Nervlich am Ende... bringt das was weiter zu stillen?

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von bienchen.m 25.09.06 - 13:33 Uhr

Hallo Ihr lieben.

Also hier mein Problem:

Seit der Geburt haben wir Probleme mit dem Stillen. Erst waren die Brüste total entzündet und seit dem das nicht mehr ist macht Luca nur noch stress beim Stillen. Das heißt er nuckelt ein paar mal und dann dreht sich weg, schreit rum, zieht an der Brustwarze, dann mach ich eine Pause bis er sich einigermaßen beruhigt hat und dann starte ich von neuem und das ganze geht wieder von vorne los. Das dauert manchmal stunen bis er "satt!?!" und eingeschlafen ist. Ich habe das Gefühl das er sich einfach dagegen sträubt meine Brust zu nehmen. Körperliche schäden sind auszuschließen, denn ich war Heute beim Kia und der meinte mit ihm ist alles OK und er hat auch super zugenommen. Mehr interessiert den Kia nicht.
Es ist ja auch nicht die ganze Zeit so schlimm, denn MANCHMAL trinkt er auch richtig super und es macht dann auch spaß.

Als Luca mal mit Papa alleine zuhause war musste er aus der Flasche trinken und der Papa hat gesagt er hat super getrunken, ohne stress und viel.

Insgesamt macht mir stillen echt kein spaß obwohl ich lange stillen wollte aber im Moment bin ich nervlich am Ende und muss jedesmal fast heulen. Ich weiß, damit wird es auch nicht besser und dem Kind hilft das auch nicht gerade aber ich kann nicht anders. Mitlerweile sind meine Brüste auch wieder dabei sich zu entzünden durch die ganze rumzieherei. Ich weiß jetzt auch nicht ob das ganze stillen noch einen sinn hat, wenn wir uns gegenseitig "fertig" machen, nur habe ich dann ein schlechtes gewissen wenn ich nicht weiter mache, bzw. durchhalte, weil ich ihm dann praktisch das bester verweigere.

Ich weiß das ich das selber entscheiden muss ob ich weiter mache oder nicht aber ich würde gerne ein paar Meinungen hören, die mir dann eventuell die entscheidung leichter macht.
Vielleicht haben ja auch ein paar von euch das gleicht Problem oder hatten es.

Ich danke euch schonmal

Bienchen

Beitrag von schocokruemmel 25.09.06 - 13:39 Uhr

Hallo!
ich habe zwar nicht gestillt aber wie du schon sagst du mußt es letzendlich für dich entscheiden...aber ich denke du brauchst absolut kein schlechtes Gewissen haben. Schließlich ist es für dich Streß und für das Kind auch. Und lass dich von niemanden dazu überreden weiter zu stillen wenn du es von dir auch nicht mehr möchtest.
Wie gesgt ich habe garnicht gestillt und hab es auch bis jetzt nicht bereut. Ein Flaschenkind wird genauso groß wie ein Stillkind.
Gruß Sandra

Beitrag von bienchen.m 25.09.06 - 13:42 Uhr

Ich würde ja gerne weiter machen aber ich habe irgendwie nicht mehr die Kraft und den Nerv dafür. Ich bin schon total blass und man sieht das es mir nicht gut geht.

Du bist im übrigen die erste die meint das es nichts schlimmes ist, nicht zu stillen.

Danke für deine Antwort.

Bienchen

Beitrag von 96kati 25.09.06 - 13:49 Uhr

Hallo Bienchen!

Dann bin ich wohl die Zweite, dir zu dir sagt, dass es nichts Schlimmes ist nicht zu stillen! ;-)

Man merkt doch, dass es dir nicht gut dabei geht und dass du dir die Entscheidung nun wirklich nicht leicht machst...
Es wäre wirklich nix dabei, wenn du dich dazu entschließen würdest, die Flasche zu geben, oder du kombinierst hast und gibst mal Fläschchen und mal die Brust!

Liebe Grüße
Kati

Beitrag von bienchen.m 25.09.06 - 14:21 Uhr

Sollte ich abstillen, was muss ich denn da für milch kaufen?? Ich höre immer von Pre und 1er. Pre nimmt man doch zum zufüttern und 1er nehmen die, die nicht stillen oder wie funktioniert das und wie lange gebe ich was? Außerdem muss ich aufpassen wie viel er trinkt, damit er nicht zu dick wird???

Ich habe mal bei DM geschaut bei der Marke Babylova aber die haben kein Pre sondern nur 1er (habe jedenfalls kein Pre gesehen).
Ich frage da speziell, weil die Marke super sein soll und dazu noch preiswert.

