warum sagt mir denn jeder was anders? *heul*

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von liz 23.09.06 - 18:28 Uhr

hallo!

ja ja. ich schon wieder!

dominik ist wirklich kein einfaches kind. er leidet sehr unter blähungen. kümmelwasser hilft uns als einziges und auch das nur bedingt.

jeder sagt mir was anderes wenns um stillen geht. ich weiß dass ich milch habe. nur, ist es auch genug? dominik braucht ca. eine stunde und zum schluss nuckelt er nur noch. manchmal schreit er noch und krümmt sich. also blähungen und will weiternuckeln. geb ihm dann aber den schnuller. wenn er dann schläft kann ich ihn nicht in den stubenwagen legen. er wird dann sofort munter. hat er zuwenig? auf dem arm schläft er dann ca. 2 stunden.also reichts ihm doch? er nimmt ausgezeichnet zu. ca. 220 gramm/ woche.

nachts schläft er auch ca. 5-6 stunden durch. gestern bekam er auf raten des kinderarztes am abend eine ganze mahlzeit pre aptamil. er war mit seinem papa bei der oma, also kams grad recht. er hat 130 ml getrunken. ca. 2 stunden nach dem letzten stillen. tja und dann hat er geschlafen von halb 7 abends bis 10 nach 1 und da hab aber ich ihn geweckt. er hatte aber eh schon hunger, denn er hat beide seiten getrunken und die waren randvoll.

im kinderwagen kanns auch sein dass er 2-3 stunden schläft. nur zuhause, da schläft er nur nachts im stubenwagen und tagsüber muss ich ihn tragen. also doch zuwenig? er will dann nämlich ständig an meinen busen.

der kinderarzt meinte, vielleicht ist ihm meine milch zuwenig. ich denke mal so mal so. bei der mutterberatung meinten sie ich hab genug und das sei normal was er macht. meine freundin meint, abstllen. meine mum meint weitermachen. mein freund sagt ihm isses egal. aber ich weiß, dass ihm die flasche lieber wär, weil er denkt dass die "zustände " bei uns dann besser werden. die stillberatung meint weitermachen.

menno. was denn nun? manchmal will ich auch nimmer. aber dann, der gedanke dass der kleine nimmer an mich geschmiegt am busen nuckelt find ich für mich schlimm. er is ja auch noch klein.

warum sagt mir denn jeder was anderes? ach ist das doof.

danke fürs zuhören
liebe grüße
liz

Beitrag von thistlejo 23.09.06 - 19:27 Uhr

Du, mir kommt das sehr bekannt vor mit dem stundenlangen Nuckeln. Als meine Tochter noch so klein war, konnte ich mir das echt aussuchen: Entweder ich saß den GANZEN Tag mit ihr stillend auf der Couch oder ich habe sie zwischendurch mal ins Tragetuch gebunden und konnte dann ein bisschen was anderes tun.

Dein Sohn ist doch noch sooo klein! ER will ganz viel Mama tanken. Zumindest hört sich dein Text so an. Ich denke nicht, dass du zu wenig Milch hast. Er dehnt einfach die Stillzeiten so ewig aus, weil er so viel kuscheln will.

Hast du ein Tragetuch? Das kann bei Dauernucklern Eleichterung schaffen.

Und keine Angst: Es wird besser. Du musst ihn nicht rumtragen, bis er laufen kann. Aber wenn du ihn jetzt viel stillst und trägst, gibst du ihm jede Menge Urvertrauen und er wird ein selbstbewusster Mensch werden.

Ich weiß, es ist sehr schwierig, wenn dir jeder was anderes erzählt. Da hilft es nur, deinen Weg zu finden und ihn zu gehen, auch wenn es dem ein oder anderen nicht passt. Schau doch mal bei http://www.rabeneltern.org im Forum vorbei. Da findest du Leute, die dich in deinem Weg bestärken können.

