Umfrage: Wer ist meistens "alleinerziehend" obwohl verheiratet

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von anro 22.09.06 - 17:55 Uhr

Hallo,

mich würde es mal interssieren wievielen Frauen es so geht wie mir.

Ich bin seit 5 Jahren verheiratet, kennenlernen tun wir uns schon 9 Jahre.

SEit 1 Jahr ist unser Sohn da.

Leider ist die meiste Zeit mein Mann nicht da, wg. seiner Arbeit.
Im groben kann man sagen sehen seine Arbeitszeiten so aus:
- unter der Woche 7:30-20 Uhr. Dann ist aber noch nicht Feierabend. Den Abend verbringt er mit Fortbildungen od. sitzt an Veröffenlichungen. Das geht dann oft bis 23-24Uhr. Er sitzt dann eben vorm PC od. liest was. Wir verbringen somit kaum Zeit miteinander.

- die Wochenenden: mind. 2 WE arbeitet er und wir sehen uns kaum. Und wenn er am WE nicht zur Arbeit muss, dann läuft dasselbe ab wie unter der Woche am Abend (lesen, Veröffentlichungen schreiben, Vorträge vorbereiten)

Es ist manchmal echt zum Kotzen, wenn der Mann so selten Zeit hat. Mehr als seinen Job hat er nicht im Kopf, was hier daheim abläuft , bekommt er kaum mit, wie es mir geht auch nicht so gut.

Mich nervt es ein bisschen, bin aber noch nicht enttäuscht od. gefrustet, ich weiß ja dass er das nicht extra macht sondern damit wir es gut haben.

Nur kommt eben manchmal bei mir der Gedanke hoch, "mensch, eigentlich bist du doch alleinerziehend, nur mit dem Unterschied, dass nachts dein Mann neben dir liegt".

Wem geht es auch so?

Lg Anro#sonne

Beitrag von manavgat 22.09.06 - 18:06 Uhr

Es gibt einen wesentlichen Unterschied zwischen einer wirklichen Alleinerziehenden und einer verheirateten Frau mit einem Hauptversorger als Partner:

bei letzterer zahlt der Kerl in aller Regel wenigstens die Rechnungen.

Gruß

Manavgat

Beitrag von nisivogel2604 22.09.06 - 18:13 Uhr

Hallo Manvgat,

da hast du auf jeden Fall recht. Aber manchmal wünsch ich mir auch, das mein Mann ein bisschen mehr da wäre und auch mal sieht, das seine Tochet jeden Tag viele neue Sachen kann. Er ist ab morgens 5.30 weg und kommt abends so um 19 Uhr. Im Sommer erst so um 22 oder 23 Uhr. Das ist manchmal echt hart, und Familie ist in manchen Momenten wertvoller als Geld.

LG Denise

Beitrag von anro 22.09.06 - 18:20 Uhr

Hi,

ich heiratet doch nicht, nur damit der Kerl dann alles zahlt. Das wäre ja eine traurige Ehe.

Und ein Unterschied ist auch da: die Alleinerziehende weiß das sie alleine ist und wartet auf niemanden. Aber ich warte soviel auf meinem Mann! Und es ist machmal echt frustriert.

LG

Beitrag von sophie1984 22.09.06 - 20:14 Uhr

Ich bin zwar nicht verheiratet, lebe aber mit dem Vater meines Sohnes zusammen. Unsere Beziehung läuft ganz genauso ab -- und irgendwie hab ich manchmal sogar ein schlechtes Gewissen weil es ist ja nicht so, dass er mit seinen Kumpels rumhängt und sich die Nächte um die Ohren schlägt, sondern er arbeitet ja (bzw. studiert berufsbegleidend). Und eine Stunde am Tag braucht er halt für sich, muss ich doch verstehen...

ABER:
Erstens: Ich zahle die Hälfte von Miete, Nebenkosten, Essen - obwohl mein Einkommen gerade mal ein Drittel von seinem ist (Elternzeit)
Zweitens: Ich bin den ganzen Tag für unseren da, kümmere mich um den Haushalt - und Abends wenn unser Sohn schläft arbiete ich an meiner Diplomarbeit. Ich weiß nicht wann ICH das letzte Mal eine Stunde für mich hatte.

In einem Punkt muss ich meiner Vorschreiberin vollkommen Recht geben: Als Alleinerzieherin wüsste ich wenigstens dass ich allein bin und würde nicht jeden Abend/jedes Wochenende darauf warten, dass wir vielleicht mal was zusammen machen . und dann immer enttäuscht werden.

Aber am schlimmsten finde ich, dass man sich mit der Zeit daran gewöhnt...

Beitrag von mara299 23.09.06 - 09:38 Uhr

>>ich weiß ja dass er das nicht extra macht sondern damit wir es gut haben.<< Das könnte echt mein Mann sein.

Hallo #liebdrueck !

Ok, bei uns ist es nicht ganz so schlimm wie bei euch, aber an manchen Tagen bekommt mein Mann das Telefon wegen der Arbeit nicht vom Ohr und wenn doch, dann merke ich das er mit seinen Gedanken zum größten teil im Job ist.

