Wann sollte ich alleiniges Sorgerecht beantragen?

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von meena 25.09.06 - 14:16 Uhr

Hallo zusammen!

Bin in der 6. Woche schwanger und werde (so wie es aussieht) alleinerziehend sein.

Der Vater des Kindes wohnt weit weg und ich möchte dem Kind ein hin und her mit gemeinsamen Sorgerecht ersparen.

Wann sollte ich das alleinige Sorgerecht beantragen und bekomme ich das überhaupt???

Wer hat Erfahrungen oder kann mir ein paar Tipps geben?

Liebe Grüße
Meena + #ei

Beitrag von anyca 25.09.06 - 14:44 Uhr

Wenn ihr nicht verheiratet seid, hast Du automatisch alleiniges Sorgerecht.

Beitrag von maeuschen06 25.09.06 - 14:44 Uhr

Hallo Meena,

wenn ihr nicht verheiratet seid, dann hast du das alleinige Sorgerecht!

Aber du solltest ihn mal nicht als Samenspender, sondern als Vater deines Kindes sehen! Er ist wichtig für das Kind, also beziehe ihn ein und lass ihn an eurem Leben teilhaben (soweit er das möchte). Entzieh deinem Kind nicht den Vater!

lg

Beitrag von meena 25.09.06 - 14:50 Uhr

Hallo,

generell verstehe und vertrete ich deine Meinung, aber ich bin vorsichtig, da er in der letzten Zeit oft Drogen genommen hat, gelogen hat und da er generell sehr verantwortungslos ist.

Bei mir ist das Kind deffinitiv besser aufgehoben und ich kann nunmal nichts dafür, dass er fast 500 km weit weg wohnt. Da wird er das Kind so und so nicht oft sehen können und wahrscheinlich eh schnell das Interesse daran verlieren.

Liebe Grüße
Meena

Beitrag von kleene0106 26.09.06 - 09:30 Uhr

Hallo,

ich hab da mal eine Frage...eigentlich betrifft sie nicht nur dich, sondern auch einige andere, die hier im Forum schreiben...sie ist auch nicht böse oder als persönlichen Angriff zu verstehen, aber sie geht mir mehr und mehr durch den Kopf und ich verstehe es nicht. Vielleicht kannst du mir ja helfen.#gruebel

Du schreibst dass dein Ex-Freund in letzter Zeit oft Drogen genommen hat. Was für eine Spanne ist denn "in letzter Zeit"?
Er soll gelogen haben und generell verantwortungslos sein.

Was hat dich bewogen mit ihm ein Kind zu bekommen??

Das habe ich mich auch bei einer anderen Posterin gefragt. Immer mehr habe ich das Gefühl, dass gerade die jüngeren Frauen immer weniger darauf achten mit wem sie Kinder bekommen und dann stehen sie plötzlich alleine da, mit dem "beschi...." Ex, der sich entweder gar nicht um seine Kinder kümmert oder sich zuviel kümmern will und Ansprüche stellt oder keinen Unterhalt zahlt, weil er nicht will oder aus arbeitstechnischer Sicht nicht kann (was meist auch schon vorher bekannt war) oder oder oder


Wie gesagt, das ist nicht böse gemeint sondern eine wirklich ernsthafte Frage. Ich bin selber jung Mutter geworden und ich hatte auch schon so einige Freunde, aber NIE habe ich so den Drang nach einem Kind verspürt dass es mir egal war mit wem ich es bekomme! Und mit solchen "Freunden", wie du deinen beschreibst hätte ich im Leben kein Kind bekommen, was glaubst du denn was die Zukunft bringt?


LG
Kleene

P.S.: Sei bitte nicht böse, ist wirklich nicht so gemeint.:-)

Beitrag von meena 26.09.06 - 10:35 Uhr

Hallo Kleene,

erstmal vorweg: Ich bin nicht böse. :-)

Meine Schwangerschaft beruht auf einem Verhütungsfehler. Wenn ich unbedingt ein Kind hätte haben wollen, hätte ich sicherlich einen verantwortungsvolleren Mann dafür gefunden. ;-)

Ich kann dir nur sagen, wie es bei mir war und ich denke bei vielen Frauen wird es ähnlich sein. Ich wußte sehr lange Zeit nicht, dass mein Ex-Freund Drogen nimmt. Da ich überhaupt nie etwas mit Drogen zu tun hatte (d. h. ich hab selber niemals welche genommen) hab ich auch nichts gemerkt. Und ich habe sicherlich nicht die Augen davor verschlossen.

Es ist auch nicht so, dass er ein Junkie ist. Er hat Arbeit, lebt ein scheinbar ganz normales Leben.

Du fragst dich sicher, wie man es nicht bemerken kann, dass der Partner Drogen nimmt. Na ja, er lebt ca. 500 km weit weg von mir... #gruebel

Meine Zukunft (mit dem Baby) sehe ich jetzt garnicht mehr so negativ. Lieber gar keinen Vater, als einen schlechten. Abgesehen davon, dass ich ihm das Kind nicht vorenthalten werde, wenn er sein Leben wieder in den Griff bekommt. Er hat mir alles erzählt und das ist sicherlich ein erster Schritt in die richtige Richtung.

Meine Geschwister und ich sind selber ohne Vater groß geworden und wir haben alle einen Beruf erlernt, sind nie auf die schiefe Bahn geraten. Meine Mutter ist daher im Moment mein großes Vorbild.

