Wie schädlich ist der WKS wirklich?

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Forum: Geburt & Wochenbett

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Beitrag von stummel83 22.09.06 - 15:58 Uhr

Hallo,
meine Frage steht eigentlich schon oben,

Wir erwarten das zweite Kind, ich bin in der 39 SSW. ab übermorgen.
Ich kann einfach nicht mehr und hätte gerne einen WKS, zumindest denke ich darüber nach.
Aber die ganzen Risiken, das es beim Baby zum seelischen Schaden kommen kann wenn es den geburtszeitpunkt nicht selbst bestimmen darf usw. macht mir doch irgendwie Angst.

Über zahlreiche Antworten würde ich mich freuer!!

Beitrag von tekelek 22.09.06 - 16:07 Uhr

Hallo !
Ich verstehe nicht ganz, wieso Du einen WKS möchtest, wenn Deine erste Geburt laut VK völlig komplikationslos verlief #gruebel ?
Ein Kaiserschnitt ist immer eine große Bauch-OP ! Er ist nicht nur für das Kind schlechter als eine normale Geburt, sondern auch für Dich.
Ein steriler Raum wird geöffnet und es treten Bakterien ein (ganz keimfrei ist kein OP), Du hast tagelang Schmerzen im Narbenbereich, darfst nichts heben, es kann Jahre später noch zu Verwachsungen kommen und daraus können weitere Komplikationen entstehen, u.s.w. ...
Das Kind wird einfach so herausgerissen, ohne Vorbereitung, die Hormone, die bei einer normalen Geburt ausgeschüttet werden und viele andere wichtige Faktoren fehlen und wie Du bereits sagtest, kann es den Zeitpunkt seiner Geburt nicht selber bestimmen.
Ich bin für den Kaiserschnitt, wenn ein echter Nofall besteht, also als lebensrettende Maßnahme, aber nicht, weil man einfach keine Lust mehr hat ...
Liebe Grüße,

Katrin, die auch seit der 38.SSW keine Lust mehr hatte und doch bis 40+1 gewartet hat, mit Emilia-Sofie (20,5 Monate) und Nevio (19 Tage)

Beitrag von simone_2403 22.09.06 - 16:38 Uhr

>>Aber die ganzen Risiken, das es beim Baby zum seelischen Schaden kommen kann wenn es den geburtszeitpunkt nicht selbst bestimmen darf usw. macht mir doch irgendwie Angst.<<

Also da muss ich doch mal wirklich herzhaft lachen.
Wo zum Teufel hast du denn so einen schwachsinnigen Unfug gelesen oder gehört?


Du glaubst doch nich allen Ernstes,das Kinder die per WKS auf die Welt geholt wurden einen "seelischen Schaden" #augen davon getragen haben.

Also echt....Sachen gibts.



Wenn du für dich entschieden hast einen WKS zu wollen,dann ist das deine Sache und auch dein gutes Recht.JEDER Mutter steht frei wie sie entbinden möchte.

Beides KS und auch spontan Geburt birgt Risiken,welche für dich allerdings dann zutreffen,kann man nicht pauschalisieren.Es ist "Fallabhängig".Einige stecken den KS ruck zuck weg,andere knabbern ne ganze Weile dran....

Am besten sprichst du mit deinem FA darüber.Der kann dich in so einer Situation am besten beraten.

lg

Beitrag von minimal2006 23.09.06 - 08:05 Uhr

Hallo Simone

Auch ich mußte zuerst mal tief durchatmen und dann lachen....so wie du!:-) Deinem Posting ist nichts mehr hinzuzufügen!
Mein KS-Sohn ist jetzt fünf Jahre alt, ein aufgewecktes Kerlchen und stell dir vor, er ist normal entwickelt und hat auch keine seelischen Schäden.

Wenn ich sowas lese, geht mir die Hutschnur hoch!
Ich hatte auch einen WKS, weil mein Sohn in BEL lag.
Mein Mann hatte im Jahr 2000 einen schlimmen Arbeitsunfall. Er hat noch heute mit den Spätfolgen zu kämpfen. Warum sollte ich irgendein Risiko eingehen, wenn die ganze SS ok war!?!?

Ich finde das unmöglich, immer wird den Frauen mit WKS ein schlechtes Gewissen gemacht. Ihr denkt auch nicht an die, die es sich gar nicht aussuchen konnten...

