Fruchtwasseruntersuchung???

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von tanja08 24.09.06 - 20:20 Uhr

Hallo sollte man eine Fruchtwasseruntersuchung machen lassen?
Wie wird diese gemacht?
Und wofür ist diese gut?

Bin gerade ganz frisch schwanger noch keine bestätigung vom Arzt aber vom SS test.

gruß Tanja

Beitrag von ili_luis 24.09.06 - 20:29 Uhr

Hallo Tanja, na herzlichen Glückwunsch zur #schwangerschaft! Also ich hab schon das 2. mal eine Fruchtwasseruntersuchung machen lassen, da mein Neffe Trisomie 21 hat. Da bekommt man diese Untersuchung von der Kasse bezahlt. Ich wollte sicher gehen, dass mein Kind gesund ist. Hast du dir schon Gedanken gemacht, ob du auch ein behindertes Kind austragen würdest? Da müßtest du diesen Test ja vielleicht nicht unbedingt machen? Also der Arzt schaut per Ultraschall wo das Baby liegt, desinfiziert und betäubt mit Eisspree deinen Bauch, und sticht dann mit einer Nadel durch die Bauchdecke, um Fruchtwasser abzusaugen, was dann im Labor auf Chromosomenstörungen untersucht wird. Ich mußte 2 Wochen auf das Ergebnis warten, man kann da auch einen Schnelltest machen (1 Tag), den man dann aber glaube mit 100 € zahlen muß. Guter Nebeneffekt: man weiß dann schon das Geschlecht ganz genau. Ich hoffe ich konnte dir bissel helfen... Liebe Grüße

Ilona (20. ssw) + Ben (12) + Sabrina Lucia (8)

Beitrag von christiane175 24.09.06 - 21:16 Uhr

hallo,

wieso willst Du denn eine FWU machen lassen? Und nach was sollen sie bei Dir suchen? Ich habe einen behinderten Sohn, es war das 1. Kind und habe bei allen 4 folgenden SS KEINE machen lassen, da die Behinderung auch fast genauso sicher im US festgestellt werden kann. Auch Down- Syndrom war für mich weniger ein Grund, ich habe erst dieses Mal aufgrund meines Alters mehr darüber nachgedacht und mich dann doch lieber erst mal für den kombinierten Nackenfalten/ Bluttest entschieden. Je nachdem was dabei herausgekommen wäre, hätte ich halt doch in den sauren Apfel FWU beißen müssen. Es ist immer ein Risiko dabei, besonders wenn, wie bei mir, eine Vorderwandplazenta im Spiel ist (wegen Blutungen); hat mir auch der jeweilige FA bestätigt. Und es gibt Studien nach denen im weiteren Verlauf der SS doch mehr Kinder abgehen deswegen, auch Wochen/ Monate später noch. Sagte der Prof. damals.
Und, man kann mit der FWU nur ein paar bestimmte Behinderungen herausfinden. Es wird auch nie alles nachgeguckt. Z.B. in meinem Fall hätten sie jeweils nur nach Morbus Down, Spina bifida und ein paar anderen Gendefekten wie Trisomie 13 uns 18 gesucht, aber nicht nach Mukoviszidose, Bluterkrankheit, Muskelschwund... .
Eine Bekannte hat auf die Art und Weise 2 beh. Kinder, indem sie bei ihr, da die 2. Tochter Muko hat, sie auch nur danach guckten. Das 3. Kind hat eine spina bifida, was hätte auch festgestellt werden können, aber keiner hat danach gesucht. Sie können gar nicht soviel Fruchtwasser abziehen, daß sie ALLES nachgucken können. Und das Geschlecht hat mich auch nie vorher interessiert, das soll für mich bis zum Schluß ein Geheimnis bleiben. Und man kann es auf andere Weise auch feststellen. Wenn bei Dir, wie bei der 1. Antworterin, ein konkretes Risiko vorliegt, wäre es vielleicht ein Grund. Aber einfach so, in Deinem Alter, ich würde mal mit meinem FA darüber reden, an Deiner Stelle. FWU ist jedenfalls keine Routinevorsorgeuntersuchung, die man einfach mal so nebenher mitmacht.

LG und noch schönen Sonntag wünscht Dir Christiane

Beitrag von emeliza 25.09.06 - 02:11 Uhr

Hallo Tanja,

generell sollte man eher keine Fruchtwasseruntersuchung machen lassen, wenn Du mich fragst.

1. Man sticht Dir eine Nadel durch den Bauch, was bestimmt nicht besonders schön ist,

2. Man kann nur eine Prognose über die Wahrscheinlichkeit einer Behinderung nach dem Test abgeben, d.h., die sagen dir z.B. dass die Wahrscheinlichkeit, dass das Baby das Down-Syndrom hat liegt bei 80%, das heißt Du machst dich die restliche SS über total verrückt.

3. Ich meine das Risiko eine Fehlgeburt durch die Fruchtwasseruntersuchung auszulösen liegt bei 5% - ist es das wert?

Es gibt sicher Fälle in denen die Untersuchung Sinn macht, bei einer normalen SS halte ich sie für unnötig. Ich würde z.B. auch ein Kind mit Down-Syndrom haben wollen, wozu sollte ich mich also vorher verrückt machen?

LG Sandra

Beitrag von s_a_m 25.09.06 - 13:38 Uhr

Schau mal hier, das beantwortet sicher einige deiner Fragen:

http://www.regenbogenzeiten.de/amnio.html

Liebe Grüße
Sabine

Beitrag von kugelchen71 26.09.06 - 17:51 Uhr

Hallo Tanja,

was emilzia geschrieben hat ist definitiv falsch!

<<Zitat: 2. Man kann nur eine Prognose über die Wahrscheinlichkeit einer Behinderung nach dem Test abgeben, d.h., die sagen dir z.B. dass die Wahrscheinlichkeit, dass das Baby das Down-Syndrom hat liegt bei 80%, das heißt Du machst dich die restliche SS über total verrückt.

3. Ich meine das Risiko eine Fehlgeburt durch die Fruchtwasseruntersuchung auszulösen liegt bei 5% - ist es das wert? >>

zu 2. Eine FWU ist KEINE Wahrscheinlichkeit, sondern es wird definitiv diagnostizert, ob das Kind z.B. eine Trisomie hat oder nicht.

zu 3. Das Risiko liegt -vorausgesetzt man geht zu erfahrenen Ärzten- bei ca. 0,5%. Sehr pessimistisch sagt man bis 1%.
Woher hat das Mädel 5%???????

Und alles was Du genauer wissen möchstest lies bitte bei s_a_m nach. Sie hat sich da megaviel Arbeit gemacht fundierte Infos weiter zu geben.

LG auch Tanja

Beitrag von christiane175 27.09.06 - 01:14 Uhr

hallo,

genau, wenn Du Dir den link, den s.a.m. reingestellt hat, nochmals genau durchliest, siehst Du daß je nach vorliegenden Gegebenheiten bis zu 5,1% der Kinder abgehen. Und, daß das Risiko entgegen früherer Annahmen doch höher liegt, daß etwas passiert. Und genau das hatte ein Prof. schon vor 16 Jahren zu mir gesagt, was mir persönlich die Entscheidung für oder gegen FWU leichter gemacht hat.
Mit dem Anderen, daß Du schreibst, hast Du allerdings recht: daß eine FWU mit Sicherheit beweist, ob das Baby einen Gen- oder sonstigen Defekt hat oder nicht. Je nachdem, nach was sie bei der jeweiligen Frau suchen.

LG von Christiane