Wer ist mit der Mutterrolle auch nicht 100%ig glücklich?

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Beitrag von purzelbaum500 26.09.06 - 07:38 Uhr

Guten morgen,

irgendwie schäme ich mich ja für meine Frage/Aussage, aber ich muss zugeben, dass ich mit meiner Mutterrolle nicht
100%ig glücklich bin.
Der Job ist super anstrengend (Ronja ist auch noch ein Schreibaby) und ich falle abends tot ins Bett, aber ich habe immer das Gefühl, es fehlt etwas.
So anstrengend die Tage auch sind, so langweilig finde ich sie auch.
Da Ronja ein Schreibaby ist, können wir auch nicht viel machen, also sitze ich den ganzen Tag mit ihr zuhause.
1x die Woche Babyschwimmen, alle 14 Tage Babytreff und dann noch mein Rückbildungskurs. Das war´s.

Wie sehen Eure Tage so aus und gibt es auch Mamas, die nicht so glücklich sind, wie die Pampers und Hipp Mamas?
Und die mich verstehen können ohne mich gleich zu steinigen?

LG,
Purzel & Ronja (14 Wochen)




Beitrag von julia76 26.09.06 - 07:46 Uhr

Pampers Hipp Mamas??;-) *lach*#kratz

Ich finde es auch recht anstrengend habe 4 inder. Aber langweilig wird mir nie. Na ist wohl nen unterschied zwischen einem und 4.
ABEr es kommen auch andre Zeiten. Glaube mir. Vielleicht ist sie ja ruhiger wenn Du mit ihr rausgehst?
Es ist vor allem die sache, wenn du vorher Freund ehattest die urplötzlich keine Zeit mehr haben. Weil DU hast ja jetzt nen Baby. Und deswegen auch nen Paar andre nteressen . Naja dann warens wohl auch keineFreunde. Vielleicht Neue Kontakte knüpfen???
O.k müssen keine sein wo NUR über das neuste babygebrabbel gesprochen wird. Denn Frau ist ja auch MEnsch und nicht nUr Mama. Irgendein Zwischenweg wird sich sicher findnen.
Also Kopf hoch#liebdrueck

Beitrag von agostea 26.09.06 - 07:47 Uhr

Also ich steinige dich ganz sicher nicht - sehe ich das ganz genauso ! ;-)

Es gibt nichts anspruchsloseres wie nur Hausfrau und Mutter zu sein.

Ich habe Zwillinge,die mich sicher sehr fordern und mir viel Freude machen. Aber ich gehe auch noch halbe Tage in meinem Beruf arbeiten - und bin froh darüber !

Denn dort kann ich auch noch ich selber sein - und nicht nur die "Mutter".

Ich könnte nie damit zufrieden sein,mich nur über meine Mutterrolle zu definieren. Das wäre mir zu wenig.

Gruss
agostea

Beitrag von sa2 26.09.06 - 07:51 Uhr

guten motgen ,

das hatte ich am anfang auch also nicht so das ich nicht glücklich war aber das mir langsam die decke auf den kopf fiel....

ich habe dann mit meinem mann geredet das ich mein hobby wieder auf nehmen will damit ich eine zeit habe wo ich abschalten kann und raus aus dem alltag...

ich geh jetzt wieder 2 mal in der woche zu meinen süssen pferden reiten...

seit daher bin ich viel ausgeglichener und habe wieder mehr energie...

ich muss dazu sagen luca ist ein sehr braves baby schreit sehr selten nur wenn ihm was weh tut eigentlich...wenn er hunger hat quackt er mehr als weinen...

so bin ich wieder voll zufrieden habe ne super familie und denn noch ne zeit für mich...

lg sarah

Beitrag von jindabyne 26.09.06 - 08:12 Uhr

Ach Du, Du brauchst Dich doch nicht schämen!!!

Die ersten Wochen fand ich auch brutal hart, weil Fiona viel geschrien hat (obwohl kein Schreibaby) und einfach sehr lebhaft war. Und dann die Umstellung, den ganzen Tag Windeln wechseln, Baby beruhigen, Baby bespaßen... Wo bleibt da die geistige Herausforderung??? Fiona war noch keine Woche alt, da habe ich meinen Mann beneidet, dass er wieder in sein "altes Leben" zurück konnte (Job, Freunde etc.) - und ich nicht... #schmoll

Babymama sein ist nicht jedermanns Traumjob - und ich liebäugel auch schon längst damit, wieder 50% arbeiten zu gehen. Und ich freu mich drauf, wenn Fiona etwas älter ist und man mehr mit ihr machen kann... #freu

LG Steffi

Beitrag von rickchen81 26.09.06 - 08:30 Uhr

Huhu Purzel,

ja mir geht es auch so, dass ich hier zu Hause nicht total aufgehe. Das heißt nicht, dass man sein Baby nicht liebt - wir würden es alle nicht wieder hergeben - aber die Tage sindschon sehr kräftezehrend und es fehlt einem auch mal was für sich zu tun. Man kann einfach nicht mehr über seinen Tag bestimmen - das fällt mir schwer. Ich kann nicht Nickerchen machen, wenn ich zum Umfallen müde bin, ich kann nicht spontan aus dem Haus gehen usw.
Meistens ist es die Einsamkeit - trotz Zweisamkeit, die mir am meisten zu schaffen macht.
Und alles bleibt irgendwie an mir hängen.
Aber aus ähnlichen Beiträgen weoß ich, dass ich nicht alleine bin. Das tröstet ein bisschen.

