Einlagen - wie handhabt Ihr das?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von be8te 22.09.06 - 16:13 Uhr

Nächste Woche bekommt unsere Tochter ihre Einlagen.

Der Orthopäde meint, sie soll möglichst viel auf den Zehenspitzen laufen - das wäre die einzige Möglichkeit um die Fußmuskulatur zu trainieren und auf Dauer zu stärken. Genau DAS versucht die Ergotherapeutin unserer Tochter ( 5 Jahre ) abzugewöhnen, weil sie das in ihrem Alter nicht mehr machen sollte, au weiah!

Nun aber meine eigentliche Frage:
Bald beginnt die nasse, kalte Jahreszeit in der man doch öfter mal zu Hause bleibt.
Tragen Eure Kinder die Einlagen auch in der Wohnung? Wenn ja, was für Hausschuhe habt Ihr?
Und wie geht das im Sommer? Sandalen und Einlagen geht doch gar nicht, oder?

Für alle Tipps und Ratschläge zum Thema Einlagen bin ich schrecklich dankbar!

LG

Beitrag von simnik 22.09.06 - 16:25 Uhr

also das beste für die Fussmuskulatur ist barfuss laufen.

Deshalb besitzt unser Sohn 5 zu Hause keine Hausschuhe, sondern nur Stoppersocken.

Im Sommer haben wir bisher immer ein paar Sandalen gefunden, die hinten zu sind, da können die Einlagen kein. Meine Freundin hat aber auch schon welche in normale Sandalen einarbeiten lassen. Das geht auch.

Simone

Beitrag von be8te 22.09.06 - 16:37 Uhr

Unsere Tochter bekommt Einlagen, die den ganzen Schuh ausfüllen. Die kann sie bei der jetzigen und bei der nächsten Schuhgröße tragen.

Kenne ich gar nicht - ich selbst hatte als Kind welche die kurz vor den Zehen aufhörten.

Ich könnte mir vorstellen, dass solche Einlagen bei vorne offenen Schuhen heraus rutschen?

Und ich soll jetzt immer Schuhe kaufen, bei denen das Fußbett herausnehmbar ist, damit dann die Einlage rein passt??

Am besten ist wohl, ich gehe mit Kind UND Einlagen die Schuhe kaufen - Alles andere bringt ja wohl nix.

Hast Du Dein Kind die Einlagen sofort den ganzen Tag tragen lassen? Oder hattet Ihr eine Eingewöhnungszeit?

Beitrag von simnik 22.09.06 - 21:08 Uhr

also wir gehen immer mit Einlagen Schuhe kaufen, weil der Spann damit sehr hoch wird.

bei den offenen Schuhe musst du die Einlagen dann einarbeiten ( festkleben ) lassen

wir haben erst den ganzen Tag angefangen, aber dann schnell Druckstellen gehabt

denke stundenweise anfangen ist besser

Beitrag von sanny23 22.09.06 - 20:59 Uhr

>also das beste für die Fussmuskulatur ist barfuss laufen.<

Aber nur auf einem Untergrund der nachgibt,sprich Sand,Wiese,Kiesel etc.
Niemals auf einem harten Untergrund!!!!!

Beitrag von simnik 22.09.06 - 21:04 Uhr

das sehen dann in unserem Fall Orthopäde und Physiotherapeuth anders
die haben und generell zu Barfuss geraten

Beitrag von tanja0475 23.09.06 - 23:44 Uhr

Also!!!
Generell ist barfuß laufen immer gesünder. ABER es kommt auf die Fußfehlstellung drauf an. Mein Sohn hat einen Extremen Knick-Spreitz-Senkfuss. Das heiß, das er (bis vor kurzem) so weit mit den Füßen nach innen lief, das er mit den Knöcheln fast den Boden berührte#schmoll. Desshalb durfte er laut seiner Krankengymn. keinesfalls mehr barfuß laufen. Nach dem er 2 1/2 Jahre 08/50 Einlagen trug (gingen nur zu den Fußballen), die in seinem Fall zu keiner Besserung führten, bekam er im April "Nancy Hilton" Einlagen. Die reichen bis nach vorne zu den Fußzehen.

