Taufe oder nicht?

Archiv des urbia-Forums Kleinkind.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um Ihr Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von 13042004 22.09.06 - 14:26 Uhr

Hallo zusammen,

bei mir geht es um das Thema taufen lassen oder nicht, bin dankbar für alle Antworten.
Also unsere Joeleen ist nun 2 einhalb Jahre und immer noch nicht getauft. Mein Mann und ich finden die Idee gar nicht so schlecht wenn sie später selber entscheiden kann ob sie das möchte oder nicht. Hätte sie denn dadurch irgendwelche Nachteile wenn sie nicht getauft ist?
Das andere Problem sind meine Eltern (kathol.) die sehr gläubig sind. Sie möchten gerne das Joeleen getauft wird weil das halt "so sein muß" und weil sich das eben "so gehört"#augen... was meint ihr denn dazu? Ich bin hin und her gerissen. Würde mich sehr über Antworten von Mama´s freuen die ihre kleinen auch nicht taufen lassen.
P.S. 2 Bezugspersonen, also so etwas wie Paten, hat Joeleen in jedem Fall schon mal. Mit oder ohne Taufe.
LG, Anke

Beitrag von lanzaroteu 22.09.06 - 14:32 Uhr

robin hat auch einen patenonkel...aber getauft ist er auch nicht.

ich bin katholisch, mein mann evangelisch, meine eltern sind aus der kirche augetreten, die eltern von meinem mann glaub ich auch.

fuer uns macht das keinen unterschied, wenn er spaeter gern getauft werden will bitte......
der einzige grund waere fuer mich, wenn er dadurch auf eine bessere schule kaeme. aber bis dahin haben wir ja nochwas zeit!

lg ute

ps es ist euer kind...euer leben

Beitrag von diamant78 22.09.06 - 14:41 Uhr

Hallo Anke,

unser Sohn ist 16 Monate alt und auch nicht getauft - und wir haben es auch nicht vor. Wenn er es später möchte, dann kann er es dann auch immer noch selber entscheiden und machen.

Ich bin auch erst mit 13 oder 14 Jahren getauft worden, da es die Voraussetzung für die Konfirmation war, die man je eh nur aus einem Grund gemacht hat. ;-) und ich hatte nie Nachteile etc. Wir sind schon seit Jahren nicht mehr in der Kirche gewesen und sind auch aus der Kirche vor langer Zeit ausgetreten. Für uns hat die Kirche und alles was dazu gehört überhaupt keine Bedeutung.

Meine Eltern versuchen sich auch immer einzumischen egal worum es geht, aber es ist unser Kind und nur wir entscheiden, was richtig und was falsch ist. Am Anfang haben wir uns immer auf jede Diskussion eingelassen - man wollte ja nicht unhöflich sein, aber wenn meine Eltern mal meinen, sie wissen etwas besser, dann bügel ich ihnen sofort über den Mund und diskutiere auch nicht mehr mit ihnen. Entweder sie nehmen es so hin oder sie lassen es bleiben. Ich mag meine Eltern total gerne und sie sind auch lieb und nett, aber für mich zählt jetzt meine eigene Familie für die ICH und MEIN MANN selber entscheiden. Klar lassen wir uns auch gerne belehren, aber die Entscheidung treffen wir letzten Endes immer selber. Meine Eltern dürfen uns bzw. ihren Enkel begeleiten, aber das Leiten und Entscheiden übernehmen allein WIR Eltern.

Also wenn IHR meint, daß es die richtige Entscheidung ist, dann würde ich da auf niemanden Rücksicht nehmen - auch wenn es die eigenen Eltern sind.

LG und alles Gute - eine Taufe läuft ja nicht davon.

Julia + Coco 10.05.05

Beitrag von 5278 22.09.06 - 14:43 Uhr

Hallo Anke,

Also meine kleine haben wir Taufen lassen. Es kann dem Kind nicht schaden, und vor und nachteile hat es auch nicht. was heisst keine nachteile, bei uns hier ist es so, wenn ich die kleine nicht hätte taufen lassen, hätte ich sie nicht in dem Kindergarten anmelden können wo ich sie gerne mal drin hätte. es ist ein katholischer Kindergarten und dort kommen halt nur getaufte Kinder rein. Ist eigentlich schade ist aber eben so. mann man ist aber auch nicht mehr in der Kirche, das spielt widerrum keine rolle. Den ganzen Zirkus soll mal einer verstehen.
also lange rede kurzer sinn: wir haben sie getauft und was sie später mal macht muss sie selbst entscheiden.

