epilepsie und auto fahren?

Archiv des urbia-Forums Leben mit Handicaps.

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Forum: Leben mit Handicaps

Stolpersteine im Leben sind manchmal überwindbar, manchmal muss man sich mit ihnen arrangieren. Hier ist der Ort, um darüber zu sprechen: Entwicklungsverzögerung beim Kind, ADHS, das Down-Syndrom, Spina Bifida, Leben im Rollstuhl ...

Beitrag von lillebe 22.09.06 - 16:47 Uhr

mein neurologe sagte mir, daß man nach einem anfall 3 monate warten muss, bis man wieder auto fahren darf.

nach diesen 3 monaten habe ich von ihm das ok bekommen, wieder fahren zu dürfen.

jetzt sagte man mir in der uniklinik (junge assistensärztin), man müsse 1 jahr warten #schock

kann das aber nicht glauben, zumal ich die auslöser meiner anfälle kenne und meide.

bin auf das auto angewiesen, die 3 monate ohne auto fahren zu dürfen waren schon horror, aber damals konnte ich noch radeln, da war gutes wetter und ich war nicht schwanger :-(

aber jetzt - geht nicht, längere strecken (ab 2 km) und ich falle fast vom rad weil ich keine puste mehr habe...

dann dürften ja auch alle diabetiker kein auto mehr fahren (meine bekannte hatte beim autofahren nen zuckerschock und ist unterm lkw gekommen....), herzkranke auch nicht und das könnte ich noch ausweiten...

wer weiß da was genaueres?

mein EEG war auch unter provokation einwandfrei in ordnung (meine auslöser kenne ich ja wie gesagt) und ich brauche auch keine med. zu nehmen...

bin jetzt aber total verunsichert :-)

lil (30.ssw)

Beitrag von freaky 22.09.06 - 20:46 Uhr

Halli Hallo!

Ich weiß zwar leider nicht ob ich dir hiermit wirklich weiterhelfen kann...
Mein Exfreund hat auch Epilepsie, ist medikamentös sehr gut eingestellt und fährt eigentlich immer Auto.
Ok, er hat bis dahin auch keinen weiteren Anfall gehabt.
Also ein Jahr nicht fahren finde ich auch sehr heftig... Ich würde da eher deinem Neurologen glauben als der Assistenzärztin.

Wünsche die alles Gute!
Lieben Gruß
Christina

Beitrag von susanni 22.09.06 - 23:16 Uhr

Hallo,
ein Jahr mindestens.
Du gefährdest sonst dich und vor allem andere, nicht nur mit Unfall, sondern auch mit Tod!
Das ist bestimmt nicht einfach, aber so ist es am sichersten. Du fährst ja auch angeschnallt, auch wenn du nicht von einem Unfall ausgehst.

Liebe Gruss, Susi

Beitrag von aw1000 22.09.06 - 23:22 Uhr

1 jahr mindestens? wer sagt das? meine freundin fährt seit 2 monaten wieder, vor 1/2 jahr hatte sie einen epiletischen anfall, aber der neurologe hat gesagt, sie dürfe wieder fahren?!

Beitrag von aw1000 22.09.06 - 23:21 Uhr

also, ich habe auch 3-6 monate gehört, danach vorstellung beim neurologen und der gibt sein ok oder nicht.

hat man nur 1 anfall im jahr, darf man ja nie mehr auto fahren?!

ich gebe dir recht, dann dürften diabetispatienten auch nicht mehr autofahren, denn 1 zuckerschock im jahr ist ja nichts ungewöhnlcihes


woher weißt du denn deine auslöser?

Beitrag von cosmashiva24 23.09.06 - 09:26 Uhr

Hallo

mein Bruder hat auch epi und als es zum ersten mal auftrat war er 18 Jahre gerade fürerschein gemacht und er hat ziemlich heftige anfälle und nimmt starke medikamente, er durfte auch 1 Jahr nicht fahren bis die medis so eingestellt waren das man davon ausgehn konnte das kein anfall mehr kommt, nun ist er seit 4 Jahrn anfallsfrei und seit 3 Jahrn darf er auto fahren.

LG Cosma

Beitrag von carolynca 23.09.06 - 13:18 Uhr

Hat die AssistenzAe das mit dem 1 Jahr in die Krankenakte eingetragen?
Falls ja, hast du keinen versicherungsschutz, falls etwas passiert, und es kann auch Probs geben, wenn du nicht der Unfallverursacher, sondern nur eine Beteiligte bist.
Wenn du dich fit fuehlst, such am besten einen weiteren Arzt auf und besprich das mit ihm, vielleicht gibt es noch eine bessere Loesung!
LG,
Caro

Beitrag von jill33 23.09.06 - 15:23 Uhr

Wer an einer Epilepsie leidet (d.h. mindestens 2 spontane Anfälle gehabt hat), muss mindestens 1 Jahr anfallsfrei sein, bevor sie / er wieder privat Auto fahren darf. Dies gilt für fast alle Anfalls-Typen: Grand mal, Absencen, myoklonisch-impulsive Anfälle (hier etwas in Abhängigkeit vom Ausmaß und der Stärke der Myoklonien), komplex-fokale Anfälle, kürzere Anfälle mit eingeschränkter Bewegungsfähigkeit oder Reaktionsfähigkeit.


LG Claudia

Beitrag von lillebe 23.09.06 - 19:30 Uhr

danke für die antworten

ich verstehe das aber trotzdem nicht #kratz

wieso dürfen andere "krankheitsgruppen" ohne einschränkung fahren und ich nicht?!

mein neurologe und ich kennen meine auslöser, ich brauche nicht einmal medikamente zu nehmen, ich finde das übertrieben, ganz ehrlich!

sogar die untersuchungsergebnisse waren auch unter provokation alle in ordnung, keine anfallsbereitschaft oder ähnliches.

und mein neurologe hat doch auch sein ok gegeben, wieso jetzt das????? :-[

Beitrag von emma69 25.09.06 - 11:46 Uhr

Hallo lil,

mein Mann durfte auch nach drei Monaten wieder Auto fahren.

Schau doch mal bei www.epilepsie-online.de

Da sind die aktuellen Richtlinien.


LG und alles Gute
emma