LG

Julia

Beitrag von liz 23.09.06 - 21:08 Uhr

hallo julia!

danke für deine antwort. das rumtragen macht mir nix. auch dass er so oft trinken will macht mir nix. aber wenn ich sehe wie zufrieden er nach der flasche wirkt und wenn ich merke wie er nach dem stillen immer wegen der blähungen schreit und nach der flasche nicht, dann weiß ich auch nicht mehr weiter. und wenn dann jeder was anderes sagt, machts das auch nicht leichter.

tragetuch hab ich. zum glück. aber das wirkt leider auch nicht immer.

liebe grüße
liz

Beitrag von karinbrigitta 23.09.06 - 19:48 Uhr

Hallo Liz,

ich würde an deiner Stelle weiterstillen. #pro Das, was du erlebst, können noch Anpassungsschwierigkeiten sein. Das pendelt sich ein! Und genug Milch hast du sicher - wenn er nur nuckelt, ist er satt. Faustregel ist: fünf bis sechs nasse und volle Windeln am Tag, und das Kind bekommt genug! Wenn er mehr braucht, wird er mehr trinken wollen, und der Milchflussreflex wird in Gang gesetzt und du produzierst mehr Milch. Zufüttern ist da im übrigen nicht so gut: da wird er sehr satt, braucht an der Brust weniger, du produzierst weniger Milch usw. Das würde ich echt nur im Notfall machen.

Mein Kleiner ist jetzt fünf Wochen alt. Wir haben es so gemacht: Wenn er nicht mehr richtig getrunken hat, wurde er hingelegt. Wenn er dann wieder aufwachte und weitertrinken wollte, hab ich ihn wieder angelegt. Dadurch hat er jetzt schon gemerkt: Wenn ich an der Brust bin, muss ich richtig trinken und mich etwas anstrengen. Einschlafen, wieder aufwachen und weiternuckeln ist nicht. Nur das mit dem Schlafen ist auch so ein Problem, vor allem, weil er soviel krampft wegen Dreimonatskoliken.

Bitte, hör auf dein Gefühl. Wenn du es schrecklich findest, dass der Kleine nicht mehr an deiner Brust trinkt, dann ist es richtig weiterzustillen. Lass dir nicht so viel einreden!! Muttermilch ist einfach das Beste - still weiter, wenn es dich nicht zu sehr belastet. Als Lektüre empfehle ich dir das "Stillbuch" von Hannah Lothrop. Ist echt spitze!!

Viel #klee#klee#klee

Beitrag von liz 23.09.06 - 21:14 Uhr

hallo!

danke.
ja, nasse windeln hat er. in hülle und fülle. *gg*
das mit der flasche machen wir so. wenn ich mal nicht da bin und da nicht mehr als 100 ml bzw. wenn auch nach dem stillen einfach gar nix mehr geht und er sucht und bei mir nix mehr rauskommt, dann auch.
ausnahme: das "experiment" dieses wochenende.

mhm. das mit den koliken kenn ich. ich fühle mich so hilflos. kann ihm nicht wirklich helfen. naja. zu mir habens gesagt, die schlimmsten wochen bei den koliken sind 6.-8. und danach gehts nur mehr aufwärts.

*lol* das stillbuch das du empfiehlst hatte ich heute schon in der hand. habs wieder zurückgelegt nachdem ich eigentlich innerlich schon resigniert habe.

auf sein gefühl zu hören ist nicht einfach wenn man soviele unterschiedliche meinungen hört.

ist es normal dass der busen nicht größer wird? hatte vor der schwangerschaft 70 a. dann ist er etwas gewachsen und nach der geburt auch noch etwas. still bh ist 75 b. aber obwohl dominik ja von woche zu woche mehr milch benötigt (nehm ich mal an) wird er nicht mehr größer. auch nach dem schub nicht. normal?

liebe grüße
liz

Beitrag von sparrow1967 23.09.06 - 20:16 Uhr

Warum jeder was anderes sagt? Ganz einfach: der Kinderarzt hat meisten sehr wenig Ahnung vom Stillen und wird von den Milchherstellern ein wenig "gesponsert".

