Ich weiss nicht mehr weiter - was habe ich nur falsch gemacht?

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Beitrag von mondschaf75 22.09.06 - 22:22 Uhr

Hallo

Ich hatte heute Morgen gepostet, dass ich heute Abend an ein Klassentreffen gehe und dass mein Mann auf unseren Felix
(6 1/2 Monate aufpasst)

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&bid=9&tid=577036&pid=3717755

Leider hat das ganze in einem Desaster geendet. Ich war 2h später bereits wieder zu Hause. Der Kleine hat vom Papa partout keinen Brei angenommen und hat 1h durchgeschrieen. Und dabei schreit Felix sonst fast NIE!!! Mein Mann hat alles versucht - er hat ihm auch noch einen anderen Brei angeboten, wollte mit ihm spielen, hat ihn herumgetragen....aber nichts half. Ich bin also über die Autobahn gerast und als ich zu Hause war, habe ich den Kleinen zur Beruhigung gestillt. Er hat lange getrunken und ist dabei dann eingeschlafen - jetzt liegt er friedlich schlummernd im Bett.

Dafür ist mein Mann fix und alle und spricht gerade kein Wort mehr mit mir! Der Vorwurf steht wieder mal im Raum, dass ich den Kleinen verzogen habe...Aber wie soll ich ihn verzogen haben - er ist nunmal total anhänglich und ich bin 24h permanent für ihn da. Ich lass ihn auch mal quengeln....ganz sicher, aber ich lass ihn nicht schreien...Der Kleine hat seit Geburt echte Schlafprobleme und deswegen liege ich oft nachts auf einer Matratze mit ihm im Kizi - ich müsste sonst alle 1.5h aufstehen. Tagsüber mache eigentlich alles, was mit dem Kind zu tun hat ich. Ist es da nicht normal, dass er sehr an mir hängt?

Mein Mann fühlt sich jetzt schlecht, er wollte, dass ich den Abend geniessen kann - mein erster Abend ohne Baby - und dafür bin ich jetzt total am Ende. Was habe ich nur falsch gemacht? Ich könnte echt einfach nur noch heulen. Mein Mann sagt, ich solle den Kleinen nicht so oft herumtragen und meine Mutter reitet dauernd darauf herum, dass ich ihn endlich abstillen solle - dann werde er auch endlich "normal" schlafen.

Ach menno - #heul #heul #heul #heul - würde mein Kleiner mich nicht brauchen, würde ich meine Koffer packen und nie wieder kommen.....aber dafür liebe ich meinen Mann und meine Mini-Familie viel zu sehr.

Entschuldigt mein Geheule - aber ich weiss grad wirklich nicht mehr weiter! :-(

Gute Nacht
Mondschaf

Beitrag von sunflower.1976 22.09.06 - 22:29 Uhr

Hallo!

Lass´ Dich mal#liebdrueck
Du machst nichts falsch! Und Dein Mann auch nicht!
Dein Kleiner kennt es nicht, dass seine Mama abends plötzlich nicht da ist und dann #schrei
Meiner Meinung nach hat das aber nichts mit dem Stillen oder Herumtragen zu tun. Mama ist nicht da, das reicht schon...
Wenn nochmal so eine Situation ansteht...Vielleicht klappt es besser, wenn der Papa Euern Sohn ein paar Tage lang abends betreut und Du "nur" stillst. So hat das bei uns ganz gut geklappt.
André wird trotz seiner 15 Monate noch gestillt (morgens und abends) und trotzdem kann ich mittlerweile abends weggehen.
Bei manchen Kinder beginnt schon mit sechs oder sieben Monaten die Trennungsangst.
Vielleicht ist das auch ein Grund für die Reaktion Deines Sohnes.

Das wird besser!!!

LG Silvia

Beitrag von lena820 22.09.06 - 22:30 Uhr

vielleicht war dein Mann einfach zu sehr unter Druck.
Der erste große Abend - er mit dem Baby allein.

Der Kleine spürt seine Unsicherheit und wird unruhig.
Kein Drama.

"übt" es doch ein paarmal, wenn du in der Nähe bist und jederzeit kommen kannst! Dann bekommt dein Mann die Sicherheit, die er braucht und er und euer Sohn lernen sich besser kennen.

Ist doch auch klar, dass dein Mann nicht so geübt ist, wie du ja schon sagst, bist ja du den Hauptteil der Zeit beim Kleinen - wie halt fast in allen Familien!

LG und das wird ganz sicher!
Lena

Beitrag von buttercup 22.09.06 - 22:32 Uhr

Hey Mondschaf!!!

Laß das wollige Köpfchen nicht hängen. Denn falsch machst Du nix! Mein Sohn ist auch etwas schwierig. Schläft auch sehr schlecht und wird in den Schlaf gestillt, will nur im Tragetuch mit mir spazieren, nicht mit meinem Mann oder sonst wem oder im Kiwa. Er schläft bei uns im Bett bzw. seit einer Wo im Babybalkon neben mir. Unsere Kleinen sind halt sehr bedürftig und dem muß man nachkommen. Dein Mann ist sicher enttäuscht und frustriert, geht meinem oft nicht anders. Ich hoffe, daß die Zeit Besserung bringen wird. Mehr können wir nicht tun.

