Ist das schon ein Grund für Paukenröhrchen?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von dreamworks 25.09.06 - 17:21 Uhr

Hallo,

ich habe folgende Frage:

meine Tochter hat seit heute morgen eine Mittelohrentzündung! Arzt war da, und verschrieb Antibiotika.

Da es nun schon die ca. 4 MOE diesen Jahres ist mach ich mir Gedanken.

Mein Kiarzt erwähnte schon im März was von Paukenröhrchen.

Sind 4 MOE´s in einem Jahr denn schon wirklich Grund genug für so eine OP?

Ansonsten schnarcht sie oft, und durch das das sie keine Nasentropfen mag, neigt sie schnell zu Ohrenproblemen.

Was meint ihr? Kann mich jemand über eine solche Op aufklären (dauer, KH-aufenthalt usw)

Liebe Grüße und schonmal danke!

d.w

Beitrag von kathleen79 25.09.06 - 17:40 Uhr

Ja zumindest sagt das jeder Arzt.
War bei uns auch so. Sie bekam dann die Polypen raus und Röhrchen rein. Seit dem hatte sie keine Mittelohrentzündungen mehr.
Nur nun, nach 5 Monaten sind die Röhrchen wieder raus und die nächste OP für November steht an. Die Kleine hört nun wieder recht schlecht (was wir vor der OP nie bemerkt hatten - erst ein Hörtest zeigte uns das). Sie bekommt nun wieder Röhrchen rein. Der Doc war am WE auch diesbezgl. wieder bei einem Seminar und er betonte nochmal, wenn das nicht in Ordnung kommt haben die Kids viele Probleme in der Schule (wegen schlechter verstehen und daher Schreib- und Leseschwäche ect.). Er meinte lieber 1 Jahr lang Röhrchen, als später in der Schule dauerhaft Probleme.

Bei uns war die OP super und die Kleine stört es gar nicht dass sie nochmal hin muß. Da ganze Team machte es spielerich. Die Narkoseärzte waren die Helfer vom Sandmann und unsere Kleine durfte sich ein Märchen wünschen. Der Schlafsand (Narkosemittel) wurde ihr dann gespritzt damit sie vom Wunschmärchen träumen kann. ;-) Nach der OP wachte sie im Aufwachraum auf, bekam zu trinken, Kekse zum essen, Gummibärchen und eine Tapferkeitsurkunde auf die sie sehr sehr stolz ist. ;-) Für sie war das somit gar nicht schlimm. Nur die Eltern haben sich verrückt gemacht. Zumal ich hochschwanger war und 2 Tage später das Baby bekam. ;-)

Alles Liebe
Kathleen

Beitrag von minimal2006 25.09.06 - 17:51 Uhr

Hallo

Mein Sohn hat auch ein Paukenröhrchen bekommen.
Allerdings erst, nachdem ich dies von einem zweiten HNO bestätigt bekommen habe!

Noch kurz zu den Infekten, MOE's und dem Schnarchen.

Grundsätzlich war es für meinen Sohn fast nicht mehr möglich ohne Nasenspray auszukommen.
Eine MOE hatte er auch mindestens vier bis fünf mal im Jahr, außerdem hat er fürchterlich geschnarcht!
Nach der OP (bei der auch noch Polypen entfernt wurden) war schlagartig Ruhe.

Der Eingriff wurde in einem abulanten OP Zentrum gemacht. Wir mußten Mittags um 14.00 Uhr da sein und konnten ca. 17.30 Uhr wieder nach Hause.

Stationär wird das, soweit ich weiß, nicht mehr gemacht, oder nur in Ausnahmefällen, wenn das Kind Asthma hat oder sonstige chron. Krankheiten.

Liebe Grüße und alles Gute für deine Tochter

Mini

Beitrag von leahsamirasmami 25.09.06 - 21:14 Uhr

Hallöchen :-)

Meine Tochter hatte am 7. September die OP. Sie haben ihr die Polypen rausgenommen und auf jeder Seite Paukenröhrchen eingesetzt. Eigentlich wollten sie ihr nur die Polypen rausnehmen (wegen undeutlicher Aussprache, schnarchen etc.) aber sie hatte so zähflüssiges Sekret in den Ohren. Und das kuriose ist, sie hatte erst eine Mittelohrentzündung. Wir sind morgens um 7 ins KH und konnten 17 Uhr wieder gehen. Schmerzen? Was ist das :-D
Sie bekam auch eine Tapferkeitsurkunde. Es war sehr schwer sie nach der OP ruhig zu halten, sie wollte sofort aus dem Bett und rumlaufen, aber das geht ja nicht. Sie hat danach Tee bekommen und später Pudding, den sie aber rausgebrochen hat. Aber das ist normal durch das Blut was in den Magen gelaufen ist, aber zu Hause hat sie mit Appetit gegessen und alles drinbehalten. Also, mach dir keinen Kopf, es ist echt nicht schlimm. ;-)