Höre mal auf deinen Bauch! Der sagt eindeutig: weiterstillen, oder?
Dann tu das auch und laß dich nicht verrückt machen von Leuten, die wenig Ahnung haben.
Das einzige was bei euch nämlich schief läuft, ist deine Unsicherheit.
Was dein Kleiner Tagsüber macht ist GANZ NORMAL.
Und selbst wenn er stündlich an die Brust möchte- es ist NORMAL!!

Besorge dir ein Tragtuch- er will deine Nähe spüren, deinenHerzschlag hören, dich riechen.

Deine Milch reicht- WENN du immer dann anlegst, wenn ER das will. Und laß die Flasche weg. Das ist echt schwachfug von deinem Doc, dir soetwas zu raten.
Vielleicht suchst du dir einen Kinderarzt, der dich im Stillen unterstützt- bzw. der es befürwortet. Diese Ärzte sind zwar spärlich gesäht- aber es gibt sie ;-). Ich hab auch einen, der das Stillen sehr befürwortet und die Mütter ermutigt, wenn es mal nicht klappt.

Also: Still weiter und genieße es. Und laß deine Freundin und den Doc reden...du und dein Sohn- ihr zwei macht das schon ;-)!!


sparrow

Beitrag von liz 23.09.06 - 21:19 Uhr

hallo!

danke auch dir für deine antwort.
ja. mein gefühl sagt eindeutig weiterstillen. du hast recht. meine unsicherheit macht mir da sehr zu schaffen. wenn er ausgeglichen oder zufrieden wirken würde, wärs einfacher. aber er weint immer sehr viel. es ist oft nicht leicht zu unterscheiden ob er jetzt tatsächlich sucht weil er hunger hat oder weil ihn die koliken so stressen.

ich leg ihn immer an wenn er möchte. aber manchmal ist es nicht leicht zu unterscheiden und zu merken WAS er möchte.

tragetuch ham wir schon. gott sei dank dass es sowas gibt.

naja. leider ist er in der nächsten umgebung der einzige kinderarzt. und sonst eigentlich auch super. da ich selbst kein auto hab, müsste ich jedesmal über 20 km mit dem bus fahren. den stress möcht ich mir sparen.

danke und liebe grüße
liz

Beitrag von sparrow1967 23.09.06 - 21:33 Uhr

Er weint viel, weil er deine Unsicherheit spürt , liz.

Anlegen ist NIE verkehrt. Er stillt ja nicht nur seinen Hunger- auch sein Bedürfnis nach Nähe und Geborgenheit wird gestillt.

Wenn DU dir deiner Sache sicher bist- wird er auch ausgeglichener sein. Ganz bestimmt!

Kopf hoch- ihr werdet ein tolles Stillteam - wenn DU auf deinen Bauch hörst!!

sparrow

Beitrag von liz 23.09.06 - 21:41 Uhr

hm wie soll ICH mir denn sicher sein. von anfang an musste ich um die milch kämpfen. jetzt wo sie endlich da ist, hat er immer koliken. da fällt es mir schwer mir der sache sicher zu sein.

ich weiß, er kann es spüren. aber vielleicht gelingt es mir ja noch dass ich mir sicherer werde.

himmel. gäbs doch sowas wie ne "gebrauchsanweisung" *gg* so muss mans machen und dann passts. aber ist nicht. sonst wärn ma ja alle gleich. und das wäre auch nichts.

die hoffnung hab ich noch nicht aufgegeben dass es noch wird. und hätte ich auf die andern gehört, wäre diese wacklige stillbeziehung schon vor wochen beendet worden. ich nehm mir zwar zu herzen was andere sagen, aber weil ich sosehr stillen will, hab ich allen problemen und ratschlägen zum trotz einfach nicht aufhören KÖNNEN. hausmittelchen, tees, wasser usw. alles hab ich genommen nur um die milchbildung in gang zu bringen und ich machs auch weiterhin. wenn ich mir sicher (wobei wir wieder bei dem thema wären) wäre, dass es für ihn reicht.

