Mein Kind ignoriert mich, bin so verzweifelt

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Beitrag von susannewerner 23.09.06 - 19:21 Uhr

Hallo Mami's,

ich bin so verzweifelt, mein Kind ignoriert mich, weil ich mich im Moment gar nicht um ihn kümmern kann.

Ich hatte vor 10 Tagen einen häuslichen Unfall und mein Knie ist total kaputt. Seitdem hetze ich von einem Arzttermin zum anderen. Am vergangenen Dienstag wurde ich dann letztendlich operiert, mit dem Ergebnis, dass ich mein Bein für die nächsten 10 tage absolut ruhig halten muss. Folge dessen kann ich mich natürlich gar nicht um mein Kind kümmern. Er wandert jetzt schon seitdem zwischen den Omas und Opas hin und her. Der Papa muss leider auch sehr lange arbeiten, macht aber dann alles was anfällt, wenn er nach Hause kommt. Leider hält diese Situation noch mindestens 3 Wochen an, da ich mein Bein erst ab nächsten Freitag teilentlasten darf.

Mein Sohn ist ein absoluter Quirl, der jetzt knapp 9 Monate alt ist und überall rumkrabbelt und mit dem Laufen anfängt. Ruhige Spiele im Laufstall mag er gar nicht, höchstens mal 'ne viertel Stunde, aber dann will er wieder Action.

Solange der Papa mit im Raum ist, bleibt er auch mal auf meinem Arm, er lässt sich auch mal von mir die Flasche geben und wenn ich ganz großes Glück habe, dann bekomme ich mal ein Lächeln geschenkt.
Sobald der Papa aus dem Raum geht, fängt das große Geschrei an und nur die Oma oder der Opa können ihn beruhigen.

Abends beim zu Bett gehen gibt es auch Theater, sofern der Papa noch nicht zu Hause ist. Ich kann ihn nicht mehr so wie früher auf meinem Arm schockeln. Er windet sich wie ein Aal in meinem Arm, nicht alles dass er mir noch runterplumst.

Seit Tagen bin ich todtraurig und sehr oft am weinen. Mir blutet mein Mutterherz. Ich hätte nie gedacht, dass es so etwas gibt. Ich bin doch seine Mama. Ich dachte, wenn ich ihn mir an die Brust lege und er mein Herz schlagen hört, dann ist alles gut. Schließlich hat er das doch 9 Monate in meinem Bauch gehört.

Ich habe Angst, dass sich das nicht mehr gibt.

Hat jemand von Euch ähnliche Erfahrungen gemacht ?
Ist das Verhalten meines Sohnes normal ?
Vielleicht denkt er ja auch, dass ich ihn nicht mehr lieb habe.

Ich bin so verzweifelt.

LG Susanne

Beitrag von josey_7683 23.09.06 - 20:18 Uhr

Hallo Susanne,
mich wundert es nicht. Wenn er immer hin und her gereicht wird...!!! :-(
Finde ich persönlich sehr traurig. Ich hätte mir was anderes einfallen lassen.
Zum Beispiel hätte deine S-Mutter oder deine Mutter auch zu euch nach Hause komme können um DIR zu helfen.
Oder sonst wie. Aber dein Sohn tut mir ganz schön leid. Ich denke er ist zu Tiefst gekränkt.
P.S: Das wäre ich auch.. :-(

Beitrag von tascha3577 23.09.06 - 20:32 Uhr

Hallo,
jedem seine Meinung. Dir deine ! Aber warum machst du sie noch runter wenn es ihr eh schon so besch... geht ? Sie ist doch schon genug gestraft damit das ihr kleiner Spatz ignoriert.
Klar hätte die Mütter auch zu ihr kommen können, ich würde es sofort ändern dann gibt sich das auf jeden Fall wieder, denk ich !

ciao tascha m. Nico
www.unserbaby.ch/Nico9206

Beitrag von susannewerner 23.09.06 - 21:06 Uhr

Hallo Tascha,

danke für Deine Unterstützung.
Aber leider kann ich die Situation nicht ändern. Siehe mein Antwortposting für die unschöne Antwort.