LG Katja mit Leah Samira (*15.06.2003)

Beitrag von versuch 26.09.06 - 09:56 Uhr

Hallo!
Ich bin doch einigermaßen erstaunt über die Postings der Anderen. Irgendwie könnte man glauben, Paukenröhrchen einsetzen sei wie einkaufen gehen. Es scheint in Vergessenheit geraten zu sein, dass es sich um eine OP handelt, und jede - sei sie noch so klein und oft ausgeführt - birgt auf Grund der Narkose ein Risiko! Unserer Tochter und uns hat man auch schon nahe gelegt, diese OP durchführen zu lassen. Daraufhin bin ich durch Zufall mit einem Homöopathen ins Gespräch gekommen. Er hat uns Phosphorus C 30 Globuli empfohlen, sobald erst Erkältungs- und Ohrenprobleme auftreten. Diese haben wir dann sofort angewendet und die MOE geheilt. Bei den nächsten Anzeichen für MOE wurden die Glubuli wieder erfolgreich eingesetzt. Die letzte MOE ist jetzt 1 Jahr her!!!
LG

Beitrag von kathleen79 26.09.06 - 15:35 Uhr

Hallo,

natürlich werden wohl fast alle zuerst Versuchen die Mittelohrentzündungen mit anderen Mittelchen zu bekämpfen, das ist klar.
Ich wollte auch keine OP. Ich war bei 2 HNO-Ärzten, beide waren der Meinung es muss sein. Ebenso der Kinderarzt, der es sogar optisch der Kleinen ansah (das Gesicht wirkt meist etwas augedunsen oder wie man das nennt, nämlich da wo die Nebenhöhlen sind ca.. so gut kenne ich mich da ja auch nicht aus.).
Auf jeden Fall hat man beim Hörtest festgestellt, dass sie nicht mal 50 % hört (was ich aber nie bemerkt habe). Nach der OP (vor der wir auch große Angst hatten) ging es ihr super und sie hörte alles. Uns viel ein Stein vom Herzen. Nun sind die Röhrchen rausgefallen und es müssen neue rein. Ein schrecklicher Gedanke, aber es muss leider sein. Meine Tochter hört seit dem kaum noch etwas :-((( Es macht mich verrückt und ich muss ständig heulen wenn mich meine Tochter fragend anschaut weil sie wieder nichts verstanden hat. Vorhin meinte sie ich soll ihr Musik im Kinderzimmer anmachen. Dabei war sie schon längst an, sie hört sie nur nicht. Heute morgen ist sie fast ins Auto gerannt weil sie mein Rufen nicht gehört hat. :-( In einem Monat ist die OP und ich hätte den Termin eigentlich gern noch viel früher. Vor der OP habe ich auch wieder Angst (zumal es nun ihre 3. ist. Sie wurde schonmal am Kopf operiert), aber wir haben keine andere Wahl. Der Doc meinte, lieber nochmal 1 Jahr Röhrchen und dann Ruhe als immer Probleme. Die Gehörgänge weiten sich je älter man wird und daher werden wir später die Probleme nicht mehr habe. Unsere Kinder haben sowieso sehr sehr enge Gehörgänge was mir auch schon verschiedene Kliniken sagten. Das macht alles nochmal schwieriger, auch die OP. Leider.
Ich wollte damit nur sagen, dass es für mich nun gar nicht wie "einkaufen" ist und ich glaube das wird es für niemanden sein. Es geht hier nicht um eine Schönheits-OP. Sag mir, welche Mutter legt ihr Kind schon freiwillig unters Messer?
Es geht eben bei den meisten Fällen nicht nur um die MOE, sondern noch viel mehr Probleme wie z.B. das schnarchen, das falsche Atmen durch die Nase, das schlechte Hören. Wie soll man das bitte mit Homöopathie behandeln?
Meist sind die MOE die ersten Anzeichen für zu große Polypen und für Erguss hinter dem Trommelfell. Und deshalb sollte man es vom Arzt abklären lassen. Ich wäre froh wir könnten uns diese OP`s ersparen.
Nun meinten schon mehrer Ärzte dass die Geschwisterkinder früher oder später die selben Probleme haben....Wir wissen also schon, dass es bei uns evtl. nicht so schnell vorbei sein wird. Bisher ist bei unsere 4 Monate alten Tochter noch alles i.O. und ich hoffe dass es doch so bleibt. Leider hat auch sie wieder diese sehr engen Gehörgänge. :-(

Gruß
Kathleen (die es nun nicht liebt ihre Kids unters Messer zu geben!)