Meine erste Geburt war ein Horror und der KS im Vergleich ein Spaziergang!

jedem so, wie er es möchte

Beitrag von junimond.1969 23.09.06 - 08:47 Uhr

"Ihr denkt auch nicht an die, die es sich gar nicht aussuchen konnten... "

Um die geht es hier aber nicht! Du vergleichst Äppel mit Birnen. Bei den einen ist es medizinisch notwending und die müssen sich nun wirklich keinen Kopf und keine Schuldgefühle machen.

Aber WKS aus vermeintlicher Bequemlichkeit ist einfach nur daneben!

Beitrag von minimal2006 23.09.06 - 09:26 Uhr

ich vergleiche nicht "Äppel mit Birnen"

Jede Frau die sowas liest, muß doch zwangsläufig ein schlechtes Gewissen haben.

Ist meine Meinung...ob du sie nun teilst oder nicht...ist ja egal!

Liebe Grüße

Mini

Beitrag von malibu69 26.09.06 - 15:06 Uhr

Hallo,
"Aber WKS aus vermeintlicher Bequemlichkeit ist einfach nur daneben!"
warum überlässt Du die Sache nicht einfach jedem selbst???
Ich denke, jeder Grund ist zu aktzeptieren, der eine hat eben fürchterliche Angst vor den Schmerzen der Spontangeburt und kann mit den WKS-Schmerzen besser umgehn-ist doch vollkommen legitim.

Gruss, Nicole

Beitrag von 274 22.09.06 - 16:45 Uhr

Hallo !

Ich hatte KS weil mein Baby zu groß für mich war. Mein Baby durfte Geburtszeitpunkt auch nicht selbst bestimmen , weil es einfach zu groß war und " raus" musste!!! Swantje ist völlig normal, aufgeweckt , interessiert an ihrer Umwelt und schreit auch nicht mehr als andere !!!!!!!!!!!!!!!!
Natürlich hätte ich mir auch einen normalen Verlauf gewünscht, aber das war eben mein ganz persönliches Erlebnis und Umstellungsprobleme ( gerade eben noch schwanger und jetzt schon Mama ) hatte ich nicht ! Überhaupt geht es mir sehr gut , wobei ich Dir sagen kann das bei KS die Schmerzen halt erst nach der Geburt kommen !!! Ich hatte fast 12 h künstliche Wehen danach und die waren nicht besonders lustig ! Wirklich schmerzfreier ist es bestimmt nicht. Außerdem darf ich nur bis zu 3 Kilo tragen,wegen der Naht (8 Wo lang). Das ist nervig , denn schon einkaufen oder Kinderwagen in Auto legen sind größte Hindernisse !!

Alles Gute Britta und Swantje ( 6 Wo alt )

Beitrag von nina265 22.09.06 - 17:02 Uhr

Ich bin zwar kein Arzt oder Fachmann in dieser Hinsicht, aber ich denke das sich doch nun wirklich kein Mensch daran erinnern kann wie er auf die Welt gekommen ist. Und das man einen seelischen Schaden davontragen könnte nur weil man durch KS anstatt normal geboren wurde, das glaube ich auch nicht.

Würden sich mal einige Eltern so viele Gedanken darüber machen ob das Kind einen seelischen Schaden davon tragen könnte wenn sie ihre Kinder schlagen oder unter psychischen Druck setzen fände ich das viel angebrachter.....

Aber ich will jetzt nicht vom Thema abkommen. Ich denke, das im Endeffekt jede Frau am besten weis und fühlt, was für sie und das Kind das Beste ist. Beide Geburtsformen bergen ihre Risiken und beide können mehr oder weniger weh tun.

Beitrag von 3023 22.09.06 - 18:02 Uhr

Hallo,

deine Frage ist verständlich - aber es wird niemanden geben, der sie beantworten kann. Es ist deutlich erwiesen, dass der Kaiserschnitt für Mutter und Kind seelisch und körperlich keine gute Lösung ist (manchmal - wenn nötig - aber immernoch die bessere Alternative...). Wie groß der Schaden wirklich ist lässt sich nicht bestimmen.

