Schlechtes Gewissen - morgen erster Arbeitstag nach Mutterschutz

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Beitrag von nolle251179 22.09.06 - 22:42 Uhr

Hallo,

mir gehts gar nicht gut. Morgen ist mein erster Arbeitstag nach dem Mutterschutz. Die Zeit verging so schnell. Jetzt ist mein Kleiner schon acht Wochen alt und ich muss wieder arbeiten. Ist ein komisches Gefühl, dass ich ihn jetzt nicht mehr so sehr um mich habe. Ab morgen ist der Papa für ihn zuständig und passt auf ihn auf.
Wie ging es euch denn, als ihr mit Arbeit wieder angefangen habt???

LG Nicole

Beitrag von moglie02 22.09.06 - 23:00 Uhr

Hallo Nicole,

ich kann dich gut verstehen! #liebdrueck
Ich bin auch nach den 8 Wochen wieder angefangen, allerdings nur teilzeit für 2,5 Tage die Woche. Der erste Tag war nicht sehr schön, allein das von zu Hause wegfahren, ohne meinen kleinen Schatz fiel mir sehr schwer, da war ich dann das erste Mal von ihm getrennt.

Aber schon als ich im Büro ankam, war ich durch die Arbeit und die Kollegen so abgelenkt, dass ich es aushalten konnte. Ich musste mich ja auch nur bis mittags von ihm trennen, denn dann brachte ihn mir mein Mann zum Stillen, damit er nicht so oft die Flasche kriegen muss. Die Zeit war also absehbar.

Abends freue ich mich dann umso mehr auf ihn und kann es gar nicht erwarten, nach Hause zu kommen. Jetzt arbeite ich schon seit einigen Wochen wieder und muss gestehen, dass ich die Unabhängigkeit doch genieße und mich trotzdem jeden Abend auf meinen kleinen Liebling freue!

Ich wünsche dir einen guten Start und dass du nicht allzu traurig bist! Glaub mir, Papas können auch sehr gut für ihre kleinen Krümel sorgen!

Alles Liebe,

Tina mit Anton

Beitrag von juliocesar 22.09.06 - 23:11 Uhr

hallo nicole

"Die mutter, die regelmässig von ihrem kind getrennt ist, kann wie jede mutter, die in einer unvollkommenen welt leben muss, das allerbeste für ihr kind tun, so gut es ihr die gegebenheiten eben erlauben."
"denn wiederum gibt es umstände, die eine zu lange und zu frühe trennung von der mutter nötig werden lassen. sie weiss, dass sie ihr bestes tut und sollte mit sich im reinen und in einer guten seelischen verfassung sein, um gegen alle schwierigkeiten, die sie aufgrund der häufigen trennung auftauchen sieht, am besten gewappnet sein."

hab ich gestern in einem buch gelesen, wo's über langzeitstillen geht und es hat mir gut getan, das zu lesen, da's bei mir am 2. oktober auch wieder los geht. meine kleine wird dann gerade mal 19 wochen. schau, natürlich wär's für deinen kleinen besser, er könnte länger bei dir sein und du müsstest nicht arbeiten gehen. du wirst aber deine guten gründe haben, wie ich auch (wir sind einfach finanziell darauf angewiesen).
es nützt nichts, sich darüber den kopf zu zerbrechen, sondern es bleibt uns nichts anderes übrig, als aus der zweitbesten lösung das bestmögliche zu machen. in meinem fall handhabe ich das so:
1) meine tagesmutter hab ich nach folgenden kriterien ausgesucht: möglichst nahe bei der arbeit, so dass ich die kleine kurz vor als auch nach der arbeit stillen kann und in der mittagspause bringt sie mir die tagesmutti zum stillen vorbei. allerdings konnte ich es so einrichten, dass ich v.a. halbtags und geteilten dienst habe (lange mittagspause, in der ich mich ganz meiner tochter widmen werde)
2) wird meine kleine weiterhin im babybalkon neben mir schlafen und solange gestillt werden, wie's für beide stimmt. in meiner abwesenheit bekommt sie die flasche (pulvermilch, da ich beim abpumpen keinen erfolg habe #schmoll)
3) saskia wird so oft es geht getragen
4) babymassage
5) qualität statt quantität. die wenige zeit, die übrig bleibt, so inensiv wie möglich zu gestalten. intensiv nicht im sinn von noch mehr programm und action, sondern intensiv im sinn von einem mehr an geborgenheit, wärme und zärtlichkeit.
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die gedanken, die du dir machst, sind normal und auch gesund, denn sie werden dich dazu zwingen, die wenige zeit, die ihr zusammen habt, noch wärmer, intensiver und geborgener miteinander zu verbringen. aber übertreib's nicht mit dem schlechten gewissen sondern sei auch ein bisschen dankbar über deinen job und dass ihr euch so selbst über wasser halten könnt und nicht arbeitslos und von drittpersonen abhängig seid. es kommt schon alles gut. und ist ja der papa da, bei dem's auch ganz schön ist.

lg gabriela und saskia (18.05.06)

Beitrag von haribo85 22.09.06 - 23:46 Uhr

So ähnlich ging es mir, als ich vor 3 Wochen mein Fachabi angefangen habe.
Ich wusste zwar, dass er beim Papa in den Besten Händen, aber irgenwo nen schlechtes Gewissen hatte ich schon: Ich geh 6.15 Uhr morgens zur Straßenbahn los. Entweder da schläft Leon noch, oder er ist grade erst aufgestanden, dann ist das "Guten Morgen" und das "Tschüss" ein Atemzug. :-( Und nachmittags komm ich meistens auch erst gegen 15.30 Uhr nach Hause.
Ich hab mich dann immer gefragt, ob ich wirklich das richtige mache. Eigentlich hab ich ja dadurch unter der Woche nicht viel von Leon. ABer irgendwann hab ich mir gesagt, wenn ich die Nachmittagsstunden nutze um mit ihm zu spielen und mich intensiv um ihn zu kümmern, dann ist das doch ein annehmbarer Kompromiss. Und ich mach das Abi ja auch, damit meine Arbeitschancen später dann besser sind und wir nen bissl besser leben können.

LG Haribo

Beitrag von ixama 23.09.06 - 09:43 Uhr

Hallo Nicole.


Du hast ein absuloutes highlight, wenn du nach der Arbeit nach Hause kommst. Die letzten Schritte wirst du wohl rennen.


Ich gehe gern arbeiten. Das Kind steht trotzdem über allem.

Alles Gute und einen guten Start.