Wie haben eure Männer auf das neg. Ergebnis d. Spermiogramm reagiert?

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Beitrag von jovigirl3 25.09.06 - 14:56 Uhr

Hallo zusammen,

wir haben vor einiger Zeit erfahren, dass wir mit der Qualität der Spermien nicht allein auf natürlichem Weg schwanger werden können.

Meinen Freund beschäftig das scheinbar so arg, dass er dicht macht. Wir streiten uns viel. Und jetzt hat er mir gesagt, dass er mir nicht die Chance auf ein Kind verbauen will...

Ich kann mir denken, dass es für einen Mann hart ist, wenn er kein Kind zeugen kann. Doch für mich doch auch.

Außerdem ist es noch gar nicht entschieden, da wir es auf künstlichen Weg noch gar nicht probiert haben.

Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht? Habt ihr das wieder in den Griff bekommen?

Wäre schön, wenn ich mich mal mit jemandem austauschen könnte.

Viele Grüße
Jovigirl

Beitrag von chatta 25.09.06 - 15:11 Uhr

Hallo,

als wir das Ergebnis bekamen, war er traurig. Ich hab ihm aber sofort gesagt, dass es nur eine Momentaufnahme ist und NICHTS mit der Wirklichkeit zu tun hat. Allein schon wegen der 5-tägigen Abstinenz, die wir im normalen (Sex-)Leben nie einhalten. Die anderen 2 SGs fielen zwar auch nicht besser aus, aber er war ja schon darauf gefasst.
Nun ist es so, dass, wenn mal wieder NMT ist und mal wieder die Mens pünktlich kommt, ich mich schwer zusammenreisse, ihm #liebe zu Liebe #liebe. Er hat ein paar Mal zu mir gesagt, dass er "Schuld" hätte und ich will alles, aber keinen Schuldigen an meiner Seite #freu! Er ist nicht schuldig, er hat keine Schuld, eben nur faule #schwimmer... der Sex macht immer noch viel Spass und wir haben 3 IUIs vor uns (bloss: wann #kratz?)... alles andere ist egal: der Weg ist das Ziel!
Ich erzähle ihm immer wieder, dass ein SG für mich nicht wirklich was aussagekräftiges ist... vielleicht hilft´s ja... Autosuggestion, sozusagen ;-)!!!

LG
cha, die auf IHN #liebe wartet... und gaaaaaanz viel Hunger hat!

Beitrag von jovigirl3 25.09.06 - 15:23 Uhr

Hallo,

danke für deine Antwort!
Eben, mir ist eigentlich eine glückliche Beziehung viel wichtiger als ein Kind. Klar wäre ich gern auch mal Mutter, doch nicht um jeden Preis.

Wir haben es auch noch nicht mit IUI versucht. Ich habe jetzt erstmal eine Bauchspiegelung vor mir. Einfach, um die Chancen, dass es dann auch klappt, zu erhöhen. Und auch, um zu sehen, ob meine Eileiter auch wirklich frei sind.

Drücke euch die Daumen, dass es dann klappt.

LG

Beitrag von chatta 25.09.06 - 17:38 Uhr

Hallo nochmal!

Naja, wichtiger kann man nicht sagen... ich lege unheimlich Wert drauf, die Zeit ohne oder besser: bis zum Kind zu geniessen, und zwar mit meinem Partner! Und ich will auf keinen Fall, dass er sich schuldig wegen irgendwas fühlt!
Alleine deswegen weine ich (wenn überhaupt!) am NMT nur, wenn ich alleine bin, sage ihm kurz Bescheid und gut is. So richtig öffnen kann ich mich eh nur hier im Forum, Männer sind ja lieb und nett und auch willig ;-)... aber so richtig verstehen können sie eben nicht... er weiss, dass ich viel mit den Mädels hier ausmache und dass mir hier viel geholfen wird. Und solange er das versteht, ist alles okay. Nur: die Tebletten, die ich ihm verschrieben hab (das übliche: Vitamine, Zink ect...) nimmt er nur, wenn ich ihn daran erinnere... d.h.: ich lege sie ihm auf den Teller vor dem Mittag-Essen :-p!!!