Bevor unser Til kam war er 300 Tage im Jahr mindestens beruflich unterwegs. Es war ein Abkommen unter uns das er, von dem tag an an dem Til da ist gar nicht mehr reist ... naja. Es ist nicht mehr so oft, aber wenn er da ist, dann haben wir eben das oben genannte Problem un dich fühle mich total zurückgesetzt.

Zur Zeit suchen wir, nach edlichen Streits, nach einer gemeinsamen Lösung denn das ich arbeiten gehe will er nicht, also fällt das weg um die Reisen zu ersetzen.

Sehen wir es mal so, andere Väter bekommen ihre Hintern nicht in Bewegung und die Familie lebt vom Minimum deshalb, unsere Männer versuchen nur uns und vorallem unseren Kleinen jeden Wunsch von den Augen abzulesen ... obwohl da ganz sicher auch der eigene Erfolgsdruck eine gravierende Rolle spielt.

Rede mit deinem Mann mal in einer ruhigen Minute über all das, oder schreib ihm einen Brief, wenn er eh den ganzen Abend nicht anderes tut als zu lesen und zu schreiben und es hat den Vorteil das er dich nicht unterbrechen kann.

#liebdrueck, Mara

Beitrag von thomasybm 23.09.06 - 13:01 Uhr

Hallo!
Mein Mann ist selbständig. Bis vor einem Jahr war es so:
Er stand um 6 Uhr auf und kam, wenn er früh heimkam, so um 19:30. In der Hauptsaison kam er (früh) so um 22 Uhr. Samstag das selbe. Sonntag braucht er zum Ausschlafen - ist ja sein einziger freier Tag (und mein freier Tag #kratz). Ach ja, der Computer, der vernetzt ist mit dem Büro - also auch noch von zu Hause aus arbeiten!
Doch irgendwann ist ihm was aufgefallen - zum Glück!!!: sein Sohn kam immer zu mir, wenn er was hatte, nie zum Papa. Auch nicht zum Kuscheln. Wenn der Papa auf Geschäftsreise mußte (kommt öfter vor), dann war es unserem Zwerg egal. Und das kränkte ihn!
Lange Zeit redete er sich ein, daß sei normal. Er war ja auch noch so klein, da braucht man halt die Mama mehr. Doch dann sah er bei Bekannten, daß es auch anders geht, und das es gar nicht so "normal" ist. Das gab ihm zu bedenken!
Er arbeitet jetzt auch noch viel (mehr als manch anderer), doch zu früher hat sich viel geändert. Und siehe da - man sieht den "Erfolg": der Kleine geht zu ihm, vermißt ihn, wenn er mal weg ist,... so wie es sein sollte!
Ich bin mir durchaus bewußt, daß er uns "finanziert", das Geld "heim bringt". Das er das für uns tut. Doch er hat lange nicht verstanden, daß es auch mit weniger Geld geht (bitte nicht falsch verstehen), Hauptsache die Familien ist noch eine richtige Familien!
LG

Beitrag von 777sammy777 23.09.06 - 13:02 Uhr

Hallo
ich bin alleinerziehend trotz Ehe und das 7 Tg die Woche ,365 Tg im Jahr.Mein Mann ist selbständig und muß arbeiten trotz WE ,trotz Feiertage,und Nein wir schwimmen nicht in Geld sondern müsse ganz schön rechnen wie viele andere auch.Wenn ich allerdings auch noch arbeiten würde wären die Kids sich komplett selbst überlassen und ich würde meinen Mann gar nicht mehr sehen.Er geht morgends um 9 UHr und ist nie vor 23 Uhr zurück.
Ja ich bin frustriert und genervt von dem ewigen Alleinsein ,Verantwortung alleine zu tragen,sämtliche Entscheidungen alleine zu treffen.Aber leider ist das Leben so.
Immer noch besser als einen frustrierten Mann zu Hause zu haben,hatte ich auch schon.


#danke fürs Lesen
Chris

Beitrag von lara2003 23.09.06 - 14:45 Uhr

Hi Anro!

Bei uns sieht es ähnlich aus. Mo-Fr ist mein Mann normal arbeiten, naja was heißt hier normal. Er probiert um 6Uhr auf der Arbeit zu sein, damit er noch lernen kann und dann gehts von 7-19 oder 20 Uhr. Je nachdem wieviel Arbeit da ist, die fertig gemacht werden muß.
Samstags geht er dann in die Schule - er macht nebenher noch seinen Techniker. Und dann haben wir "nur" noch den Samstag mittag und den Sonntag. Allerdings nur wenn er nicht arbeiten muß. Wenn Termin-Arbeit ansteht und die fertig werden muß, springt er auch am WoEnde ins Auto und düst auf die Arbeit.

LG Sandra mit 2Kids

Beitrag von muschu2 23.09.06 - 15:58 Uhr

Hallo!

Mein Mann ist auch viel weg.Er ist bei der Bundeswehr und ständig auf Übung,auch an den Wochenenden.Wenn er "da" ist,kommt er meistens erst nach Hause,wenn unser Kleiner schon im Bett ist.
Inzwischen ist es schon so weit,dass er unseren Tagesablauf völlig durcheinander bringt,wenn er mal zu Hause ist :-(.