Würde mich freuen wenn du mir da helfen könntest.

Beitrag von samina2277 25.09.06 - 14:36 Uhr

Hallo Bienchen,

also dann bin ich wohl Nr. drei die dir sagt das nicht stillen nicht schlimm ist.

Ich habs auch probiert und es gab immer wieder Probleme und Stress. Und jetzt mit Fläschchen gehts mir gut und damit dem Kleinen auch.

Bei Milch fang am besten mit PRE an. Ich hab super erfahrungen mit HippBio Pre gemacht und die sind auch günstiger als einige andere "Markennamen".

Von Babylove nehm ich die Windeln, über die Milch kann ich dir leider nichts sagen.

Ach, die Milch kannst du dir auch bequem bei Schlecker online bestellen da kosten 3Packungen zusammen nur 19,95EUR. Und du brauchst nicht schleppen.

LG
Samina

Beitrag von bienchen.m 25.09.06 - 14:46 Uhr

Nen Schlecker habe ich gleich um die Ecke bei mir, macht also nichts die zu tragen, habe ja auch nen Mann, der macht das schon...:-p

Aber was ist der Unterschied zwischen Pre und 1er

Ich habe gelesen, Pre soll zum zufüttern sein aber ich will ihn ja nicht zufüttern sondern voll damit ernähren, was macht dann 1 er für einen sinn, wenn man das mit Pre machen soll. Bin damit ein bischen überfordert. Kann Luca von Pre bzw von einer auch unbedenklich viel trinken, nicht das er fett (ups, das sagt man ja nicht) wird oder er schäden davon erhält, weil er sich überfressen hat.

Babylove windeln sind super, oder??? Die nehme ich auch und finde sie besser als pampers.

Beitrag von sonne_1975 25.09.06 - 14:51 Uhr

PRE ist das Einzige, was du nach Bedarf geben kannst, weil sie keine Stärke enthält.
1er enthält Stärke und darf nur nach Plan gegeben werden, auch wenn dein Kind Hunger hat.

Wenn du schon abstillen willst, dann tue deinem Kind wenigstens was Gutes und gib ihm Pre-Milch, sie ist das nächste zur Muttermilch.

Gruss. Alla und Juri, voll gestillt

Beitrag von bienchen.m 25.09.06 - 14:54 Uhr

Ok. jetzt weiß ich beschieid.

Vielen lieben dank

Beitrag von elocin135 25.09.06 - 13:41 Uhr

Hallo Bienchen,
wenn Du dem Kleinen weiterhin das beste geben willst und Du eigentlich nicht aufhören möchtest mit Stillen, kombiniere doch Fläschchen und Brust. Anscheinend hat es mit dem Papa funktioniert. Lasse Dir vom Frauenarzt eine Milchpumpe mit Zubehör verschreiben (habe gute Erfahrungen mit der kleinen elektrischen von Medela gemacht), pumpe ab und gib ihm dann die Muttermilch mit dem Fläschchen, wenn er so zögerlich ist. Wenn er ruhig ist, kannst Du ihm ja die Brust geben. Vorab kannst Du Dir vielleicht auch ein Stillhütchen besorgen, das schont die Brustwarzen. Zwischendurch ein wenig Purelan auf diese geschmiert und alles beruhigt sich.
Bei uns hat es gut funktioniert und nach kurzer Zeit war das Stillen auf einmal kein Problem mehr....
Viel Glück und herzliche Grüße
Elocin

Beitrag von bienchen.m 25.09.06 - 13:45 Uhr

Danke für deine Antwort.

Sag mal ist das nicht auch stress jedesmal vorher abpumpen zu müssen, ich meine das dauert ja eine weile bis man die gewünschte menge zusammenbekommt.#kratz

Mit stillhütchen habe ich es schon probier, da macht er dann überhaupt nix mehr was stillen ähnelt, findet er nicht toll.

Bin schon kräftig am einschmieren, deshalb ist es auch noch nicht so schlimm geworden.

Bienchen

Beitrag von lana7 25.09.06 - 14:08 Uhr

Hallo!

Aber wenn es manchmal Stunden dauert, bis Dein Kleiner satt ist, dann müßte es mit Abpumpen und Füttern doch schneller gehen.

Ich würde an Deiner Stelle mal mit Deiner Hebamme sprechen oder mit einer Stillberaterin. Vielleicht ist des Rätsels Lösung ganz einfach. Manchmal reicht es schon, wenn Du anders riechst und das gefällt dem Kleinen nicht...

