Frage zu Pneumokokken

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Beitrag von immelchen111 22.09.06 - 21:11 Uhr

Hallo ihr Lieben,

ich lese hier immer öfter was von Pneumokokken.
Erste Frage:
was ist das genau?
Zweite Frage:
Leanna ist gegen HIB(Hirnhaut-Lungen-Kehlkopf-Mittelohrentzündung) geimpft wurden(die 3. folgt im November).Reicht das aus?

#danke schon mal für eure Antworten

LG
Imme+Leanna (4 1/2 Monate)

Beitrag von anibur 22.09.06 - 21:14 Uhr

hast du kein Impfinformationsheft von der STIKO bekommen? normal verteilt das der KiA bevor er Pneumokokken impft...
ich würde dir auch emfpehlen, dich von deinem kinderarzt beraten zu lassen denn hier wirst du von ein paar durchgeknallten vll sogar geraten bekommen dein kind garnicht impfen zu lassen...

am besten über den kinderarzt informieren da kannst du auch sicher sein, dass dir nicht von irgend einem kurpfuscher ein bär aufgebunden wird.

Beitrag von happyredsun 22.09.06 - 21:18 Uhr

Sehr treffend formuliert #pro#pro#pro

Beitrag von nadberlin 22.09.06 - 22:13 Uhr

hallo,

wir wurden auch von unserem kinderarzt ausführlich informiert.
aber hier trotzdem mal ein paar infos:

Welche Krankheiten werden durch Pneumokokken verursacht?
Die Pneumokokken-Bakterien sind eine der häufigsten Ursachen für schwere Erkrankungen bei Kindern. Mindestens 800 Kinder bis 5 Jahre sind in Deutschland pro Jahr davon betroffen und besonders häufig trifft es die Kinder unter 2 Jahren. Besonders gefährlich ist dabei die Meningitis (Hirnhautentzündung) bei etwa 170 Kindern pro Jahr und die mit einer Sepsis (Blutvergiftung) einhergehende schwere Lungenentzündung. Etwa 20 Kinder sterben an dieser schweren Pneumokokken-Infektion pro Jahr, 24 überleben nur mit einem schweren Hirnschaden und 21 behalten einen schweren Gehörschaden. Pneumokokken sind aber auch für über 30% der Mittelohrentzündungen verantwortlich und verursachen Nasennebenhöhlen-Entzündungen, die manchmal ebenfalls schwere Folgen haben können. Pneumokokken-Infektionen sind zwar mit Antibiotika zu behandeln, bei schweren Infektionen kommt aber die Behandlung nicht selten zu spät. Ein Problem ist auch die zunehmende Unempfindlichkeit (Resistenz) der Pneumokokken gegen die üblichen Antibiotika.

Wie viele Krankheiten kann man mit der Impfung verhindern?
Mit der Impfung lassen sich 88% der Hirnhautentzündungen durch Pneumokokken und insgesamt 80% der schweren Pneumokokken- Infektionen bei Kindern unter 2 Jahren verhindern. 34% weniger durch Pneumokokken verursachte Mittelohrentzündungen, das ergibt immerhin 100.000 bis 200.000 daran erkrankte Kinder unter 5 Jahren weniger pro Jahr in Deutschland.

Wie gut wird der Kinder-Impfstoff gegen Pneumokokken vertragen?
Wie alle modernen Impfstoffe so wird auch der neue Pneumokokken- Konjugatimpfstoff sehr gut vertragen und es kommt nur selten zu ungefährlichen Nebenwirkungen wie Unleidlichkeit, Appetitmangel, Schläfrigkeit und Fieber, das nur sehr selten über 39 Grad lag. Seit Februar 2000 ist der Impfstoff in den USA bereits im Handel und mehrere Millionen mal verimpft worden ohne dass schwerere Nebenwirkungen aufgetreten wären. Er wird dort für die Grundimpfung für alle Säuglinge ab dem 3.Lebensmonat empfohlen.

Wann und wie oft soll mein Kind gegen Pneumokokken geimpft werden?
Die nachstehende Grafik zeigt, dass eine Pneumokokken-Erkrankung in Deutschland bei Kindern besonders häufig bereits im 1. Lebensjahr auftritt.
Da die Infektion umso gefährlicher ist, je jünger das Kind ist, soll mit der Impfung gegen Pneumokokken möglichst ab dem 3. Lebensmonat gemeinsam mit der üblichen 6-fach Impfung gegen Diphterie, Wundstarrkrampf, Kinderlähmung, Keuchhusten, Hib und Hepatitis B begonnen werden: Drei Impfungen im 1. und eine Auffrischimpfung im 2. Lebensjahr.

Wird erst nach dem 6. Lebensmonat geimpft, sind noch zwei Impfungen im 1. und eine Impfung im 2. Lebensjahr erforderlich.

Bei Beginn nach dem 1.Geburtstag zwei Impfungen im Abstand von mindestens zwei Monaten.

Ist die Pneumokokken-Impfung auch für mein Kind zu empfehlen?
Da eine Infektion auch bei einem sonst gesunden Kind wie oben beschrieben zu einer schweren Erkrankung oder gar zu einer Behinderung oder zum Tod führen kann, empfehle ich Ihnen, Ihr Kind mit dieser gut verträglichen Impfung dagegen zu schützen, auch wenn Sie diese selbst bezahlen müssen. Auf jeden Fall sollten Sie sich aber bezüglich einer eventuellen nachträglichen Erstattung der Kosten an Ihre Krankenkasse wenden.


lg, nadine mit karoline (die alle empfohlenen impfungen bekommt)

Beitrag von nadberlin 22.09.06 - 22:14 Uhr

ach ja, wir mussten nichts selbst zahlen!

Beitrag von cori02 22.09.06 - 22:47 Uhr

wie kommt das das ihr nicht zahlen musstet hier bei uns müssen wir zahlen

Beitrag von sumpfhuhnbine 22.09.06 - 22:56 Uhr

Wir mussten auch nichts zahlen, da unser Kind einen Schiéfhals hatte (hat immer nach links gekuckt). Der Arzt meinte, dass könne man als Krankheit angeben und "kranken" Kindern zahlen die Kassen diese Imfpung, weil die anfälliger sind.

Beitrag von nadberlin 22.09.06 - 23:00 Uhr

mmh, keine ahnung. ich weiß nicht genau, ob das hier in berlin anders gehandhabt wird oder ob der arzt das anders abrechnet?

Beitrag von steffie20w 22.09.06 - 23:06 Uhr

Hallo

Also mein Sohn ist gegen Pneumokokken geimpft.Wir haben es auch umsonst bekommen da mein Sohn eine Frühgeburt war. Man bekommt die Impfung nur bezahlt wenn mit dem Kind irgendwas nicht stimmt.Sollte alles in Ordnung sein dann muss man selber dafür zahlen.


LG Steffie mit Bryan

Beitrag von anibur 25.09.06 - 21:22 Uhr

das stimmt seit kurzem nicht mehr. es wird jetzt für jedes kind unter 2 jahren voll bezahlt.
in deutschland zumindest