Behalten o.wieder zurück ins Heim?

Archiv des urbia-Forums Mein Tier & ich.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Mein Tier & ich

Welches Haustier passt zu unserer Familie? Wie oft muss ein Hund geimpft werden? Woher bekommen wir Rennmäuse? Tierliebhaber finden in diesem Forum Antworten auf alle Fragen rund um die Tierhaltung. Achtung: Über unser Forum dürfen keine Tiere weitergegeben werden.

Beitrag von christina1111 25.09.06 - 20:50 Uhr

Hallo!
Ach,ich bin so durcheinander;wir wissen nicht was wir tun sollen...#heul
Haben uns vor einem Monat einen Mischling aus dem Tierheim geholt;2 Jahre alt;kommt ursprünglich aus Griechenland.Anfangs ein total liebes ruhiges Tier;was mir auch sehr wichtig war denn wir haben 2 Kinder,4Jahre u. 6 Monate alt u. da brauch ich nicht so ein wildes Ding noch zusätzlich.Er ist total lieb mit den Kindern;spielt mit der 4jährigen und und und...Haben einen riesengroßen Garten u.so doch ja eigentlich ein kleines Paradies für einen Hund.Wir gehen täglich 3-4mal raus spazieren;also Auslauf hat er genug...
Seit 2 Wo. hatte man das Gefühl er wird unruhiger u. irgendetwas war los mit ihm.Er wird grundsätlich an der Leine geführt,da er sich ja hier auch nicht so auskennt u. letzt beim Briefe holen ist er aus der Tür entwischt u. ist einfach weggelaufen.Gott sei Dank war mein Mann da ,so dass er hinterher konnte u. hat ihn auch wieder eingefangen.Wir hatten das Gefühl,er sehnt sich nach dem Leben auf der Strasse,dass er bestimmt in Griechenland geführt hat.Seit ein paar Tagen nun fängt er an zu bellen u. winselt;geht immer wieder an die Tür u. das,obwohl man kurz vorher mit ihm draussen war...Er kratzt an den Türen u. man wird langsam etwas sauer u.wir überlegen nun wirklich das Tier wieder abzugeben.Wir wohnen in einem 3Parteienhaus u. da wirds nicht mehr lange dauern,da werden sich die ersten Nachbarn beschweren,mit recht irgendwo...
Wir alle hängen schon unheimlich an dem Tier aber so kann es auch nicht weitergehen.Ich musss doch die grosse mal in den Ki.garten bringen können,gerade bei schlechtem Wetter ohne das das Tier das Haus zusammenbellt. Was sollen wir nur tun? Es kommt ein wenig spät aber er ist noch nicht kastriert;kann es daran liegen,dass er sich plötzlich so verhält?
Danke für eure Antworten...:-(

Beitrag von tara78 25.09.06 - 20:56 Uhr

Hallo,

ist er denn kastriert? Hört sich erstmal danach an, als wenn eine läufige Hündin in eurer Nachbarschaft lebt...

Ansonsten könnte es auch sein, dass er Beschäftigung braucht. Damit meine ich nicht 3-4 mal am Tag Gassi gehen, sondern Kopfarbeit, geistige Auslastung. Eine Aufgabe.... Hat ein Hund keine Aufgabe sucht er sich seine Beschäftigung.

Viele Grüße
Tara

Beitrag von sevenwaters 25.09.06 - 22:00 Uhr

Hi,

eine Ferndiagnose ist zwar schwierig, aber ich würde auch mal spontan darauf tippen, daß sich irgendwo in der Nachbarschaft eine läufige Hündin aufhält.

Das "Problem" hatten wir vor 6 Wochen auch. Unser Rüde (10 Monate, übrigens aus Spanien) ist auch (noch) nicht kastriert und bis dahin habe ich mir auch ehrlich gesagt nicht so viele Gedanken #kratz über eine Kastration gemacht. Das hat sich nun schlagartig geändert #pro
Gegenüber im Haus wohnt eine Schäferhund-Dame und diese war 3 lange Wochen läufig... #schwitz Es gibt zwar nur eine kurze Phase, in der sie einen Rüden dann "ran- bzw. rauflassen" würde, aber die Zeit vorher und nachher riecht sie für alle Rüden wahnsinnig aufregend. So auch für unseren. Da wir Luftlinie nur ca. 5 Meter entfernt sind, war es eine besondere Quälerei. Unser Hund hat in dieser Zeit kaum gefressen, hat auch versucht mehrfach aus dem Haus zu rennen, war unruhig, kein Gehorsam, selbst Grundkommandos wie z.B. "Sitz" & "Platz" drangen kaum zu ihm durch. Er lag nur vor der Türe, sobald die Schäferhund-Dame zum Gassi gehen raus kam, hat er sie durch geschlossene #schock Fenster/Türen gerochen und hat sofort ge#heul wie ein Wolf. Vormittags bin ich mit ihm und mehreren anderen Hunden + Besitzern unterwegs, die Hunde spielen und toben dann immer über die Wiesen. Bei meinem Hund war fast 3 Wochen Spielpause, er saß nur mit traurigem Blick da, beobachtete die anderen und ließ sich durch nichts motivieren.
In dieser Zeit war auch nicht daran zu denken, ihn ohne Leine laufen zu lassen, wahrscheinlich wäre er auf direktem Weg Richtung Heimat.

