Immer noch Angst vor anderen Kinder!

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um euer Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von mkacper 25.09.06 - 22:33 Uhr

Hallo,

mein Sohn ist jetzt 2,5 Jahre alt und war schon als Baby anderen Kindern gegenüber zurückhaltend und eher schüchtern und ängstlich.
Ich dachte eigentlich, es gibt sich mit der Zeit, doch es wird immer schlimmer - obwohl wir viel Kontakt zu anderen Kindern haben. Die meisten sind eben kindgerecht laut und wild. Sobald ihm ein anderes Kind zu nahe kommt (auch in "guter" Absicht) oder irgendwas von ihm will flüchtet er sich auf meinen Schoß oder, wenn er sich gar nicht zu helfen weiss, weint er. Mir blutet dann jedes Mal das Herz.
Ich weiss auch nicht mehr was ich machen soll, er hängt mir dann einfach nur am Rockzipfel und beobachtet die anderen, alles wegschicken oder auch hinschicken zum Spiele nützt nichts. Versuche ich es auf die Verständnis-Tour bleibt er erst recht bei mir. Das ist für uns beide sehr anstrengend. #augen Er soll doch Spaß haben!!!!
Mit anderen Erwachsenen hat er übrigens überhaupt keine Probleme (die schreien ja normalerweise auch nicht einfach so los und sind übermäßig laut). Und zu Hause kann er auch laut und wild sein - eben nur nicht wenn andere Kinder da sind. Er lässt sich auch alles aus der Hand nehmen und wehrt sich nicht.
Was soll ich nur machen? #kratz Haben wir erziehungstechnisch wohl was falsch gemacht? Kann mir jemand einen Tipp geben? Mache mir wirklich richtig Gedanken und weiss mir keinen Rat mehr.
Danke! #blume

LG - Tina

Beitrag von aruula07 26.09.06 - 09:05 Uhr

Hallo Tina,

also wenn ich deinen Text so lese, könnte ich glauben, du schreibst von meiner Tochter. Die Maus wird in zwei Wochen drei und verhält sich genauso.

Wir haben einen Pekip-Kurs gemacht, als wir damit anfingen, war sie ca. 4 Monate alt. Schon damals wollte sie nicht zu nah an anderen Babys liegen.

Nach dem Kurs kam die Krabbelgruppe hier im Ort und das Mutter-Kind-Turnen mit ca. 1 1/2 Jahren (beides 1 x wöchentlich) zusätzlich treffen wir uns noch mit zwei Bekannten aus dem Pekip-Kurs (1 x im Monat) und trotzdem ändert sich ihr Verhalten nur sehr, sehr langsam.
Genau wie bei euch: Sie lässt sich Spielzeug wegnehmen, verteidigt sich nicht, will nicht angefasst werden, flüchtet wenn Kinder ihr zu nah kommen zu mir....
Auch meine Tochter ist Zuhause und gegenüber Erwachsenen ganz anders, viel mutiger und aufgeweckter.

Ich mache mir oft die gleichen Sorgen wie du! Ist es mein Fehler, habe ich sie falsch erzogen?
Nur was sollen wir tun? Je mehr ich sie dränge mit den anderen zu spielen, desto mehr blockt sie ab und weint!

Ich hoffe, dass sie etwas mehr Mut fasst, wenn sie nächstes Jahr zum Spielkreis geht (auch wenn der Anfang bestimmt ein Kampf wird, an den ich noch gar nicht denken mag).

Du merkst also, ihr zwei seid nicht allein. Wenn du magst, kannst du mich auch gern über meine VK "anmailen" (so zum Austausch über unsere "Angsthasen".

aruula

Beitrag von dana_maus 26.09.06 - 12:52 Uhr

Hallo Tina,

das selbe könnte ich auch von meiner Tochter (23 Monaten) schreiben. Sie ist anderen Kinder gegenüber total ängstlich. Sobald ihr eins zu nahe kommt, ruft sie Mama Mama und fängt an zu weinen. Ganz schlimm.

Jetzt haben wir letzte Woche Dienstag mit der Kita-Eingewöhnung angefangen und sie ist auch noch die Kleinste (der nächstältere ist n 3/4 Jahr älter). Da hing sie natürlich die ersten Tage nur an mir. Ich hab ihr immer wieder erklärt, dass sich die anderen Kinder doch nur freuen, wenn sie kommt und mit ihr spielen wollen. Man hat ihr dann immer richtig angemerkt, wie sie mit sich gekämpft hat, nicht zu weinen, geklappt hat es nicht immer.

Heut hat nun die zweite Woche angefangen. Oben im Zimmer war sie heut schon viel besser drauf, rannte gleich allein los, als die Erzieherin zum Stuhlkreis rief und so. Und dann später im Garten hab ich sie kaum wiedererkannt. Sie kletterte da auf der großen Rutschlandschaft rum mit anderen, zum Teil auch viel älteren und dadurch auch wilderen und lauteren Kindern. Ich stand erst so drei Meter entfernt und sie hat nur immer wieder Blickkontakt gesucht, dann hat sie weiter gemacht. Später ist sie dann auch mit einer Erzieherin mitgegangen in einen anderen Teil des Gartens, wo sie mich nicht mehr sehen konnte und ich hab von weitem beobachtet, dass sie da auch total fröhlich und gelöst zwischen den ganzen Kindern gespielt hat. Und dann noch etwas später ist sie gerade die Rutsche runtergerutscht als ein ca. 4 jähriges Mädel von unten hochkletterte, da saß sie nun im unteren Bereich auf der Rutsche, die andere genau vor ihr, und von den Seiten kamen noch zwei weitere größere Kinder und redeten auf sie ein. Erst wollt ich gleich hin, weil ich dachte, auwei, gleich fängt sie tierisch an zu brüllen. Aber Pustekuchen, sie saß total ruhig, hat zwar ernst geschaut, aber hat die Kinder angeguckt und als das Mädchen dann weggegangen ist, ist sie weitergerutscht um dann gleich wieder rutschen zu gehen. Da war ich wirklich baff. Hab mein Kind kaum wieder erkannt. Bin aber jetzt total glücklich, weil ich mir auch schon Sorgen gemacht hab, wie das nächste Woche sein wird, wenn sie alleine gehen muss.

Morgen werd ich mal den Gruppenraum verlassen, mal sehen, ob es da dann auch ohne mich klappt.

LG SAndy