Er will nicht in den Kindergarten

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von goldschatzfrau 22.09.06 - 17:28 Uhr

Hallo Ihr Lieben,

mein Sohn 3, ist seit September im Kindergarten und es wird von Tag zu Tag schlimmer mit ihm. Mittlerweile ist es so schlimm, daß er schon auf dem Weg zum Kiga nur noch schreit und sagt, er will nicht in den Kiga gehen. Im Kiga angekommen, will er nicht aus dem Auto aussteigen, wenn er dann aussteigt dann auch nur mit Schreien. Er schreit dann den ganzen Weg bis zu seiner Gruppe, will sich nicht ausziehen lassen und will erst recht nicht in seine Gruppe gehen. Er klammert sich nur an mir fest und sagt immer wieder er will nicht in den Kiga er will nach Hause. Die Erzieherin nimmt ihn dann, muß ihn mir fast entreißen und dann nimmt sie ihn mit ihns Zimmer. Nachdem ich ihn dann mittags abgeholt hatte, meinte sie, er würde immer mal wieder zwischendurch leise vor sich hin weinen , würde aber trotzdem Interesse am Spielen der Anderen oder am Stuhlkreis zeigen. Ihrer Meinung nach wäre er noch recht klein und die 24 Kinder in der Gruppe wären teilweise einfach zu viel für ihn, er brauche noch sehr viel Körperkontakt.
Mir graut heute schon vor dem Montag, wenn ich ihn wieder in den Kiga bringen muss. Er pieselt mir wieder in die Hose, teilweise kackt er auch wieder rein, was vor dem Kiga nicht passierte.
Was soll ich tun?? Man merkt ihm an, wenn er daheim ist, fühlt er sich wohl, hat seine Ruhe...
Am liebsten würde ich ihn aus dem Kiga raustun und es erst nächstes Jahr wieder versuchen...

Bin für Tipps sehr dankbar
goldschatzfrau #sonne

Beitrag von sonnenkind24 22.09.06 - 17:38 Uhr

Hallo,

Jannik ist fast genauso. Er brüllt aber die ganzen 31/" Stunden nonstop#schock.
Die Kindergärtnerinnen meinten, ich solle ihn rausnehmen und im Januar wieder reintun. Nix da, dann geht er gar nicht mehr.
Ich mache es jetzt so. Wir fangen langsam an. Er geht ab Montag für eine Stunde erst mal hin, dann hole ich ihn wieder ab. Wenn es klappt, dann nach ner Zeit eine halbe Stunde länger usw....

Versuch es mal. Er muss vertrauen aufbauen, dass du wiederkommst. Aber wenn du ihn erst nächstes Jahr reintun willst, weil du denkst er ist noch nicht reif, dann mach es. #liebdrueck

Alles Gute

mariana

Beitrag von goldschatzfrau 22.09.06 - 17:42 Uhr

Hallo mariana,

danke für Deine schnelle Antwort. Wir haben langsam angefangen, da klappte es auch noch gut, aber es hat sich jetzt eigentlich immer mehr gesteigert. Je mehr er merkte, daß er jetzt jeden Tag in den Kiga gehen muss, umso mehr schrie er dann, einfach furchtbar... Bis jetzt hat die Erzieherin nix gesagt, wenn das aber so weitergeht, werde ich etwas unternehmen müssen, mal schauen...

Schönes WE
goldschatzfrau #sonne

Beitrag von eischhoernschen 22.09.06 - 17:41 Uhr

hallo goldschatzfrau !:-D
als mein sohn das erstemal im kindi war hatte ich dieses problem auch das hat sich ganze 2 monate hingezogen

jeden tag bin ich aus dem kindergarten früh raus und hab zu hause keine ruhige minute gehabt
und dann irgendwann wurde es weniger und seither geht er gern in den kindergarten

ich denke wenn du jetzt noch ein jahr wartest mit dem kindi
dann hast du wahrscheinlich nächstes jahr das gleiche wieder
und irgendwann kannst du es nicht mehr aufschieben
oder du fragst im kindi einfach ob es möglich wäre wenn er die gruppe wechselt
lieben gruss sabrina

Beitrag von goldschatzfrau 22.09.06 - 17:47 Uhr

Hallo sabrina,

danke für Deine Antwort. Ich finde halt auch, daß er mit 3 Jahren einfach noch zu klein ist für den Kiga und jedes Kind ist halt anders. Es ist wirklich eine Qual, ihn morgens schreiend da zu lassen, ich habe wirklich ein schlechtes Gewissen... Das mit der Gruppe wechseln hatte ich mir auch schon überlegt, es gibt noch eine Gruppe mit 15 Kindern, wahrscheinlich kann ich dann erst nächstes Jahr wechseln, die Gruppen sind ja voll...