Wenn der Kleine bei meinen Schwiegereltern ist, dann bin ich ja auch sehr oft dabei, weil ich denke, dann sieht er mich wenigstens. Aber es hilft nichts. Leider muss ich aber oft mein Bein auch hochlegen, damit es nicht anschwillt. Und meine Schwiegereltern gehen dann nachmittags auch viel mit ihm spazieren und in den Garten, damit er an die frische Luft kommt und da kann ich eben nicht mit.
Ich kann sie ja schließlich nicht an meine Wohnung fesseln, schon dem Kleinen zuliebe nicht.

Liebe Grüße

Susanne

Beitrag von susannewerner 23.09.06 - 21:01 Uhr

Hallo josey,

na Danke, jetzt red mir noch ein schlechtes Gewissen ein.
Vielleicht hätte ich ausführlicher über meine Familienverhältnisse schreiben müssen.
Dann tue ich es jetzt mal.

Meine Mama ist 77 Jahre alt und hat leider auch Probleme mit ihren Gelenken und wir wohnen in einer 2 Etagenwohnung. Sie kommt selber nur mit Mühe alleine unsere steile Treppe hinauf. Und dann noch mit Kind, geht nicht. Glaub mir, wir hatten einige Varianten in Betracht gezogen.

Meine Schwiegereltern wohnen ein Haus weiter mit gleichem Hof. Aber, meine Schwiegermutter ist berufstätig. Ergo muss der Kleine morgens zu meinen Eltern. Eine Haushaltshilfe bzw. Kinderbetreuung bekomme ich nicht.

Mein Mann hat leider auch einen 14 Stundentag.

Was bitte schön soll ich denn tun ?
Glaubst Du durch Deinen Beitrag geht es mir nun besser.
Mir geht es doch schon beschissen genug, musst Du jetzt noch drauf hauen ?
Hätteste Dir echt sparen können.:-[

Beitrag von fine2000 23.09.06 - 21:09 Uhr

Sei nicht traurig! Das war echt unsensibel.

Ich bin sicher, das legt sich wieder. Mein Sohn ist 10 Monate und ständig auf Achse. Er würde ganz sicher auch nicht bei mir sitzen bleiben, wenn es anderswo mehr zu erleben gibt. In diesem Alter werden sie eben langsam selbständiger und wollen auf Entdeckertour gehen. In der aktuellen Situation bist Du dafür einfach der falsche "Partner" ;-)

Werd erst einmal gesund und mach Dir nicht zu viele Gedanken!

Lg,
fine

Beitrag von susannewerner 23.09.06 - 21:15 Uhr

Hallo fine,

ganz herzlichen Dank für Deine Aufmunterung.
Hatte mich wirklich über das andere Posting geärgert und hat mich auch sehr verletzt. Als ob ich mein Kind mit Absicht abschieben würde.

Nun ja, ich hoffe, das wir bald wieder unsere innige Mama/Sohn Beziehung aufbauen können.

Liebe Grüße

Susanne

Beitrag von fine2000 23.09.06 - 21:03 Uhr

Wie einfühlsam! Ich bin sicher, die Posterin hat versucht das Beste aus der schwierigen Situation zu machen. Es war ganz bestimmt nicht ihr Wunsch, das Kind ständig bei Oma und Opa zu lassen. ES GING EINFACH NICHT ANDERS!

Mit Deiner Bemerkung hast Du ihr ganz sicher nicht geholfen. Hättest Du echt stecken lassen können...

Lg,
fine

P.S. Ich bin im übrigen anderer Meinung. Mein Sohn ist auch in dem Alter und ein echter Quirl. Er hätte auch keine Lust, bei seiner "gehandicapten" Mama zu sitzen, wenn es anderswo mehr zu erleben gibt. Das ändert sich gewiß, wenn die Mama wieder voll einsatzbereit ist.

