Panikattacken

Archiv des urbia-Forums Leben mit Handicaps.

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Forum: Leben mit Handicaps

Stolpersteine im Leben sind manchmal überwindbar, manchmal muss man sich mit ihnen arrangieren. Hier ist der Ort, um darüber zu sprechen: Entwicklungsverzögerung beim Kind, ADHS, das Down-Syndrom, Spina Bifida, Leben im Rollstuhl ...

Beitrag von note 22.09.06 - 10:55 Uhr

Hallo,meine Tochter 18 geht seit vorgestern in die Abendreaschule,gestern Abend war sie dann in ihrem Zimmer gesessen und hat geweint.Sie konnte nicht dort hingehen wel sie Angst hatte ihr wirds schwindelig und fällt um.Jedenfall hat sie sich geautet und hat mir berichtet das es immer schlimmer wird seit einiger Zeit und sie sich deswegen nicht mehr aus dem Haus traut weil sie meint sie fällt um.Das mit dem Kreislauf hat sie schon lange ,das weiss ich.Sie war ja auch schon beim Arzt deswegen und bekam Tropfen aber das daraus solche Panikzustände auftreten hätte niemand gedacht.Bin jedenfalls total besorgt und weiss nich wie ich ihr helfen kann.Sie hat jetzt nächste Woche einen Termin bei einer Psychologin.Ich mache mir auch Gedanken wegen der Schule,wäre in ihrem Falle sehr wichtig wegen späterer Ausbildung.Möchte ihr heute etwas pf#heullanzliches in der Apotheke besorgen,z:B Kytta,kennt das jemand?

Gruss Note

Beitrag von zeike 22.09.06 - 12:24 Uhr

hallo!

Ich leide auch unter Panikattacken hab sie im Moment gut im griff.schau doch mal auf die Internetseite www.panikstoerung.com ich glaube da seid ihr gut aufgehoben mit all euren fragen!

Gruß

Beitrag von 01wba056 26.09.06 - 02:50 Uhr

Hallo,
die selben Attacken hatte ich vor ca 2 Jahren auch.

Begonnen hatte es bei einer CTG Untersuchung. Ich hatte oft ein komisches Gefühl, als ob ich die Welt 'eingefroren' wahrnehme und hatte oft einen Druck im Kopf als würde jemand mein Gehirn in die Hand nehmen und zusammendrücken. Mein HNO-Arzt schickte mich zum CTG. Als ich drankam mich anzumelden, wurde mir schwindlig. Ich sagte noch, ich müsse mich setzten und wurde wieder wach auf der Krankenliege. Peinlich war, ich hatte mich angepinkelt!

Man stellte fest, daß mit meinem Kopf alles in Ordnung war und ich unter niedrigen Blutdruck litt. Ich bekam Tabletten. Dennoch hatte ich von da an ca 1 Jahr lang Panikattacken, da ich immer wieder Angst davor hatte, umzukippen.

Ich hatte zB extreme Probleme, Einkaufen zu gehen. Hatte Angst vor der Menschenschlange und davor, daß ich, wenn ich in der Schlange stehe, plötzlich umfalle. Es war fürchterlich. Ich war nur noch unter Strom, hatte schliesslich vor jeder Situation Angst, in der ich mit anderen Menschen zu tun hatte. Daheim war es mir egal. Ich wollte nur nicht, daß jemand es sieht, wenn ich umfalle.

Ich muss noch dazusagen, ich hatte zu der Zeit mega viel Stress. Habe ein Studium in Mindestzeit neben Full-time-Job und Kind absolviert. Daß ich ständig unter Strom und Leistungsdruck stand, und noch diese Erfahrung mit der Ohnmacht machte, löste diese Attacken aus, denke ich heute.

Ich habe dann Autogenes Training begonnen, war zusätzlich noch ca 4 mal bei der Hypnose und dann ging es langsam besser (dauerte ca 1/2 Jahr).