Vielleicht liegt es bei Euch auch daran. Erkundige Dich doch mal in der Nachbarschaft und wenn es so sein sollte, laß Dich vom Tierarzt beraten. Eine Kastration ist zwar kein Allheilmittel, aber in solchen extremen Fällen sicher eine Linderung.
Unser Hund wird im Dezember/Januar kastriert, der Tierarzt meinte, wir sollten noch etwas warten, damit er auch sozial besser gefestigt ist und sich nach der Kastration auch behaupten kann.
Bei einem Hund mit einem starken Trieb ist es bestimmt die bessere Lösung.

Wie lange hat er denn diese Phase schon?
Falls es nicht daran liegt, würde ich vorschlagen Ihr besucht mal eine Hundeschule, vielleicht braucht er auch einfach etwas "Kopfarbeit".

Bevor Ihr den Weg ins Heim einschlagt, wirklich erst zum Tierarzt oder zur Hundeschule, was auch immer das Problem sein sollte, dort kann man Euch gut beraten und Euch Hilfestellung geben!

Alles Liebe und vor allem starke Nerven #cool

LG
sevenwaters

Beitrag von felicat 25.09.06 - 22:45 Uhr

Hallo,

genau die gleichen Anzeichen wie bei unserem Hund, wir hatten die läufige Hündin auch noch im Haus (Hündin meines Schwagers) und am liebsten hätte ich ihn in der Nacht erwürgt denn er hat die gaaaanze Nacht gejault, aber wirklich erbärmlich, auch Urin verloren und an der tür gekratzt.
Da hilft nur: schnipp-schnapp!

LG Astrid

Beitrag von meandco 26.09.06 - 11:18 Uhr

kastrieren auf jeden fall. hab selbst ein weibchen und meine mutter im selben haus einen rüden. war ein prob, mit sechs monaten konnten wir ihn dann kastrieren. seither alles wieder bestens.

hundeschule würd ich trotzdem empfehlen. is auch gut für den gehorsam. der hund hat dann auch phasen in denen du oder wer anderes sich nur mit ihm beschäftigt, das festigt die bindung. und er hat etwas woran er "arbeiten" kann. damit is er dann beschäftigt und ihm wird nicht so leicht fad - sollte es denn daran liegen dass er probs macht ...

Beitrag von risala 26.09.06 - 11:24 Uhr

hi!

das schlimmste, was ihr dem hund antun könnt ist ihn wieder ins tierheim geben... bei jeder trennung leidet die hundeseele. was bei euch jetzt anfängt ist einfacj die tatsache, dass er sich sierer fühlt, euch als sein "zu hause" ansieht. dementsprechend verhält er sich anders als zu beginn.

wichtig ist für euch jetzt, dass ihr euch eine gute hundeschule od. einen guten hundeverein sucht, wo ihr mit ihm hingeht und die erziehung aufbaut. vor allem kann der hund dann auch mal frei laufen. ein (junger) hund, der nur an der leine laufen darf (was in der anfangszeit richtig ist - die bindung muss erst aufgebaut und gefestigt werden!) ist nichtmal körperlich ausgelastet. wichtig ist auch die kopfarbeit - denn erst die macht wirklich müde!

wir haben u.a. einen ehemaligen straßenhund aus mallorca, der mit 10 jahren zu uns kam und davor mind. 6-8 jahre auf der straße lebte. mittlerweile haben wir ihn 3,5 jahre und er denkt seit langer zeit nicht mehr daran wegzulaufen. anfangs hatten wir da auch angst vor (auch er ist mal entwischt). unser spike ist jetzt 2 jahre alt und ein quirl, wenn er draussen ist. in der wohnung total ruhig. auch ein ehemaliger freigänger (wurde vom vb morgens vor die tür gesetzt - bereits mit knapp 3 monaten - und hatte glück, wenn er abends wieder rein durfte...). er lebt jetzt gut 1,5 jahre bei uns und läuft auch nicht mehr weg. allerdings muss auch er körperlich sehr ausgelastet werden und kopfarbeit leisten.

