fühle mich überflüssig

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Beitrag von moisling1 22.09.06 - 08:25 Uhr

guten morgen ihr lieben!

seit einiger zeit habe ich das gefühl total überflüssig zu sein!
alle interessieren sich nur für die kleine!
keiner lobt mich für meine arbeit!
am anfang hat der ppa mir noch ordentlich unter die arme gegriffen aber um so größer sie wird desto weniger wird es!
und ich fühle mich manchmal alleine gelassen umi der verantwortung!
wir wollten doch beide ein baby warum bleibt die verantwortung komplett an mir hängen!
derzeit kann ich nichtmal alleine aus dem ahs gehen weil ich unter angstzuständen leide!
ich muß immer daran denken was passsiert mit der kleinen wenn ich umkippe oder mir irgendwas passiert!
Kannn es von der überforderung kommen?
kennt das jemand?

Beitrag von schnuffelschnute 22.09.06 - 08:30 Uhr

Hallo,

ja, das kenne ich.
Ich habe zwei Kinder (8 Jahre und 4 Monate), gehe 30 Stunden arbeiten, mache den Haushalt für ein 150 m² Haus, den dazugehörigen Garten, fahre die Große zum Sport, mit der Kleinen zum Pekip und habe keinen Abend vor 22/23 Uhr Feierabend.
Interessieren tut sich dafür niemand.
Dass ich überhaupt noch begrüsst werde, wenn jemand kommt, ist echt ein Wunder.

Lass dich mal drücken.

LG

Ariane

Beitrag von kitty1306 22.09.06 - 08:31 Uhr

Hallo Moisling,

fühl Dich mal #liebdrueck.

Mir geht es fast genau so. Jeder sieht nur mein #baby. #schmoll
Mein Mann fängt auch nur dann an im Haus was zu machen wenn er über seine eigenen Sachen stolpert. :-(

Bin schon seit Urzeiten nicht mehr ohne #baby weg gegangen.

Daß mit Deiner Angst ist allerdings bedenklich. Hast Du Vertrauen zu Deinem FA? Dann würd ich den mal ansprechen.

Kommst Du aus der Nähe von HL??
PLZ 23 hab ich auch.

L G

Kitty

Beitrag von moisling1 22.09.06 - 08:34 Uhr

Ja komme asu HL!

Beitrag von rickchen81 22.09.06 - 08:33 Uhr

Huhu,

ist ja krass. Mir geht es genauso. Wenn ich kurz zum Supermarkt gehe, während mein Freund da ist, kommen mir die schlimmsten Gedanken. Was, wenn ich überfahren werde!? Dann muss mein armes Baby ohne Mutter aufwachsen #heul - sowas schreckliches denke ich, dann kommen wir fast die Tränen und ich mahne mich, mich zusammenzureißen.
Also damit bist du schonmal nicht allein (und ich also auch nicht). Und überfordert fühle ich mich nicht unbedingt. Irgendwie macht es mich auch etwas stolz, dass ich mich quasi fast alleine um das Baby kümmere. Hab dadurch das Gefühl, dass sie mir viel näher ist, als dem Papi (ist etwas egoistisch und gibt sich sicher mit der Zeit).
Mein Freund kann mir auch nicht soviel helfen, da er ganz schön viel arbeiten muss. Da er selber ganz schön darunter leidet, mache ich ihm da keine Vorwürfe und versuche, dass er zu Hause ne schöne Zeit hat (bin aber natürlich auch manchmal genervt, z.B. wenn er ewig auf dem Klo hockt #hicks oder ewig telefoniert, während ich die Kleine wasche und noch ein paar Hände gebrauchen könnte).

Denke, deine Gefühle sind ganz normal und jeder Mama geht es mal so.

Ulrike + Karlotta (14 Wochen + 4 Tage)

Beitrag von moisling1 22.09.06 - 08:37 Uhr

schön zu wissen das es mir nicht alleine sogeht!

Beitrag von lana7 22.09.06 - 09:36 Uhr

Hallo!

Das geht auch mir ähnlich. Im Prinzip ist es ja ein Kompliment, wenn Dir Dein Mann anfangs noch geholfen hat und nun nicht mehr. Dann ist er der Meinung, dass du prima ohne ihn klar kommst und das alles gut machst. Aber man hört es auch mal gerne. Die Männer bekommen ihre Anerkennung auf Arbeit. Bei uns ist das nicht so. Ich fordere meinen Mann dann auch ab und zu und sage ihm, wenn ich Unterstützung brauche - ganz sachlich, ohne zu jammern. Macht er dann auch. Denn sonst denkt er, ich komme klar und brauche seine Hilfe nicht. Er kann sich nicht vorstellen, was das für eine Riesenverantwortung ist, für das Kind die ganze Zeit alleine zu sorgen. Ich gehe ab und zu mal ne Stunde Radfahren, will jetzt im Fitneßcenter anfangen... Dann macht er es auch ganz prima mit der Kleinen, ist aber dann auch geschafft...

Diese Angstvorstellungen kenne ich auch sehr gut. Sie werden manchmal kurzzeitig so real, dass mir die Tränen kommen. Aber ich schaffe es, die Vorstellungen wieder wegzuschieben. Wenn Du das nicht schaffst und dich deshalb nicht mehr aus dem Haus traust, solltest du dich unbedingt jemandem anvertrauen. Und sicher liegt es auch daran, dass du dich überfordert fühlst. da ist das Nervenkostüm besonders dünn gestrickt und man hat nicht mehr so viel Kraft, sich zu kontrollieren und realistisch zu bleiben.
Aber vor allem rede mit deinem mann. erzähle ihm auch von deinen angstvorstellungen und frage ihn, was ihr da machen könnt. du mußt ihn direkt FRAGEN, damit er auch darüber nachdenkt. ist bei meinem so. und er ist dann auch immer ganz überrascht, wie es bei mir aussieht. sonst hat er immer den eindruck, dass ich das alles prima leicht schaffe.

Alles Gute #klee
Ina