NEU! Bitte um Eure Meinung bezgl. KiWu / Zukunft

Archiv des urbia-Forums Unterstützter Kiwu.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Unterstützter Kiwu

Dein Arzt hat Hindernisse für eine normale Empfängnis festgestellt und du bist in Behandlung in einer Kinderwunschpraxis? Hier kannst du dich mit anderen über die künstliche Befruchtung etc. austauschen. Auch nützlich: Lexikon der Abkürzungen. Unser Kinderwunschmediziner Dr. David Peet beantwortet deine Fragen in unserem Expertenforum.

Beitrag von strolch210 21.09.06 - 21:42 Uhr

Hallo alle zusammen,

ACHTUNG LANG. Und das nachdem ich fertig geschrieben habe und noch mal durchgelesen und gekürzt habe…

Ich heiße Marion und bin seit Januar bei Urbia, allerdings habe ich bisher immer nur mitgelesen.

Am Sonntagabend hatten mein Freund und ich ein „sehr aufgewühltes“ Gespräch, auf das ich am Dienstag ein SEHR langes E-Mail bekommen habe. Darüber soll ich nun nachdenken soll. Es geht dabei um den Kinderwunsch und die Zukunftsplanung, was vielleicht eher in die Rubrik Partnerschaft gehören würde (ich habe mich da mal umgesehen, und fühle mich hier, glaube ich, wohler). Bitte nicht böse sein.

Erst einmal meine Vorgeschichte (Kurzfassung):

Mein Freund und ich sind seit gut 8 Jahren zusammen. Nach zwei FG in 1999 und einer Serie von Zysten und Entzündungen hatte ich vor 3 ½ Jahren eine Bauchspiegelung. Danach keine Beschwerden mehr. Mein Freund (er hat bereits zwei „große“ Kinder) wollte eigentlich keine Weiteren. Ende Mai letzten Jahres haben wir dennoch beschlossen, es einfach zu versuchen. Nachdem ich ohnehin schon bedenken wegen Fruchtbarkeit hatte, habe ich den FA gewechselt und habe alle möglichen Untersuchungen machen lassen. Soweit alle o.k.! Ende Oktober war dann die Durchlässigkeitsüberprüfung (ich habe das Fachwort vergessen) dran. Wir sollten vor dem Termin GV habe (hatten wir auch) und gegen 9:00 war ich dann beim FA. Durchlässigkeit o.k., KEINE Spermien sichtbar. Ein Spermiogramm wäre gut. Mein Freund meinte allerdings: „so ein Unsinn, ich habe meine Zeugungsfähigkeit doch bewiesen.“ Ja klar, aber das ist lange her…

Ach ja, seit dem wir beschossen haben „es zu versuchen“ nehme ich die Pille nicht mehr.

Wir hatten dann in den vergangenen Monaten dazu immer wieder erfreuliche und unerfreuliche Gespräche. Bis letzen Sonntag. Es war, als ob KEINES der Gespräche stattgefunden hätte…

Also nun zu dem E-Mail: (hier auch nur die Fragen, bei denen ich nicht weis, was ich dazu sagen soll…)

Können wir gemeinsam Kinder zeugen / wollen wir das?

-- nach den ganzen Gesprächen fällt mir dazu momentan nichts ein

Sollen wir heiraten – wenn ja, vor einer Schwangerschaft oder danach?

-- mein Freund ist noch verheirat (und trägt auch noch immer seine Ehering, was mich nicht stört) und hat bisher erklärt, er möchte sich nicht scheiden lassen; wegen seiner Kinder. Das habe ich akzeptiert. Von daher war es keine Frage für mich…

Was geschieht wenn ich dauerhaft arbeitslos werden sollte. Bist du davon überzeugt, das du den Karren ziehen kannst und willst?

--Also dafür müsste ich vermutlich mein derzeitiges Einkommen auf das 3-4-fache steigern. Aber wie?

Das E-Mail beinhaltet noch weitere Fragen, auf die ich mittlerweile selber (halbwegs) Antworten gefunden habe. So ganz langsam ergibt sich irgendwie wieder Ordnung in meinem Gehirn, aber leider zu langsam…

Schon mal vielen Dank für Eure Meinungen

LG Marion #katze

Beitrag von jule39 21.09.06 - 21:53 Uhr

Liebe Marion!

ohjeh..das hört sich nicht gut an...Dein Freund ist seit 8 Jahren mit Dir zusammen und trägt immer noch seinen Ehering????ok,Du sagst,daß Dich das nicht stört.Ist das auch wirklich so?
Wenn ja,bist Du eine Ausnahme diesbzgl.Ich war 10 Jahre mit einem Mann verheiratet,der sterilisiert war und 2 Kids hatte.Habe mir auch immer eingebildet,daß mich das nicht stört.Mit 35,eben nach 10 Jahren fing es aber an,mich zu stören.Und dann bin ich gegeangen.Um nach meinem Glück zu suchen.Und nach dem Partner,der mit mir Kinder will.Den habe ich nun nach 4 Jahren gefunden-es ist vielleicht noch nicht zu spät.Hoffentlich.aber ich werde das Gefühl nicht los,daß ich zu lange gewartet und mir was vorgemacht habe.Und das ich nun evtl. die Konsequenzen für meine Großzügigkeit und Toleranz ziehen muß.
Du hast nur dieses eine Leben-also lebe es,so wie Du es für richtig hälst.Aber wäge auch Deine Gefühle ab.Für mich hört sich das nicht so an,als ob Dein Freund 100% hinter Dir und Deinen Wünschen steht.Mein Tipp:versuche das für Dich Beste zu tun!!!!!!und steh auch dazu.Kinder hin oder her...
alles Gute für Dich
Jlue