Und jetzt zu deinen Fragen:
Es ist extrem schwer für meinen Sohn immer passende Schuhe zu finden. Fakt ist, die müssen weit genug für seine Einlagen sein.
Er MUSS auch zu hause mit Einlagen tragen. Auch im Hochsommer immer mit. Das hat uns seine Krankengym. verordnet.
Versuche für zu Hause knöchelhohe Stoffhausschuhe zu bekommen. Oder was auch gut ist, Sandalen die hinten zu sind. In diesem Falle rutschen sie nicht hin und her.
Bei meinem Sohn war es dieses Jahr schwierig, bei einer Schuhgröße von 29 noch Sandalen zu bekommen, die hinten zu sind. Aber wir hatten Glück. Sein Kiga Paar hatte hinten blos einen kleinen etwas höheren Rand. Das ging auch.
Also achte im nächsten Sommer auf Sandalen, die hinten entweder ganz oder zum Teil geschlossen sind.
Herbst und Winterschuhe kaufen, die weit genug sind, das die Einlagen reinpassen. Sonst wird es dem Fuss zu eng.

Und übrigens, seit er die neuen "Nancy`s" hat, ist seine Fußfehlstellung viel besser geworden. Das macht mich total froh. Und Probleme hat er noch nie mit den Einlagen gehabt!
Er kennt es gar nicht mehr "ohne".

Ich hoffe, ich konnte dir weiterhelfen. Kenne das Problem gut.
Wenn du noch weitere Fragen hast, dann melde dich ruhig.

P.S.: Sorry, bischen lang geworden!

Gruß
Tanja

Beitrag von be8te 24.09.06 - 11:50 Uhr

Hallo Tanja!

Vielen lieben Dank für Deine ausführliche Antwort.

Genauso ist es bei unserer Tochter auch: Knick - Spreitz - Senkfuss. Auch so extrem, dass sie mit dem Knöchel fast den Fussboden berührt. Ich habe das schon immer beim Kinderarzt gesagt seit sie drei Jahre alt ist - aber kurioserweise bekommen die Kinder erst mit fünf Jahren Einlagen?!

Ich werde auf alle Fälle Hausschuhe kaufen die knöchelhoch sind, so dass sie die Einlagen auch IMMER tragen kann.

Am Dienstag holen wir die Einlagen ab und dann geht´s erst mal los zum Schuhe kaufen.
Die Einlagen nehmen wir mit - dann kann ja wohl nichts mehr schief gehen!

Ich wünsche Dir noch einen schönen Sonntag!

LG

Beitrag von tanja0475 24.09.06 - 14:48 Uhr

Na, dann alles Gute. Das wird schon wieder. Für "uns" ist das ganze blos ein wenig aufwendiger. Geht deine Tochter auch zur Krankengymn.? Mein Sohn u.A. auch wegen seinen Füssen. Die hat uns ganz tolle Tipps und Griffe gezeigt, die wir regelmäßig anwenden sollen. Sie macht auch immer bestimmte Übungen mit ihm.
Und wie schon gesagt, seit wir das tragen von seinen Eilagen + KG konzequent durchziehen, hat sich eine enorme Besserung gezeigt.
Und das innerhalb von 9 Monaten#freu.

Gruß
Tanja

Beitrag von be8te 25.09.06 - 07:00 Uhr

Nee, Krankengymnastik hat unsere Tochter leider nicht bekommen.
Sie bekommt seit Anfang des Jahres die Ergotherapie. Und das war schon ein harter Kampf.
Wir sind letztes Jahr umgezogen und haben aus verschiedenen Gründen den Kinderarzt gewechselt. Die neue Kinderärztin hatte sich zu der Zeit gerade erst in der Praxis niedergelassen ( war vorher viele Jahre im Krankenhaus tätig ) und wird bis heute panisch bei jedem Rezept und bei jeder Verordnung.

Jüngstes Beispiel:
Die Ergotherapeutin vermutet, dass unsere Tochter eine Blockade in der Halswirbelsäule hat. Deshalb hat sie angeregt, mit der Kleinen mal zu einem Physiotherapeuten zu gehen um das abzuklären. Sieht die Kinderärztin ganz anders und wir bekommen keine Überweisung bzw. Verordnung für den Physiotherapeuten. Und so ist das mit Allem was ein bisschen aus der Norm fällt.

Aber ich bleine am Ball - bislang habe ich dann doch immer noch Alles bekommen was für unsere Tochter Sinn macht.

Um noch mal auf die Krankengymnastik zurück zu kommen: Ich glaube micht, dass man "nur" für die Füsse so etwas verordnet bekommt - zumal sie ja schon die Ergotherapie hat.


LG