Lieben gruss

Tanja + lena 22 mo. + #baby + 19 SSW

Beitrag von kimmi2810 22.09.06 - 14:46 Uhr

Hallo Anke,
puhh, dieses Thema ist mittlerweile fast jeden Tag bei uns auf dem Tisch. Ich, evangelisch aber nicht "fromm" bin strikt pro Taufe und mein Mann strikt conta. Das Argument: Können sie sich später selber überlegen lasse ich nicht gelten, denn wir haben auch schon beim Namen entschieden, den Kindergarten, die Schule, den Käse, das Wasser.... Desweiteren möchte ich ihn erleben wenn unsere Tochter frei entschieden mit dem Koran nach hause kommt.
Eigentlich wollte ich das nicht aber unsere Tochter wird getauft und zwar über Papi`s Kopf hinweg. ( Nach fast 1 Jahr Diskussion )
Liebe Grüße

Beitrag von sohnemann_max 22.09.06 - 15:07 Uhr

Hi Anke,

also sonderlich religiös sind wir alle nicht. Wir sind zwar beide katholisch - mehr aber auch nicht.

Getauft haben wir unseren Max trotzdem - da war er genau 3 Monate alt gewesen.

Wenn ein Kind nicht getauft ist - ist es bestimmt nichts schlimmes - aber in manchen Schulen kann es später zu Problemen kommen (bei meinem Papa war es so). Ob es richtig ist, das Kind später selbst entscheiden zu lassen welche Religion es denn annehmen möchte finde ich nicht so das Optimale. welches Kind interessiert sich schon für Religionen und befasst sich so tief mit, dass es wählen könnte?!?!

Liebe Grüße
Caro mit Max 25 Monate

Beitrag von schwedin1 22.09.06 - 15:36 Uhr

Hallo liebe Anke,

unser Sohn ist getauft, da wir es so wollten, da wir beide nicht superreligiös sind, aber gläubig sind. Wenn ich nur für mich spreche, ist es für mich ein Beweis dafür, dass ich mein Sohn in Gottes Glauben erziehe - das heißt aber nicht dass wir morgens beten und jeden Sonntag in die Kirche gehen, sondern dass unser Sohn einige Grundkenntnisse bekommt.

Ja, Jonatan hat eine Kinderbibel und diese lesen wir vor als wäre es ein Buch mit Geschichten. Bleibt was hängen, freue ich mich und wenn nicht, dann eben nicht.

Wenn Jonatan später konfirmiert werden will, kann er es machen ohne vorher getauft zu werden und dadurch nicht eine große Sache daraus zu machen. Abgesehen davon, kann ich ihn in den KiGa anmelden (ev. Kirche) Das wären die Vorteile.

Der Nachteil ist der Vorteil. Er kann ohne zu überlegen der Konfirmationsunterricht anfangen, nur um Geschenke zu bekommen. Allerdings bin ich ja noch der Hoffnung (nach 11 Monate;-) ) dass er dies nicht tun würde, da wir ihn ja kristlich aufwachsen lassen wollen.#kratz

Du kannst es echt drehen wie du willst....

Wahrscheinlich wirst du von meinem Beitrag nicht schlauer, aber vielleicht bringt es dir was #freu

Liebe Grüße

Beitrag von tauchmaus01 22.09.06 - 16:55 Uhr

Mir war es nicht so wichtig, ich dachte auch sie soll selber entscheiden, aber meinem Freund war es wichtig.
Das Argument das mich dann überzeugte war:

Ich möchte das sie in den Himmel kommt wenn ihr was passiert!

(alle Kinderseelen kommen in den Himmel zu den Engelein, aber ich dachte mir nun, wenn echt was passiert, was soll ich ihm dann sagen? Ihm würde es helfen, wenn er wüßte das sie in Gottes Haus aufgenommen ist)

Kurz um, beide Kinder sind getauft, wenn es ihnen nicht passt können sie es später auch ändern.