Schönes WE
goldschatzfrau #sonne

Beitrag von eischhoernschen 22.09.06 - 17:56 Uhr

also ich denke nicht das er zu klein für den kindi ist
mein sohn ist auch zeitig gegangen
es ist einfach der anfang der fällt mama kindern(meiner ist auch eins)#kratz
eben besonders schwer weil sie bis zu diesem zeitpunkt nur ihre mama hatten
oder eben die enge familie

Beitrag von goldschatzfrau 22.09.06 - 18:02 Uhr

Da kannst Du schon Recht haben. Er ist halt mein Jüngster und da hängt man halt doch noch recht aneinander...

Beitrag von eischhoernschen 22.09.06 - 18:04 Uhr

das ist ja auch nix schlimmes
bei mir ist es der einzigste und deshalb ist er so fixiert auf mich
zu dem bin ich jetzt auch schon fast 3 jahre alleinerziehend und der vater will sich nicht kümmern

aber das mit dem kindi
so hart wie es ist
probier es weiter

was sagen denn die erzieher dazu
das er immer so schlimm weint und wie ist es denn wenn du dann weg bist
hört er auf #gruebel?????

Beitrag von goldschatzfrau 22.09.06 - 18:18 Uhr

Die Erzieherin hat mich heute angerufen und hat gemeint, daß er sich nach ein paar Minuten beruhigt hatte, aber zwischendurch immer mal wieder leise vor sich hin weint...
Dazu kommt noch, daß er eine Erzieherin nicht mag, weil sie ihm verboten hatte, einen Joghurt zu essen, nur weil ich ihn nicht extra in eine Tupperdose getan hatte. Das hat er sich natürlich auch gemerkt, und erzählt das immer wieder...

Beitrag von eischhoernschen 22.09.06 - 18:28 Uhr

ja aber dann ist ja gut wenn er sich beruhigt
zu meinem haben sie auch immer gesagt,wenn er gefragt hat,
die mama holt dich dann ab solang kannst noch spielen und dann ging das auch wieder

Beitrag von jenny6 22.09.06 - 19:50 Uhr

ich kann dir ja mal sagen, wie ich früher war. ich kam mit 3 Jahren in den KiGa. Es war der Horror für mich. Das weiss ich nich heute!! <Ich stand jeden morgen schreiend an meine Mutter gekrallt. #heul Ich wollte absolut nicht da hin!! Die versuchten Ablenkmanöver der KG habe ich gemerkt und alles abgeblockt! #gruebel Irgendwann wurde es ein wenig besser, dann kamen die Ferien., Danach das gleiche Spiel. Sie gat mich dann noch ein Jahr Zuhause gelassen und dann lief es super!! Ich war dann auch in einer anderen Gruppe. Die Erzieherinnen dort habe ich geliebt.

Als ich Jahre später in diesem KiGa Praktium machte und in GENAU diese Gruppe kam, wo ich damals nicht hin wollte war es schon ein komisches Gefüh, denn die Erzieherin die dort war, war immernoch die gleiche von damals!! #schock Und ich konnte sie immernoch nicht leiden!!!! #augen
Ich würde es auch nochmal langsam angehen.viell. die Zeit in der er da in, nochmal verkürzen und dann klappt es viell.besser!

LG
Jenny

Beitrag von prinzessin1976 22.09.06 - 20:48 Uhr

Da ich selbst im Kidnergarten arbeite kann ich ein Lied von Kindern singen die Probleme haben sich abzunabeln!

Einige KInder sind tatsächlich noch sehr überfordert sich von Heute auf Morgen mit 20-60 anderen Kindern auseinanderzusetzen.. Vor allem dann wenn sie bis dahin kaum Konatkt mit anderen Kindern hatten! Deshalb rate ich jeder Mutter nach der Geburt mit einer Babymassage anzufangen und bis zum Kindergartenalter weitere Krabbelgruppen, Babytreffs etc zu besuchen.
So kann das Kind Schritt für Schritt soziale Kompetenzen erlangen! Wenn man damit bis zum Kindergarten wartet sind Kinder natürlich überfordert!!!!!!!!!!!!!!