so, genug gejammert.

liebe grüße
liz

Beitrag von sparrow1967 23.09.06 - 21:53 Uhr

Trinke soviel, wie Du magst- alles andere setzt dich unter Druck- Druck ist schlecht ;-) Also keine auferzwungene Menge trinken. Stilltee max. 2 Tassen am Tag. Dafür vielleicht lieber mal n Malzbier, Carokaffee.
Iß vernünftig.
Leg dich mal für 2 oder 3 Tage mit deinem Krümel ins Bett und konzentriere Dich NUR aufs Stillen. Dein LG soll sich um den Rest kümmern.
Du wirst nur sicher, wenn du Ruhe und Zeit hast. Leg dich ohne Oberteil ins Bett- so dass Du dich nur umdrehen brauchst zu deinem Dominik um ihn zu stillen. Laß es ganz ruhig angehen. Kein Besuch- kein Stress- nix.

Du packst das mit deinem kleinen Mann zusammen schon. DU bist die Mama und nur DU weißt, was gut für IHN ist.

gegen Koliken haben bei uns wunderbar Kümmelzäpfchen von WALA geholfen. Bekommt er D-Flouretten? Falls ja- laß sie mal weg. Oftmals verursachen sie Blähungen.

lg
sparrow

Beitrag von liz 23.09.06 - 22:01 Uhr

ich setz mich mit dem trinken nicht unter druck. aber ein glas schüßler salze (1/4 liter), 2 tassen stilltee, 2 tassen fencheltee, ein halbes malzbier. dann noch die ganzen gläser mit wasser. ich süffel immer vor mich hin. wenn ich mal weniger trinke, krieg ich sofort einen trockenen hals.

jaaaaa. das mit dem essen. vernünftig kann man das nicht nennen. aber ich bemüh mich schon um besserung. :-)

ich komm eh zu fast nix. da kümmern sich mein LG und meine schwägerin in spe samt mama drum. zum glück.

nein. d-flouretten nicht. tropfen. oleovit heißen sie.

lg liz

Beitrag von sparrow1967 23.09.06 - 22:22 Uhr

http://www.netdoktor.at/medikamente/suche2/medicaments_details.php?id=1781

Sind das diese?

Magen und Darm Beschwerden stehen als Nebenwirkungen.
Laß sie mal ein paar tage weg und schau,ob esm it den Blähungenbesser wird ;-)


sparrow

Beitrag von liz 24.09.06 - 11:43 Uhr

ja, das sind sie.
werds mal ein paar tage auslassen.

danke

Beitrag von juleska 23.09.06 - 20:41 Uhr

hallo liz,

wenn du stillen willst (so ganz grundsätzlich) und so klangs was du geschrieben hast, kann ich dir nur sagen : mach weiter! es ändert sich, es wird besser, du wirst es nicht bereuen.

lass dich nicht verunsichern, von wegen du hättest nicht genug milch. und lass dir und deiner kleinen maus die zeit, die ihr braucht , um ein super stillteam zu werden.
ich war anfangs kein großer fan des stillens, aber mir war klar ich möchte stillen und ich war mir auch ziemlich sicher, genug milch zu haben ( keine ahnung woher ich die überzeugung nahm)
zum glück hatte ich nicht viele menschen um mich rum, die mir hätten reinreden können und mein freund und meine hebi haben mich nur unterstützt. sprich mein gejammer wie blöd das doch ist( verspannte schultern, dauerstillen, aua brustwarzen#bla bla)´von wegen innige stillbeziehung#augen ` ertragen)
jetzt sind wir langsam mit der beikost angefangen und ein ende unserer stillbeziehung ist in sicht. ich freu mich auf ein neues stück unabhängigkeit, aber ich werde die kuschelstunden mit emil sicher vermissen und es ist sooo praktisch.von gesund gar nicht zu reden..

uff, wollt gar nicht so viel schreiben.

wünsch dir gute nerven, viel geduld und alles gute

jule

Beitrag von liz 23.09.06 - 21:23 Uhr

hallo jule!

