu werden? Du brauchst weder Dich noch die Kleine zu etwas zu zwingen. Ich habe auch vorher einige Male schon probiert, sie ohne stillen ins Bett zu bringen (mit viel Theater - letztlich habe ich dann doch häufig aufgegeben), bis ich dann gedacht habe, was soll die Quälerei und ich hab sie dann einfach gelassen und weitergestillt. Und dann klappte es ja, wie gesagt, plötzlich ganz problemlos. Ich war auch erstaunt, wie viel sie schon versteht. Ich habe, ihr ja gesagt, warum ich sie nicht mehr stille und ihr alternativ angeboten, dass sie in meinem Arm kuscheln kann und ich ihr etwas Schönes erzähle. Ich war total baff, dass sie das sofort ohne Widerspruch mitgemacht hat. Anscheinend war der Zeitpunkt gekommen. Wenn er bei Dir noch nicht gekommen sein sollte, dann wird er sicher bald kommen. Es hetzt Euch ja niemand. Viel Unterstützung hatte ich beim Abstillen übrigens auch nicht. Letztlich musste ich da alleine durch, obwohl ich einen sehr lieben Mann/Papa an meiner Seite habe. An den letzten Abenden bevor ich aufgehört habe zu stillen, hat die Kleine zum Teil über eine Stunde an der Brust gehangen bis sie endlich eingeschlafen ist. Mir fehlte durch die SS die nötige Geduld (von der ich normalerweise ziemlich viel habe) und ich habe ein paar Mal heulend da gesessen, weil ich nicht stillen wollte, aber die Kleine es brauchte. Das Herz ihr die Brust zu verweigern, hatte ich nicht. Trotzdem sträubte es sich in mir dagegen - das lag allerdings an der SS, da spielen die Hormone einfach verrückt und die Brüste sind (zumindest bei mir) anders empfindlich, wenn ich schwanger bin. Das war ein schreckliches Gefühl, diese Abneigung gegen die Berührung auf der einen Seite und der Wunsch Emma das zu geben, was sie wollte und brauchte auf der anderen Seite #heul. Gott sei Dank, hat sich das Problem ja jetzt erledigt ;-).

Ich wünsche Euch, dass Ihr stressfrei weiter abstillen könnt!

Fühl Dich herzlich #liebdrueck,
Katrin

Beitrag von mrs.s 21.09.06 - 23:04 Uhr

Hallo:-)
ich glaube man ist immer traurig, wenn man abgestillt hat#schmoll
Ist jaauch normal, denn schließlich ist dann der Lebensabschnitt für euch beide beendet und unwiederbringlich#heul
Wie das Ende einer Beziehung#heul
Aber sei nicht traurig;-)Sei stolz, dass ihr eine so schöne Verbindung hattet. Die Kleinen sind da auch ziemlich vergesslich. Wenn Leni meine Brust sieht weiss sie garnicht mehr, dass sie mal dran getrunken hat.
Sei nicht mehr traurig und schau nach vorn;-) Nach ein paar Tagen Ungewohntheit und Wehleidigkeit wirst du nach und nach nicht mehr dran denken.Bzw. du bist dann icht mehr traurig.

Alles #herzlich

Nicle & Leni 15 Monate

Beitrag von karoni 21.09.06 - 23:40 Uhr

hallo maren

ich habe auch vor 3 wochen abgestillt, und mein sohn wird in 2 monaten 2 jahre alt.
und ich bin immer noch so traurig, keiner versteht es, mir fehlt es wirklich.
aber nun gut, irgendwann muß es ja mal sein.
und wenn es dir nicht gut ging..........



lieben gruß
kathrin:-)

Beitrag von lucy_bonn 22.09.06 - 13:24 Uhr

Hallo ,

wie schaft ihr das ?

ich versuche schon ganze zeit ab zu stillen,nur Finn will nur die brust. ich habe mal versucht ihm hin zu legen in bett und dann raus zu gehen dann wieder nach eine min. gehe ich wieder rein aber er weint und weint.ich schaffe es nicht ihm so lange schreinen zu lassen:-(

VG Lucy

Beitrag von karoni 22.09.06 - 23:57 Uhr

hallo lucy,


ich muß sagen, nils schläft bei mir im bett....
ich habe monate gebraucht, um abzustillen.
ich habe immer gesagt, dass mama an der brust aua hat, und ich nichts dafür kann...und dass ich ihn ganz doll lieb habe.
und jedesmal wenn er am trinken war, tat ich wehleidig und sagte, ich habe so ein aua usw....
hat wochen gedauert.
dann habe ich ihn ihn vorsichtig von der brust weggezogen....
er weinte dann gab ich wieder die brust, dann paar sekunden sagte ich wieder, mensch ich habe da so ein aus usw.......
und irgendwann schlief er abends ohne brust ein, ich sagte immer und sage immer noch, dass er kuscheln darf, dann nehme ich die bluse hoch und er legt sein köpfchen auf die brust..
ich weiß es ist super schwer!!!! ich habe ihm echt zeit gegeben...
ich würde nicht drängen....



lieben gruß
kathrin:-)