Im Endeffekt ist es deine Entscheidung und da wir den Menschen und die Vorgänge bei der Geburt noch nicht alle vollständig verstehen werden dir auch Erfahrungsberichte nicht helfen. Keiner von uns hat den Überblick über das gesamte Leben eines Menschen und keiner weiß wie der Mensch geworden wäre, wenn die Geburt anders gewesen wäre....

Klar ist, dass es für Mutter und Kind (normalerweise) am Besten ist einfach den natürlichen Zeitpunkt der Geburt abzuwarten - das werde ich deshalb jedenfalls tun! Lange kann es bei dir ja auch nicht mehr dauern. Deine Ungeduld ist verständlich - geht mir bestimmt auch bald so ;-). Aber versuch doch noch ein paar Tage/Wochen durchzuhalten! Du hast dein Baby nie wieder so nah bei dir...

Grüße und eine schöne Geburt!
3023

Beitrag von luise.kenning 22.09.06 - 19:46 Uhr

Hallo,

ich wollte, fast wortwörtllich, dasselbe schreiben ;-)

Schönen Beitrag hast Du da verfasst #blume


LG

Luise

Beitrag von lena820 22.09.06 - 19:23 Uhr

es ist wunderbar, dass es den Kaiserschnitt gibt. Hat sicher schon einigen das Leben gerettet.

Aber ich hoffe, es gibt keinen Arzt, der ihn durchführt, weil die Mutter keine Lust mehr hat, schwanger zu sein!

Dein Baby weiß, wann es an der Zeit ist rauszukommen.
es würde sicher keinen seelischen Schaden davontragen, aber vielleicht hätte es Anpassungsschwierigkeiten, die Kinder mit KS einfach öfter haben.

Neee, da bin ich doch lieber ein paar Tage länger schwanger und kriege dann ein ausgeglichenes Kind und erspar mir nebenbei noch eine OP.

Beitrag von raleigh 22.09.06 - 19:27 Uhr

Ob und wann und wie ein KS bei dir möglich ist, kann dir nur deine Klinik und dein Arzt sagen. Du bist sehr knapp dran dafür, denn normalerweise plant man einen KS für 1-2 Wochen vor dem Et und die Klinik möchte es auch gern im OP-Plan vermerken.

Ein KS oder eine normale Geburt - besser ist der natürliche Weg in jedem Fall. Bewiesen ist nichts, aber schon das Gefühl dürfte einem sagen, dass die Natur sich was dabei gedacht hat. Zur Risikominimierung bei der natürlichen geburt wird ja ohnehin genug überwacht, so dass man dem Weg doch den Vorzug geben kann.

Ein KS ist eine Alternative, die Vorteile hat und Nachteile. Eine Bauch-OP, langfristige Probleme mit der Narbe, Risikoerhöhung bei nachfolgenden Schwangerschaften, Probleme mit der Rückbildung sind möglich.

Ich denke, du bist einfach gestresst und sehnst dich nun nach dem Ende deiner Schwangerschaft - sicherlich hast du Gründe, vielleicht sogar gravierende. Für manche sind die Schmerzen am Ende groß, wenn Nerven eingeklemmt sind oder viel Wasser eingelagert wurde.

In jedem Fall solltest du dich einfach an deinen Arzt wenden und deine Gedanken schildern. Wenn du eine Hebamme hast, kann die dir auch die letzten Tage erleichtern, wenn kein KS gemacht wird.

Beitrag von sassiputz 22.09.06 - 20:43 Uhr

Hallo,

mein Sohn kam zwar nicht per WKS, sondern per ungeplanter eiliger Sectio, aber im Bezug auf den "seelischen Schaden" wird es wohl keinen Unterschied machen :-). Also ich kann nur sagen, dass er sich bislang supergut entwickelt hat und ein sehr zufriedenes Kind ist, das viel lacht und total lieb zu anderen Menschen (vor allen Dingen Kindern) und Tieren ist.

Ich denke, man kann sagen, dass er keinen bleibenden Schaden davongetragen hat ;-).

LG
Saskia

Beitrag von sophie1984 22.09.06 - 21:04 Uhr

Hallo!

Ich hatte einen WKS - wenn du fragen hast kannst mich gerne per VK anschreiben... (Ich hab nur keine Lust die Grundsatzfrage "WKS ja oder nein" hier wieder lang und breit zu diskutieren...)

LG
S.