Mona

(Echte Paten gibt es nur bei einer Taufe)

Beitrag von alpenbaby711 22.09.06 - 19:09 Uhr

Hi du!

Also ganz ehrlich ich finde ihr entscheidet und eure Idee finde ich auch klasse. Lasst euch da von der SChwieMu net reinreden. Des weiteren muss ich sagen unser Sohn ( 17 Monate) ist bisher auch net getauft und wird wohl erst mit 2,5 oder 3,5 Jahren getauft. Jaaaaaaaaaaaa uuuuuuuuuuuuund. Bisher hat mich zwar noch niemand drauf angesprochen, aber ich würde mir da auch nicht reinreden lassen. Mein Mann und ich sind uns da einig, bisher jedenfalls, grins.
Bei mir wird er auch nicht aus Glaubensgründen getauft, sondernw eil ich der Meinung bin es gibt genug intolerante Menschen die die Leute danach beurteilen ob sie getauft sind oder nicht und manche machen vielleicht bei einem Kiga oder so auch Schwierigkeiten. Wenn ich damit klarkommen muss gut meine Sache doch mein Kind soll dann nicht mit reingezogen werden. Daher lass ich es taufen. Dazu steh ich auch. Ich würde dir wie gesagt raten vertretet klar eurem Standpunkt und bleibt dabei
Ela

Beitrag von kleene0106 22.09.06 - 20:07 Uhr

Hallo,

ich habe die anderen Antworten noch nicht gelesen, ich hoffe also ich wiederhole nicht irgendwas was schon hier steht.#hicks

Meine beiden sind auch nicht getauft, ich bin zwar katholisch, stehe aber nicht hinter dem Glauben. Mein Mann ist konfessionslos.
Für uns war deshalb klar, dass sie nicht getauft werden, da ich ihnen keinen konkreten Glauben wirklich näher bringen könnte/möchte.
Wir halten es so, dass wir sie ganz offen über die Kirche und die verschiedenen Religionen aufklären werden, bzw. dass wir ihnen einen Einblick in die verschiedenen Religionen geben werden, zumindest werden wir das versuchen. Somit wissen sie auf jeden Fall später worum es geht. Ich werde mich auch nicht gegen den Religionsunterricht wehren, da ich denke, dass sie sich später (dauert ja noch etwas) ruhig ihre eigene Meinung bilden können und auch entscheiden können, ob sie daran Interesse haben oder nicht.

"Nur" weil die Eltern oder Schwiegereltern / Verwandte / Bekannte oder sonst wer meint es "gehört sich so", würde ich das Kind nicht taufen lassen. Entweder man steht hinter dem Glauben, dann finde ich das okay - oder man steht nicht hinter dem Glauben, dann sollte man es auch nicht tun.
Das ist jedenfalls meine Meinung.

In unserer Stadt werden meine Kinder kaum Schwierigkeiten mit der Konfessionslosigkeit haben, da hier die Mehrheit evangelisch ist, die sind hier nicht so "verklemmt".;-)


LG
Kleene

Beitrag von rapuenzel 22.09.06 - 21:14 Uhr

Hallo,

Nils ist vom 29.03.05 und bereits im Juni haben wir ihn taufen lassen. Ich bin katholisch, mein Mann evangelisch, allerdings sind wir beide keine regelmäßigen Kirchgänger.
Mir war die Taufe sehr wichtig, weil ich wollte, dass Nils mit christlichen Grundwerten aufwächst und Teil der Christengemeinschaft wird. Das war so der Hauptgrund für mich.

Klar kann er sich später immer noch für eine andere Religion (oder auch keine) entscheiden - aber da müßte er dann nochmal Taufunterricht oder so besuchen teilweise und das bleibt ihm so erspart, weil er ja jetzt schon in was reinwächst. Außerdem kann er so in alle Kindergärten, egal ob konfessionell oder städtisch und auch auf alle konfessionell gebundenen Schulen (wenn mal eine in Frage kommen sollte). Das sind aber meiner Meinung nach nur Nebeneffekte.

