Herzkrank(Rythmusstörungen)trotzdem Spontangeburt??Oder lieber KS?

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von sternenzauber24 24.09.06 - 13:00 Uhr

Hallo zusammen,

mir geht die ganze Zeit meine baldige Entbindung im Kopf herum.Erst lag meine Maus in BEL und jetzt endlich in SL da wird meine freude getrübt.Ich bin leider Herzkrank also habe die verschnellte Form von Herzryhtmusstörungen.Wenn ich mich z.B. aufrege oder zu sehr anstrenge bekomme ich Kammerflimmern und extrem hochen Puls(bis zu 200 pro min).Und zudem habe ich Schwangerschaftshypertonie und nehme Beta Blocka ein.Mittlerweile hilft auch das kaum noch im letzten SS Drittel.Bei der letzten VU meinte der FA das er mir nicht versprechen kann das ich spontan entbinden kann:-(.Das müße ein Spezialist erst diskutieren vor Ort im KKH.Ich hatte schon einen KS und würde viel lieber wieder spontan Entbinden.Mein FA meinte er denkt aber Positiv.Würdet ihr es spontan versuchen,oder wäre euch das zu Riskant?Wer hat denn noch Herzprobleme und kann mir Erfahrungen aufschreiben?Würde mich sehr freuen#danke.

LG
Julia+#babyJymena im Bauch(34SSW)

Beitrag von thiui 24.09.06 - 13:11 Uhr

also, ich habe auch herzrhytmusstoerungen und ich kann gut verstehen, dass du ungerne einen ks machen moechtest (da graut es mir auch schon davor), aber ganz ehrlich faende ich es von einem arzt arg verantwortungslos, wenn er das durchgehen lassen wuerde.

klar, es kanns ein, dass du ne super leichte geburt hast udn alles glatt geht, aber die risiken, wenn du eine richtig fette tachykardie bekommst sind schon nicht ohne...
beim kammerflimmern bekommst du ja nicht genug sauerstoff ins blut und somit bekommt dien kind auhc weniger sauerstoff als sonst und das ist ja mal fuer's kind alles andere als gesund.

wiegesagt, ich habe total verstaendnis fuer deinen wunsch, aber ich persoenlich bin nicht gewillt, das wohlbefinden meines kindes unnoetig zu gefaehrden, oderd as risiko eines not ks einzugehen. mein kardiologe wuerde wahscheinlich auch an die decke gehen.
sprich doch einfach am besten mit dienm kardiologen, was er darueber denkt und dann kannst du dir ja die risiken ueberlegen.

ich wuensche dir und deinem baby ganz viel glueck!! siiri

Beitrag von xxnadinexx25 24.09.06 - 13:15 Uhr

hi erstmal,

hab zwar keine herzprobleme, aber mein sohn hatte probs mit dem herzen unter den wehen deshalb wurde nach 12 stunden wehen ein not ks gemacht weil die herztöne fast bis auf null sanken.
nun hab ich mich wieder für einen ks entschieden da ich angst habe das meine maus unter wehen das selbe problem hat!

ich würde an deiner stelle kein risiko eingehen wollen und ks machen lassen.
geh mal vom schlimmsten aus, deine maus ist da aber du nicht mehr weil dein herz schlapp machte.......!

im endeffekt musst du es selbst entscheiden!

alles gute für dich und deine maus

lg nadine ks 25.10

Beitrag von tanja180871 24.09.06 - 13:17 Uhr

Ganz ehrlich, ich würde kein Risiko eingehen: Ich habe selber hin und wieder Herzrythmusstörungen und nehme bei Bedarf Betablocker ein. Organisch ist alles ok, aber dennoch habe ich bei jeder Entgleisung das Gefühl, das war es jetzt, jetzt kratz ich ab. Und dann noch Wehen? #schock.

Ich habe einen KS (Sterngucker mit großem Kopf) und eine Spontangeburt hinter mir und klar, die Spontangeburt war das schönere Erlebnis. Bloß bei mir haben sich die Schwangerschaften am Ende postiv auf die Herzprobleme ausgewirkt, ich war schwerer ruhiger, träger. Probleme habe ich eher, wenn ich zu schlank/dünn werde.

Und du sagst, du hast jetzt ja schon Schwierigkeiten. Also mein Rat: Höre auf den Kardiologen und nicht auf den FA, der weiß nicht, wie sich das anfühlt (es sei denn, er ist selbst betroffen) und ist nicht direkt vom Fach.

Gruß

Tanja

Beitrag von kajatw 24.09.06 - 13:23 Uhr

Hallo,
lass Dich von Deinem FA oder HA zu einem Kardiologen oder in eine kardiologische Ambulanz einer größeren Klinik überweisen. Die sollen alle Unterlagen durchsehen und Dich genau beraten. Du schreibst nämlich von Kammerflimmern - das ist immer tödlich. Damit will ich sagen: Du kannst kein Kammerflimmern haben und hast keine Ahnung wovon Du schreibst, weil Du nicht genau aufgeklärt bist über Deine Rhythmusstörung. Liegt nicht an Dir sondern an Deinen Ärzten.
Eine Spontangeburt ist anstrengend für den Körper, der Puls steigt und wenn es zuviel wird, reicht der Sauerstofftransport eventuell nicht für Dich UND das Baby. Wenn also die Geburt länger dauert, kann es ein Not-Kaiserschnitt werden - dann doch lieber ein geplanter. Lass Dich ausführlich informieren und geh kein Risiko ein. Und kümmer Dich nach der Geburt darum, ob man diese Rhythmusstörung beseitigen kann - es gibt heute die Möglichkeit einer sogenannten Verödung von zu schnellen Rhythmusstörungen. Wird aber nicht während einer SS gemacht.