Nachdem ich mein Studium abschloss und der Hauptstressfaktor weg war, ging es schlagartig weg! Von heute auf morgen, keine Probleme mehr!

Wenn ich heute daran denke: Ich will das nie wieder erleben. Es war die Hölle und ich fühlte mich wie ein Psychofreak!

Ich denke, daß Deine Tochter auch sehr gesresst ist - vielleicht ist es ein psychischer Stress, da sie weiß, wie wichtig diese Ausbildung für sie ist. Man muss nicht 3 Jobs auf einmal machen um sich gestresst zu fühlen. Hab sogar mal gelesen, daß die meisen Opfer vom Burn-out-Syndrom Teilzeitkräfte sind (sind gestresst, da sie oft abwesend sind und nicht alles life mitbekommen).

Also Autogenes Training kann ich nur wärmstens empfehelen. Man lernt, daß man seinen Körper selbst kontrollieren kann und auch, von einer Minute auf die andere abzuschalten und alles rundherum auszublenden. Man braucht zwar eineige Zeit bis man diese Technik beherrscht (ca 1/2 Jahr und man muss konsequent üben), aber am Ende hat man ein Instrument mit dem man sich jederzeit in den gewünschten Bewusstseinszustand (Ruhe, Entspannung, Gleichgültigkeit) versetzten kann. Und allein dieses Bewusstsein, eine Hilfsmittel zu haben hilft schon! Denn wenn ich weiss, es kann sein daß ich Panik bekomme, aber ich habe eine Strategie und ich kann mich da wieder rausholen, fühl ich mich schon etwas sicherer und es kommt gar nicht soweit!

Und wie gesagt, wenn der Stress weg ist, wird die Panik auch sehr schnell verschwinden. Vielleicht kannst Du ihr ja dabei helfen und sie mental unterstützen ?!? Rede mit ihr. Biete ihr an zu allen möglichen Terminen mitzugehen (ich selbst fühlte mich immer sicher wenn jemand anders dabei war). Auch wenn Du vor der Türe wartest, egal. Gib ihr daß Gefühl, daß Sie ihre persönliche Hilfe immer mitnehmen kann, wenn sie sie braucht!

lg
Mia

Beitrag von note 28.09.06 - 16:05 Uhr

Hallo,meineTochter geht jetzt seit dieser Woche zu einer Psychologin mal shen was draus wird.Stress hat sie überhaupt nicht ,liegt bis 14 Uhr im Bett danach nur Computer und Freizeit.Die Abendrealschule hat sie jetzt nach einer Woche auch geschmissen weil sie denkt sie muss erst die Angst in den Griff bekommen,kann nichts dagegen tun.Ich finds nur Schade das sie so schnell aufgibt was die Weiterbildung betrifft,es wäre sehr wichtig für ihr weiterkommen im Berufsleben.Sie weiss ja das sie mit ihrem Hauptschulabschluss mit fast nur 4 nichts erreichen kann und sie will ja eine Ausbildung machen,am liebsten in einem Büro.deswegen war ich ja so erleichtert das sie die Chance bekam die Abendrealschule zu besuchen.Ich kann nur hoffen das alles gut wird.

Gruss Note#schmoll

Beitrag von 01wba056 29.09.06 - 00:30 Uhr

Schade, das mit der Schule! Ich finde, es ist keine gute Idee, erst mal die Ängste in den Griff zu bekommen. Das geht ja auch während man in die Schule geht und kling irgendwie nach aufschieben und abwarten. Aber ich kann verstehen, wenn man gegen einen Teenie nur schwer ankommt. Ich hoffe, es findet sich alles und sie macht ihren Weg.

Alles Gute!
Mia

Beitrag von katzeleonie 29.09.06 - 17:18 Uhr

Hatte jahrelang das selbe. Bis herausgefunden wurde, daß ich Depressionen habe. Seit ich die entsprechenden Medikamente nehme, geht es mir wieder gut.

Kytta Sedativum hat mir nicht geholfen. Versuchs doch mal mit Jarsin Johanniskrauttabletten.

lg
leonie