Nun nimm Deinen Mann in die Arme und mach ihm Mut, daß auch seine Zeit kommen wird. Der Kleine ist doch noch so jung und ihr habt noch soviel Zeit.

Liebe Grüße,

Sandra mit Timon (14 Wo.)

Beitrag von anibur 22.09.06 - 22:32 Uhr

Du hast ÜBERHAUPT nichts falsch gemacht!
Du kümmerst dich doch nur liebevoll um dein kind. daran ist NICHTS falsch. Und dass die kinder nunmal an der mama mehr hängen ist doch völlig normal... vor allem in dem alter..

Dein Mann sollte sich vielleicht mal überlegen was er falsch gemacht hat, dass sein kind solch wenig bezug zu ihm hat. Ich achte darauf, dass mein mann sich jeden abend ausreichend mit seinem sohn beschäftigt damit genau das nicht passiert... ich hab die beiden von geburt an öfter mal ne halbe stunde alleine gelassen, damit sich die beiden aneinander gewöhnen...
und dass dein Mann dir daraus auch noch einen vorwurf macht, ist ja echt die höhe... *kopfschüttel*

du machst das schon richtig... versucht doch mal, dass dein mann jeden abend in deinem beisein den kleinen füttert und dann von mal zu mal gehst du in ein anderes zimmer wenn er das macht... ihr müsst den kleinen daran gewöhnen, dass papa das genauso gut kann wie mama...

alles gute, und mach dir keine vorwürfe!

Beitrag von mdo 22.09.06 - 22:34 Uhr

Och erst mal #liebdrueck#liebdrueck#liebdrueck.

Du kannst nichts dafür!!! und lass dir nicht einreden, du verwöhnst den kleinen. du bist die mama und weisst was richtig für ihn ist. dann soll dein mann mal eine woche daheim bleiben, und versuchen ihn ohne rumtragen o.ä. zu beruhigen, er würde es genauso machen wie du!

Du musst vielleicht dein mann ab und zu füttern lassen, damit er merkt dass es nicht nur bei dir zu essen gibt. oder mal langsam ranführen - geh doch einfach mal abends, wenn er gefüttert wird ins bügelzimmer oder zur nachbarin oder spazieren (mit handy natürlich), dann bist du schnell da wenns nicht klappt. und wenn er sich daran gewöht hat, kannst du vielleicht auch mal für ne stunde oder so weg. und vorallem dein mann fühlt sich auch wieder gut. vielleicht nicht am ersten abend, aber wenns dann mal klappt.

also schluss mit #schmoll#heul geh schön schlafen #gaehn und genieß das schöne, warme wochenende

morgen sieht die welt gleich wieder ganz anders aus, wenn dein sonnenschein dich anlacht

gute nacht
gruß jen

Beitrag von herbstlos1976 22.09.06 - 22:36 Uhr

Hallo Mondschlaf

ich #liebdrueck dich erst einmal.

Tut mir so leid für dich, dass der Abend nicht so geworden ist, wie du ihn dir gewünscht hast.

Ich denke, dein Schatz ist einfach frustriert, weil er den Kleinen nicht beruhigen konnte und dir den Abend "kaputt" machen musste. Lass ihm ein wenig Zeit und ich bin mir sicher, das beruhigt sich schnell wieder.

Werde nciht vergessen, als ich bei meiner Großen den ersten Abend allein weg war, in Herr der Ringe 2 im Kino, extra die Spätvorstellung, weil ich dachte, da schläft sie eh... sonst ja auch immer. Mein Hase hat fast 2 Std. gebraucht, bis die Maus endlich wieder eingeschlafen war. Und hat tapfer durchgestanden. War aber fix und alle und enttäuscht, dass er nicht so angenommen wird, wie ich.

Unsere Mäuse haben uns zu ca. 100% des Tages, sie fühlen sich eins mit uns, wie sollten sie uns da nicht vermissen. Und meist, wenn wir da sind, ist dann schnell alles wieder okay.

Du verwöhnst deinen Schatz nicht. Lass dir von deiner Mutter nichts erzählen von wegen abstillen. Das ist deine Entscheidung! und so lange es dir und deinem Engel gut tut, bleibt ihr dabei. Finja und ich haben mit 14 Monaten die letzte Brustmahlzeit gehabt, in Gegenseitigem Einverständnis quasi. Und bis dahin war es ganz wichtig für sie. Und gerade nachts... das habe ich jetzt bei Timo, er braucht es und er bekommt es. Wobei ich nicht bei ihm sondern er oft bei mir schläft.