Ja, und wenn alles nichts hilft und Du nur unglücklich und gereizt bist, dann ist wohl nichts dagegen einzuwenden mit dem Stillen aufzuhören. Aber das ist dann auf jeden Fall teurer - denn die gekaufte Milch ist nicht billig - und aufwendiger ist es auch mit dem ganzen "Flaschenkram" - Fläschchen machen, auf Temperatur abkühlen lassen, Flaschen abwaschen, desinfizieren...

Liebe Grüße
Ina

Beitrag von monique_15 25.09.06 - 13:45 Uhr

Genauso würde ich es an deiner Stelle auch versuchen. Um dir den Stress zu nehmen, erst mal abpumpen (so geht die Milchproduktion nicht zurück und du hast Zeit zum Nachdenken). Und dann in Ruhe weiter sehen.

Übrigens machen viele Babys früher oder später mal Theater an der Brust, das ist gar nicht so außergewöhnlich. Versuch, es nicht persönlich zu nehmen und so gelassen zu bleiben wie möglich (ich weiß, das ist leichter gesagt als getan). Mein Sohn hat ungefähr einen Monat lang fürchterlich rumgehampelt beim Stillen, die Brust angeschrien, tausendmal an- und wieder abgedockt. Der Grund ist mir bis heute nicht klar, aber es ging einfach wieder vorbei.

Alles Gute!
Monique

Beitrag von liz 25.09.06 - 13:44 Uhr

hallo bienchen!

lass dich #liebdrueck
ich weiß wie du dich fühlst. hatten auch viele probleme. wunde brustwarzen, zuwenig milch. ich war fertigvon der dauerstillerei und total übermüdet. doch wollte ich nicht aufgeben. hab alles gemacht um die milch anzuregen und es wurde besser, nun hat dominik voll die blähungen und wir sind wieder mal beim dauernuckeln. von allen seiten hör ich was anderes. von aufhören bis weitermachen. und wieder weigere ich mich aufzugeben.

einen rat für oder gegen stillen kann und will ich so ncht geben denn ich denke jeder muss seinen eigenen weg finden und gehen. für mich ist es das weitermachen. für dich könnte es aufhören sein. es ist schwierig hier einen rat zu erteilen. ich hoffe immer noch auf besserung.

du darfst nur kein schlechtes gewissen haben wenn du aufhörst, du hast es versucht.

ganz viele liebe grüße
liz

Beitrag von bienchen.m 25.09.06 - 13:48 Uhr

Danke für die lieben worte.

Zum Glück hatte ich nie das Problem zu wenig milch zu haben, ganz im gegenteil, er konnte nie soviel trinken wie ich zu bieten habe.

Es ist trotzdem eine schwierige entscheidung und ich schiebe sie immer vor mir her.

Wer weiß, vielleicht geht das die ganze zeit so bis er 6 Monate ist, weil ich mich nicht entscheiden konnte.;-)

Beitrag von liz 25.09.06 - 13:53 Uhr

*lol* dann gehts dir wie mir. immer wenn ich denke ich hör auf, kann ich nicht.

aber´wenns nur mehr stressig ist für dich, nur mehr kampf, dann denk dir, auch flaschenkinder werden groß. meine schwester musste nach 2 wochen abstillen weil sie zuviel gewicht verlor. fabian ist jetzt 10,5 monate. kerngesund und quietschfidel.

kopf hoch. und wenn du nimmer weiterweist, hier im forum erhälst du immer trost, zuspruch und aufbauende worte. das gibt mir jedenfalls immer wieder neue kraft.

lg liz

Beitrag von monique_15 25.09.06 - 13:55 Uhr

Ich nochmal...
Also wenn du so viel Milch hast, müsste das mit dem Abpumpen eigentlich ganz gut klappen. Mit ein bisschen Übung - klar, dass es nicht unbedingt gleich am ersten Tag optimal läuft.

Übrigens könntest du auch versuchen, Stillen und Flaschennahrung zu kombinieren. Auch wenn viele sagen, dass das das Ende vom Stillen ist. Du musst dir nur fest vornehmen, es nicht so weit kommen zu lassen und stur jeden Morgen und jeden Abend (oder immer nur nachts, oder was du willst) zu stillen. Für die gesundheitlichen Aspekte genügt es ja, wenn du ETWAS Muttermilch gibst (ich glaube, 70 Milliliter am Tag, wenn ich mich recht erinnere).
Wenn es also nicht um Allergiegefahren geht oder so, dann wäre das vielleicht eine Lösung.
Allerdings müsstest du schon richtig "echt" stillen. Dauerhaft abpumpen, ohne dass die Milch weniger wird, klappt wohl nur selten.