Beitrag von junimond.1969 23.09.06 - 08:44 Uhr

Wie sich das mit unbewussten seelischen Schäden beim Kind bei einer Kaiserschnittgeburt verhält, entzieht sich meiner Kenntnis. Aber ich stimme unten stehendem ZEIT-Artikel zu, dass mit Sicherheit durch die erwiesenermaßen fehlenden hormonellen Vorgänge nach der natürlichen Geburt der Start einer Mutter-Kind-Beziehung erschwert werden kann.

Es gibt auch ernstzunehmende Ansichten, die sagen, dass generell ein außergewöhnliches Geburtserlebnis sich auf dei Seele des Kindes auswirkt. Deswegen ja auch seit vielen Jahren Bestrebungen, Geburten wieder natürlicher werden zu lassen.

Was allerdings meines Erachtens erwiesen ist, sind die körperlichen Auswirkungen eines Kaiserschnitts auf die Kinder sowie die körperliche und seelischen für die Mutter. Hier sind sie ganz gut beschrieben:

http://www.urbia.de/topics/article/index.html?o=home&id=6663&c=3

Und hier noch was:

http://www.zeit.de/zeit-wissen/2005/04/Kaiserschnitt.xml

" Weil Mutter und Kind nach einem Kaiserschnitt zunächst getrennt sind und auch in den ersten Tagen das Umsorgen des Kindes durch die Schmerzen schwierig sein kann, dauert es manchmal eine Weile, bis sich echte Muttergefühle entwickeln: Das so genannte »Bonding« kann erschwert sein. Entsprechend häufiger haben diese Mütter Stillprobleme.

Gerald Hüther, Neurobiologe an der Universitätsklinik Göttingen, sieht den Trend zum Wunschkaiserschnitt deshalb mit einiger Sorge: »Hormone wie Oxytocin und Prolaktin sind sehr wichtig für die Entwicklung einer innigen Beziehung. Ein Mangel kann unter Umständen dazu führen, dass die Mutter mit ihrem Kind zunächst nichts anfangen kann.«

Das Bindungshormon Prolaktin und das Liebeshormon Oxytocin sind mitsamt der glücklich machenden Endorphine auch für das »seelische Löschprogramm« sofort nach der Niederkunft verantwortlich. Die Evolution hat die Geburt mit Schmerzen verbunden, diese aber mit einem geradezu verklärenden Gedächtnisverlust und einem starken Glücksgefühl gekoppelt. Während bei spontan Gebärenden die anstrengende Geburt schnell in Vergessenheit gerät und Freude und Stolz überwiegen, erinnern sich Kaiserschnittfrauen häufiger an die ungemütliche Atmosphäre im OP-Saal.

Ein Löschprogramm, das durch einen Wunschkaiserschnitt erst gar nicht notwendig wäre, finden die einen. Schmerzen, die auch durch eine Peridualanästhesie (PDA), eine Schmerzspritze in den Rückenmarkskanal, locker zu ertragen und bei einer Sectio nur noch schlimmer wären, glauben die anderen. Denn viele Frauen gingen an die Entbindung per Bauchschnitt allzu blauäugig heran. Obwohl bei der mittlerweile fast überall üblichen Methode nach Misgav-Ladach das Gewebe mehr gedehnt als geschnitten wird, ist der Eingriff noch lange nicht schmerzlos. »Mit vielem hatte ich gerechnet, aber nicht mit solch unglaublichen Schmerzen«, erzählt Vanessa Rodriguez Nogueiro, die sich von den Nachwirkungen auch drei Monate nach der Geburt ihrer Tochter noch nicht erholt hat. »Ich konnte mein Kind kaum versorgen und musste immer jemanden bitten, mir zu helfen.« Erst zwei Wochen nach der Entbindung ging es ihr endlich besser.

Auch die Hoffnung, nach einer Sectio weniger anfällig für Harn- und Stuhlinkontinenz durch einen erschlafften Beckenboden oder Gefühlsarmut beim Sex wegen einer ausgeleierten Scheide zu sein, kann trügen. Ein Kaiserschnitt schützt nicht vor einem überdehnten Beckenboden, er verhindert einzig die Belastung während der Wehen. Denn vor allem in den letzten vier Monaten vor der Geburt drückt das Baby kräftig nach unten. Eine Studie zeigte, dass selbst Nonnen nicht vor einer desolaten Beckenbodenmuskulatur gefeit sind: Jede zehnte konnte jenseits ihrer fruchtbaren Jahre den Urin trotz Kinderlosigkeit nicht halten. Frauen, die spontan entbunden haben, litten doppelt so häufig an Inkontinenz; bei den Kaiserschnittfrauen lag die Zahl genau dazwischen.