LG

Mascha & William *27.02.06

Beitrag von sunnyt 23.09.06 - 17:54 Uhr

Hallo Anro!

Ich bin mit meinem Mann seit 7 Jahren zusammen und seit 3 Jahren verheiratet und bei uns war bzw ist es ähnlich...
Er geht um sechs aus dem Haus kommt um 18 Uhr wieder, danach hat er 3-4 mal die Woche noch sein Hobby - da sehen wir ihn evtl. gerade mal zum Essen... Samstags ist er auch jeden Zweiten auf Arbeit - der andere Samstag geht meist fürs Hobby drauf... Zusätzlich hat er noch Tag und Nacht Rufbereitschaft für Firma oder Feuerwehr...
Jetzt bauen wir auch noch ein Haus und im Dezember kommt unser zweites Kind... Oft habe ich mich schon gefragt wo der Unterschied zwischen Alleinerziehend und der Partnerschaft liegt...
Aber mitterlerweile sehe ich es so, dass es darauf ankommt was man mit der Zeit als Familie macht und wie er sich kümmert wenn er mal da ist - da hat er Zeit für seinen Sohn... Auch sein Hobby wird er ab nächstes Jahr einschränken, da wir dann zwei kleine Kinder und ein großes Haus haben...
Es ist schon blöd so oft allein zu sein, aber dafür habe ich zB den Vorteil, dass ich nicht arbeiten muss (zwar gerne würde, aber das ist ein anderes Thema)...
Ich denke es ist einfach wichtig, dass man sich gerade für Beziehung und Familie Zeit nimmt... Den viel schlimmer ist es wenn dir der Gedanken des alleinseins kommt obwohl dein Mann gerade neben dir steht...

LG sunnyT

Beitrag von angi05 23.09.06 - 20:35 Uhr

Hallo!

Also, ganz ehrlich:

Mir geht es nicht so und ich bin auch ganz froh darüber!!

Ich bin seit 11 Jahren verheiratet und wir haben 2 Kinder.

Ich denke nicht, dass wir noch verheiratet wären, wenn mein Mann mich so lange und oft "allein" gelassen hätte.
Unsere Kinder sind in sehr kurzem Abstand geboren und die ersten 3 Jahre waren seeeehr anstrengend!

Aber: du schreibst ja, dass du Verständnis hast... Wenn dein Mann irgendwann nicht mehr weiß, wie sein Kind aussieht??!#schock

War er denn schon immer mit seinem Beruf verheiratet? Dann hättest du ja gewußt, auf was du dich einläßt.

Gruß angi 05

Beitrag von zanadu 24.09.06 - 17:26 Uhr

Hallo, ich glaube das es sehr vielen Familien so geht. Ich kenne zumindest genug. Mein Mann ist oft 4 Tage die Woche weg. Das heißt er wird morgens mit dem Taxis abgeholt, fliegt weg und kommt so am Wochenende wieder. Er war allerdings vorher auch lange Arbeitslos gewesen und konnte so viel Zeit mit unseren Zwillingen verbringen. So fällt es mir doch leicht als quasie Alleinerziehende zu leben.

Beitrag von vwaw 24.09.06 - 18:08 Uhr

Hallo
Bei uns ist es fast genauso. Wir sind seit fünf Jahren zusammen und davon 4 verheiratet. Mein Mann geht auch von Mo bis Sa von sechs bis vier arbeiten,obwohl er um vier noch lange nicht zu hause ist bis er abgeladen hat und die Tour für den nächsten Tag besprochen hat ist es dann schon sechs halb sieben. Und wenn man dann denkt er hat ja noch den ganzen Abend mit seiner Familie denkt man falsch, weil den verbringt er entweder vorm Pc oder mit seinen Freunden. Weil er ja auch mal entspannung braucht. Klar ich verstehe das er soviel arbeitet damit er uns ernähren und rechnungen zahlen kann. Aber es ist schon erschreckend wenn man sieht das er unterm Strich weniger hat als wie er noch arbeitslos war und mehr zeit für uns hatte. Aber in der heutigen Zeit darf man ja froh sein wenn man überhaupt arbeit hat. Es ist aber schon frustierend wenn man eigentlich jeden Tag alleine mit den Kindern verbringt.
Gruß

Beitrag von moon23 24.09.06 - 22:32 Uhr

Hallo,
ich kann gut mitfühlen, wir sind seit 7 Jahren zusammen und seit einem verheiratet. Mein Mann war sehr lange arbeitslos und ist froh das er jetzt entlich wieder arbeit hat. er ist Fehrnfahrer und somit von Sonntag 22 Uhr bis Freitag Nachmittag oder Abend weg. Bin also die ganze Woche Alleinerziehend. Manchmal ganz schön anstrengend, unser 2. Kind gradmal 3 Monate und hat garkeinen bezug zum Papa #schmoll.
Aber man kann ja nicht alles haben. Also Kopf hoch.