Beitrag von nadberlin 23.09.06 - 20:33 Uhr

hallo susanne,
lass dich erstmal #liebdrueck! ich denke, wenn du wieder mehr zeit mit ihm verbringen kannst, wird er auch wieder offener mit dir umgehen. versucht doch am we, wenn dein mann auch da ist, zusammen im bett zu spielen oder zu kuscheln. vielleicht hilft das ja auch was?

ich wünsche dir gute besserung und dass sich doch alles wieder gibt. ich denke aber trotzdem, dass er dich noch lieb hat, du bist doch seine mama!!! also kopf hoch...

lg, nadine

Beitrag von susannewerner 23.09.06 - 21:10 Uhr

Hallo nadine,

#danke für die aufmunternden Worte.

Wir haben diese Woche abends auch zusammen geschmust und gekuschelt, aber es zieht ihn eben mehr zum Papa hin und als der Papa mal auf Toilette musste, hat er geschrieen wie am Spieß und ich konnte ihn nicht beruhigen.

Die extreme Bindung zu seinem Papa hat er im Urlaub aufgebaut. Als der Unfall passierte waren wir gerade den 2. Tag aus dem Urlaub zurück.

Ich hoffe sehr, dass sich das alles wieder gibt.
Jedenfalls habe ich mir und allen geschworen, dass ich ihn mindestens eine Woche lang zu keiner Oma und zu keinem Opa gebe, sobald ich wieder richtig laufen kann. Und dann will ich auch keinen von ihnen zu Hause sehen.

Liebe Grüße

Susanne

Beitrag von heidi30de 23.09.06 - 20:34 Uhr

Hallo Susanne,

also erstmal wünsche ich dir schnelle Genesung ! Aber mach dir mal nicht allzusehr einen Kopf... Dein Sohn wird dich auch weiterhin beachten. Er muss momentan mit der Situation klar kommen, nicht allzuoft bei dir (leider) zu können, da es halt nicht geht.
Aber die seit geht auch vorbei und sobald du wieder richtig laufen kannst, und du dich ihm wieder den ganzen Tag widmen kannst, wird er alles vergessen, glaub mir....
Kann dir ein gutes Beispiel geben:

Meine Schwester hatte einen schweren Autounfall wobei ihr Gesicht enstellt wurde, sprich durch die Glasscheiben, zerschniten. Sie sah aus wie ein Teller bunter Knete und ist auch knapp dem Tod von der Schüppe gesprungen.
Mein Neffe war damals ein Jahr alt und er musste die gesamte Zeit solange meine Schwester wieder normal aussehen würde, bei mir und meine Eltern sein.
Es dauerte knapp ein halbes Jahr wo meine Schwester ihren Sohn nicht sehen konnte, da der Anblick ihn mehr geschockt hätte als die Trennung.

Mittlerweile ist mein Neffe 20 Jahre und sie sind ein Herz und eine Seele....

Also hoffe du verstehst was ich sagen möchte...




Gruss


Martina, Francesco (11 J) Debora (10J) und Romina (14 M)

Beitrag von susannewerner 24.09.06 - 09:37 Uhr

Hallo Martina,

vielen Dank für Deine aufmunternden Worte.

Vielleicht hätte ich doch für die Zeit der Behandlung in die Klinik gehen sollen. Dann hätte ich das alles nicht so grass miterlebt und er hätte es vielleicht auch besser verkraftet. Man weiß ja auch nicht, was Kinder in diesem Alter so denken. Vielleicht fühlt er sich ja von mir auch im Stich gelassen. Aber ich konnte mich nicht ganz von meinem Kind trennen, eben auch wieder aus diesen Gründen.

Ich kann jetzt nur hoffen, dass sich wirklich alles wieder gibt, sobald ich wieder voll einsatzfähig bin.

Liebe Grüße

Susanne