Ulrike + Karlotta (15 Wochen + 1 Tag)

Beitrag von ann75 26.09.06 - 08:31 Uhr

Hallo Purzel,

wie du siehst, du triffst auf viel Verständnis! Ich kenne das auch von meiner ersten Tochter, spätestens im Herbst/Winter war ich völlig unausgeglichen und genervt. Ich habe dann, als sie anderthalb war, eine Teilzeitstelle bekommen, Nina ging zu einer sehr lieben Tagesmutter und war sehr begeistert davon, und ab da fühlte ich mich richtig wohl. Ich hatte nachmittags auch wieder richtig Freude an meiner Tochter und wollte gern was Schönes mit ihr unternehmen. Und ab dem Alter fängt es wirklich auch an, erst richtig Spaß zu machen, man kann auf den Spielplatz (und da auch mal eine Zeitung lesen...), in den Zoo, etc.
Und dafür geniesse ich jetzt beim zweiten Kind genau das, was mich beim ersten gelangweilt hat, weil ich nun auch weiß, wie schnell die Babyzeit vorbei ist und man ihr hinterher trauert.

Tja, das alles hilft dir nun nicht viel weiter, außer die Aussicht, dass es bestimmt besser wird. Hast du es schon mal mit Tragesack oder Tragetuch versucht? Wenn mein Baby seine Schreizeit am nachmittag hat, klappt das immer super, dann schläft sie im Tuch sofort ein und ich kann bummeln, spazieren oder einkaufen.

Also Kopf hoch,
#liebdrueck
Anne

Beitrag von lilly85 26.09.06 - 08:40 Uhr

Hallo,

das ging mir schon ab der ersten Woche so.... es fehlt an geistiger Anregung und man hat das Gefühl die Decke fällt einem auf den Kopf. seit der kleine 5 Wochen alt ist gehe ich wieder stundenweise arbeiten (geht auch wenn man vollstillt) und heute abend werde ich das erste Mal wieder durch den Wald sausen..... Außerdembin ich noc auf der Suche nach einem Spielkreis, Müttertreff oder ähnlichem.

lg lilly und Paul 6Wochen+3 Tage

Beitrag von klara75 26.09.06 - 09:01 Uhr

oh du arme!

die erste zeit kann so ungalublich hart sein. ich hatte mir das auch einfacher vorgestellt! nora ist bzw war zwar auch kein schreibaby, hat mich aber die ersten zwei bis drei monate ganz schön auf trab gehalten. nichts war recht, alles, was ihr nicht passte, wurde mit einem gebrüll quittiert, und schlafen wollte sie am tag entweder gar nie, oder wenn, dann NUR in meinem arm. bin einmal sogar mit ihr aufs klo gegangen, aus panik, dass das gebrüll wieder von vorne anfängt. da hatte ich wirklich meine krise und auch zweifel, ob es das wirklich sein konnte...und war unendlich froh, am 25.10.06 wieder meine arbeit aufnehmen zu dürfen (müssen wurde plötzlich zu dürfen).

kopf hoch!!! nora ist mittlerweile 16 wochen alt und ziemlich friedlich geworden. sie schläft alle 2-3 h ihren powernap (im bettchen!!!), liegt vergnügt auf der decke und plappert, und der tragesack (übrigens wirklich ein guter tipp bei quengelbabys) ist seit wochen nicht mehr zum einsatz gekommen.

dass das so nicht befriedigend ist, ist doch völlig verständlich! was einfach sicher ist: es wird besser!!! ich hätte nie gedacht, dass nora so anders sein kann - im moment bin ich gar nicht mehr so scharf aufs arbeiten, aber letztlich wirds wohl doch das beste sein, zumal wir eine wirklich tolle krippe haben (für 2 wochentage).

alles, alles gute!

k.

Beitrag von daylana 26.09.06 - 11:24 Uhr

Man ich bin echt froh das hier von euch zu lesen, denn ich habe manchmal ein echt schlechtes Gewissen, wenn ich feststelle das ich nicht glücklich bin. Ich habe ein tolles Baby und liebe sie sehr, aber immer nur Mutter sein erfüllt mich wirklich nicht. Ich gehe jetzt wieder 5 Mal im Monat arbeiten und einmal im Monat nimmt mene Mutter meine Süße über Nacht, damit ich und mein Freund auch mal Paar sein können, wir nehmen uns dann immer was schönes vor.
Seitdem ist es wieder viel schöner, ich brauche halt zwischendurch auch mal was anderes um die Ohren

LG

Tanja und Melissa

Beitrag von nebelung 26.09.06 - 11:47 Uhr

Hallo Purzel.

Auch ich kann dich verstehen, denke mal, dass Ronja und Estin gleich anstrengend sind, denn auch mein kleiner Mann schreit noch sehr viel und wenn nicht, ist er wach und will beschaeftigt werden.
Langweilig finde ich es nicht, eher anspruchslos. Man ist den ganzen Tag beschaeftigt, hat aber am Ende des Tages nicht wirklich viel geschafft (z.B. Haushalt bei mir zumindest).
Ich gehe zwar mindestens 1x taeglich mit Hund und Kinderwagen spazieren, aber da treffe ich auch niemanden.
Beim Babytreff war Estin der aelteste und ich als Zugezogene die einzigste Mama, die ihr 1. Kind hat, also hab ich auch "super viel" Kontakt zu den anderen bekommen.
Ich gehe jetzt 1 Tag/ Woche wieder arbeiten und das hilft wirklich, um mal abzuschalten. Hast du jemanden, dem du Ronja mal ein paar Stunden ueberlassen kannst, um mal was fuer dich zu tun?
Ich hab das nicht, aber durch die Arbeit bin ich schon abgelenkt, von daher will ich nicht klagen. So ist das, wenn man vor der Schwiegerfamilie fluechtet....;-)

GLG, nebelung & Estin (auch 14 Wochen)