wir machen folgendes:

zu hause gibts schonmal suchspiele (leckerchen verstecken), immer wieder gehorsamübungen (geht auch während der hausarbeit), mehrere intensive spielphasen am tag (manche übernimmt schon unser 3,5 jahre alter sohn) und bei mind. 1 spaziergang spielen wir mit ihm fussball auf einer großen wiese. so wie er sich dort austobt könnten wir ihn beim spaziergang (selbst wenn wir 3 std laufen würden) nicht auslasten. und unser sohn hat auch spaß dabei. ist also, wenn ihr diese möglichkeit habt, auch mit kindern machbar (allerdings erst wenn die bindung da ist und euer hund sich mehr für den ball als alles drumherum interessiert). vielleicht gibt es auch einen hundetreff in eurer nähe, wo er mit anderen hunden toben kann - auch das lastet aus und trainiert weiterhin sein gutes sozialverhalten (haben ehemalige straßenhunde ja in aller regel).

wenn du mehr wissen magst oder noch fragen hast, dann mail mich ruhig an.

vielleicht schreibst du hier auch mal, was ihr ausser spazierengehen mit dem hund macht.

ach ja, und wenn ihr ihn wirklich abgeben wollt, dann bitte so schnell wie möglich! je länger er bei euch ist umso schlimmer wird für ihn die trennung! aber... wenn ihr euch für die abgabe entscheidet, dann solltet ihr erstmal keinen neuen hund zu euch nehmen, sondern damit warten bis die kinder größer sind.

und auch das alleine bleiben muss trainiert werden! wenn er jetzt "weint", dann deshalb, weil er verlassensängste hat. also immer wieder mal ein paar min alleine lassen, wieder kommen und loben, wenn er lieb war. und dies langsam steigern. auch hierfür ist eine gute hundeschule ein guter partner!

lg
kim

Beitrag von maryalex 26.09.06 - 12:50 Uhr

Ahhhhh, da bekomm ich grad voll meinen Hass, sorry*g* Du kannst dir doch net nach 4 Wochen ein Urteil über den Hund bilden und dir überlegen, ihn wieder zurückzugeben. Is doch kein Putzlappen, den man mal so eben austauscht. Bloß weil das Tier erzogen werden muss, gibt man gleich wieder auf, super. Das mit der läufigen Hündin kann stimmen, aber is dir schonmal aufgefallen, dass ihr den Hund erst seit 4 Wochen habt und er vorher evtl. noch nie alleine zu Hause gelassen wurde, dass er Alleinsein also noch gar nicht kennt und deswegen einfach ANGST hat, wenn er allein ist in dem Haus, das er gerade mal seit 4 Wochen bewohnt? Das alleine bleiben musst du bitte mit dem Hund üben. Fang in kleinen Schrittchen an. Geh erst zum Briefkasten. Dann gehst du einmal ums Haus. Wenn das klappt gehst du einkaufen im Supermarkt nebenan(falls vorhanden). Die Zeit immer weiter steigern. Und bitte gib ihm nichts zu futtern/naschen als Belohnung, wenn er leise war und du wiederkommst. Dann könnte der Hund nämlich erst Recht in deiner Abwesenheit anfangen zu jaulen und zu bellen, weil er sein Leckerchen, was er immer bekommt, herbeisehnt.
Ich habe mich bei meinem Hund auch durchbeißen müssen. Habe ihn vor einem Jahr aus dem Tierheim geholt und der hat mir die ersten 4 Monate locker einmal pro Woche in den Flur gesch..... weil er sich noch nicht heimisch gefühlt hat,außerdem hat er wie verrückt gejault, gebellt und sich wie wahnsinnig verhalten, wenn man nur zum Briefkasten gegangen ist. Auch heute jault oder bellt er manchmal noch, wenn wir weggehen, aber ich bin stolz darauf, dass ich ihn überhaupt so weit gebracht habe, dass es funktioniert, denn bei einem 4-jährigen Hund mit 3 Vorbesitzern die ihn auf Grund dieser "schlechten Eigenschaften" (meineserachtens einfach null Erziehung) immer wieder abgeschoben haben ist das nicht selbstverständlich. Du siehst, ein Hund macht nicht nur Spaß;o) Also nimm dir ein bißchen Zeit für den Kleinen, übe mit ihm und wie die anderen schon geschrieben haben, sorge dafür, dass er "Kopfarbeit" bekommt. Geh nicht nur einfach so mit ihm Gassi, sondern gib ihm dazwischen Aufgaben, übe Kommandos wie z.B. "bleib", lass ihn über Baumstämme springen, über Bänke balancieren, wirf Leckerchen, die er dann "suchen" soll, etc. Als ich das mit meinem angefangen habe, hab ich richtig gemerkt, wie er aufgeblüht ist und er hat jedes Mal, wenn er eine neue Aufgabe bekommt, ein richtig lachendes Gesicht.