Ausserdem habe ich so viele Bekannte aus der Schule, die in scheinbar "glücklichen und intakten" Familien leben und wenn man da hinter die Fassade guckt, wird einem schlecht...

Fazit: Es ist nicht alles Gold was glänzt.

Liebe Grüße
Meena

Beitrag von kleene0106 26.09.06 - 11:32 Uhr

Danke für deine Antwort.

Tja zumindest dich kann ich jetzt etwas verstehen.:-D

Klar, wenn der Freund ewigweitweg wohnt kriegt man natürlich nicht immer alles mit, ist mit Sicherheit ganz normal, wie soll das auch gehen?!:-)

Ich nehme oft an, dass diese "Verhütungsfehler" bewusst oder auch unbewusst doch eher der "Wunsch" nach einem Kind ist.
Das wird sicherlich nicht immer so sein, aber bestimmt häufig.
Demnach versuche ich zu verstehen wo dieser "Wunsch" herrührt. Einige Dinge habe ich mir bereits zusammengereimt, aber ohne die betreffenden Personen kommt man natürlich nicht immer direkt auf das Problem.

Das hätte mich jetzt jedenfalls mal interessiert. Naja, vielleicht komme ich ja irgendwann mal dahinter.;-)

Aber danke trotzdem.:-D


Kleene

Beitrag von meena 26.09.06 - 12:24 Uhr

Also, ich wollte eigentlich nicht so ins Detail gehen, aber wenn ein Kondom platzt, wo soll denn deiner Meinung nach ein bewusster oder unbewusster Kinderwunsch sein??? #kratz

Beitrag von kleene0106 26.09.06 - 12:44 Uhr

Nein nein nein, versteh mich bitte nicht falsch, das sollte sich nicht auf dich beziehen!!!#schwitz

Ich habe schon mehrere Diskussionen verfolgt, nicht nur bei urbia - da ging es halt oftmals darum, dass junge Frauen Kinder bekamen von einem Mann, der eher schlecht als recht war. In den meisten Fällen wurde gesagt dass es sich um einen Unfall handelt. In meinem Beitrag eben habe ich nur dein Wort (Verhütungsfehler war es glaube ich#gruebel) aufgegriffen, weil es sich irgendwie besser anhörte als "Unfall".:-)
Und bei denen denke ich oftmals, vorallem wenn so Aussagen a lá "die Pille hat nicht gewirkt", etc. kommen, dass es eher eine "Ausrede" ist um in der Gesellschaft nicht als "asozial" (so wird es dann ja häufig umschrieben) zu gelten, weil man seinem Wunsch - ein Kind zu bekommen - nachgegangen ist.
Mir ist halt aufgefallen, dass diese Art "Ausreden" (was ich hiermit aber nicht pauschalisieren möchte!) eher von den jüngeren Frauen angewandt werden.

Also wie gesagt, nimm es nicht persönlich, ich wollte dir nichts unterstellen! Wirklich nicht.:-)

Kleene

Beitrag von kleene0106 26.09.06 - 12:50 Uhr

Ich habe mir grad noch mal den anderen Beitrag von mir durchgelesen. Du hast recht, man hätte meinen können das er sich auf dich bezieht und ich dir damit etwas unterstelle.

Tut mir leid, so sollte es nicht rüberkommen!!! Ich wollte dir sagen, dass ich zu allererst dachte du hättest vielleicht "kurzentschlossen" ein Kind haben wollen um dann festzustellen, dass der KV nicht wirklich geeignet dafür war. Aber du hast mir ja geschrieben wie es dazu kam und das glaube ich dir auch.

Alles andere war eher allgemein gemeint. Bei dem zweiten Absatz (ich glaube zumindest das es der zweite war#gruebel) schrieb ich: Ich nehme oft an,.....
Das "oft" bedarf einer Betonung und kritisiert somit eher mein eigenes, vielleicht manchmal zu oberflächliches, Denken! Bezieht sich also nicht auf dich!


#liebdrueck
Kleene

Beitrag von meena 26.09.06 - 13:02 Uhr

Ist schon in Ordnung. Sicherlich gibt es viele Frauen, die sich ein Kind wünschen, egal wie, aber es gibt halt auch "Unfälle". Ich selber war auch ein Unfall, aber meine Mutter hat mir mal gesagt, dass sie mich dafür umso mehr liebt. :-)

Meine Situation ist natürlich nicht der Idealfall, aber ich freue mich trotzdem auf mein Baby und ich denke, dass es auch andere Werte gibt, als rein finanzielle, die man einem Kind übermitteln kann.

Eine funktionierende Partnerschaft ist keine Garantie dafür, dass man immer mit dem Partner zusammen bleiben wird. Irgendwo hier im Forum hab ich gelesen, dass der Verlobte einer jungen Frau gestorben ist und sie ist hochschwanger... :-( Oder man wird einfach verlassen und dann steht man auch nicht besser da. Ich zumindest brauche mir um sowas keine Sorgen zu machen und die depressive Phase hab ich schon hinter mich gebracht. Wenn mein Kind da ist, kann ich ihm all meine Liebe geben und darauf freue ich mich, obwohl es nicht gewollt war.

Beitrag von kleene0106 26.09.06 - 13:15 Uhr

Na klar, ich denke auch dass du das irgendwie packst!
Wie du schon sagtest: Eine Garantie gibt es nie!


Alles alles Gute!!!!:-D