danke dir für die antwort.
ja, ich würde sehr gern weiterstillen.

eben. ich würds vermissen. auch wenns oft lästig ist. das leben nicht mehr in etwa planbar. find ichs trotzdem schön.
wenn da nicht die unsicherheit wäre.

ich hoffe dass es nach den ersten 3 monaten besser wird. wenn dann die koliken (hoffentlich) weg sind.

nerven hab ich, geduld auch *gg* jetzt fehlt nur noch die überzeugung und sicherheit dass alles in ordnung ist.

liebe grüße
liz

Beitrag von raleigh 23.09.06 - 21:00 Uhr

Hör auf deinen Bauch!

Dauerstillen, Nuckeln, alle-Stunde-trinken sind völlig normal! Anstrengend, aber normal.

Ich mache es da genauso wie eine der Vorposterinnen: Schläft er ein, lege ich ihn ab, wacht er wieder auf, lege ich ihn wieder an.

Dein Kind nimmt optimal zu - wie soll die Milch da bitte zu wenig sein? Das ist doch völlig unlogisch, oder?

Zufüttern ist absolut unnötig, wie du selber gemerkt hast. Abstillen ist sowieso Blödsinn, wenn du Stillen möchtest.

Freundinnen sind nicht gerade optimale Ratgeber, Kinderärzte ebensowenig, Hebammen liegen öfter richtig, Stillberaterinnen sollten meistens recht haben - und Mütter können manchmal einfach erspüren, welcher Rat richtig ist ... unabhängig von ihrer eigenen Erfahrung.

Also - du möchtst Stillen, du kannst Stillen, du produzierst genug Milch. Dein Kind reagiert völlig normal und solange du die Anstrengung in Kauf nehmen kannst, kannst du dich ganz nach deinem Kind richten.

Abstillen oder Zufüttern musst du nur dann, wenn dein Kind nicht zunimmt oder du anhand der Windeln siehst, dass es nicht genügend bekommt. Oder wenn dir das Stillen zu anstrengend wird.

Beitrag von liz 23.09.06 - 21:26 Uhr

hallo!

danke für deine aufmunternden worte.
der einzige grund wäre die anstrengung für mich. es ist nicht immer leicht. doch ich nehms in kauf solange es dem kleinen gut geht dabei.

aber ich kann ihn doch nicht stundenlang trinken lassen oder?

das mit dem fläschchen ist schon dämlich. jetzt sitz ich da, von dem ganzen stillen den tag über ist mein busen schon wieder prall und ich weiß auf die flasche hin schläft er noch ein ganzes weilchen. #heul ach ich weiß auch nicht, warum hör ich auch auf alles. naja. es war ein versuch und ich hab wieder was gelernt.

liebe grüße
liz

Beitrag von mare88 23.09.06 - 21:14 Uhr

Ich schließe mich einigen Vorrednern an und sage: stille weiter! Du möchtest es und Dein Sohn will es auch. Du schreibst ja selber, dass er so sehr Deine Nähe sucht - gib sie ihm, still ihn, trag ihn rum und lass ihn an Deinem Leben teilhaben, denn das ist genau das, was er braucht und auch unbewusst erwartet. Das wird eine Weile so gehen und dann ändert es sich wieder. Und Du wirst es merken und darauf reagieren.

Alles Gute!

Beitrag von liz 23.09.06 - 21:35 Uhr

hallo!

auch dir danke.
ich versuch ja schon gar nicht mehr ihn ins bett zu legen. *gg* wir haben das tragetuch und im wohnzimmer leg ich ihn manchmal in die wippe bzw. auf die couch auf das stillkissen. so bekommt er doch mit was geschieht und schläft vielleicht auch ein paar minuten. zu ruhig darfs nämlich nicht sein. er schläft am besten wenn um ihn rum geräusche sind. leute die reden, musik die läuft, autogeräusche zb beim spazieren gehen. sobald alles leise ist, wacht er auf. ausnahme: nachts. da mützt er auch wenns ruhig ist.