Hol Dir Infos, nur dann kannst Du die richtige Entscheidung fällen. Wenn Du weitere Fragen hast, kannst Du mich gerne anmailen, ich arbeite selber in einer kardiologischen Ambulanz ;-)

Liebe Grüße, Kaja

Beitrag von sternenzauber24 24.09.06 - 14:18 Uhr

Hallo Kaja

erstmal Herzlichen Dank für deine Antwort.
Die mich ein bißchen beunruhigt hat.Am besten erkläre ich mal,wie es anfing damit man es besser nachvollziehen kann.Im 7 SS Monat bekam ich von einer min. zur anderen ein ganz komisches Schwindelgefühl und mußte mich sofort hinlegen.Mein Puls war dann für 3 Stunden absolut hoch,und endlich kamm dann ein Rettungswagen weil die erst nicht den ernst der Lage begriffen.Die machten EKG und meinten nur "nicht mehr aufstehen-der Puls ist bei 200".In der Klinik wurde ich dann untersucht mit Herz US,EKG u.s.w. ohne Ergebnis.Also Diagnose:Vorhof b.z.w. Vorkammerflimmern mit hohem Pulsschlag.Seit der Beta Blocka Einnahme ist es besser.Allerdings in Stressituationen kam es jetzt wieder vor.Bin dann zum Hausarzt der meinte das sei harmlos.Ich solle mich nicht verrückt machen.Zum Kardiologen hat er mich bisher nicht überwiesen.In der Klinik meinten die nur,das sei nichts schlimmes-nur unangenehm und könne immer wieder auftauchen.Ich bin total verunsichert,habe schon richtig angst rauszugehen und umzukippen.Meinst du,ich soll den HA wechseln?Und nein-richtig aufgeklärt hat mich niemand.Und sicher würde ich kein Risiko eingehen,wenn KS dann ist es ebend so.Aber ich habe das Gefühl,die Ärzte nehmen das zu leicht?!Vorallem möchte ich wissen,woher das bloss kommt.Die Frage konnte mir kein Arzt beantworten.Der eine meint Psyche,der andere Streß na was nun?Es wäre nett wenn du mir sagen könntest,was ich machen kann.Mein FA meinte ja auch das er garnichts dazu sagen kann,nur das er das den Leuten vom KKH überläßt.Ich wäre so Dankbar wenn ich dahingehend echt mehr Aufklärung hätte.Ich möchte in keinem Fall ein Risiko eingehen-das vorweg gesagt.

LG
Julia

Beitrag von kajatw 24.09.06 - 16:48 Uhr

Hallo,
habe Dir über VK geschrieben.
Liebe Grüße, Kaja

Beitrag von kajatw 02.10.06 - 14:47 Uhr

Hallo Julia,
meine mails kommen immer wieder zurück, obwohl ich an die gleiche Adresse wie vor einer Woche schicke .
Wollte Dir das hier antworten:


Ich gehe mal davon aus, daß Dein Hausarzt nur das Beste für Dich will, er möchte vor allem nicht, daß Du Dich verrückt machst (schon gar nicht in Deinem Zustand ;-) ). Was kann bei einer spontanen Geburt schlimmstenfalls passieren - vorausgesetzt, das Krankenhaus ist auf die Tachykardie vorbereitet? Eine Not-Sektio. Bei entsprechender Vorbereitung schnell und ohne große Gefährdung für Dich und das Kind. Jetzt mal positiv gedacht kann ja auch die spontane Geburt gutgehen (Du hattest ja auch schon eine ohne Probleme) und hinterher lacht man drüber, was man sich vorher für Sorgen gemacht hat. Soweit die männliche Denkweise.

Was würde eine Not-Sektion für DICH bedeuten?? Du hast jetzt schon die Zeit, Dich mit dieser Möglichkeit vertraut zu machen - würdest Du trotzdem in dem Moment, wenn die Tachykardie auftritt und eine schnelle Entscheidung getroffen wird (und die treffen DANN die Ärzte) , völlig überfordert sein, könntest die ersten Momente mit Deinem Kind nicht geniessen und hinterher bei urbia schreiben 'Meine Horrorgeburt' und würdest Wochen oder Monate unter dem Trauma leiden ? Oder würdest Du dann sagen 'Naja, ein Versuch war es wert, dann wurde es halt doch Sectio' und es wäre für Dich okay?
Ich denke, diese psychische Komponente wird oft unterschätzt (gerade von männlichen Ärzten). Wenn das Krankehaus auf die Tachykardie vorbereitet ist, nicht nur beim Kind das CTG mitlaufen lässt sondern auch Du am EKG hängst und schnell auf Kaiserschnitt entschieden werden kann, sollte kein großes Risiko für Euch beide entstehen. Oder kämst Du mit einer geplanten Sectio besser zurecht als mit 'vielleicht klappt es, vielleicht auch nicht'?
Wenn Du die Tachykardie mit Anstrengung auslösen kannst, würde ich eher zu einem geplanten Kaiserschnitt tendieren, wenn es eher sporadisch und ohne Auslöser kommt würde ich es riskieren.
Ist leider auch viel Bauchgefühl dabei, aber wenn Du - nach Beratung durch Hausarzt und Frauenarzt-selber die Entscheidung triffst, kannst Du vermutlich besser damit leben als wenn Du auf die Entscheidung einer der Ärzte hoffst und das gegen Dein Bauchgefühl ist.

Liebe Grüße, Kaja