Wie gesagt, mir ist das wichtig, ich möchte einfach, dass er mit gewissen christlichen Traditionen aufwächst und vertraut wird.
Ich glaube halt, dass das vielen Menschen Halt und Unterstützung im Leben gibt und vielleicht auch manchmal sowas wie ein Wegweiser ist.

Schönen Gruß, Rapuenzel

Beitrag von kleene0106 23.09.06 - 09:23 Uhr

Hallo Rapuenzel,

ich habe ja selber schon einen Beitrag verfasst. Ich bin selber katholisch, stehe aber nicht hinter der kath. Kirche.
Was ich überhaupt nicht verstehe ist, warum so Dinge wie Taufe so wahnsinnig wichtig sind.
Du schreibst dass es dir wichtig ist, dass dein Sohn mit gewissen christlichen Traditionen aufwächst. Welche christlichen Traditionen meinst du denn genau?
Ich finde, dass die Kirche mittlerweile einen viel zu hohen Stellenwert hat, egal ob in der Politik oder sonst wo.
Ich denke, man kann auch mit dem Christentum vertraut werden, wenn man nicht getauft ist. Glaube ich nur an einen Gott wenn ich getauft bin? Kann ich nicht auch Kindern den christlichen Glauben näher bringen ohne dass ich es taufen lasse?
Kann ich ihnen nicht "christliche Werte" (so wird es hier häufig genannt) vermitteln nur weil sie nicht getauft sind? Darf mein Kind im Religionsunterricht nicht teilnehmen nur weil es nicht getauft ist? Darf ich nicht die kath. Kirche besuchen wenn ich nicht getauft bin?
Gut, es gibt kath. Schulen und Kindergärten die darf mein Kind nicht besuchen wenn es nicht getauft ist. Kirchlich heiraten darf mein Kind auch nicht in der kath. Kirche wenn es nicht getauft ist, jedenfalls nicht, wenn der Partner nicht kath. ist.
Aber können das tatsächlich Argumente sein um sein Kind taufen zu lassen?
Wenn jemand wirklich und wahrhaftig hinter der Kirche steht und auch dem Glaube nachgeht, wie es früher so üblich war, dann gehört es vielleicht einfach dazu ein Kind taufen zu lassen. Aber nur um dem Kind den christlichen Glauben näherbringen zu wollen ohne selber mit allem Für und Wider hinter der Kirche zu stehen, ist für mich nicht nachvollziehbar.

Wie gesagt, meine Kinder sind auch nicht getauft, trotzdem lesen wir die Bibel. Und was die christlichen Grundwerte angeht: Sind es tatsächlich andere Werte die man vermittelt wenn das Kind getauft ist?
Schließlich vermittelt man als Eltern doch die Werte, die man selber vermittelt bekommen hat.

Aber das ist nur meine persönliche Meinung dazu, soll nicht heißen, dass ich eure Entscheidung, den Nils taufen zu lassen oder getauft zu haben nicht gut finde.
Das waren nur mal ein paar Gedankengänge dazu.:-)


Ach so, das bezog sich jetzt auch nicht persönlich auf dich, sondern fragt auch alle anderen, nur kam mit der Gedanke wegen dem Satz der christlichen Grundwerte.;-)


LG
Kleene#sonne

Beitrag von visilo 22.09.06 - 21:53 Uhr

Wir haben Lukas taufen lassen einzig aus dem Grund das er in der Schule nicht in die Ausländerklasse kommt. Ich denke spätestens mit 18 wird er eh austreten wenn er dann mal Beiträge zahlen muß;-). Ich persöhnlich halte nichts vom taufen aber das muß jeder für sich entscheiden, wer sein Kind taufen läßt soll es dann aber auch im Sinne der Kirche erziehen.

LG
visilo+Lukas (16.11.04)

Beitrag von coolmum 22.09.06 - 22:08 Uhr

hallo!

also wenn ich ganz ehrlich bin hab ich patrick taufen lassen, damit er in der schule mit allen anderen zusammen reli unterricht haben kann und nicht durch ethik irgendwie ausgeschlossen wird.

mein mann ist aus der kirche ausgetreten und meine ganze familie ist zwar katholisch, aber wir gehen nie in die kirche oder sind überhaupt nicht so kirchlich angetan.

wie gesagt, ich finds halt einfach nur für die schule besser.

liebe grüße
#coolmum