liebe grüße
liz

Beitrag von mare88 24.09.06 - 10:42 Uhr

Naja, wenn er in der Nacht schläft, ist das doch schon mal viel wert. Da kann man das am Tag einigermaßen wegstecken.
Meiner war als Baby auch so ein Wenigschläfer und wollte viel Beschäftigung. Damals war ich auch so unsicher in allem, wollte alles richtig machen. Was ich leider erst hinterher gelernt habe ist, dass die Kleinen Anregungen brauchen, die sie genau in dem Maß bekommen, wie es für ihr Alter angemessen ist, wenn sie getragen werden und bei allem dabei sind, was Du so machst.
Ich war damals immer der Auffassung, dass ich ihn doch mal ablegen können muss, um meinen Haushalt zu machen. Das würde ich heute überhaupt nicht mehr so machen. Wichtg ist halt, dass Du ihn nicht in den Mittelpunkt stellst und darauf wartest, dass er Dir irgendwie mitteilt, ob er jetzt Beschäftigung will oder nicht. Du bist die erwachsene Person, von der er durch Beobachtung und Dabeisein lernt, wie es ist, zu leben. Wenn es ihm zuviel wird, schläft er halt bei Dir im Tuch ein. Alles, was er braucht, bekommt er von Dir, in dem Du ihn trägst; nämlich Körpernähe, Nahrung und Anregungen.

Ciao

Beitrag von juliocesar 23.09.06 - 21:44 Uhr

hallo liz

dein kleiner nimmt ja toll zu, über 200 g die woche, sind eine menge und ein klarer beweis dafür, dass du genügend milch produzierst. die abendflasche kannst du ja sicherheitshalber so belassen, da man abends weniger milch produziert und wenn er nachts aufwacht, kannst du ihn wieder anlegen.
kinderärzte und mütterberaterinnen verstehen in der regel sehr wenig übers stillen und mütter und freundinnen geben ratschläge nach bauchgefühl. stillberatung ist gut, raten würd ich dir eine lll - stillgruppe, um dich mit anderen stillenden mütter aus zu tauschen. schlussendlich entscheidet dein bauchgefühl, und so wie ich aus dem text heraus lese, liegt dir sehr viel am stillen, dann lass dich nicht von den aussagen anderer verwirren. männer sind noch schnell einmal fürs fläschchen geben, hör ich immer wieder (dann haben sie ihren milchladen wieder für sich alleine :-D)

wenn du das gefühl hast, zu wenig milch zu produzieren, versuchs mal mit:
bockskleesamen, fenchel, kümmel, anis und brennesseltee
oder
malzbier oder alkoholfreies bier
kefir, yoghurt

gegen blähungen helfen:
fenchel, kümmel, anis, kamillentee (diese mischung gibt's von holle babytee und darf man ab 1 woche geben)
bäuchleinöl von weleda
windsalbe
gripewater (hilft bei uns wunder!!!!!!!)
kümmelzäpfchen
oder ca. 1 stunde vor den kolliken (bei uns kamen die auf die minute um 20 uhr) baden, babymassage, stillen und danach kuscheln und erst ins bett legen, wenn er tief schläft.
tragen, tragen, tragen (ev. abendspaziergang mit tragetuch, da wird das bäuchlein auch toll massiert)
fliegergriff
bäuchlein, hand- und fussflächen im uhrzeigersinn massieren
setz sie mit ihrem rücken an deinen bauch gelehnt auf deinen schoss und dreh dich mit ihr im uhrzeigersinn (hilft verdauen)

so und nun wünsch ich euch eine ruhige stressfreie nacht

lg gabriela und saskia (18.05.06)

P.S. kann auch ein wachstumsschub sein und muss nichts mit zu wenig milch oder kolliken zu tun haben. bei uns waren die "kolliken" so plötzlich weg, wie sie gekommen sind

Beitrag von liz 23.09.06 - 21:52 Uhr

hallo gabriela!

danke für deine tollen tipps.
stilltee mit kleesamen hab ich, ich hab auch tropfen, schüßler salze und malzbier. komm mir schon vor wie ein wasserfass *gg*

leider hilft bei seinen koliken so gut wie nix. kümmelwasser scheint wirkung zu zeigen und wenn gar nix geht carum carvi zäpfchen.

ich dachte der nächste schub steht erst um die 8. woche wieder an.

