1 Jahr Elterngeld und dann?

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von kaya06 22.09.06 - 08:29 Uhr

Ab nächstem Jahr gilt ja die Regelung das man ein Jahr 67% des Nettolohns bezahlt bekommt. Aber was ist nach dem Jahr? Bekommt man da noch eine Förderung vom Statt außer das Kindergeld?
Ich mache mir echt Sorgen wie es nach dem Erziehungsjahr weiter geht.

Gruß Kaya

Beitrag von dido 22.09.06 - 08:31 Uhr

Hi Kaya,

wenn ich das richtig verstanden habe, gibts danach nix mehr. Kannst es, glaube ich, aber auch auf 2 Jahre aufteilen lassen. Oder halt nach dem Jahr wieder Arbeiten gehen.

LG
Diana mit Elias (24+3)

Beitrag von bjanna 22.09.06 - 08:34 Uhr

Hi Kaya,
ich habe mich da auch mal erkundigt. Angaben ohne Gewähr:
1. Einen Kita- Platz oder eine Tagesmutter organisieren und arbeiten gehen
2. Einen 400 Euro Job annehmen
3. Wenn du ALG 2 oder ALG 1 Empfängst, dann gibt es spezielle Fördermittel, die, kann ich dir aber nicht genau sagen, da ich persönlich Variante 1 machen möchte

Das ist der Nachteil an dem Elterngeld. Da spart sich Die Regierung einiges...
Ach ja, dann kannst du das Elterngeld auf zwei Jahre splitten, d. h. immer nur die Hälfte im Monat was du bekommen würdest. Lohnt sich aber nur, wenn du viel Elterngeld bekommst.

LG, BJanna (26. SSW)

Beitrag von daminchen 22.09.06 - 08:35 Uhr

Hallo Kaya,

ich habe ET im Dezember und bekomme von Anfang an gar nichts.

Ich weiß nicht einmal wie es nach dem Mutterschutz weitergeht und werde dann wohl gleich wieder arbeiten gehen müssen, weil es uns sonst finanziell nicht reicht.

Also sei froh, dass Du ein Jahr lang in den Genuss des Elterngeldes kommst. Ich würde mich über eine solche Finanzspritze freuen, da es mir ermöglichen würde, mich ein Jahr lang um meinen Krümel zu kümmern.

Wie wärs wenn Du nach dem Jahr wieder arbeiten gehst?

Liebe Grüße
Daminchen #blume 29.SSW

Beitrag von kaya06 22.09.06 - 08:41 Uhr

Klar gehe ich nach dem Jahr wieder arbeiten. Auf jeden Fall auf 400,- € Basis.
Leider bin ich Steuerklasse 5. Gehe ich 8 Stunden arbeiten bekomme ich 400,- €. Gehe ich z.B. 20 Std arbeiten bekomme ich 580,- € ausbezahlt. Und das steht doch in keinem Verhältnis.

Beitrag von daminchen 22.09.06 - 08:49 Uhr

Bei mir sieht es leider nicht viel besser aus.

Geld kommt fast keines rüber und dafür muss man seinen Krümel noch zur Betreuung in fremde Hände geben #heul. Habe leider niemanden aus der Familie hier, der das übernehmen könnte. #schmoll

Immerhin hast Du ein Jahr lang keine finanziellen Probleme, also genieße diese Zeit mit Deinem Zwerg. Nach einem Jahr ist es mit einer Betreuung auch nicht mehr so schlimm wie mit zwei Monaten. Ich habe noch keine Ahnung, wie ich das mit dem Stillen hinbekommen soll. Werde dann wohl im Büro abpumpen müssen. #heul #heul #heul Alles Mist!

Liebe Grüße
Daminchen #blume

Beitrag von kaya06 22.09.06 - 08:46 Uhr

Und noch was, voll arbeiten zu gehen ist ja fast unmöglich. Ich kann mein kind in der Zeit ja nicht ausschalten und in den Schrank stellen.

Beitrag von marion2 22.09.06 - 08:51 Uhr

Hallo,

du kannst doch Erziehungsgeld beantragen, das gibts sogar für zwei Jahre oder für ein Jahr - dann ist es monatlich ein höherer Betrag.

Falls es euch wirklich finanziell nicht reicht, kannst du auch Sozialgeld/ALG II zusätzlich beantragen.

LG Marion

Beitrag von nioble 22.09.06 - 08:53 Uhr

daminchen wer erzählt euch so ne scheiße das du kein geld bekommst nur weil du im dezember das baby bekommst. du erwischt es doch ziehmlich gut weil du erziehungsgeld bekommst und das auch für zwei jahre. mach dich mal auf dem jugendamt schlau!!! jeden monat 300€. was meinst du was es bis jetzt gab? nichts oder was??? die regelung mit den elterngeld beginnt erst zum 1.1.07 und bis dahin gilt
ES GIBT WEITER ERZIEHUNGSGELD!!!

Beitrag von yvi0279 22.09.06 - 09:22 Uhr

ÄH mach mal halblang Du.

Ich würde - wenn mein Kind dieses Jahr geboren würde - auch NIX bekommen. KEIN Erziehungsgeld. Weil wir zu viel verdienen.

Schönen Tag noch!

Beitrag von mullemaus666 22.09.06 - 08:48 Uhr

Hallo.

Also ich kann mich nur meiner Vorrednerin anschließen.
Sei froh überhaupt 1 Jahr lang 67 % vom Netto zu bekommen. Ich habe im Oktober ET und werde definitiv nur 6 Monate Erziehungsgeld in Höhe von 300 Euro kriegen und danach garnichts mehr. Ich bin nicht verheiratet und finde es nicht schön, dann meinen Freund anzubetteln.