Beitrag von strolch210 21.09.06 - 22:01 Uhr

Hallo Jule,

danke für deine Antwort. Ja, ich versuche das beste für mich zu tun. Ich liebe meine Freund wirklich sehr, aber im Moment weiss ich echt nicht weiter...

Die Tatsache mit dem Verheiratet-sein haben wir schon sehr freüh geklärt. Seine Frau wohnt "schräg gegenüber", die Kinder sind regelmäßig am WE hier und haben hier auch ihre eigenen Zimmer. Für mich war das von Anfang an o.k. - Damit habe ich wirklich KEIN Problem.

LG Marion

Beitrag von julia2809 21.09.06 - 23:19 Uhr

Mmmmh, ....irgendwie hört sich das nicht so gut an.In meinen Ohren klingt es eher als ob er Dir nicht "Nein" sagen wollte, es aber meint. Was ist das auch für eine eigenartige Argumentationsweise..."will mich für meine Kinder nicht scheiden lassen"? Was sollen die lernen? Hauptsache man ist verheiratet?! Die neue Partnerin ist nicht so viel wert, daß man sich neu binden würde?SO lebt man seinen Kindern bestimmt keinen respektvollen Umgang miteinander vor.....Auch die Tatsache, daß die Ex schräg gegenüber wohnt, ist irgendwie seltsam.Dein Freund scheint ein bißchen der "Rosinenpicker-Typ" zu sein.Er will für seine Kinder da sein(verständlich), er wollte aber die dazugehörige Frau nicht mehr "ertragen",er will die Ehe nur als Status aufrechterhalten, aber den Inhalt nicht erfüllen,er will ein gemeinsames Leben mit Dir, aber er verwehrt Dir einen der elementarsten Wünsche, Dein Leben wird von seinen Kindern geprägt, aber eigene sollst Du nicht haben.
Ich hoffe, Du bist mir nicht böse, daß ich so offen meine Meinung sage, aber ich bin der Ansicht, daß Du -so wie Du die jetzige Situation schilderst-auf lange Sicht mit ihm nicht glücklich sein wirst.
Du liebst ihn und Du wünscht, daß sich alles zum Guten wendet- vielleicht tut es das, aber ich kann Dir aus eigener Erfahrung sagen, daß bei so unterschiedlichen Lebensentwürfen ein happy end eher unwahrscheinlich ist.Leider. Überleg Dir genau, was Du wirklich willst.
Ich wünsche Dir viel Glück!!!
Julia

Beitrag von strolch210 22.09.06 - 15:14 Uhr

Hallo Julia,

vielen Dank für Deine offene Meinung. Genau wegen dieser offenen Meinung habe ja auch geschrieben.

Wir haben uns für die nächste "Gesprächsrunde" auf So. Nachmittag "vertagt.

Ich hoffe sehr, dass ich bis dahin meinen Kopf wieder halbwegs klar habe und dann weiss, was ich will und auch was nicht.

LG

Marion #katze

Beitrag von julia2809 23.09.06 - 01:38 Uhr

Na dann alles Gute!
Und laß Dich nicht "einlullen"- man glaubt zu gerne die Dinge, die man glauben möchte und nachher muß man sich selbst eingestehen, daß man es besser hätte wissen müssen. Das ist meistens sehr bitter....Stell Dir vor, Du bist 10 Jahre älter und der Zug mit "Kinderkriegen" ist abgefahren und plötzlich merkst, daß Dir wirklich etwas fehlt- und das wird Dir dann möglicherweise bis an Dein Lebensende fehlen. Oder er macht das "Zugeständnis" und Du bist irgendwann alleinerziehend. Das wäre ein vielleicht ein persönliches, aber auch ein finanzielles Problem.
Ich denke, daß in Eurem Fall ganz klare Regelungen sein müssen. Was Will er? Was willst Du?
Und was mir gestern noch einfiel: Auch ein gemeinsames Kind wäre SEIN Kind.Dem würde er den Status "unehelich" zumuten?!
Es ist immer schwer, sich von eigenen Wunschvorstellungen zu lösen oder zu erkennen, daß der Traum eben nur ein Traum war, aber diese Erkenntnisse sind meistens besser als wenn man versucht, mit dem Kopf durch die Wand zu gehen, denn das verursacht bekanntlich Schäden.
Alles Liebe Julia