Dann gibt es auch noch Kinder die,aus verschiedenen Gründen,
wenig Urvertrauen entwickelt haben und somit starke Verlustängste ausstehen müssen weil sie Angst haben verlassen zu werden!!!! Da gilt es zu versuchen den Eltern zu vermitteln wie sie das Urvertrauen stärken statt zu schwächen!!!

Und da fallen mir die Kinder ein die von ihren Eltern bis dahin in Watte gepackt wurden und die Eltern selbst Schwierigkeiten haben sich von ihrem Kind zu lösen.Diese Verlustängste der Eltern verstärken die Angste der Kinder!!!


Allerdings kann man natürlich nicht JEDES KIND in eine Schublade stecken! Manchmal ist es ein Misch aus den oben Genannten oder sie sind einfach schlichtweg reizüberflutet!!!

In allen Fällen ist es wichtig dass die Erzierh sich mit den Eltern austauschen und erklären wie und was die beste Lösung wäre!

Das Kind aus dem Kindergarten herauszunehmen udn ein 1/2 Jahr später erneut versuchen es einzugewöhnen empfehle ich allerdings eher selten!!!!!Wenn ich mich recht erinner bisher noch GAR NICHT!

Wichtig ist es dass man das Kind nicht überfordert!
Als aller erstes solltest Du versuchen ihn den Kidnergarten schmackhaft zu machen. Egal wie sehr er weint und wie sehr er auf dem Weg herumjammert!!!!
Spreche mit den Erzieherinnen und versucht eineLösung zu finden!!!!

ALLE KInder die ich bisher EIngewöhnt habe haben sich irgendwann so gut eingelebt dass sie sich jeden Morgen auf den Kindergarten gefreurt haben! Egal wie klein sie auch waren!!!

Wenn Du jetzt Dein Kind zu Hause lässt und es in 6 Monaten neu versuchst beginnt die Abnabelungsprozedur von vorn!!!!
Also bleibt am Ball und freut euch auf bessere Zeiten!

LG#klee
von einer Erzieherin die zur Zeit einige Neuee KInder in der Gruppe hat!!! #schmoll

Beitrag von tweety74 22.09.06 - 22:07 Uhr

Dem kann ich nur zustimmen!!
Habe auch seit den Ferien 6 neue Kinder bekommen. Die sind jetzt 7 Wochen da und nur manchmal kommen noch Tränchen.

LG Tweety

Beitrag von prinzessin1976 22.09.06 - 22:12 Uhr

Ja es ist manchmal echt nicht leicht für die Kinder aber mit ein wenig Geduld und ein liebvolles Händchen geht das schon, gell!?;-)

Beitrag von melanie2006 22.09.06 - 22:17 Uhr

Hallo!

Also das was du berichtest, ging mir mit meinem Sohn genauso!
Er kam letztes Jahr im Oktober in den KiGa mit 2 jahren 10 monaten und es war das gleiche Szenario mit ihm, wie mit deinem Kleinen.
Fazit: Ich habe ihn rausgenommen und jetzt ist er seit August im KiGa mit 3,5 Jahren und er fühlt sich pudelwohl und ist wie ausgewechselt!
Es war eben noch zu früh für ihn. Also wenn es sich nicht gibt, dann lieber den Kurzen noch ein Jahr "reifen" lassen!

LG
Melanie

Beitrag von goldschatzfrau 24.09.06 - 07:20 Uhr

Hallo Melanie,

danke für Deine Antwort. Heute Morgen ist mein Sohn aufgewacht, und hat gleich gesagt, er mag heute nicht in den Kiga und morgen auch nicht. Er ist jetzt schon das 2. Mal erkältet und das macht es auch nicht einfacher.

Mal schauen, wie es morgen ist
Schönen Sonntag
goldschatzfrau #sonne

Beitrag von ximaer 23.09.06 - 08:29 Uhr

Hallo,
24 Kinder sind ja auch eine enorm große Gruppe. Unser Sohn geht in eine Gruppe mit 16 Kindern - und das finde ich schon sehr viel. Auch die Erzieherinnen bestätigen mir, dass alleine die Geräuschkulisse für die Kids enorm anstrengend ist.