PS: Hatten die Hunde im Tierheim Decken oder Körbchen? Wenn er aus dem Tierheim Decken gewöhnt ist und er bei euch auch nur eine Decke zum hinlegen hat, könnte auch das ein Grund sein, warum er nicht alleine bleibt ohne zu bellen. Es erinnert ihn an seine Zeit im Tierheim, die er alleine bleiben musste und die bestimmt auch nicht spurlos an ihm vorübergegangen ist. Deswegen wäre es in diesem Fall auch nicht schlecht, ihm ein Körbchen/dickes Hundekissen zur Verfügung zu stellen.

So, bevor das jetzt ausartet und ich hier noch nen Roman verfasse, sag ich lieber mal byebye, viel Spaß und Geduld mit eurem neuen Familienmitglied und wenn du Fragen haben solltest, darfst du dich gerne über VK bei mir melden!!!

LG Mary

Beitrag von ostalblady 27.09.06 - 06:34 Uhr

Ich denke auch, dass eine läufige Hündin in der Gegend ist.

Geh mir ihm mal zur Hundeschule- Bring ihm bei dass er auf Dich hört, dann kannst Du ihn auch mal von der Leine lassen. Was ist es denn für ein Hundeleben immer nur an der Leine laufen? #augen

Beschäftig Dich mit dem Hund. Spiel mit ihm mit einem Ball oder einem alten Stofftier. Bring im "Sitz" und "Platz" bei und belohne ihn dafür. Auch seinKopf will beschäftigt werden.

Wenn Du ihn ins Tierheim zurückbringst, zerstörst Du eine Hundeseele #heul

LG Ostalblady die auch Kind und Hund hat

Beitrag von peffi 27.09.06 - 14:25 Uhr

Hätte auch gleich auf läufige Hündin getippt.
Lass ihn auf jeden Fall kastrieren.

Dann noch etwas. Ich hatte einige Pflegehunde. Mir ist bei jedem aufgefallen, daß einige nach ca. 2 Wochen eine kleinere Eingewöhnungsphase hinter sich haben, an dem sie beginnen zu testen, wie weit sie gehen dürfen. Ist völlig normal.

Bitte bring ihn nicht zurück. Du musst ihm Zeit geben. Er muss sich doch erst an alles gewöhnen.
Denk an seine positiven Eigentschaften und lobe ihn, wenn er nicht an der Tür kratzt.
Wenn Du ihn allein lassen musst, reicht ihm ein Raum, in dem er bleiben kann. Gib ihm dort sein Körbchen, was zu Knabbern und zum Spielen und übe das Alleinsein in der Wohnung.

LEG
Peffi

Beitrag von lalalalal 28.09.06 - 06:09 Uhr

Hallo

vieleicht solltet ihr dem tier auch eine chance geben

Ihr habt ihn erst einen Monat , da sind Hunde nunmal mal so und mal so!

Ich weiss nicht in wie weit das mit dem Kastrieren Läuft , aber sprech das mal mit einem TA ab , der wird euch da weiter Helfen ;)

Wenn sich nachbarn nach einem Monat beschweren ,haben die wohl auch nicht wirklich was mit tieren am hut , oder?

Denke das es Völlig Normal ist , sein ganzes Leben hatte er es nicht gut , da soll er nach einem monat alles Vergessen? Naa , gebt ihm Zeit , die Zeit die Jeder Mensch Bekommt , sollte auch Jedes Tier Bekommen :) Ich bin mir Sicher Ihr Packt das ;)

Er Brauch auch Vertrauen , das ist sehr Wichtig! Gebt ihm die Sicherheit , dann wird das auch sicher Besser! und wenn ihr Nicht da seid , dann kann es sein das er euch Vermisst (oder er will einfach nur das ihr nach seiner nase Tanzt :) )

Alles Liebe
und viel Erfolg mit eurem Neuling
Jessica