Symphysenlockerung - KS oder Spontangeburt - Wer hatte dieses Problem?

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Forum: Geburt & Wochenbett

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Beitrag von carinamaria 25.09.06 - 21:35 Uhr

Guten Abend Ihr Lieben alle!

Hab da ein Problem. Bin erst in der 25. SSW und habe eine starke Symphysenlockerung ( Beckenlockerung sozusagen) und auch dazu ziemlich heftige Schmerzen. Hab vom Arzt nun Krankengymnastik und einen Schwangerschaftsgürtel verschrieben bekommen und sollte übermässig viel liegen. Er meinte, es kann sein daß die Geburt unter diesen Umständen ein KS wird und keine Spontangeburt. Bin ziemlich traurig deswegen, da ich gerne spontan entbinden würde.

Meine Frage nun an Euch alle: Wer hatte die gleichen Probleme und schon irgendeine Erfahrung bei der Geburt damit gemacht und wie wurde entbunden - spontan oder mit KS?

Freue mich über jede kleine Mitteilung und wünsche Euch im voraus schon mal alles Gute und bedanke mich für die Antwort.

Lieben Gruss
Carinamaria mit Bauchmaus

Beitrag von stehvieh 25.09.06 - 22:23 Uhr

Hallo!

Mutmach: Ich hab 2 Kinder mit heftiger Symphysenlockerung spontan entbunden, und die Symphyse war dabei überhaupt kein Problem. Hätte bei beiden Geburten nicht mal gemerkt, dass ich eine Symphyse habe #:-p.

Bei der 1. Schwangerschaft kam die Lockerung in der 32. Woche und war ein paar Wochen nach der Geburt schon gar nicht mehr zu spüren, bei der 2. Schwangerschaft ging's schon im 5. Monat los, ich hab auch einen Gurt bekommen und ein Beschäftigungsverbot. Komischerweise war die letzten paar Wochen die Lockerung wieder besser geworden. Kaiserschnitt war nur mal 2 Wochen lang im Gespräch, als die Kleine sich in Beckenendlage begeben hatte - sie hat sich aber doch noch mal zurückgedreht und einer spontanen Geburt stand nichts im Wege.

Bei Beckenendlage oder sehr großen Kindern denkt man wohl mal an Kaiserschnitt. Normalgroße Kinder aus vorderer Hinterhauptslage können auch bei Symphysenlockerung spontan kommen.

LG
Steffi + Caroline Johanna (fast 2,5 Jahre) + Josephine Marie (2 Monate)

Beitrag von carinamaria 26.09.06 - 09:09 Uhr

Guten Morgen steffi!
Danke Dir herzlich für Deine aufmunternde Antworte auf meine o.g. Frage. Du hast mich mächtig gestärkt und mir viele Bedenken zerstreut. Dankeschön und Dir alles Liebe und für die zwei Kleinen und die ganze Familie. Danke..................

Lieben Gruss
Carinamaria

Beitrag von franfine 26.09.06 - 17:41 Uhr

Hallo Carinamaria!

Ich will Dir jetzt nicht den neu gewonnenen Mut nehmen. Trotzdem schreibe ich Dir was ich dazu erlebt habe. Ich habe mir über dieses Thema wegen einer geplanten 2. Schwangerschaft sehr viele Gedanken gemacht.

Ich hatte in meiner 1. Schwangerschaft in der 26. Woche die ersten Anzeichen einer Symphysenlockerung. Leider haben es Ärzte und Hebammen als Wehleidigkeit abgetan (großes Kind, Ischias, da drückt der Kopf...). Ich wußte es damals leider nicht besser.

Der Kopf meiner Tochter ist bis zu den Preßwehen nicht richtig ins kleine Becken gerutscht. Zuletzt ist sie wegen dem durch die Lockerung leicht verschobenen Becken mit dem Kopf verkeilt gewesen und mußte wieder hochgeschoben werden. Nach 4 Stunden Preßwehen wurde dann doch ein Kaiserschnitt gemacht.

Der lange Druck auf das Schambein war natürlich sehr schlecht. Es betrifft ja nicht nur das Schambei vorne, sondern auch die Gelenke am Becken hinten. Hier können minimale Verschiebungen schon tierische Schmerzen auslösen. Wenn das ganze bricht...darüber will man gar nicht nachdenken.

Letztendlich habe ich 1 Jahr lang den Gurt tragen müssen und 4 Jahre Physiotherapie.

Ich habe sehr lange der "verpaßten" Spontangeburt hinterher getrauert. Beim 2. Kind werde ich mich aber doch 100% für den Kaiserschnitt entscheiden. Das Risiko einen noch schwereren Schaden davon zu tragen ist mir zu groß. Wenn das Schambein bricht, dann muß es verschraubt werden und das bedeutet REHA u.s.w.

Ich habe Dir jetzt vermutlich Angst gemacht. Aber es ist vielleicht ganz gut 2 Meinungen zu haben.

Alles Gute,

Sonja

Beitrag von stehvieh 26.09.06 - 22:19 Uhr

Hallo!

Ja, auf jeden Fall muss sie über alle Möglichkeiten Bescheid wissen. Dass ein Kopf nicht richtig ins Becken runterkommt, kann auch ohne Symphysenlockerung passieren, aber in der Kombination ist es natürlich gefährlich für den Beckenring...

Ich sag mal so: Meistens geht es wohl gut. Aber von Fällen wie deinem sollte sie schon auch wissen.

LG
Steffi