Über mehr Beschwerden beim Sex berichteten einzig Frauen, bei denen eine Saugglocke oder die Geburtszange zum Einsatz kam. Der dafür notwendige Dammschnitt kann unglücklich genäht oder verheilt sein, oder es können Nerven beschädigt werden, sodass die Frauen im Intimbereich entweder empfindlicher sind oder mitunter weniger spüren.

»Mit jeder Sectio schaffen wir ein neues Problem«, befürchtet der Gynäkologe Klaus Vetter. Die Frauen würden danach nicht nur seltener wieder schwanger. Bei einer erneuten Schwangerschaft mache auch die Plazenta vermehrt Probleme: Sie rutscht häufiger vor den Ausgang der Gebärmutter oder verwächst mit deren Muskulatur. Dadurch werden starke Blutungen ausgelöst, die Mutter und Kind in Lebensgefahr bringen können.

Eine amerikanische Forschergruppe stellte jüngst fest, dass nach einem Kaiserschnitt spontan geborene weitere Kinder häufiger einen Sauerstoffmangel erleiden. Denn die alte Naht am Uterus reißt bei jeder hundertsten Geburt.

Studien zeigen auch, dass Kaiserschnittmütter in der nächsten Schwangerschaft doppelt so häufig ein totes Kind zur Welt bringen. Möglicherweise werden beim ersten Mal Gefäße der Gebärmutter verletzt, sodass bei der erneuten Schwangerschaft die Blut- und damit Nährstoffversorgung des ungeborenen Kindes gestört ist.

Die gefürchtete Wochenbettdepression allerdings trifft Wunschkaiserschnittmütter nicht stärker als spontan Gebärende. Nur Frauen, deren Entbindung unerwartet mit einem Kaiserschnitt endet, stecken diesen schlechter weg."

Meines Erachtens ist es mittlerweile eine Ziviliasationskrankheit geworden, dass wir uns die Kinder lieber rausoperieren lassen als sie aktiv selbst zu gebären. Finde, das sagt schon auch was aus über das Verhältnis zum Kind an sich. Wir sollten nicht alles instrumentalisieren, es bringt irgendwie so eine Kälte mit sich. Kann nicht genau in Worte fassen, was ich an dieser WKS-Mode so regelrecht gruslig finde. Es hat schon irgendwie was von schöne neue Welt.

Wenn es irgend geht, würde ich an Deiner Stelle also noch durchhalten.

Gruß
Ch.

Beitrag von sunda 23.09.06 - 22:24 Uhr

Ich werde einen WKS machen lassen. Ich habe mich sehr gut informiert und bin zu dem Schluss gekommen, dass die Risiken beim WKS genau so gross sind wie bei einer normalen Geburt. Meine Hebamme und mein FA haben dieser Aussage zugestimmt.

Wichtig ist nur, dass Du die für Dich richtige Entscheidung triffst und das aussuchst, was Dir entspricht.

Beitrag von terrortoertchen 26.09.06 - 21:01 Uhr

hallo stummel!

hatte vor exakt 2 wochen einen geplanten KS genau 8 tage vor errechnetem ET und aknn dir folgendes sagen:

1. mein sohn kam um 10:35h auf die welt und um 16:30h bin ich alleine aufgestanden und zur toilette gegangen
2. schmerzen in und an der narbe waren nach 6 tagen völlig weg
3. narbe sieht man jetzt schon kaum noch
4. stillen klappt hervorragend
5. ich liebe meinen sohn und habe ganz normale muttergefühle
6. mein sohn ist gesund, gut drauf und scheint sich genauso normal weiter zu entwickeln wie ich!


in meinem freundeskreis befinden sich menschen, die auf verschiedenste weise vor über 30 jahren zur welt kamen, und erhlich gesagt merke ich keinen unterschied zwischen KS und normal-kindern?! ;-)

ich war im übrigen ein frühchen, 5 wochen im brutkasten von mutter getrennt und wir haben auch ein normales inniges verhältnis!

lg
terrortörtchen + #schrei *12.09.2006 10:35h