Empfindliche Brustwarzen - wer kennt das auch?

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von panelli 26.09.06 - 08:40 Uhr

Hallo,

ich hatte schon mal wegen diesem Thema (empfindliche Brustwarzen) gepostet und einigen Zuspruch bekommen. Sorry für's Jammern, aber meine Brustwarzen sind so empfindlich und wenn mein Sohn (4. Woche) ansaugt, tut das sehr weh #heul. Ich möchte aber unbedingt weiter stillen und werde das auch durchhalten.

Wem geht es hier auch so und wie motiviert ihr Euch bzw. verschafft Euch Linderung? Habe ja noch die Hoffnung, dass sich die Brustwarzen irgendwann dran gewöhnt haben und es nicht mehr so schmerzhaft ist.

Viele Grüße Steffi

Beitrag von steffi2701 26.09.06 - 09:16 Uhr

Guten Morgen Steffi,



mein Sohn ist nun 11 Wochen alt, und Ich hatte auch solche Schmerzen am Anfang. Meine Brustwarzen waren auch sehr empfindlich, Sie waren so wund, es hatte auch manchmal geblutet. Wenn er getrunken hat, hätte Ich vor Schmerzen am liebsten geschrien.
Aber langsam wurde es besser. Ich wollte unbedingt stillen, Ich hatte es mir in der Schwangerschaft so gewünscht, da Ich dies bei meiner ersten Tochter nicht konnte.
Und seid so ca. 4 Wochen klappt es so toll, Ich genieße es richtig!

Ich denke bei dir wird es bestimmt auch in 2-3 Wochen ohne Probleme klappen.

ich wünsche dir dabei viel Glück!

Grüße,
Steffi

Beitrag von ostsonne 26.09.06 - 09:20 Uhr

sorry steffi, das ich dir keinen mut machen kann. ich hatte das problem bei allen drei kindern. die ersten beiden hab ich tapfer durchgestanden bis etwa 2 monate. dann hab ich abgepumpt, weil es nicht mehr ging.
nun ist unser letzter sproß da, seit 11 wochen, und ihn hab ich gar nicht stillen können. er kam per kaiserschnitt und ich weiß, das es da länger dauert bis der milcheinschuß kommt. hab also tapfer 5 tage angelegt....bis dann letztendlich das blut kam. er hatte mir die brustwarzen so "abgekaut", das ich geblutet hab. sorry, aber da macht das stillen dann keinen spaß mehr. ich hatte es mir auch ganz doll vorgenommen, aber wenn`s nicht geht, geht`s nicht.
du bist deswegen keine schlechte mutter ! immerhin hast du ja schon 4 wochen durchgehalten und deinem baby somit auch schon ein paar abwehsstoffe mit auf den weg gegeben.

lg
ostsonne mit louis, 11 wochen

Beitrag von kirsten007 26.09.06 - 09:22 Uhr

Hallo Steffi,

das war bei mir auch so: 3 Wochen lang Höllenschmerzen, vor allem beim "Andocken". Nach dieser Zeit tat nichts mehr weh. Monate später habe ich darüber mit einer Stillberaterin gesprochen und sie meinte, dass ich ihn falsch angelegt hätte, weil das Stillen von Natur aus NICHT weh tun soll. Ich war etwas verwirrt, weil ich im Krankenhaus oft unter der Anleitung von Hebammen und einer Stillberaterin gestillt habe und ich davon ausgegangen bin, dass ihn richtig angelegt haben,hm . Wende Dich doch einfach an eine Stillberaterin.

Eine schöne (schmerzfreie) Stillzeit wünscht
Kirsten

Beitrag von guagua 26.09.06 - 09:51 Uhr

Hallo!

Mir geht es ähnlich wie dir...Schmerzen, aber ich will auf alle Fälle weiterstillen. Auch wenn ich manchmal kurz davor stand, aufzuhören...
#heul

Meine Tochter ist jetzt bald 8 Wochen alt und so langsam wird es besser. Sie hat einfach einen tierischen Zug am Hals: das sagte auch der Kinderarzt als er sie mit dem Finger beruhigen wollte! Wir lernen aber langsam, immer "schmerzfreier" anzulegen.
#freu
Trotzdem habe ich mir folgendermaßen Linderung verschafft (bei mir halfen alle Standards, wie Wollfett etc. nicht).
Homöopathisch:
Jeden Tag 3 mal eine Tablette (= 5 Globuli) Graphites C 6
und 3 mal 3 Globuli Borax D 12 (beides wirkt entzündungshemmend und wirkt gleichzeitig gut gegen Blähungen beim Kind...).
Dann habe ich mir dazu noch medizinische Stilleinlagen besorgt. Die heißen "Mother mates" (nicht zu verwechseln mit Lilypads) und sind aus Hydrogel. Das benutzt man bei chronischen Wunden wie Verbrennungen. Es unterstützt den Heilungsprozess der Brustwarze und ist besser als andere Stilleinlagen, da sie das Scheuern an Klamotten verhindern. Leider sind die ziemlich teuer (14 €), aber das Geld war es mir wert.
Wenn es bei dir besonders schlimm ist, würde ich mal ein oder zwei Tage die schlimme Seite abpumpen und per Flasche geben und der Brust mit "Mother mates" Ruhe für die Heilung geben.

Hoffe, es wird bald besser!
Halt durch - es lohnt sich!!!
LG; Guagua und Lilly!

Beitrag von jana4 26.09.06 - 11:23 Uhr

Hallo Steffi!!
warum versuchst du es nicht mal mit Stillhüttchen? Bei mir waren die Brustwarzen schon am Bluten und ich habe mir Stillhüttchen aus der Apotheke geholt. Meine Tochter trinkt damit prima und meine Brustwarzen konnten sich so ainmal richtig erholen. Stille seid heute wieder ohne. Wenn meine Brustwarzen allerdings wieder wund werden, greife ich auf jeden fall wieder zu den Stillhüttchen. Möchte mich nicht mehr quälen. Die Stillhüttchen waren von Medela . Ich habe Größe L genommen.
Vielleicht willst du es ja auch mal damit probieren.
jana4

Beitrag von skye27 26.09.06 - 13:31 Uhr

Hallo!

Ich habe die Brust vor und nach dem Stillen in der ersten Zeit immer erwärmt. Kornkissen oder noch besser mit Rotlicht. Und dann schon dabei ein bischen massiert Dann fließt die Milch, wenn das Baby ansaugt leichter und es muß nicht so stark saugen. Lanolin(Wollfett) (Apotheke, zB lanisohl, oder so ähnlich) läßt die Brustwarzen gut heilen und das Kind kann angelegt werden, das Zeug ist ohne Zusatzstoffe. Ist zwar schweineteuer diese Minitube, aber das Zeug wirkt Wunder. Hab auch bei meiner Tochter alle kleinen wunden Stellen mit behandelt.
Ansonsten durchhalten, es wird besser.

Liebe Grüße Claudia