Hör auf Deinen Bauch, nimm Dein Kind raus und gib es erst im nächsten Jahr. Kinder entwickeln sich unterschiedlich. Manche sind früher für die Trennung von der Mutter bereit, manche später. Eines ist gewiß: Bei jedem Kind kommt der Zeitpunkt, an dem es dafür bereit ist.

Übrigens kann ich Dir folgendes Buch empfehlen, das auch über das Thema Abnabelung interessante Infos hat: http://www.amazon.de/wachsen-Liebevolle-Erziehung-gl%fcckliche-Familien/dp/3932022149/sr=8-3/qid=1158992932/ref=pd_ka_3/302-4458496-2442454?ie=UTF8&s=books

Herzliche Grüße
Suse

Beitrag von goldschatzfrau 24.09.06 - 07:24 Uhr

Hallo Suse,

danke für Deine Antwort. In unserem Kiga gibt es auch eine Gruppe mit 15 Kindern, nur leider war diese schon voll... Ich hätte ihn natürlich auch gerne in diese Gruppe getan. Leider muss ich übernächste Woche zum Arbeiten anfangen, also muß bald eine Entscheidung her... Danke für den Buchtipp, ich schaue es mir an.

Schönen Sonntag
goldschatzfrau #sonne

Beitrag von ulrike2902 23.09.06 - 20:21 Uhr

Hallo,

meine Maus ist jetzt 2 Jahre 4 Monate und geht seit 15. September in die Kita. Am ersten Tag bin ich die ganze Zeit dabei gewesen und seit Montag habe ich sie immer ein bisschen länger dort gelassen, auch allein.
Natürlich gab es auch immer Tränen und kleine Unfälle (einpullern, einstinkern...). Am Freitag hab ich ihr auf dem ganzen Weg zur Kita erklärt, dass die Mama auch früher in der Kita war und das sie ganz doll gern hingegangen ist und die Oma (meine Mama) sie immer wieder nach Hause abgeholt hat. Und ich habe ihr auch die ganzen Vorzüge aufgezählt - neues Spielzeug, anderes Spielzeug und so weiter.
Zwar wollte sie wieder anfangen mit weinen, hat sich aber dann ganz tapfer gehalten und nur kurz geweint, als die Erzieherin sie aufs Töpfchen gesetzt hat.
Wir haben sie auch mit in einen Spielzeugladen genommen. Dort durfte sie sich ein Kuscheltier aussuchen für den Kindergarten (sie hat sich für den Sandmann entschieden). Der "beschützt" sie jetzt und tröstet sie, wenn sie Kummer hat. ;-)

Vielleicht versuchst du deinem Schatz einfach zu erklären, dass du wieder arbeiten gehen musst und das die Erzieherin ganz lieb ist. Vielleicht kannst du von deinen positiven Erfahrungen aus deiner Kita-Zeit erzählen. Wichtig ist nur, dass du dir nicht anmerken lässt, wie schwer dir der Abschied fällt. Kleine Kinder sind für so etwas sehr feinfühlig und merken das sehr genau! Und dann fällt es ihnen noch viel schwerer. #gruebel

Ich drück dir auf jeden Fall die Daumen, dass es besser wird. Rausnehmen würde ich ihn nicht, weil ich denke, dass könnte ihn noch mehr verunsichern.

#liebdrueck
Ulrike + Laura (die ab 2. Oktober 9 Stunden gehen muss, weil ich Vollzeit arbeiten gehen muss #heul, da mein Arbeitgeber sich stur stellt und mich rausekeln will :-p)

Beitrag von goldschatzfrau 24.09.06 - 07:27 Uhr

Hallo Ulrike,

danke für Deine Antwort. Leider hilft es bei uns nix mehr mit den Überraschungen, er schreit und weint trotzdem. Ich kann ihm noch so viele Geschichten erzählen (bei seiner Schwester hat er ja auch gesehen, wie gerne sie jeden Tag gegangen ist), leider hilft das alles nix. Er ist nur am Weinen. Ich muß ab übernächster Woche auch wieder arbeiten gehen, aber nur halbtags...

Schönen Sonntag
goldschatzfrau #sonne