*lol* das mit dem milchladen hört sich lustig an.

ach ja, wenns einfacher wäre, wär es nicht so schwer. ja, du hast recht. mir liegt sehr viel am stillen. drum fällt es mir ja schwer, es aufzugeben. aber ich bin mir immer sehr unsicher. möglich auch, dass dominik das spürt.

lg liz

ps: die nächte sind zum glück stressfrei. 5-6 stunden schlaf. schlimm sind die tage.

Beitrag von juliocesar 23.09.06 - 22:03 Uhr

hallo liz

ich finde bei den schüben kann man eh nicht so ganz auf die wochen gehen, ich denke, jedes kind hat sein eigenes tempo. bei saskia gibt's schon tage, bzw. wochen, an denen sie sich anders verhält als sonst, mehr weint, mehr an die brust kommt aber kaum trinkt, mehr meine nähe braucht und sich doch nicht richig beruhigen lässt. manchmal leiden die kleinen einfach sehr ohne für uns ersichtlichen grund. mag schon sein, dass er kolliken hat, kann aber auch sein, dass ihn sonst irgend etwas bedrückt (ist ja alles noch so neu auf dieser welt und im bauch war's doch auch so schön. da muss man erst hineinwachsen in diese grosse welt).
von wegen milchladen: mein mann meinte mal, als saskia sich krümmte von schmerzen: "so nun muss mal ein tee daher, immer diese milch, kein wunder tut ihr alles weh" na toll, ist da vielleicht ein spürchen eifersucht.
oder gestern bei einer freundin: wann bekommt saskia endlich mal was richtiges zu essen. und als die kleine meinen mann beim eisessen beobachtete, war plötzlich der freundin ihr finger im eis und dann in saskia's mund. fand ich echt voll daneben.
oder meiner mutter ihr vorschlag gegen saskia's erkältung: gib ihr tee mit honig (!!!!)
tja, ist doch toll, wenn man so viele experten mit ach so hilfreichen tips um sich hat.

hör auf dein herz und ich wünsch dir viel glück, egal wie du dich entscheidest.

lg gabriela.

Beitrag von liz 23.09.06 - 22:09 Uhr

hallo!

also sowas find ich total daneben. ohne fragen einfach eis reinstopfen. meine güte. das kommt eh noch früh genug.
honig. im ersten jahr soll man den doch gar nicht geben.

jaja, von der doofen milch können kinder doch nicht satt werden. ;-) die brauchen was "richtiges".

oh ja, dominik scheint mich sehr zu brauchen. aber wird auch mal wieder anders. vermutlich sehne ich mich dann nach dieser zeit.

ich werd wohl wirklich auf mein herz hören und weiterstillen.

danke und lg
liz

Beitrag von stephanie.harkort 23.09.06 - 22:06 Uhr

Hallo Liz #herzlich

Meine Kleine wollte auch DAUERHAFT an die Brust....

Ich kann mich nur meinen Vorrednerinnen anschließen.....ICH habe es mit Tragetuch (ich könnte mir unseren Alltag gar nicht mehr ohne vorstellen) und immer anlegen, wenn das Kind danach "verlangt" SUPER hingekriegt.

Unsere Kleine ist ein sehr zufriedenes, propperes Baby, dass mittlerweile gerne Beikost haben könnte (29. Woche).....doch keinerlei Interesse zeigt.....und auch da....werden wir halt mal abwarten und Mumi trinken ;-)

Es grüßt lieb und wünscht Dir und Deinem Kind einen guten EIGENEN Weg.....

Stephi mit Johanna #baby

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