Und wenn ich ganz ehrlich bin, bin ich es leid ewig irgendwelche Diskussionen zu lesen, wovon man denn leben soll und wo man überall Geld herkriegen kann. Über solche Sachen sollte man sich vielleicht mal Gedanken machen, bevor man Kinder in die Welt setzt.
Ausserdem sind doch die, die einen festen Job haben und arbeiten gehen, sowieso diejenigen die am meisten bestraft sind. Wir können nicht mal so einfach losziehen und irgendwelche Gelder beantragen.

Beitrag von kaya06 22.09.06 - 08:56 Uhr

Ich habe bis jetzt sogar zwei Jobs.
Ich arbeite auf 400,- € basis und dann noch 25 Std. in einer anderen Firma.
Natürlich haben wir uns das mit dem Kind gut überlegt. Und selbstverständlich werde ich sogar während dem 1. Jahr noch auf 400,- € weiterarbeiten. Und nach dem Jahr müssen wir halt schauen. Da wir vor zwei Jahren gebaut haben, können wir uns einen riesen Lohnausfall nun einfach nicht leisten.
Ich finde ja auch nur, dass es in keinem Verhältnis steht, dass ich 12 Std mehr arbeite und nur 180,- € mehr verdiene. Und wenn ich noch 150,- € oder so an eine Tagesmutter bezahlen muss, dann arbeite ich 12 Std. für 30,- €. Und genau das ist mein Problem! Und da sind wir gerade auf Lösungssuche und zwar rechzeitig!!!

Beitrag von tinti 22.09.06 - 10:03 Uhr

Hallo Mullemaus !

ich bin ganz Deiner meinung !!!

LG Tinti

Beitrag von skbochum 22.09.06 - 09:08 Uhr

Hallo!

Ich habe mich schon halb grün geärgert wegen dem Elterngeld.

Ich bekomme kein Elterngeld (November ET) und über dem Satz des Erziehungsgeld liegen wir d´rüber!
Die "gut verdienenden" werden noch bis zum Januar bestraft und bekommen NICHTS und ab Januar gibt´s Geld.
Bestraft werden damit meiner Meinung nach auch die Arbeitslosen und schlechter verdienenden.

Lg Susanne

Beitrag von mimi26 22.09.06 - 09:40 Uhr

Also ich dachte, bei uns in Österreich bekommt man wenig, aber da ist es bei euch ja noch viel schlimmer??
Irgendwie find ich es unfair, dass die "Besserverdiener" dann ja mehr bekommen, als die, die nicht soviel bekommen, obwohl die es ja nötiger haben?!?!?

Und da wundern sich unsere Politiker, dass die Geburtenrate zurückgeht - mich wundert da nix mehr....

LG Mimi26, 22+6

Beitrag von yvi0279 22.09.06 - 09:56 Uhr

Das Elterngeld wurde extra in D eingeführt um die Geburtenrate zu steigern. Nämlich dass die Besserverdiener auch Kinder bekommen!
Ich bin selber auch "Besserverdiener" und es fällt nicht gerade leicht wenn man plötzlich auf 2000 Euro im Monat verzichten muss.
Und damit dieser "Einschnitt" nicht so groß ist gibt es für ein Jahr Übergangszeit das Elterngeld.

Ich glaube (schlagt mich nicht wenns nicht stimmt) dass die weniger Verdienenden nicht schlechter gestellt sind als vorher, also zumindest dieses eine Jahr lang nicht. Danach wohl schon, dann gibts für niemanden mehr was glaub ich #gruebel

Beitrag von marion2 22.09.06 - 11:37 Uhr

Hallo,

genau da liegt der Punkt. Man möchte, dass die Besserverdienenden mehr Kinder bekommen und geht davon aus, dass die Geringverdiener sowieso welche in die Welt setzen - spielt ja keine Rolle, wie hoch der ALGII-Zuschuss letztendlich ist.#augen

Ab dem 1. Geburtstag fällt das Geld weg - in die Kita darf ich meine Kinder dann aber noch nicht bringen. Also muss ich sie wohl mit zu den Vorstellungsgesprächen nehmen - falls ich mit drei Kindern noch eins bekomme. Sehr clevere Lösung das Elterngeld. #augen

Insgesamt bekommt man als Geringverdienender mit dem Elterngeld gerade noch die Hälfte von dem, was das Erziehungsgeld gewesen wäre. Also eine deutliche Schlechterstellung.

2000 EUR/Monat? Ich kenne kaum jemanden, der so viel verdient. Und die, die so viel verdienen, sparen vorher ein bisschen was an - dann klappts auch in der Elternzeit.

LG Marion

Beitrag von yvi0279 22.09.06 - 13:41 Uhr

Hey - ich hab ja nicht gesagt dass wir nichts gespart haben! Natürlich haben wir das.
Ich hätte sowieso ein Kind gewollt, egal ob mit oder ohne Elterngeld. Aber so ist es eben noch "entspannter", zumindest ein Jahr lang.

Ich finde es nicht seltsam so viel zu verdienen #kratz. In meinem Bekanntenkreis bin ich nicht die Einzige.
Es ist über Durchschnitt, das stimmt schon, mein Mann verdient einiges weniger.

LG Yvi

Beitrag von bunny2204 22.09.06 - 11:41 Uhr

Nein, danach gibts nichts mehr (außer Kindergeld).

wenn ihr finanzell nicht hin kommt, müsst ihr Euch an die normalen Stellen wenden (Hartz IV, ALG) oder du musst sehen, dass du dein #baby unterbringts und dann wieder arbeiten gehst...

Eine andere Möglichkeit gibts wohl nicht.

Bunny #hasi