Fehlgeburt - Montag wäre ET

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Forum: Trauer & Trost

Fehlgeburt, Tod eines geliebten Menschen, Angst, nicht enden wollende Trauer um ein Sternenkind: Leider stehen wir nicht immer auf der sonnigen Seite des Lebens, diese Erfahrung muß jeder von uns machen. Oft hilft es, mit anderen darüber zu sprechen...

Beitrag von melly25746 23.09.06 - 17:37 Uhr

he ihr lieben,,

brauch mal euren rat..

hab leider im märz mein baby verloren und dann auch noch meinen freund ...

nun wüßte ich gerne wie ihr den ET termin verbracht habt was ihr gemacht habt evtl um abschied zu nehmen ...

lg melly mit #stern im herzen

Beitrag von mamajustine 23.09.06 - 17:47 Uhr

Hallo Melly,

kann ich dir leider nicht beantworten, denn mit steht der ET meiner Tochter auch noch bevor. (nächste Woche am 28.09.06)

Aber ich finde deine Frage schön. Das würde mich nämlich auch interessieren.

Ich merke auch, das es mir von tag zu tag schlechter geht, umso näher der ET kommt.

Ich wünsch dir viel Kraft und ich zünde eine #kerze an für all unsere Sternchen.

LG
mamajustine mit Lavinia an der Hand und #stern chen Anisha ganz fest im #herzlich

Beitrag von selmi22 23.09.06 - 19:39 Uhr

hallo melly,
mein ET wäre der 9.9 gewesen habe es auch verloren,im Februar....
ich bin nun wieder schwanger und denke dass es mir deshalb leichter fiel diesen Tag zu verbringen,denn nur eines von beiden wäre gekommen.Hätte ich es nicht verloren hätte ich jetzt nicht schwanger sein können.Ich denke mir dann einfach dass es damals noch zu früh war und werde mein Baby was jetzt im Bauch ist sozusagen doppelt lieben....ist aber trotzdem komisch....normalerweise hätte ich jetzt mein kleines im Arm und alles schon hinter mir...
selma mit #baby im bauch und#stern im Herzen

Beitrag von susannewerner 23.09.06 - 19:56 Uhr

Hallo Melly,

bei mir war es auch so, dass ich zum Zeitpunkt des ET meines ersten Sternenkindes wieder schwanger war.
Es war schon ein komisches Gefühl und ich war sehr, sehr traurig. Und ich war immer noch voller Angst, auch mein 2. Kind zu verlieren. Aber wie meine Vorrednerin schon schrieb, konnte es nur ein Kind geben. Hätten wir unser Erstes nicht verloren, dann wäre das Zweite nicht unterwegs gewesen.

Ich habe viel mehr am Todestag meines Sternenkindes getrauert. An diesem Tag habe ich eine Kerze angeszündet und habe mir alles wieder angeschaut, was mir von ihm geblieben ist.

1. Ultraschallbild, Untersuchungsberichte (war eine künstliche Befruchtung), die Gedichte, die ich nach der FG gesammelt habe.

Und ich habe meinem Sternenkind ein Steinchen im meinem Memoryring gewidmet, denn es wird immer zu mir gehören.

Liebe Grüße

Susanne mit Konstantin und #stern im Herzen

Beitrag von melly25746 24.09.06 - 14:33 Uhr

Hallo Susanne,

was ist ein Memoryring?

Hab vor kurzem erfahrn, das mein Baby damals beerdigt worden ist, da es bei uns so ein Projekt gibt für Fehl- und Frühgeburten gibt.

Hier ist mal der Link:

http://www.buchin.de/Buchin/Familie_Buchin/Astrid_Buchin/Projekt/projekt.html


LG Melly

Beitrag von susannewerner 24.09.06 - 17:16 Uhr

Hallo Melly,

ein Memoryring ist ein sogenannter Erinnerungsring. Es gibt schon fertige mit mehreren Steinen. Finde ich persönlich aber nicht so schön. Ich wollte einen eigenen, selbstgestalteten.

D.h., für jedes Ereignis ein Stein. Z.b., habe ich für unsere Hochzeit einen hellen Stein, für unser Sternenkind einen grünen und für unseren Konstantin einen blauen Stein. Zusätzlich habe ich noch die Daten eingravieren lassen. Und wer weiß, vielleicht kommt ja noch ein weiterer Stein dazu.

Wieso hast Du erst jetzt erfahren, dass Dein Kind beerdigt wurde ? Du hättest doch damals ganz anders Abschied nehmen können !
Darf ich fragen, in welcher Woche Du Dein Baby verloren hast ?

Ich wünsche Dir weiterhin viel Kraft.

Alles Liebe
Susanne

Beitrag von melly25746 27.09.06 - 14:27 Uhr

hallo susanne

das mit dem stein finde ich sehr schön, woher bekomt man so einen? hast du da nen link für mich?

hatte mich mal umgehört ob es hier sowas wie eine selbsthilfe gruppe gibt und da hat mich die leiterin darauf hin gewiesen.

das projekt wird von astrid geleitet, der pastorin und bei ihr war ich halt da sie mich und meine family gut kennt. wir haben darüber geredet und ich finde es ist eine sehr schöne sache.

ich habe mein baby in der 12 ssw verloren und damit fing alles an das war mitte märz dann ist am karfreitag ein guter kumpel innerhalb eines halben jahres an krebs gestorben (von meiner sehr guten freundin der verlobte) dann ist unsere langjährige nachbarin gestorben, mit meiner besten freundin (seit 20 jahren) ging die freundscahft auseinander weil sie in der zeit der fg nicht für mich da war und dann hat mein freund mit mir schluß gemacht weil er den tod des baby (welches er sich gewünscht hat und geplant war) leichter verarbeiten konnte als ich. er ist nach der op 2 tage später auf lehrgang gefahren und kam wieder und wir haben nie wieder über dieses Baby geredet noch hat er mich in den arm genommen zum weinen..

das alles in 3 1/2 monaten, schon krass oder???

wenn du magst dann schreib mir doch unter mtreppy@web.de zurück

lg melly

Beitrag von susannewerner 27.09.06 - 18:07 Uhr

Hallo Melly,

erst mal nur ganz kurz eine Rückantwort.
Melde mich später mal über Deine private E-Mailadresse, da ich gerade etwas im Streß bin.

Nur vorab soviel.

Ich habe einen goldenen Freundschaftsring, und in diesen habe ich mir alle Steine für die besonderen Ereignisse bei einem Juwelier einfassen lassen. ist auch gar nicht so teuer.

Zum zweiten, gehe mal im Internet über Goggle auf die Seiten der Initiative Regenbogen. Da findest Du ganz viele Infos und mir hat das sehr geholfen.

Bis dann,
LG Susanne