Autokauf und MWST-Erhöhung

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Beitrag von hebigabi 25.09.06 - 07:50 Uhr

Hallöchen

Ich bin auf der Suche nach einem neuen Auto und habe auch schon eins im Visier, allerdings beträgt da die Wartezeit 4-5 Monate und ich laufe damit voll in die MWST-Erhöhung vom nächsten Jahr mit rein.

Ich meine, dass man damit dann die A....karte hat, denn der Verkäufer hätte trotzdem das Recht, auch wenn der Vertrag dieses Jahr abgeschlossen wird, im nächsten Jahr die Erhöhung mit zu berechnen.

Meine Mutter dagegen meint, sie hätte im Fernsehen in der Sendung "MARKT" gesehen, dass man es sich nur schriftlich geben lassen muss und dann dürfen sie nächstes Jahr nur die 16 % berechnen.

Weiß von euch jemand, wie das funktioniert, denn ich hab echt keine Lust mehr zu bezahlen, als gerade nötig.

Danke und liebe Grüße von

Gabi

Beitrag von kerstinmitlea 25.09.06 - 08:10 Uhr

Hallo Gabi,

Lierferungen die nach dem 01.01.2007 liegen unterliegen dem Steuersatz von 19%, selbst wenn das vorher vertraglich anders lautet oder Anzahlungen gemacht wurden!!

Lass Dich da nicht ins Bockshorn jagen! Such Dir lieber ein Fahrzeug was Du sicher noch in 2006 bekommst!

LG Kerstin

Beitrag von eineve 25.09.06 - 08:14 Uhr

wenn die leistungserbring komplett ins neue jahr fällt gibt es auch da eine übergangsregelung.

nach dem gesetz ist die ust fällig am tag der lieferung - übergabe der ware und hat nicht viel mit dem zeitpunkt der bezahlung zutun. die bezahlung ist nur relevant, wenn VOR erbringung der leistung gezahlt wird.

aber - du wirst ja einen vertrag machen darin ist der gesamt bruttopreis angegeben und was der händler DANN im neuen jahr als ust abführt und ausweist ist seine angelegenheit. für privatpersonen.

ist das fahrzeug für einen unternehmer - dann ist es sogar noch wesentlich interessanter für den unternehmer unter gewissen umständen ist es dann per gesetz das er die entsprechend ausgewiesene ust als vorsteuer fordern kann.

da du aber - wie ich annehme privatperson bist - solltest du darauf achten, das der preis dem entspricht den du dieses jahr mit dem händler vereinbart hast.

die ust ist tatsächlich nur eine verbale drohung. privat verbraucher tangiert diese äuserst wenig - speziell wenn sie die gleichen preise wie dieses jahr haben. die ust ist nur und ausschliesslich für unternehmer und gewerbetreibenede interessant die zur ust-meldung verpflichtet sind oder optiert haben.

Beitrag von kruemlschen 25.09.06 - 09:28 Uhr

Hallo Gabi,

das was eineve gesagt hat, ist schon ganz richtig, ABER Du kannst das Fzg. logischerweise erst bezahlen, nachdem Du die Rechnung bekommen hast.
Und die bekommst Du erst wenn das Fzg. produziert ist.
D.h. wenn Dir nun der Händer schon gesagt hat, dass der LT des Fzgs. erst im neuen Jahr ist, wirst Du auch 19% Mwst bezahlen müssen.

Mein Tipp: Handel mit dem Händler einen neuen Nachlass aus, so dass Du auch wenn du tatsächlich 19% Mwst Belastung hast, 3% brutto zusätzlichen Nachlass auf das Fzg. erhältst.
Ganz wichtig ist die 3% BRUTTO geben zulassen, also nicht einfach nur vom Rechnungsbetrag 3% abziehn lassen, denn der Nachlass wird immer VOR der Mwst abgezogen.

LG Krüml #mampf
die aus der Autobranche kommt

Beitrag von marion2 25.09.06 - 10:28 Uhr

Hallo,

wenn du den Kaufvertrag dieses Jahr abschließt, dann stehen da 16 % MwSt. drin.

Der Autoverkäufer müsste das dann nur als Einnahme für das laufende Kalenderjahr verbuchen.

Wenn du das Auto also bis Silvester bezahlst und damit leben kannst, dass es erst nächstes Jahr geliefert wird, dann müsste es gehen.

Naja - jedenfalls nach meiner Theorie - praktisch muss sich der Autohändler darauf einlassen.

LG Marion

Beitrag von jupp43 25.09.06 - 17:19 Uhr

Hallo,

meines Wissens ist aber für die Mehrwertsteuer nicht das Datum des Vertragsabschlusses, sondern das Lieferdatum entscheident.

Beitrag von marion2 25.09.06 - 19:47 Uhr

Soso - wenn ich das Auto aber heute kaufe und bezahle und der Händler mit der Lieferung im Rückstand ist - dann auch noch?#kratz

Beitrag von jupp43 25.09.06 - 21:27 Uhr

Für die Umsatzsteuer ist IMMER das Lieferdatum entscheident. Dei kannst allenfalls den Lieferanten für den Dir entstandenen Schaden in Regress nehmen.#:-(

Beitrag von kawie2106 25.09.06 - 13:15 Uhr

hallo Gabi,

es gibt KEINE Möglichkeit die 19% MwSt nächstes Jahr zu umgehen.
Frage höchstens deinen Händler, ob irgendwo bei einen anderen Händler in Deutschland ein verleichbares Fzg steht.
Weiche vielleicht auch auf Tageszulassungen aus (das sind Fahrzeuge, die bereits zugelassen sind, meist auf den Händler, und noch keinen km gefahren sind). Da kann man auch noch etwas sparen.

lg Katrin

Beitrag von luise.kenning 25.09.06 - 13:18 Uhr

hallo Gabi,

schau doch mal nach nem Modell, welches schon fertig ist.., die gibts dann auch als günstige Tageszulassungen und du kannst, wenn du das als dein geschäfsauto deklarierst, da auch noch ne sonderabschreibung geltend machen..

LG

Luise

Beitrag von jupp43 25.09.06 - 17:16 Uhr

Natürlich hat Deine Mutter recht, wenn Du mit dem Verkäufer einen Bruttopreis vereinbarst, ist der auch nach der Umsatzsteuererhöhung gütig. Da der Verkäufer aber bei Lieferung nach dem 01.01.2007 19% USt an das Finanzamt abführen muss, wird er diese Kosten auch an Dich weitergeben wollen. Wenn allerdings der Verkäufer auch bei Lieferung im neuen Jahr Dir keinen höhern Preis macht, kann es Dir egel sein, was er schließlich ans FA abführen muss.

LG Josef