Kaiserschnitt wegen Nierenschiene

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Forum: Geburt & Wochenbett

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Beitrag von trude05 26.09.06 - 07:33 Uhr

Hallo ihr Lieben,
ich hoffe ihr könnt mir helfen, bekomme am nächsten Montag eien geplanten Kaiserschnitt und bin seit Tagen total panisch.
Da ich vor vier Monaten eine Nierenvergiftung und eine Nierenentzündung hatte und seit dem ständig eine Blasenentzündung wurde mir operativ eine Nierenschiene gelegt.
Da diese nicht richtig hält und schonmal in die Blase gerollt ist, habe ich gemeinsam mit dem Oberarzt der Klinik entschieden das meine Tochter per Kaisrschnitt geholt wird. Nun meine Fragen

Fandet ihr den Kaiserschnitt nicht total würdelos?
Hat einer Erfarung mit eine Nierenschiene während der Schwangerschaft?
Kaiserschnitt unter Vollnarkose, wie wars?
Hab mehrere Narkosen und viele Medikamente bekommen, hab jetzt Angst das was mit dem Baby ist, war es bei jemandem ähnlich? Danke

Beitrag von marina76 26.09.06 - 23:38 Uhr

Hallo Tina,

Ich hatte auch eine Nierenschiene seit ca. 14,5 Wochen drin. Sie wurde wegen Nierenstau gelegt. Zum Glück sitzt sie noch gut, und der Urologe meinte, ich soll mich wegen der Schienenentfernung erst nach der Entbindung melden. So gehe ich davon aus, dass ich ganz normal entbinden kann (ohne Kaiserschnitt). Ich habe schon ab und zu Probleme mit der Schiene, aber nur wenn ich zu wenig trinke (ich merke gleich, dass mein Urin blutig ist). Sonst habe ich zum Glück keine Nierenschmerzen bzw. sehr selten.
Ich glaube, dass ist schon eine richtige Entscheidung, wenn du einen Kaiserschnitt bekommst, da die Schiene nicht richtig sitzt. Ist es denn nicht möglich, keine Vollnarkose zu bekommen? Wird die Schiene dann auch gleich entfernt?
Ich weiss noch nicht, wann Urologen vorhaben, meine Schiene zu entfernen (ich meine, wann genau nach der Entbindung). Ich hoffe, es wird gleich in den nächsten Tagen entfernt. Sonst habe ich keine Lust ein Paar Wochen später mit dem Kleinen nochmal im Krankenhaus zu sein (das Baby kann ich doch nicht alleine zu Hause lassen).

Ich wünsche Dir alles Gute, und mach dir nicht so viele Sorgen, es wird alles wunderbar sein#pro.

Liebe Grüße
Marina 37. SSW

Beitrag von trude05 28.09.06 - 04:16 Uhr

Hallo Marina,

meine Schiene muß noch in der Zeit während des Wochenbetts drin bleiben. Bei der Geburt wird sie wohl wegen der Infektionsgefahr nicht raus gemacht. Ich habe leider sehr viel Blut im Urin und starke Krämpfe in der Niere und in der Blase. Dazu kommt Bluthochdruck der von einer Schädigung der Niere kommen kann.
Ich könnte auch mit einer PDA entbinden, mir ist die Vollnarkose lieber. Noch lieber wäre mir eine normale Geburt, aber ich kann es mir leider nicht leisten bei auftretenden Komplikationen nochmal ein paar Wochen im Krankenhaus zu verbringen, muß ja nach dem Zwerg schauen.

Wünsch dir auch viel Glück

Tina

Beitrag von marina76 29.09.06 - 23:50 Uhr

Hallo Tina,

Ich war heute beim Urologen wegen viel-viel Blut im Urin. Er meinte gleich, da die Schiene seit knapp 15 Wochen drin ist, muß man sie wechseln (im Juni meinte er noch, die Schiene darf max. 12 Wochen drin bleiben, sie wird dann nicht gewechselt, d.h. das Kind soll früher geholt werden#heul; ich verstehe die Ärzte manchmal wirklich nicht). Ich habe ihm einen Vorschlag gemacht, die Schiene einfach herauszunehmen ohne neue einzulegen (wer weiß, wie das Kind auf die Narkose reagiert, und es sind sowieso "nur" 3 Wochen vor dem ET geblieben). O.k. meinte er, wir machen es gleich in der Praxis#schock. Ich muß sagen, es hat tierisch weh getan, konnte den ganzen Tag nicht ohne Schmerzen pinkeln #heul.
Aber jetzt kommt´s: es hat sich herausgestellt, die Schiene hat sich nicht gelöst, und sie war ganz o.k., gar nicht verkalkt oder so.
Das Schlimmste ist, dass ich gleich wieder Nierenstau bekommen habe, momentan geht es noch mit den Schmerzen, mal schauen was nachts passiert, habe wirklich Angst.
Der Urologe meinte, wenn es schlimmer wird, wird trotzdem eine neue Schiene eingelegt. Ich überlege jetzt die ganze Zeit, ob ich vielleicht entweder eine Einleitung oder einen KS bekommen könnte. Meiner Meinung nach lohnt es sich nicht, für die restliche Zeit diese OP zu wiederholen (vor allem habe ich jetzt Angst vor Schienenentfernung #schock).
Ich möchte am Montag diese Möglichkeiten mit meiner FÄ besprechen. Hoffentlich halte ich noch mind. 1 Woche durch.

Ich wünsche dir alles Gute.

Marina 37+0

Beitrag von trude05 30.09.06 - 10:12 Uhr

Liebe Marina,

Meine Schiene hat sich gelöst, mußte nochmal gelegt werden, ich hatte mich damals geweigert es ohne narkose machen zu lassen.
mein Urin wird von Tag zu Tag blutiger, liegt vielleicht am Gewicht vom Kind. Leider kann man keinen Ultraschall mehr von der Blase machen, da das baby darauf liegt, es ist also unklar ob die Schiene noch sitzt.
Morgen gehe ich dann ins Krankenhaus, am Montag hab ich den Kaiserschnitt. Bin tierisch aufgeregt, hätte lieber eine normale Geburt, aber die Schmerzen in beiden Nieren werden täglich schlimmer, es sind richtige Krämpfe.
Ich hab echt Angst das man sonst links auch noch eine Schiene legen muß.
Ich habe mit dem Urologen besprochen das man die Schiene unter Vollnarkose raus macht, reicht wenn ich danach wieder eine Woche Schmerzen habe beim Wasser lassen.
Wird aber erst nach dem Wochenbett gemacht.
Mein FA hat mir gesagt daß, wenn die Niere staut,kann sie absterben, deshalb auch der Kaiserschnitt, ich will kein Risiko eingehen.
Ich wünsch dir alles gute, und drück dir die Daumen