Euch und vor allem Dir viel Glück bei der BS!!!

LG
cha

Beitrag von jovigirl3 25.09.06 - 20:17 Uhr

Hi Cha,

ja, das mit den Tabletten kenne ich. ;-) Und es geht nicht in meinen Kopf, wie er sich einerseits ein Kind wünscht, andererseits aber nicht wirklich mit "hilft", dass es auch klappt. Männer... *kopfschüttel*

Es beruhigt mich, dass ich damit nicht allein bin. Dachte schon, ich hätte so ein Sonderexemplar. ;-)

Ich weine seit einem Jahr nicht mehr. Da hatten wir das erste Spermiogramm machen lassen. Da war mir dann bewusst, dass es sicher deshalb nicht geht. Trage es mit Fassung inzwischen.

Alles Gute für euch!

LG Sandra

Beitrag von sonseb 25.09.06 - 15:17 Uhr

Hallo Jovigirl!

Mein Mann hat das neg. Ergebnis ziemlich genau vor einem Jahr bekommen, ich glaub die Spermien waren nicht genug (von der Anzahl her) und ich glaub nicht schnell genug (da wird ja verschiedenes getestet). Ganz genau weiß ich die Werte leider nicht mehr. Jedenfalls war die Ursache eine sog. Varikozele, d. h. eine Krampfader im Hoden.
Er war echt ziemlich niedergeschlagen, aber ich hab ihm dann ziemlich gut zugeredet, er hat das dann mit der Zeit schon verdaut. Diese Krampfader wurde dann Anfang Februar operiert, das ging recht problemlos.
Er war zum Glück jetzt nicht so verschlossen oder dass er dann Streit anfangen würde. Ich hab ihm gesagt, dass wir das schon zusammen hinbekommen würden, hauptsache wir zwei wären zusammen. Mit der Zeit hat er es dann schon so langsam verdaut.

Leider hat ein "positives Ergebnis"#schwanger bisher auf sich warten lassen.
Der Urologe meinte damals, dass die Krampfader sehr wahrscheinlich nicht das alleinige Problem bei uns ist, evtl. fehlt es auch bei mir an Hormonen o. ä.. So sieht es mittlerweile auch tatsächlich aus.

Ich wünsche Euch sehr, dass sich Dein Freund ein bisschen beruhigt. Geht die Sache ein bisschen gelassener an, rede ihm gut zu, und auf gar keinen Fall irgendwelche Vorwürfe machen, das ist in dieser Situation das schlimmste. Zusammenhalt ist total wichtig.
Lasst Euch lieber bei einem guten (und netten!) Arzt beraten, wie es weitergeht und was man machen könnte.

Ich wünsche Euch alles Gute und bei alledem gute Nerven und natürlich dann #baby

Liebe Grüße
Sonja

Beitrag von jovigirl3 25.09.06 - 15:31 Uhr

Hallo Sonja,

danke für deine Antwort!

Ich denke, er braucht etwas Zeit, dann ist er drüber weg.

Das mit einem netten Arzt ist gar nicht so leicht. Selbst ich hatte das Gefühl, dass wir einfach routinemäßig "abgefertigt" wurden. Bekamen einen Stapel Papiere in die Hand und eine Überweisung für mich zur Bauchspiegelung.
Klar, sie können nicht auf jeden so eingehen, aber wenn man schon zu einer Praxis unf nicht in eine große Klinik geht, möchte man doch auch etwas persönlicher behandelt werden.

Es ist sicher ein Schlag für jeden, egal ob Mann oder Frau, doch der Weltuntergang ist es nicht.