Aber auf jeden Fall würde ich vor dem Abstillen mal mit einer Stillberaterin reden. Dann kannst du die Entscheidung mit gutem Gewissen fällen, denn du hast dir jeden nur möglichen Rat und Hilfe geholt.
Guck mal, Stillberaterinnen findest du hier:
http://www.stillclub.org/stillberatung.htm

LG, Monique

Beitrag von ayshe 25.09.06 - 14:07 Uhr

wenn luca schon so früh eine flasche bekam,
kann es auch eine saugverwirrung sein.

dann kann dir wohl nur eine gute stillberaterin helfen.



lg
ayshe

Beitrag von bienchen.m 25.09.06 - 14:10 Uhr

Er hat die Flasche doch nur bekommen weil ich nicht zu hause war um ihn zu stillen. Meinst du das es so schnell geht, zumal das auch schob vorher war.

Beitrag von ayshe 25.09.06 - 14:17 Uhr

ich weiß es natürlich nicht,
aber wenn er erst einen monat alt ist.

ich würde eine stillberatrein fragen, wenn du weiter stillen willst.

oder hat er vllt probleme mit der stellung,
etwas mit den wirbeln?

kann ja auch sein.


lg
ayshe

Beitrag von bienchen.m 25.09.06 - 14:40 Uhr

Wie gesagt, Körperlich dürfte es nichts sein. War heute beim KIA undvor 2 Wochen beim Ortopäden wegen Hüftultraschall. der hat auch gleich nochmal alles durchgecheckt und da war alles oK. Habe schon all mögliche Positionen ausprobiert, ändert sich dadurch leider auch nicht.

Aber danke für deine Hilfe

Beitrag von nadberlin 25.09.06 - 14:10 Uhr

hallo bienchen,
ich mache es auch so, dass ich brust und flasche kombiniere. ich konnte einfach nicht mehr. karo hatte ne zeitlang so ne phase, wo sie auch nur meine brust angeschrien hat. wenns hochkam nahm sie mal eine seite... . ich war echt fertig. dann hab ich mit pre milch angefangen und es kam die vielfraß phase (bis zu 9 oder 10 mal an die brust - beide seiten - plus ein / zwei fläschen pro tag#schock). nun sind wir wieder in der ein - seiten - phase (dafür aber alle dreiviertel stunde#augen).
naja, jedenfalls gehts mir damit besser und ihr anscheinend auch. und das ist wirklich das wichtigste. es nützt euch beiden nichts, wenn du dich quälst!

alles liebe, nadine mit karoline (heute genau 4 monate, die in 2 wochen das erste mal brei bekommt)

Beitrag von sandrinchen77 25.09.06 - 14:18 Uhr

Hallo Sabine,

du ich hatte ein ähnliches Problem, allerdings hat sich Tim bei mir schon von Anfang an gestreubt aus der Brsut zu trinken. So habe ich am 4 Tag im Krankenhaus schon angefangen abzupumpen.

Ich weiß nicht, vielleicht geht es dir mit Abpumpen besser. Dann kannst du es ihm per Flasche geben. Er bekommt Muttermilch und trinkt vielleicht ohne zu murren. Vielleicht klappt es ja. Ich fand das Abpumpen zwar ziemlich stressig, da du den Kerlchen ja gibts und dich danach hinsetzt zum Abpumpen. (Ich hatte immer eine Mahlzeit im Kühlschrank und habe abgepumpt, nachdem er getrunken hatte.) Aber trotzdem habe ich bis Ende des 4. Monats durchgehalten, dann hat Tim Mittagsbrei bekommen und ich habe umgestellt auf Pre.

Ich würde es aufjedenfall so versuchen, bevor du sagst, du gibts ihm gleich nur Fertignahrung.

LG Sandrinchen

Beitrag von bienchen.m 25.09.06 - 14:22 Uhr

Und wie lange hat es bei dir mit dem Abpumpen immer gedauert???

Beitrag von sandrinchen77 25.09.06 - 14:30 Uhr

Hallo,

also Abpumpen sollst du genauso lange, wie du normalerweise dein Kind trinken lässt. Ich habe das immer so 10 min pro Brust gemacht. Später dann auch 20 min an einer und die Andere das nächste Mal, aber da hat es schon machmal ganz schön gespannt dazwischen.

Ich weiß nicht, vielleicht probierst du es mal. Von meiner Hebamme hatte ich mal eine elektrische Pumpe, aber die fand ich unangenehm und habe mir eine Handpumpe von Avent gekauft, die war sehr angenehm.

LG
Sandrinchen

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