Dieser Abend war einfach bescheiden und ich kann dir gut nachempfinden, dass du gefrustet bist. Geh mal zu deinem Großen Schatz rüber, sag ihm, wie du dich fühlst und dass du versehen kannst, dass ihm es auch keinen Spaß gemacht hat, den Kleinen nicht beruhigen zu können und dich anrufen zu müssen. Aber das kann halt passieren und in ein paar Wochen triffst du dich vielleicht auf denn Abend mit einer Freundin, gehst erst, wenn dein Engel schläft und dann klappt es und ihr drei werdet stolz auf euch sein. -und einen Schritt weiter.

Gibt euch die Zeit, die ihr braucht.

Geht nicht unausgesöhnt ins Bett... drückt euch und eine ruhige Nacht

Tanni

Beitrag von susasummer 22.09.06 - 23:46 Uhr

Hallo,
kümmert dein Mann sich denn viel um euer Kind??
Denn,wenn er wenig Kontakt zu ihm hat,ihn selten füttert oder hin legt usw. ist es völlig normal,das sich euer Sohn nicht von ihm beruhigen usw. lässt.Er kennt ja dann fast nur dich.

Ansonsten machst du alles richtig und laß dir das nicht einreden,das du ihn verzogen hättest.Das ist Unsinn.Man hat eher das gefühl,als wolle er dir ein schlechtes Gewissen machen.Ich finde,das er sich Gedanken machen sollte,warum es nicht geklappt hat.
Es ist ja nicht immer absichtlich,das der Vater sich wenig kümmert,aber dann darf er sich auch nicht so äußern.
lg Julia

Beitrag von lilas 23.09.06 - 02:38 Uhr

Hallo,

ähnliche Situationen hatten wir auch schon mit unserem jüngsten Kind. Denn während unsere Tochter ein echtes Papa-Kind ist, lässt unser Sohn sich manchmal nur von mir und nur an der Brust beruhigen.

Für die Väter ist dies unglaublich frustrierend, das muss man schon verstehen. Für meinen Mann ganz besonders, denn er ist ein sehr offener, geselliger Mensch und kommt eigentlich mit den meisten Menschen gut aus. Zudem ist er er es eigentlich gewohnt, dass die Dinge funktonieren, wenn er sich wirklich Mühe gibt - und nun hat er einen Sohn, bei dem er sich noch so viel Mühe geben kann, zu dem er lieb ist und um den er sich gern kümmern möchte, und als Dank erntet er nur Gebrüll. Und dann komme ich, lege den Kleinen kurz an die Brust, und innerhalb von Sekunden ist das kleine Schreimonster ruhig und zufrieden. Kein Wunder, dass sich da jede Menge Enttäuschung, Frust, Neid, Unzufriedenheit aufbaut. Ich weiß noch genau, wie mein Mann, der mich im Grunde beim Stillen immer sehr unterstützt, in einer dieser Frust-Situationen von der "blöden Brust" gesprochen hat.

Rede nochmal mit Deinem Mann und lege nicht jedes Wort von ihm auf die Goldwaage. Abstillen würde ich auf keinen Fall und schreien lassen halte ich auch für keine gute Methode. Aber es wäre schon schön, wenn sich ein Weg finden ließe, wie Deine beiden Männer auch mal "quality time" miteinander verbringen können...

LG
lilas

Beitrag von frosch.i 23.09.06 - 10:31 Uhr

Hallo Mondschaf,

naja, eigentlich kann man die Reaktion Deines Mannes ja verstehen. Zumindest teilweise ;-)
Ich meine, da geht er tagtäglich in die "feindliche Welt" und schafft das Futter ran für seine kleine Familie, ist es gewohnt, Probleme zu regeln und die Dinge im Griff zu haben. Und dann muss der Arme feststellen, dass er, der große Beschützer der Familie, seine Frau um Hilfe bitten muss, um mit so einem klitzekleinen Wurm fertigzuwerden. Kein Wunder, dass er dann erstmal den Fehler bei Dir sucht, anstatt einfach anzuerkennen, dass Du da tagtäglich echt eine harte Arbeit leistest und Dir nicht nen faulen Lenz machst...

Aber jetzt mal Scherz beiseite: Ich glaube wirklich, dass das für ihn eine ganz schön frustrierende Erfahrung ist. Aber da muss er nunmal durch. Du bist da ja schließlich auch durchgegangen, oder hattest Du etwa von Anfang an alles im Griff? War doch auch ein Weg des Kennenlernens, Ausprobierens und Verstehens, oder? Es wird Zeit, dass er Deine Arbeit mal ein bisschen wertschätzt. Und: inzwischen sind sich die Fachleute doch weitgehend einig, dass man Babys gar nicht verwöhnen kann. Aber vielleicht solltest Du tatsächlich Deinen Mann auch im Alltag ein bisschen mehr einbinden? Trau ihm ruhig etwas zu und greif nicht sofort ein, wenn es nicht zu klappen scheint.

Alles Gute!
Inga