LG
Sandra

Beitrag von oldtown 08.10.06 - 17:28 Uhr

Hallo Sonja, hat sich eigentlich das Spermiogramm verbessert seit Februar? Wir (bzw. mein Mann) hat die OP vor ca. 5 Wochen machen lassen und Ende November ist er zum Spermiogramm bestellt. Mal sehen... Ich müsste mich auch noch genauer untersuchen lassen (Hormone etc.)...
LG von Tine

Beitrag von 4y0u 25.09.06 - 15:18 Uhr

also meiner hatte oder hat schon ein problem damit aber wir halten zusammen und dann geht das schon. ich hab ihm auch gesagt das es eben nur eine momentaufnahme ist und das es doch eigentlich egal ist. die situation ist halt im moment so und jetzt müssen wir halt zusammen eine lösung finden :-)

wir bauen uns einfach gegenseitig auf das es schon werden wird und wir das auch noch schaffen werden :-)

lg

Beitrag von jovigirl3 25.09.06 - 15:33 Uhr

Hallo,

danke für deine Antwort.

Ich hoffe auch, dass wir letztendlich gestärkt daraus hervorgehen.
Wir haben uns gemeinsam für ein Kind entschieden, nun stehen wir auch gemeinsam das durch, dass wir vielleicht keines haben werden.

LG

Beitrag von beaten77 25.09.06 - 18:45 Uhr

Hey Jovigirl: letzten Donnerstag haben wir bei meiner Frauenärztin das Ergebnis des 1. Spermiogramms erfahren (siehe VK). Reaktionen: ich hab geheult und er hat mich aufgebaut. Es ist nur EIN Spermiogramm und das schlechte Ergebnis kann soooo viele Ursachen haben. Die wahrscheinlichste: Mein Freund hat die Probe mit dem Fahrrad zum Arzt gebracht, im Rucksack... Das könnte schon mal die wenigen lebenden langsamschwimmenden Spermien erklären. Ich rechne fest damit, dass das nächste Spermiogramm nur besser werden kann und mein Freund erst recht. Keine Spur von Niedergeschlagenheit oder Versagensängsten bei ihm. Da kann ich mir ne Scheibe abschneiden...

liebe Grüße Beate

Beitrag von jovigirl3 25.09.06 - 20:42 Uhr

Hallo Beate,

klar, nach einem Spermiogramm kann man noch keine endgültige Aussage treffen. Und dass er mit dem Rad unterwegs war, ist sicher auch ein Fakt. Außerdem die Ernährung, evtl. Alkohol (nicht falsch verstehen!), usw.

Wir haben 4 machen lassen, waren alle ähnlich schlecht....

Drücke euch die Daumen, dass es nur ein Ausrutscher war!

LG Sandra

Beitrag von paparince 25.09.06 - 19:03 Uhr

Nur ganz kurz.

Hab dein Posting gerade gelesen... oder zumindest Teilweise.
Schlecht ist immer relativ. Um es auf einen Nenner zu bringen: Ich habe 3 Millionen lebende, und die sind auch noch zu langsahm. Also SS auf normalem Wege fast unmöglich.

Unser Sohn ist übrigens 2 1/2.
Ein Dankeschön an die KiWu-Praxis. Ohne ICSI hätte es es nicht geklappt.
Also wenn euer Ergebnis auch noch so schlecht ist, Hoffnung gibt es immer.

LG
Stefan

Beitrag von jovigirl3 25.09.06 - 20:39 Uhr

Hallo Stefan,

vielen Dank für deine Antwort! Das baut auf. :-)

So ist es bei meinem Freund auch. Zu viele ohne Kopf, zu wenig lebende und langsam sind sie auch noch.

Aber durch Aufbereitung kann man was machen, haben sie schon probiert, würde funktionieren.

Darf ich fragen in welcher KiWu-Praxis ihr wart? Wir sind in Ulm. Und darf ich auch noch fragen, bei welchem Versuch es klappte?

Danke nochmal und schönen Abend noch!

LG Sandra

Beitrag von paparince 25.09.06 - 21:23 Uhr

Ja du darfs.

Wir sind in der Praxis im Wissenschaftspark Gelsenkirchen.

Wir haben 5 Jahre gebraucht. Anfangs einfach laufen lassen, dann nach Plan. Dann Becken hoch und dicken Zeh runter (die Variante "Socken anlassen" passt ebenfalls in diese Schublade). Bis wir uns im 5ten Jahr an die KiWu-Praxis gewandt haben.
Jetzt komme ich zum Thema Aufbereitung: Wir hatten 3 Ergebnislose IVF und in allerletzter Instanz eine ICSI versucht.
Die hat dann auf Anhieb geklapt.
Jetzt haben wir die nächste beantragt. Damals hat die Kasse noch gezahlt, heute müssen wir selbst in die Tasche greifen. Der Behandlungsplan ist dur unsere Krankenkassen durch und so werden wir vielleicht in einer Woche schon in der Praxis sein.
Florians Geschwisterchen wird uns übrigens so ca. 1600,- kosten. Nur um mal Zahlen zu nennen.

So: ich hoffe das hilft dir weiter. Sonst noch Fragen? Frag ruhig.

LG
Stefan

Beitrag von jovigirl3 26.09.06 - 07:37 Uhr

Das ist nett, dass du auch Zahlen nennst.

Eine IVF ist wohl nicht ganz so teuer laut der Ärztin. Der "Kostenvoranschlag" ist bei der Krankenversicherung meines Freundes. Wir hoffen, dass sie das übernehmen. Mal gucken.

Ich muss ehrlich sagen, dass ich ein komisches Gefühl dabei habe, Geld für ein Baby zahlen zu müssen. Fühle mich, als würde ich mir ein Kind kaufen.

Frage mich auch, was die Paare machen, die dieses Geld nicht haben?! Pech gehabt, oder?

Wir haben bis jetzt gesagt, dass wir höchstens eine IVF machen, mehr kommt nicht in Frage.
Aber vielleicht ändern wir ja unsere Meinung auch noch. Fremdsperma wäre absolut unmöglich für uns beide.

Dann drücke ich euch mal die Daumen, dass sich da bald Nachwuchs bei euch anmeldet! :-)

LG Sandra

Beitrag von hasenzottel 25.09.06 - 21:44 Uhr

Hallo,

wir haben vor ca. guten 3 Jahren erfahren, dass die Spermien meines Mannes nicht sonderlich gut und schnell sind und vor allem auch zu wenige. Wir wurden auch über weitere Möglichkeiten informiert. Allerdings wollten wir abwarten da wir erst ein 1/2 Jahr übten und das alles nur aufkam weil mein FA nach Vorerkrankungen bei mir und meinem Mann fragte. ( Mann Mumps= Spermiogramm=erwartungsgemäß schlecht). Nach weiteren 4 oder 5 Monaten war ich doch spontan SS. Unser kleiner ist letzte Woche 2 Jahre alt geworden. Nun schon wieder gut über 1 Jahr am üben aber bisher leider nichts aber auch gar nicht´s. Spermio wieder gleich schlecht, Kontrolle in 3 Wochen aber ich denke nicht das es zu erwarten ist das es sich gebessert hat. Mein Spatz ging am Anfang auch recht schlecht damit um auch mit der Frage künstl. Befruchtung oder nicht. Diesesmal war es besser, aber als die Aussage kam es liegt definitiv am Mann war er doch wieder am Boden zerstört. Aber es wird schon klappen, das wichtigste ist offen darüber zu reden zumindest bei uns. Wenn nicht werden wir weitere Möglickeiten finden. Ich wünsche euch viel Glück auf eurem ebenfalls steinigen Weg.
LG hasenzottel

Beitrag von jovigirl3 26.09.06 - 07:48 Uhr

Hallo,

danke für deine Mail!

Ja, drüber reden ist gut. Nur hab ich nen kleinen Perfektionisten und Sturkopf, der über Probleme ungern redet. ;-)

Aber ich denke, der Knoten ist grad geplatzt. Immerhin wissen wir das schon seit Mai. Jetzt erst hat er mal rausgelassen, was er denkt... Es tut mir ja auch weh, weil er sich so sehr ein kleines Mädchen wünscht. Doch manche Dinge gehen halt nicht von jetzt auf nun.

Euch auch viel Glück!

LG Sandra